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Letzte Aktualisierung dieser Seite: 26.10.11

 

© FahrSchulPraxis
Entnommen aus Ausgabe September/2006, Seite 518

25 Jahre Treuhandverein

Zentrale Überwachung hat sich bewährt!

 

Am 10. Juli 2006 fand in den Räumen der IHK in Stuttgart ein gut besuchter Festakt zum 25-jährigen Bestehen des Treuhandvereins für Verkehrserziehung und Verkehrssicherheit (THV) statt. Mit zwei hochinteressanten Workshops, einer spannenden Podiumsdiskussion und einer kleinen Feier, in deren Mittelpunkt eine Ansprache von Staatssekretär Rudolf Köberle (MDL) stand, wurde das silberne Jubiläum der Privatisierung der Fahrschulüberwachung in Baden-Württemberg würdig begangen.

Bereits im September 1983, also zwei Jahre nach der Gründung, schrieb der damalige Verbandsvorsitzende Gebhard L. Heiler in einem Editorial der FahrSchulPraxis Folgendes:

„Die Verdienste des THV und seiner Prüfer sind eindeutig: Bis 1973 gab es in unserem Lande die unterschiedlichsten Formen der Überwachung – oder auch gar keine. Die einzelnen unteren Verwaltungsbehörden verfuhren in der Regel nicht nach Gesetz, sondern nach Gutdünken, nur einige wenige nahmen dieses Geschäft wirklich ernst. So waren erhebliche Wettbewerbsverzerrungen entstanden. (...) Der Gedanke des Verbraucherschutzes, der der Überwachung zu Recht innewohnt, kam überhaupt nicht zum Tragen. Solche Zustände kann man sich nicht wieder wünschen. Für Abhilfe konnte nur eine zentrale Organisation sorgen.“

Dem ist auch nach heutigen Maßstäben nichts hinzuzufügen!

Startschuss fiel bereits 1973

Aufgrund eines Erlasses des baden-württembergischen Innenministeriums war im Sommer 1973 die „Treuhandstelle für das Fahrschulüberwachungspersonal“ gegründet worden. Seit diesem Zeitpunkt mussten die Fahrerlaubnisbehörden, diesen Vorläufer des heutigen THV mit der Überwachung beauftragen. Im Jahr 1981 wurde die Treuhandstelle privatisiert und der THV aus der Taufe gehoben.

Fahrlehrerverband hat ein waches Auge auf die Gebühren.

Der Fahrlehrerverband Baden-Württemberg e.V. war als Gründungsmitglied mit dabei und vertritt seitdem die Interessen der Fahrschulen im Verwaltungsrat des Vereins. Er hat dabei vor allem ein sehr waches Auge auf die Höhe der Überwachungskosten. Allerdings gilt bis heute – und das ist auch gut so! – dass der Verband keinerlei Einblicke in die Überwachungsergebnisse bekommt. Damit hat er auch keine Möglichkeit, die von den Behörden aufgrund der Feststellungen der Überwacher eingeleiteten Maßnahmen zu beeinflussen!

Staatssekretär Köberle: Ein Stück schlanker Staat!

In seiner Festrede sagte der Staatssekretär: „Mit der Gründung des Treuhandvereins ist in Baden-Württemberg schon frühzeitig ein Stück schlanker Staat entstanden. Die Arbeit des THV hat im letzten Vierteljahrhundert mit dazu beigetragen, dass die Fahrschulausbildung in Baden-Württemberg gerade mit Blick auf die Verkehrssicherheit von hoher Qualität ist. Das Land weiß, was es an dieser öffentlich privaten Partnerschaft der Fahrschulüberwachung hat. Der THV arbeitet sehr gründlich und für die Fahrschulen dennoch kostengünstig!“

Jochen Klima

FahrSchulPraxis
Ausgabe September 2006

Erscheinungsdatum 15.09.2006

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