|
Eine der wichtigsten Aufgaben eines
Berufsverbandes ist es, seine Mitglieder aktuell, kompetent und
zuverlässig zu informieren. Weil für 2004 viel Neues zu erwarten war,
berief der Fahrlehrerverband Baden-Württemberg e.V. schon im Frühherbst
sieben Regionalversammlungen für Dezember und Januar ein, die in enger
Zusammenarbeit mit der TP-Leitung des TÜV Süd und anderen Partnern
vorbereitet und abgehalten wurden.
Die Umsetzung von Annex II, neue
Ausbildungs- und Prüfungsvorschriften und die Einführung der Zweiten
Ausbildungsphase sind nur einige der Themen, mit denen Fahrlehrer derzeit
stark umgehen.

Volle Säle in allen Regionen
Mit Partnern geht's besser
Sieben Regionalversammlungen mit insgesamt
rund 1.500 Teilnehmern erfordern sorgsame Planung und Logistik. Die
Verbandsführung nahm deshalb die ausgestreckte Hand des Vertriebs der
DaimlerChrysler AG gerne an. So stellten die Mercedes-Benz Niederlassungen
ihre Räumlichkeiten zur Verfügung und bewirteten die Fahrlehrer Mercedes
like. Dafür an dieser Stelle noch einmal herzlichen Dank.

Michael Eßer, Mercedes Benz NL Reutlingen u.
Tübingen

Eric Fehr (re) nimmt den 1. Preis einer
Verlosung - ein 4mataic Winterevent in Österreich - von Heike Schaut
(Handelsmarketing-Beauftragte der Mercedes Benz NL RT und TÜ) entgegen.
Mitte: Peter Tschöpe, Michael Eßer
Mit im Boot: Der TÜV
Nicht minder erfreulich war die Mitwirkung
der TP-Leitung des TÜV Süd. Wie schon bei Einführung der Grundfahraufgabe
"Gefahrbremsung" war es ein Anliegen der TP-Leitung, alle Fahrschulen -
auch die nicht organisierten - über die anstehenden Neuerungen zu
informieren. Der Vorstand des Fahrlehrerverbandes Baden-Württemberg e.V.
und die TP-Leitung einigten sich dabei auf einen für beide Seiten
ersprießlichen Modus, wonach der Verband die Veranstaltungen vorbereitete
und managte, die Niederlassungen des TÜV den Versand und die Kosten der
Einladungen übernahmen. So konnten alle Fahrschulen, egal ob
Verbandsmitglied oder nicht, teilnehmen. Allerdings gab es am Ende der
Versammlungen bei einigen Kolleginnen und Kollegen etwas lange Gesichter,
denn die inhaltschwere Informationsmappe des Verbandes bekamen nur die
Mitglieder.
Sieben Orte - ein Programm:
Der erste Durchlauf mit vier
Veranstaltungen startete am 1. Dezember in Karlsruhe mit weit über 200
Teilnehmern. Dann folgten am 2. Dezember Freiburg, am 3. Dezember
Weingarten und am 4. Dezember Pfullingen mit jeweils knapp 200
Teilnehmern. Nach dem Jahreswechsel begann am 19. Januar die zweite
Staffel mit über 300 (!) Teilnehmern in Stuttgart, gefolgt von Schwäbisch
Gmünd und Heilbronn, ebenfalls mit jeweils knapp 200 Teilnehmern.
Innerhalb kürzester Zeit wurde so der größte Teil aller in
Baden-Württemberg aktiven Fahrlehrerinnen und Fahrlehrer über das Kommende
informiert. Damit sollte einer reibungslosen Anwendung der neuen
Vorschriften nichts mehr im Wege stehen.
Annex II
Der Ablauf war sorgsam organisiert und
abgestimmt. Als erstes informierte der Zweite Vorsitzende des Verbandes,
Kollege Wolfgang Fischer, über die Auswirkungen von Annex II auf die
Ausbildung. Mit einer anschaulichen Präsentation sorgte Fischer für
Aufschluss und Klarheit.

Wolfgang Fischer
Energiesparende Fahrweise
Danach berichtete der Dritte Vorsitzende
des Verbandes, Jochen Klima, über die "Energiesparende Fahrweise in
Ausbildung und Prüfung". Klima vertritt zusammen mit drei Kollegen den
Verband im Gesprächskreis Fahrerlaubnisprüfung und konnte so aus erster
Hand detailliert über die dort erzielten Ergebnisse berichten.

Jochen Klima
TÜV informiert über die Prüfung
Der Leiter der Technischen Prüfstelle,
Dipl.- Ing. Marcellus Kaup, informierte profund über die von Annex II auf
die Fahrerlaubnisprüfung ausgehenden Änderungen. Soweit Kaup aus
dienstlichen Gründen verhindert war, vertrat ihn der FE-Verantwortliche
der TP, Josef Madeia. Außer über Neuerungen sprachen beide Herren auch
über die Identitätskontrolle bei der Prüfung, ein Punkt, der zurzeit
manche Gemüter zu erhitzen vermag.

Marcellus Kaup
Kaffeepause und Bewegung
Nach so viel geistiger Anstrengung war es
jeweils geboten, die Beine zu vertreten und etwas für das körperliche Wohl
zu tun. Auch nutzten die Kolleginnen und Kollegen die Pause zum fachlichen
Austausch. Viele nahmen die Gelegenheit wahr, sich über die neuesten
Produkte von Mercedes Benz zu informieren oder sich an den
Informationsständen der Allianz, der Fahrlehrerversicherung, der FSG/TTVA
mbH und des Fahrlehrerverbandes Baden-Württemberg e.V. umzuschauen.
Allianz, ein starker Partner
Die Vertreter der Allianz Private
Krankenversicherungs-AG informierten über die ziemlich schmerzhaften
Einschnitte, die auf die Mitglieder der gesetzlichen Kranken- und
Rentenversicherung zukommen. Sie rieten dringend, die Absicherung für
Krankheit und Alter zu überprüfen und erforderlichenfalls anzupassen.
Zum guten Schluss der Chef
Das Finale des informativen Nachmittags
blieb Peter Tschöpe vorbehalten. Er berichtete unter anderem über die zum
Jahresbeginn eingeführte Zweite Ausbildungsphase für Fahranfänger und die
geplante Fahrerlaubnisklasse für Leichtkraftfahrzeuge.
Besonders wichtig war es ihm, auch die
Verkehrssicherheitsaktion des Fahrlehrerverbandes Baden-Württemberg e.V.,
die Patenschaft der Besonnenheit, allen Kolleginnen und Kollegen ans Herz
zu legen.
Jochen Klima |