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Sehr geehrte Leserinnen
und Leser,
Innenminister Rech hat auf der Mitgliederversammlung der
baden-württembergischen Fahrlehrer gesprochen, und wer genau
hinhörte, hat verstanden: Er und die zuständigen Fachabteilungen
seines Ministeriums wollen das Begleitete Fahren so bald als möglich
einführen. Doch wo hakt es? Warum diese unerwartete Verschiebung? Es
scheinen keine sachlichen, sondern politische Hürden im Weg zu
stehen. Denn Fakt ist, dass Unfälle während der Begleitphase so gut
wie nicht passieren. Weiter ist Fakt, dass Teilnehmer an BF 17 auch
nach Ablauf der Begleitphase weniger Unfälle verursachen als andere
Fahranfänger. Wer angesichts der vorliegenden positiven Ergebnisse
aus anderen Bundesländern immer noch weiter prüfen will, ob das
Modell auch für Baden-Württemberg taugt, gerät in den Verdacht der
Spiegelfechterei. Seit vielen Monaten berichten die Medien, der
voraussichtliche Starttermin für BF 17 in Baden-Württemberg werde
der 1. Juli sein, notabene in diesem Jahr. Zahlreiche Eltern haben
sich seitdem mit ihren Kindern beraten, ob BF 17 für sie in Frage
kommt. Dabei spielen Termine eine wichtige Rolle, denn es muss
entschieden werden, wer die Begleitung übernimmt und wer das wann
leisten kann. Die Politik sollte verstehen, dass die Verschiebung
die Familien gewaltig frustriert. Auch die Fahrlehrer bekommen ihren
Teil davon ab, denn sie haben sich auf den eindeutig von der Politik
ins Spiel gebrachten Termin verlassen. Für Baden-Württemberg ist es
überdies höchst blamabel, hier das Schlusslicht aller Bundesländer
zu bilden. Die Politiker, die das peinliche Zögern zu vertreten
haben, scheinen wieder einmal vergessen zu haben, dass diese
Familien Wähler sind. Mit ihrem Taktieren schaden sie diesem
vielversprechenden Ansatz für mehr Sicherheit der jungen Fahrer.
Mit besten Grüßen
Ihr
Peter Tschöpe
Vorsitzender des Fahrlehrerverbandes
Baden-Württemberg e. V,
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