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Letzte Aktualisierung dieser Seite: 20.10.11

 

© FahrSchulPraxis
Entnommen aus Ausgabe Dezember/2007, Seite 660

Neues Seminar "Beförderungsdokumente"

Versender, Absender oder was?

 

Nur noch knapp zwei Jahre dauert es, bis die ersten Lkw-Fahrer zusätzlich zum Führerschein die so genannte Grundqualifikation nachweisen müssen, um gewerblich fahren zu dürfen. CE-Fahrlehrer dürfen nicht mehr lange zögern, wenn sie in dieser neuen Ausbildungssparte tätig werden wollen.

Einige der für die Erlangung der beschleunigten Grundqualifikation zu unterrichtenden Fächer liegen deutlich außerhalb des von Fahrlehrern gewöhnlich behandelten Stoffs. Wer sich in diesem Geschäftsfeld engagieren will, muss sich deshalb rechtzeitig informieren.

Feinheiten des Speditionswesens

Über 60 baden-württembergische CE-Fahrlehrer nutzten das Fortbildungsangebot der FSG/TTVA mbH und informierten sich an zwei Tagen im November über alle Fragen der Beförderungsdokumente.

  • Was ist CMR?
  • Was ist der Unterschied zwischen Versender und Absender?
  • Was ist beim Ausfüllen eines Frachtbriefs zu beachten?

Diese und viele andere Fragen stellte Wolfgang Schuster, Referent des Verbandes Spedition und Logistik e.V. (VSL), den Teilnehmern. Meistens musste er die Fragen selbst beantworten, da sich Fahrlehrer über solche Feinheiten des Speditionswesens bislang keine Gedanken machen mussten. Zum Einstieg in das Seminar hatte der Vorsitzende des Verbandes, Peter Tschöpe, kurz die wichtigsten Fakten aus dem Berufskraftfahrer-Qualifikationsgesetz in Erinnerung gerufen und auf das von der Bundesvereinigung der Fahrlehrerverbände herausgegebene Kompendium hingewiesen.

Bernhard Riedel, Geschäftsführer des VSL, berichtet in einem kurzen Abriss über die Aktivitäten seines Verbandes. Riedel führte u.a. aus, er hoffe auf noch intensivere Zusammenarbeit zwischen seinem Verband und dem Fahrlehrerverband Baden-Württemberg e.V., damit er seinen Mitgliedern Verbandsfahrschulen für Kooperationen auf dem Gebiet der Aus- und Weiterbildung der Berufskraftfahrer nennen könne.

Zahlen und Fakten

Andrea Marongiu, Repräsentant des VSL in Stuttgart, gab den Teilnehmern einen Überblick über das gesamte Transportgewerbe und die Anteile des Straßengüterverkehrs. Die Größenordnungen lösten teilweise ziemliches Erstaunen aus. Zum Abschluss durften die Teilnehmer einen internationalen Frachtbrief für einen Transport ausfüllen, bei dem der Versender seinen Sitz in Japan hat, der Absender ein Unternehmen in London ist und die Fracht von Rotterdam nach Turin befördert werden muss. Dabei waren auch Verfügungen über die Verzollung und eine Ablieferungsfrist zu beachten. Den Teilnehmern wurde bewusst, dass für diese Themen externe Referenten unverzichtbar sein werden, weil hier gutes Wissen alleine nicht genügt. Da ist auch ein gutes Stück praktische Erfahrung nötig, um routinierten Kraftfahrern in der Weiterbildung zu erklären, weshalb lockerer Umgang mit Beförderungsdokumenten problematisch sein kann. Der Verbandsvorsitzende wies zum Schluss des Seminars darauf hin, dass die Partnerschaft mit dem VSL die Gewinnung kompetenter externer Referenten erleichtern kann.

Peter Tschöpe

Das nächste Seminar "Transportdokumente" findet am 15.04.2008 statt...

 

FahrSchulPraxis
Ausgabe Dezember 2007

Erscheinungsdatum 15.12.2007

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