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Letzte Aktualisierung dieser Seite: 26.10.11

 

© FahrSchulPraxis
Entnommen aus Ausgabe Dezember /2005, Seite 638

Exklusiv für Verbandsfahrschulen

"Fit im Verkehr!"

Programm für ältere Fahrer/innen

 

Die Gruppe der älteren Autofahrer nimmt ständig zu. Bis ins hohe Alter per Auto mobil zu bleiben, ist Wunsch und Bestreben vieler Seniorinnen und Senioren. Sie sind Zielgruppe eines neuen Programms, das derzeit vom Fahrlehrerverband Baden-Württemberg e.V. entwickelt wird.

Zum Vergleich: 1960 betrug der Anteil der über 60-Jährigen an der Gesamtbevölkerung Deutschlands gerade mal 17,4 Prozent. 1990 waren es schon 20,4 Prozent, aber Ende 2004 gehörte bereits ein Viertel der Bevölkerung dieser Altersgruppe an. Die Tendenz ist weiter steigend.

Defizite beim Regelwissen

Indes, in der Unfallstatistik sind die alten Routiniers eher unauffällig. Der jüngste große Autofahrertest des ADAC (ADAC-Motorwelt 11/2005, Seite 40 ff.) zeigte jedoch unter anderem erhebliche Defizite der Älteren im Regelwissen. Nicht einmal jeder Zehnte der Befragten wusste, in welcher Entfernung das Warndreieck vom Unfallort aufgestellt werden muss. Zu ganz ähnlichen Ergebnissen führte auch die Frage, bei welcher Witterung die Nebelschlussleuchte eingeschaltet werden darf.

Energiesparender Fahrstil weitgehend unbekannt

Trotz der rapid ausgeuferten Kraftstoffpreise kennen vier von fünf Autofahrern die Techniken des energiesparenden, umweltschonenden Fahrstils nicht. Begriffe wie Schubabschaltung, Schwung nutzen oder frühes Hochschalten sind den meisten schlichtweg unbekannt.

Neues Tätigkeitsfeld für Verbandsfahrschulen

Der Vorstand des Fahrlehrerverbandes Baden-Württemberg e.V. entwickelt zurzeit in Zusammenarbeit mit renommierten Experten ein Programm, dass exakt auf die Zielgruppe der erfahrenen älteren Fahrer zugeschnitten ist. Viele wissen um ihre Defizite. Allerdings fällt es ihnen schwer, sich dazu durch den Besuch eines Auffrischungskurses einer Fahrschule oder bei der Volkshochschule öffentlich zu bekennen.

Das neue Seniorenprogramm berücksichtigt diese Hemmschwelle und sieht auch Einzelkurse beim Teilnehmer zu Hause vor. Daneben werden Gruppenkurse im Clublokal angeboten. In Zusammenarbeit mit versierten Werbeleuten entstehen unterschiedliche Kursformen und Kursmodule, mit denen auf die individuellen Wünsche und Bedürfnisse der Teilnehmer eingegangen werden kann.

Leitfaden für Gestaltung und Werbung

Den Mitgliedsfahrschulen stehen nach Fertigstellung des Programms diverse theoretische und praktische Trainingseinheiten zur Verfügung. Desgleichen enthält der Leitfaden Werbehilfen für die Gewinnung von Teilnehmern, die in ihren Aussagen die unterschiedliche Klientel der Fahrschulen berücksichtigen. Somit hat jede Verbandsfahrschule die Möglichkeit, ein ganz spezielles Paket zusammenzustellen.

Nach Abschluss der Entwicklung wird das Programm zunächst dem Beirat des Verbandes präsentiert. Stimmt dieser zu, folgen weitere Informationen in der FahrSchulPraxis.

Jochen Klima

 

FahrSchulPraxis
Ausgabe Dezember 2005

Erscheinungsdatum 15.12.2005

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