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Herbst und Winter - Zeit der frühen
Dämmerung und der langen Nächte. Zeit auch des Nebels und der häufig durch
Niederschläge eingeschränkten Sichtverhältnisse. Gerade in diesen Monaten
sind Fußgänger besonders gefährdet, umso mehr, wenn sie schlecht erkennbar
sind.
Fußgänger sind bei Dämmerung und Dunkelheit
schwer zu erkennen, besonders wenn sie dunkle Kleidung tragen. Auf
unbeleuchteten Straßen ist das Unfallrisiko hoch. Im Jahr 2002 forderten
vor allem die Landstraßen bei Nacht einen traurigen Tribut: Von den 260
tödlich verunglückten Fußgängern starben 77 Prozent bei Dunkelheit.

Fußgänger sind bei Dunkelheit schneller zu
erkennen, wenn sie etwas Leuchtendes an sich haben und helle Kleidung
tragen
Auch auf besser beleuchteten innerörtlichen
Straßen war der Anteil der bei Nacht tödlich verunglückten Fußgänger
alarmierend hoch. Mehr als die Hälfte der 574 getöteten Fußgänger kamen
bei Nacht ums Leben. Unter dem Gesichtspunkt des bei Nacht um 70 Prozent
reduzierten Verkehrsaufkommens wird das Problem noch deutlicher. Da
Fahrschüler häufig als Fußgänger unterwegs sind, lohnt es sich, im
Theorieunterricht dieses Thema nicht nur aus dem Blickwinkel des
Kraftfahrers, sondern auch aus dem des Fußgängers zu beleuchten.
Bessere Erkennbarkeit hilft
Fußgänger können mit geringem Aufwand durch
helle Kleidung, besser noch durch Reflektoren an Brust, Rücken und Armen
ihr „Gesehenwerden“ und damit ihre Sicherheit deutlich erhöhen. Sofern
Kleidung mit applizierten Reflektoren nicht vorhanden ist, sollte man auf
die gängigen Angebote dieser Leuchtstreifen zurückgreifen. Ein pfiffig
gestalteter Reflektor kann auch ein nettes Give-away der Fahrschule sein.
Auch bei gut eingestellten Scheinwerfern ist ein dunkel gekleideter
Fußgänger erst bei Annäherung auf etwa 25 Meter wahrzunehmen. Mit heller
Kleidung kann sich die Wahrnehmbarkeit auf rund 80 Meter, mit Reflektoren
sogar auf 150 Meter erhöhen.
Praktisches Erleben statt bloße Theorie
Die Nachtfahrten sollten unbedingt auch
dazu genutzt werden, die Schüler für den Fußgängerschutz zu
sensibilisieren. Allerdings ist die Wahrscheinlichkeit, während jeder
Nachtfahrt Fußgängern zu begegnen, nicht sehr hoch. Auf ruhigen, von
Bäumen oder von anderen schlecht erkennbaren Gegenständen gesäumten
Straßen kann man die Schwierigkeit des Erkennens von Fußgängern
demonstrieren. Der Schüler soll sagen, wenn er einen bestimmten Gegenstand
(dessen Standort dem Fahrlehrer bekannt ist) erkennt. Mit dieser Übung
können die Schüler besser als alleine mit theoretischen Erörterungen davon
überzeugt werden, dass beim Fahren mit Abblendlicht auf unbeleuchteten
Landstraßen 70 km/h der absolute Grenzwert ist.
pjt
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