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Am
besten, man hat als Motorradfahrschüler eigene Schutzkleidung.
Erstens stimmt die Größe und zweitens muss man nicht Zeug anziehen,
das die „Rieche“ anderer verströmt. Im Sommer kann das besonders
unangenehm sein. Freilich ist es noch immer die Ausnahme, dass
Schüler Helm und Klamotten mitbringen.
Nach üblicher Lesart
zählten die zurückliegenden Monate trotz extremer Milde zum Winter.
Weil die Motorräder der Fahrschulen meist Saisonzulassung haben,
lief die Motorradausbildung nur auf Sparflamme. Aber jetzt geht es
wieder richtig los, die Motorradsaison 2007 ist eröffnet.
Saubere und gepflegte Schutzkleidung
Aktive
Motorradfahrschulen halten für ihre Kunden saubere, gepflegte
Schutzkleidung bereit. Dazu gehören zuallererst Schutzhelme, aber
auch Nierengurte sowie stabile, durch Protektoren verstärkte Jacken
und Hosen zum Überziehen. Es ist freilich kaum möglich, für alle
Körpergrößen passgenaue Überkleidung vorzuhalten. Wichtig ist aber,
dass alles möglichst eng anliegt. Viele Fahrschulen stellen ihrem
Fahrschüler aus hygienischen Gründen jeweils eine frisch gewaschene
Sturmhaube zur Verfügung. Damit verringert sich erheblich die Scheu,
einen gebrauchten Helm aufzusetzen. In Baumwolle kosten die
Sturmhauben unter 4 Euro.
Auch Stiefel vorhalten?
An der Frage, ob eine
Fahrschule auch Motorradstiefel in verschiedenen Größen vorhalten
sollte, scheiden sich zurecht die Geister. Nicht jeder Fahrschüler
ist erpicht darauf, von anderen getragene Stiefel anzuziehen.
Andererseits ist es unverzichtbar, den Fahrschülern beizubringen,
dass zum sicheren Motorradfahren geeignetes Schuhwerk gehört. Nicht
umsonst sagt die Prüfungsrichtlinie, der Bewerber müsse bei der
Prüfung bis über die Knöchel reichende Schuhe tragen. Prüfer, die
einen in Sandalen daherkommenden Bewerber zurückweisen, sollten der
Zustimmung des Fahrlehrers gewiss sein können. Wo, wenn nicht in der
Fahrschule, soll der Bewerber die Wichtigkeit geeigneter
Schutzkleidung kennen lernen? Die Prüfungsrichtlinie verlangt
außerdem das Tragen von Handschuhen. Deshalb sollte die gute
Motorradfahrschule Handschuhe in verschiedenen Größen vorrätig
haben. Manche Motorradfahrschüler sind sogar bereit,
Motorradhandschuhe käuflich zu erwerben.
Fahrlehrer muss Vorbild sein
Gute Schutzausrüstung
muss für den Fahrlehrer eine Selbstverständlichkeit sein, wenn er
auf dem Motorrad unterwegs ist oder Übungen vorführt.
Erfreulicherweise sind Beschwerden über Fahrlehrer mit mangelhaftem
Motorrad-Outfit selten geworden - aber es gibt sie noch. Wer seinen
Fahrschülern ein schlechtes Vorbild ist, handelt verantwortungslos.
Jürgen Bauer |