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Sehr geehrte Leserinnen
und Leser, in
den letzten Jahren verstärkt sich der Eindruck, dass in unserer
Gesellschaft Bestechlichkeit und Korruption zunehmen. Auch unser
Berufsstand ist davon nicht verschont geblieben. Es ist mit dem
Berufsethos des Fahrlehrers unvereinbar, Fahrschüler unter
Missachtung des im Fahrlehrergesetz klar definierten Lehrauftrags
mangelhaft auszubilden. Von einem verantwortungsbewussten Fahrlehrer
wird heute weitaus mehr erwartet, als den Fahrschüler mit der
sicheren Bedienung des Fahrzeugs vertraut zu machen. Die Ausflucht,
richtig Autofahren lerne man ohnehin erst durch die eigene Praxis,
hat so noch nie gestimmt und ist heutzutage erst recht falsch. In
einer guten Fahrschule lernen die Schüler so zu fahren, dass die
Prüfung nur noch Formsache ist und sie von Anfang an als
kenntnisreiche, verantwortungsbewusste Kraftfahrer am Straßenverkehr
teilnehmen.
Die Bestrebungen nach
optimaler Fahrausbildung werden aber in schnöder Weise sabotiert,
wenn Fahrlehrer ihre Schüler mit Betrug und Manipulationen durch die
Prüfung zu schleusen versuchen. Wer so pflichtvergessen handelt,
schadet der Verkehrssicherheit und somit der Allgemeinheit, zugleich
aber dem Ansehen des Berufsstandes. Es war deshalb gut, dass die
Delegierten auf der diesjährigen
Mitgliederversammlung der Bundesvereinigung
der Fahrlehrerverbände e.V. (BVF) in Köln eine
Resolution verabschiedet haben,
die
Null-Toleranz bei Betrügereien
fordert.
Die Resolution kann auf der Internetseite des
Verbandes nachgelesen werden. Ich bin sicher, dass die
übergroße Mehrzahl aller Kolleginnen und Kollegen diese Resolution
aus vollem Herzen begrüßt.
Mit besten Grüßen Ihr
Peter Tschöpe
Vorsitzender des
Fahrlehrerverbandes
Baden-Württemberg e. V.
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