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Die Kooperation zwischen dem Fahrlehrerverband Baden-Württemberg
e.V., dessen Service-Gesellschaft FSG/TTVA mbH und der
Mercedes-Benz Fahrerinformation im Lkw-Werk Wörth kann bald auf
30 erfolgreiche Jahre zurückblicken. Längst gelten die Wörther
Seminare unter Lkw-Fahrlehrern bundesweit als Inbegriff höchster
Fortbildungsqualität. Vom 24. bis 26. Oktober 2007 stieg in
Wörth ein Kurs besonderer Art: Fahren im Gelände mit 40-Tonnern.

Verbandsvorsitzender Peter Tschöpe begrüßte 29 Kollegen und drei
Kolleginnen und ging kurz auf die Seminarinhalte ein. Das
komplette Betreuungsteam, Mercedes ProfiTrainer Joachim Haas
sowie die Lkw-Instruktoren des Verbandes, Harald Brugger,
Hermann Eydner, Jürgen Günther, Christoph Gruler, Siegfried Nill
und Roland Ruch, war ebenfalls zur Begrüßung angetreten.
Zum Auftakt: Hightech
Joachim Haas
übernahm den zu Beginn angesetzten Technikpart I. Themen wie
TELLIGENT-Abstandsregelung, -Schaltung, -Schaltautomatik,
-Bremssystem, -Wankregelung sowie Limiterfunktion, Elektronik-
und Fahrerwahl, Rangier- und Freischaukel-Modus wurden ausgiebig
besprochen. Am Nachmittag teilte sich die Gruppe. Die einen
wurden von den Lkw-Instruktoren in die Didaktischen Übungen
eingewiesen; dabei hatten die Teilnehmer ausreichend Zeit zum
Lernen und Üben. Daneben gab es im Branchen-Informations-Center
(BIC) Gelegenheit zur Information über aktuelle Auf- und
Anbauten.

Top Event
Die anderen
fuhren per Bus in eine nahe gelegene Kiesgrube. Dort fand „Offroad
mit voll ausgelasteten Baustellen-Trucks“ statt. Dabei
wurden alle Erwartungen der Fahrlehrer/Innen übertroffen. Schon
als der Bus in die Kiesgrube einfuhr und aus zehn exakt
aufgereihten roten Trucks zur Begrüßung die Hupen erschallten,
ahnten alle, dass ihnen hier ein Top-Event bevorstand. Als
zuständiger Mercedes Mitarbeiter stellte sich Uwe Ackermann vom
Branchen-Informations-Center der Gruppe vor. Die Instruktoren
wiesen vor Fahrtbeginn in die Besonderheiten der einzelnen
Fahrzeuge ein. Sodann standen Fahren mit Differenzialsperre,
Anfahren am Berg mit Rollsperre mit und ohne Gasbetätigung,
Befahren einer Steigung im ersten Gang ohne Betätigung des
Gaspedals, Fahren in tief eingefahrenen Spurrillen, Schlamm- und
Wasserdurchfahrten an, um nur einige Fahrmanöver zu nennen.
Besonders bei den Fahrzeugen mit zwei Vorderachsen (8 x 4 bis 8
x 8) konnte der Achslastausgleich, der die Überbelastung einer
Achse beim Befahren von Bodenwellen ausgleichen soll,
eindrucksvoll demonstriert werden. In den Pausen konnte man das
Gelände, in dem sich auch das Testareal für den Mercedes-Benz
Unimog befindet, erkunden. Die vielen neuen Eindrücke wirkten
nach - der erste Fortbildungstag war im Flug vorbeigegangen.
Rollentausch
Am zweiten
Vormittag fuhr die andere Gruppe in die Kiesgrube. Am Nachmittag
war wieder gemeinsamer Unterricht angesagt: Technikpart II und
Aktuelle Gesetzgebung; Letzteres wurde von Peter Tschöpe
unterrichtet. Am Abend lud die FSG/TTVA mbH zum traditionellen
Abendessen ein.
Realverkehr mit Big Trucks
Der dritte und
letzte Tag gehörte dem Realverkehr, wofür acht 40-Tonner
bereitstanden. In Vierergruppen aufgeteilt fuhr jeder Teilnehmer
ca. 60 Minuten die mit TELLIGENT-Schaltung und Powershift
ausgestatteten Züge. Die Tour durch die schöne Herbstlandschaft
der Südlichen Weinstraße wurde nur kurz durch ein zünftiges
Pfälzer Vesper und die Mittagspause im Werk Wörth unterbrochen.
Gegen 16 Uhr waren alle acht Züge wohlbehalten wieder im Werk.
Dank für kompetentes Coaching
ProfiTrainer
Joachim Haas bedankte sich im Namen von Mercedes-Benz und der
FSG/TTVA mbH für den Besuch der Fortbildung im Werk Wörth und
die gute Mitarbeit der Teilnehmer. Er überreichte jedem
Teilnehmer ein kleines Geschenk, ebenso Infomaterial zum Einsatz
im C/CE-Unterricht. Von den Lkw-Instruktoren des
Fahrlehrerverbandes Baden-Württemberg e.V. erhielten die aus
allen Teilen Deutschlands gekommenen Teilnehmer ihre Urkunde und
die Teilnahmebescheinigung. An dieser Stelle ein großes
Kompliment und Dank an die Organisatoren: Renate Brunner,
Leiterin ProfiTraining im Mercedes-Benz-Werk Wörth, Peter
Tschöpe und an Nadine Demjanow von der FSG/TTVA mbH. Ebensolcher
Dank gebührt Joachim Haas, den ProfiTrainern und den
Lkw-Instruktoren des Verbandes für ihr außerordentlich
kompetentes Coaching.
Wolfgang Fischer
Nutzfahrzeugreferent des
Fahrlehrerverbandes Baden-Württemberg e.V. |