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Letzte Aktualisierung dieser Seite: 20.10.11

 

© FahrSchulPraxis
Entnommen aus Ausgabe Dezember/2007, Seite 654

Mit 40 Tonnen Offroad

Die ganz andere C/CE-Fortbildung

Die Kooperation zwischen dem Fahrlehrerverband Baden-Württemberg e.V., dessen Service-Gesellschaft FSG/TTVA mbH und der Mercedes-Benz Fahrerinformation im Lkw-Werk Wörth kann bald auf 30 erfolgreiche Jahre zurückblicken. Längst gelten die Wörther Seminare unter Lkw-Fahrlehrern bundesweit als Inbegriff höchster Fortbildungsqualität. Vom 24. bis 26. Oktober 2007 stieg in Wörth ein Kurs besonderer Art: Fahren im Gelände mit 40-Tonnern.

Verbandsvorsitzender Peter Tschöpe begrüßte 29 Kollegen und drei Kolleginnen und ging kurz auf die Seminarinhalte ein. Das komplette Betreuungsteam, Mercedes ProfiTrainer Joachim Haas sowie die Lkw-Instruktoren des Verbandes, Harald Brugger, Hermann Eydner, Jürgen Günther, Christoph Gruler, Siegfried Nill und Roland Ruch, war ebenfalls zur Begrüßung angetreten.

Zum Auftakt: Hightech

Joachim Haas übernahm den zu Beginn angesetzten Technikpart I. Themen wie TELLIGENT-Abstandsregelung, -Schaltung, -Schaltautomatik, -Bremssystem, -Wankregelung sowie Limiterfunktion, Elektronik- und Fahrerwahl, Rangier- und Freischaukel-Modus wurden ausgiebig besprochen. Am Nachmittag teilte sich die Gruppe. Die einen wurden von den Lkw-Instruktoren in die Didaktischen Übungen eingewiesen; dabei hatten die Teilnehmer ausreichend Zeit zum Lernen und Üben. Daneben gab es im Branchen-Informations-Center (BIC) Gelegenheit zur Information über aktuelle Auf- und Anbauten.

Top Event

Die anderen fuhren per Bus in eine nahe gelegene Kiesgrube. Dort fand „Offroad mit voll ausgelasteten Baustellen-Trucks“ statt. Dabei wurden alle Erwartungen der Fahrlehrer/Innen übertroffen. Schon als der Bus in die Kiesgrube einfuhr und aus zehn exakt aufgereihten roten Trucks zur Begrüßung die Hupen erschallten, ahnten alle, dass ihnen hier ein Top-Event bevorstand. Als zuständiger Mercedes Mitarbeiter stellte sich Uwe Ackermann vom Branchen-Informations-Center der Gruppe vor. Die Instruktoren wiesen vor Fahrtbeginn in die Besonderheiten der einzelnen Fahrzeuge ein. Sodann standen Fahren mit Differenzialsperre, Anfahren am Berg mit Rollsperre mit und ohne Gasbetätigung, Befahren einer Steigung im ersten Gang ohne Betätigung des Gaspedals, Fahren in tief eingefahrenen Spurrillen, Schlamm- und Wasserdurchfahrten an, um nur einige Fahrmanöver zu nennen. Besonders bei den Fahrzeugen mit zwei Vorderachsen (8 x 4 bis 8 x 8) konnte der Achslastausgleich, der die Überbelastung einer Achse beim Befahren von Bodenwellen ausgleichen soll, eindrucksvoll demonstriert werden. In den Pausen konnte man das Gelände, in dem sich auch das Testareal für den Mercedes-Benz Unimog befindet, erkunden. Die vielen neuen Eindrücke wirkten nach - der erste Fortbildungstag war im Flug vorbeigegangen.

Rollentausch

Am zweiten Vormittag fuhr die andere Gruppe in die Kiesgrube. Am Nachmittag war wieder gemeinsamer Unterricht angesagt: Technikpart II und Aktuelle Gesetzgebung; Letzteres wurde von Peter Tschöpe unterrichtet. Am Abend lud die FSG/TTVA mbH zum traditionellen Abendessen ein.

Realverkehr mit Big Trucks

Der dritte und letzte Tag gehörte dem Realverkehr, wofür acht 40-Tonner bereitstanden. In Vierergruppen aufgeteilt fuhr jeder Teilnehmer ca. 60 Minuten die mit TELLIGENT-Schaltung und Powershift ausgestatteten Züge. Die Tour durch die schöne Herbstlandschaft der Südlichen Weinstraße wurde nur kurz durch ein zünftiges Pfälzer Vesper und die Mittagspause im Werk Wörth unterbrochen. Gegen 16 Uhr waren alle acht Züge wohlbehalten wieder im Werk.

Dank für kompetentes Coaching

ProfiTrainer Joachim Haas bedankte sich im Namen von Mercedes-Benz und der FSG/TTVA mbH für den Besuch der Fortbildung im Werk Wörth und die gute Mitarbeit der Teilnehmer. Er überreichte jedem Teilnehmer ein kleines Geschenk, ebenso Infomaterial zum Einsatz im C/CE-Unterricht. Von den Lkw-Instruktoren des Fahrlehrerverbandes Baden-Württemberg e.V. erhielten die aus allen Teilen Deutschlands gekommenen Teilnehmer ihre Urkunde und die Teilnahmebescheinigung. An dieser Stelle ein großes Kompliment und Dank an die Organisatoren: Renate Brunner, Leiterin ProfiTraining im Mercedes-Benz-Werk Wörth, Peter Tschöpe und an Nadine Demjanow von der FSG/TTVA mbH. Ebensolcher Dank gebührt Joachim Haas, den ProfiTrainern und den Lkw-Instruktoren des Verbandes für ihr außerordentlich kompetentes Coaching.

Wolfgang Fischer
Nutzfahrzeugreferent des
Fahrlehrerverbandes Baden-Württemberg e.V.

FahrSchulPraxis
Ausgabe Dezember 2007

Erscheinungsdatum 15.12.2007

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