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Letzte Aktualisierung dieser Seite: 26.10.11

 

© FahrSchulPraxis
Entnommen aus Ausgabe
November /2004, Seite 608

Interview mit Robert Wilhelm, DaimlerChrysler AG

"Mit der A-Klasse ist uns ein besonderer Wurf gelungen"

 


Robert Wilhelm (37) ist in der Berliner Vertriebszentrale der DaimlerChrysler AG Leiter der Abteilung "Produktmanagement Fahrschulen, Taxi und Sonderfahrzeuge". Wenn der Job es zulässt, tauscht er das Auto gerne mal gegen das Motorrad. So waren ihm die 1000 km auf zwei Rädern nicht zu viel, um beim diesjährigen Spitzenseminar der baden-württembergischen Motorrad-Fahrlehrer am Gardasee dabei sein zu können. Drei Autos der brandneuen A-Klasse waren ihm nach Torri del Benaco vorausgeeilt, die bei den Bikern höchste Aufmerksamkeit erregten und in jeder seminarfreien Minute auf Herz und Nieren ausprobiert wurden. Gebhard L. Heiler sprach am Gardasee mit Robert Wilhelm über den neuen Mercedes und dessen Akzeptanz bei den Fahrschulen.
 

Heiler: Herr Wilhelm, lässt Ihre Gegenwart bei Motorrad Total darauf schließen, Mercedes werde künftig auch Motorräder bauen?

Wilhelm: Schon letztes Jahr hatte ich die Ehre, dabei sein zu dürfen. Und da wurde die Idee geboren, hier vielleicht mal etwas Besonderes machen zu können. Denn Motorrad Total trifft in diesem Jahr ziemlich genau mit der Markteinführung unseres "Brot- und Butterautos" für den Fahrschulmarkt, der neuen A-Klasse nämlich, zusammen. Da passt es doch wunderbar, dabei zu sein und für die Motorradfahrlehrer etwas tun zu können. Es freut uns zu sehen, wie gut die neue A-Klasse hier ankommt und wie gerne die Fahrlehrer gerade auf den typischen Motorradstrecken damit fahren. Da braucht Mercedes-Benz überhaupt keine Motorräder zu bauen, um auf Ihre Frage zurückzukommen.

Heiler: Sie haben für diese Veranstaltung drei Fahrzeuge der neuen A-Klasse an den Gardasee bringen lassen. Sind die Autos nun so spezifiziert, wie Sie glauben, dass sie von Fahrschulen gewünscht werden?

Wilhelm: Wir haben die Ausstattung der Fahrzeuge bewusst so gewählt. Wenngleich ich sagen muss, dass wir zum Zeitpunkt der Auswahl der jeweiligen Ausstattung selbst noch nicht exakt wussten, wie das Auto genau aussieht, welche Farben es da geben wird. Aber wir wussten, dass wir uns für den Fahrschulmarkt auf die Dieselmotoren konzentrieren müssen. Es gibt 3 neue Dieselversionen: A 160 CDI, A 180 CDI und A 200 CDI. Wir waren uns einig, dass der A 180 CDI und der A 200 CDI im Fahrschulbereich wohl am meisten gefragt sein würden. Jedenfalls ist das, nach den seit Juni vorliegenden Bestellungen zu urteilen, die vorherrschende Richtung am Fahrschulmarkt. Wobei sich immer stärker herauskristallisiert, dass der A 180 CDI für die Bedürfnisse der Fahrschule geradezu ideal motorisiert ist und hervorragende Fahrleistung bietet. Wir wollten den Fahrlehrerinnen und Fahrlehrern hier möglichst alles zeigen, was es gibt. Deshalb haben wir je ein Auto der Ausstattungslinie Classic, Elegance und Avantgarde mitgebracht. Wir haben überdies gedacht, es sollten
in diesen Fahrzeugen möglichst alle gängigen Ausstattungsdetails enthalten sein, damit die Fahrlehrer hier möglichst viel ausprobieren können. Es gibt ja ungezählte Individualisierungsmöglichkeiten. Auch die neuen Farben - außen und innen - wollten wir zeigen.


Ein klasse Fahrschulwagen, die neue A-Klasse

Heiler: Gibt es kurz nach Markteinführung schon erste Indikatoren über die Akzeptanz der neuen A-Klasse im Fahrschulmarkt?

Wilhelm: Verkaufsstart für die neue A-Klasse war am 21. Juni. Seitdem stellen wir eine erfreulich starke Nachfrage fest. Der Auftragsbestand liegt schon jetzt über dem Plan.

Heiler: Und ab wann liefern Sie?

Wilhelm: Sehr rasch. Und voraussichtlich ab Dezember können wir fahrschulmäßig ausgerüstete Fahrzeuge mit Doppelbedienungsanlage liefern. Wer früher dran sein will, kann die Nachrüstung bei den bekannten Doppelpedalausrüstern vornehmen lassen, die stehen Gewehr bei Fuß. Wir glauben, die A-Klasse ist ein hervorragendes Fahrschulfahrzeug, denn wir haben dabei weitestgehend auch die Wünsche und zahlreichen Anregungen der Fahrlehrer übernommen. Zur Vorgängerbaureihe kamen viele Rückmeldungen aus den Reihen der Fahrlehrerschaft, die uns sehr halfen und für die wir ein aufrichtiges, herzliches Dankeschön sagen. Es freut mich besonders zu sehen, wie groß das Interesse ist und wie rege hier von der Möglichkeit Gebrauch gemacht wird, mit den Fahrzeugen völlig zwanglos zu fahren, sie mal auszuprobieren, ohne dass dahinter gleich ein Verkaufsgespräch steht.

Heiler: Das scheint so zu sein. Denn am gestrigen Mittwoch, der ja seminarfrei war, kam man an keines der Autos ran. Sie waren voll ausgebucht. Die Fahrlehrer haben die Autos auf den gebirgigen Strecken rund um den Gardasee, auf denen sie sich tags zuvor mit dem Motorrad hinauf- und hinuntergeschraubt hatten, richtig ran genommen und scharf getestet.

Wilhelm: So soll das auch sein. Die Gelegenheit ist einmalig. So wie man hier ein Fahrzeug testen kann, geht das zu Hause oft gar nicht. Es ist einfach schön, Fahrverhalten, Fahrdynamik und Bremsverhalten auf so gepflegten, kurvenreichen Landstraßen, auf Berg- und Talstrecken, zu erleben. Die Rückmeldungen sagen mir: Mit diesem Auto scheint uns ein besonders guter Wurf gelungen zu sein. Zumal auch die Schwächen, die der Vorgänger vielleicht noch hatte, bei diesem Fahrzeug ausgemerzt sind. Das große Interesse an diesem neuen Fahrschulauto stimmt mich sehr froh, und ich möchte mich beim Fahrlehrerverband Baden-Württemberg und bei allen Teilnehmern ganz herzlich dafür bedanken, dass ich bei Garda Total dabei sein darf.

Heiler: Vielen Dank für das Gespräch, Herr Wilhelm.

 

FahrSchulPraxis
Ausgabe November 2004

Erscheinungsdatum 15.11.2004

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