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Letzte Aktualisierung dieser Seite: 26.10.11

 

© FahrSchulPraxis
Entnommen aus Ausgabe
Dezember /2004, Seite 646

Zwei neue Spezialseminare

  • Umweltschonung in der Prüfung
  • Fahrschulüberwachung

 

Die etwas inflexible Vorschrift, wonach Fahrlehrer alle vier Jahre an einem dreitägigen Fortbildungskurs teilnehmen müssen, hat es in der Vergangenheit erschwert, Neuerungen zeitnah in Kurzkursen zu übermitteln. Obwohl die entsprechende Änderung des FahrlG noch nicht verkündet ist, lässt das Ministerium für Umwelt und Verkehr Baden-Württemberg ab Beginn des Jahres 2005 auch die Anrechnung eintägiger Seminare auf die gesetzliche Fortbildung zu. Zwei solcher 8-stündigen Seminare, die besonders die Erfahrungen der Kolleginnen und Kollegen einbeziehen, wollen wir heute vorstellen.

Umweltschonendes Verhalten ist seit Anfang der 80er Jahre Pflichtteil der Kraftfahrerausbildung. Seit 1999 ist es auch Bestandteil der praktischen Prüfung. Doch nach wie vor gibt es sowohl bei den Fahrlehrern als auch bei den Sachverständigen Unsicherheiten.

Frühstart in Baden-Württemberg

Wer ausbilden will, muss über eigene Erfahrung verfügen. Der Fahrlehrerverband Baden-Württemberg e.V. hat deshalb schon Anfang der 90er Jahre den Tag der Umweltfahrt ausgerufen und ab 1998 umweltschonendes Verhalten in sein Fortbildungsprogramm aufgenommen. Bei diesen Seminaren ging es in erster Linie darum, gesicherte Erkenntnisse zu gewinnen und die davon abzuleitenden praktischen Anwendungen an die Fahrschüler übermitteln zu können. Auch der TÜV bot seinen Mitarbeitern Gelegenheit, umweltschonendes Fahren praktisch zu erproben. Schließlich unterbreitete der Gesprächskreis Fahrerlaubnisprüfung konkrete Vorschläge, wie umweltschonendes Verhalten in der praktischen Prüfung geprüft und bewertet werden kann (siehe FPX 2002, Ausgabe Dezember, Seite 642).

Gemeinsame Seminare für Prüfer und Fahrlehrer

Trotzdem kommt es bei Prüfungen immer noch zu Meinungsverschiedenheiten. Deshalb beschlossen TP-Leitung und Verband, gemeinsame Seminare für Prüfer und Fahrlehrer anzubieten. In diesen Seminaren haben Ausbilder und Prüfer Gelegenheit, umweltschonendes Fahren darzustellen, Erfahrungen auszutauschen und schließlich zu überprüfen, was Fahranfänger zu leisten in der Lage sind und wie dies in der Prüfung festgestellt und bewertet werden kann. Vier dieser Seminare sind für 2005 geplant. Sie werden gemeinsam geleitet von Frau Karen Maronde, aaP beim TÜV Süddeutschland, und von Wolfgang Fischer, Zweiter Vorsitzender des Fahrlehrerverbandes Baden-Württemberg e.V. und zertifizierter Umwelttrainer des DVR.

Spezialseminar: Umweltschonendes Fahren in Ausbildung + Prüfung
  • 15.02.2005 Tübingen
  • 08.03.2005 Karlsruhe
  • 11.10.2005 Offenburg
  • 22.11.2005 Öhringen

Verbandsmitgliederpreis: € 140
Nichtmitgliederpreis: € 180

Das komplette Fortbildungsangebot
und Anmeldeformular finden Sie hier...

 Zum Programm

Die Teilnehmer testen zunächst ihren eigenen Fahrstil. Im darauf folgenden Theorieblock werden die wesentlichen (und in der Realität darstellbaren) Inhalte des umweltschonenden Fahrens erarbeitet und mit den rechtlichen Vorgaben für Ausbildung und Prüfung abgeglichen. Bei einer anschließenden Vergleichsfahrt sollen die Kraftstoffeinsparung festgestellt und an Hand spezieller Beobachtungsbögen Kriterien für die praktische Prüfung entwickelt werden. Zum Schluss werden die Ergebnisse ausgewertet, um später in die Vorgaben der TP-Leitung einfließen zu können.

Seminar Überwachung ohne Stress

Niemand juchzt vor Freude, wenn sich die Überwachung ansagt. Oft meinen Fahrlehrer auch, die Überwachung sei nutzlos. Die wirklichen Filous würden nicht gefunden, weil Papier geduldig sei und nicht sprechen könne. Das hält sich leider hartnäckig, obwohl die Überwachung in den zurückliegenden Jahren immer wieder schwarze Schafe aufgespürt und ihnen das Handwerk gelegt oder doch sehr erschwert hat. Die Kritiker müssen sich fragen lassen, was wohl wäre, wenn es die Überwachung in all den Jahren nicht gegeben hätte. Freilich, auch die Fahrschulüberwachung muss immer wieder auf den Prüfstand genommen werden.

Vereinfachung bei gleicher oder besserer Wirkung

Paul Schurr, früher langjähriger Fahrschulinhaber - heute Vorsitzender des Treuhandvereins, wird in einem Workshop mit den Teilnehmern nach Wegen suchen, wie die Überwachung noch wirksamer werden kann, ohne dabei die Grenzen zur Erbsenzählerei zu überschreiten. In dem eintägigen Seminar sollen die Teilnehmer Vorschläge zur Vereinfachung des Verfahrens erarbeiten; die aber die Wirksamkeit der Überwachung nicht beeinträchtigen dürfen.

Spezialseminar: Überwachung ohne Stress
  • 14.04.2005 Ditzingen

Verbandsmitgliederpreis: € 140
Nichtmitgliederpreis: € 180

Das komplette Fortbildungsangebot
und Anmeldeformular finden Sie hier...

Bei diesem Seminar wird auch zu erörtern sein,

  • über welche Ausstattung eine Fahrschule heute verfügen muss,
  • welche Aufzeichnungen unbedingt nötig sind, damit einerseits die Ausbildung transparent und für den Schüler nachvollziehbar wird, andererseits aber der Fahrlehrer nicht in einer Flut von Papier erstickt und
  • welche Meldepflichten nach wie vor wichtig sind und auf welche verzichtet werden kann.

Das Seminar soll auch dazu beitragen, die Entbürokratisierung im Fahrschulbüro voranzubringen. Erfahrungen der Praxis sind gefragt.

Das komplette Fortbildungsangebot
und Anmeldeformular finden Sie hier...

 

FahrSchulPraxis
Ausgabe Dezember 2004

Erscheinungsdatum 15.12.2004

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