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Die Bundesanstalt für Straßenwesen ist eine
Forschungseinrichtung. Im Focus ihrer Forschung stehen der Mensch und
seine Sicherheit als Verkehrsteilnehmer. Jüngst wurde ein
Forschungsprojekt zur Behindertenausbildung abgeschlossen, an dem eine
baden-württembergische Verbandsfahrschule maßgeblich beteiligt war.
Die Fahrausbildung behinderter Menschen ist
Sache von Spezialisten. Das trifft besonders dann zu, wenn es sich um die
Ausbildung von in ihrer Mobilität schwer behinderten Menschen, z.B.
Gelähmten, handelt. Hier ist bereits im Vorfeld hohe Kompetenz
erforderlich. Schon alleine, um beurteilen zu können, ob der Betroffene
überhaupt eine Chance hat und wenn ja, mit welchen Hilfsaggregaten das
Lehrfahrzeug ausgestattet sein muss. Manchmal ist es für Schwerbehinderte
gar nicht leicht, eine dafür spezialisierte Fahrschule zu finden. Der
Fahrlehrerverband Baden-Württemberg hat deshalb schon vor vielen Jahren
die Position eines Behindertenreferenten geschaffen, der bei
problematischen Fällen hilft. Außerdem hat der Verband das von der
Deutschen Fahrlehrer-Akademie e.V. herausgegebene Fachbuch
"Mobilitätsbehinderte und Kraftfahrzeug" allen Verbandsmitgliedern zur
Verfügung gestellt.
Im Jahr 2003 hatte die Bundesanstalt für
Straßenwesen (BASt) ein Forschungsprojekt ausgeschrieben, das die
Fahrausbildung von Behinderten untersuchen sollte. Die auf die Ausbildung
Schwerstbehinderter spezialisierte Verbandsfahrschule Zawatzky in
Neckargemünd bekam den Zuschlag. Inzwischen hat die Projektgruppe ihren
Abschlussbericht fertig gestellt. Dieser ist in der Schriftenreihe der
BASt erschienen und kann dort als Heft M 167 (ISBN 3-86509-267-5) bestellt
werden. Ein Werk, das allen mit der Erteilung der Fahrerlaubnis für
behinderte Menschen und deren Ausbildung und Prüfung befassten Behörden,
Prüfstellen und Fahrschulen wichtige Hilfen bietet.
Bundesanstalt für Straßenwesen
Telefon: 02204 / 43-0
E-Mail: info@bast.de |