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Letzte Aktualisierung dieser Seite: 20.10.11

 

© FahrSchulPraxis
Entnommen aus Ausgabe August/2007, Seite 458

Pilotseminar "Aktive Fahrerassistenzsysteme"

Spannender Tag in Boxberg

 

Die Bundesvereinigung der Fahrlehrerverbände (BVF) hat in Zusammenarbeit mit der Robert Bosch GmbH und mit freundlicher Unterstützung der Adam Opel AG ein Seminarkonzept entwickelt, das Fahrlehrern Hintergrundwissen und praktische Fahrererfahrungen zu modernen Fahrerassistenzsystemen wie ABS, ASR und ESP vermitteln soll. Das Pilotseminar fand am 20. Juli 2007 im Bosch-Prüfzentrum in Boxberg statt.

Die Unterzeichnung der Europäischen Charta für Verkehrsicherheit ist die Selbstverpflichtung, innerhalb der EU konkret an der Minderung der Verkehrstoten um 50% bis zum Jahr 2010 mitzuwirken. Neben vielen Regierungen, Städten, Firmen, Organisationen und Behörden wurde das Dokument auch von der Bundesvereinigung der Fahrlehrerverbände (BVF) unterzeichnet.


Die Teilnehmer waren begeistert von diesem Pilotseminar

Schleudern ist die Hauptursache für tödliche Unfälle!

Die meisten tödlichen Unfälle werden durch schleudernde Fahrzeuge verursacht. Dies könnte aber häufig durch moderne Fahrerassistenzsysteme verhindert werden. Deshalb wurde die eSafety Initiative ins Leben gerufen. Ziel dieser Aktion ist es, zur Senkung der Unfallzahlen durch die „Förderung intelligenter aktiver Fahrzeugsicherheitssysteme“ beizutragen. Konkret bedeutet dies, möglichst alle Neufahrzeuge mit ESP oder ähnlichen Systemen auszustatten.


Spurwechsel mit ESP: Fahrzeug bleibt in der Spur

BOSCH informiert über den Nutzen von ESP

Die Robert Bosch GmbH unterstützt die eSafety Initiative, indem sie möglichst viele Verkehrsteilnehmer durch Schulungsprogramme über den lebensrettenden Nutzen des ESP informiert. Der Anteil der mit ESP ausgestatteten Neufahrzeuge konnte so zwischen 2003 und 2005 bereits um 10%-Punkte auf 39% gesteigert werden.

Intensives Hintergrundwissen im Theorieblock

Die BVF und BOSCH haben ein auf Fahrlehrer zugeschnittenes Seminarprogramm entwickelt, bei dem im Wechsel zwischen Theorie und Praxis über drei der wichtigsten Systeme, ABS, ASR und ESP, informiert wird. Die Vermittlung von fahrpraktischen Eindrücken und solidem Hintergrundwissen steht im Mittelpunkt des Seminars. Es befähigt die Fahrlehrer, ihre Fahrschüler kompetent über den Nutzen von ESP und Co. zu informieren.


Fundiertes Wissen durch Theorie und Praxis im Wechsel

Begleit-CD mit vielen Informationen

Die Teilnehmer erhalten eine mit Filmen, Grafiken, Statistiken und vielen weiteren brauchbaren Informationen vollgepackte CD-Rom. Die Inhalte dieser CD können auch im theoretischen Unterricht eingesetzt werden.

OPEL stellt Fahrzeuge zur Verfügung

Bei den fahrpraktischen Teilen kommen neben den teilnehmereigenen Fahrzeugen auch drei OPEL CORSA mit abschaltbarem ESP zum Einsatz. Ein besonderes Highlight ist ein Auto, bei dem mit vier auf einem Dachgepäckträger montierten Lampen sehr anschaulich aufgezeigt wird, an welchem Rad das ESP gerade eingreift.

Fahrpraktische Übungen im BOSCH-Prüfzentrum

Bei den fahrpraktischen Übungen auf dem weitläufigen Gelände des BOSCH-Prüfzentrums bleiben keine Wünsche offen: Den Auftakt machen Gefahrbremsungen aus bis zu 100 km/h auf trockener, nasser und einseitig glatter Fahrbahn. Weiter geht es mit Ausweichen vor Hindernissen und Anfahren am Berg bei einseitiger Glätte und bis zu 20% Steigung.


Anfahren am Berg bei einseitiger Glätte

Am spannendsten empfanden alle Teilnehmer jedoch den abrupten Spurwechsel aus bis zu 90 km/h auf der riesigen bewässerten Gleitfläche (Durchmesser 300 m). Dort konnte das ESP so richtig zeigen, was es kann. Fahrzeuge mit abgeschaltetem System hatten bei dieser Übung keine Chance in der Spur zu bleiben.


Spurwechsel ohne ESP: Abflug vorprogrammiert

Besonderes Flair in Boxberg

Bereichert wurde das Seminar nicht zuletzt durch die tolle Atmosphäre im Prüfzentrum Boxberg. Neben Fahrwerktests mit bis zu 300 km/h auf dem Hochgeschwindigkeitsoval konnten „an jeder Ecke“ Testfahrten gut getarnter „Erlkönige“ verschiedener Hersteller beobachtet werden. Verständlich waren dabei natürlich die zur Wahrung von Werksgeheimnissen verhängten Sicherheitsmaßnahmen, wie z.B. das von der „Security“ streng überwachte Fotografierverbot.

Ein Dankeschön gilt den Trainern Michael Meyer und Guido Heesen von BOSCH sowie dem Kollegen Siegfried Winter von der BVF. Ebenso anerkennenswert war, dass die Herren Joachim Göbel, Carsten Steuer und Lars Schulmann von OPEL den ganzen Tag über anwesend waren, das Seminar beobachteten und das Gespräch mit den Teilnehmern suchten.

Jochen Klima

FahrSchulPraxis
Ausgabe August 2007

Erscheinungsdatum 15.08.2007

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