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Nur
noch knapp zwei Jahre dauert es, bis die ersten Lkw-Fahrer
zusätzlich zum Führerschein die so genannte Grundqualifikation
nachweisen müssen, um gewerblich fahren zu dürfen. CE-Fahrlehrer
dürfen nicht mehr lange zögern, wenn sie in dieser neuen
Ausbildungssparte tätig werden wollen.
Einige der für die
Erlangung der beschleunigten Grundqualifikation zu unterrichtenden
Fächer liegen deutlich außerhalb des von Fahrlehrern gewöhnlich
behandelten Stoffs. Wer sich in diesem Geschäftsfeld engagieren
will, muss sich deshalb rechtzeitig informieren.
Feinheiten des Speditionswesens
Über 60
baden-württembergische CE-Fahrlehrer nutzten das Fortbildungsangebot
der FSG/TTVA mbH und informierten sich an zwei Tagen im November
über alle Fragen der Beförderungsdokumente.
- Was ist CMR?
- Was ist der
Unterschied zwischen Versender und Absender?
- Was ist beim
Ausfüllen eines Frachtbriefs zu beachten?
Diese und viele
andere Fragen stellte Wolfgang Schuster, Referent des Verbandes
Spedition und Logistik e.V. (VSL), den Teilnehmern. Meistens musste
er die Fragen selbst beantworten, da sich Fahrlehrer über solche
Feinheiten des Speditionswesens bislang keine Gedanken machen
mussten. Zum Einstieg in das Seminar hatte der Vorsitzende des
Verbandes, Peter Tschöpe, kurz die wichtigsten Fakten aus dem
Berufskraftfahrer-Qualifikationsgesetz in Erinnerung gerufen und auf
das von der Bundesvereinigung der Fahrlehrerverbände herausgegebene
Kompendium hingewiesen.
Bernhard Riedel,
Geschäftsführer des VSL, berichtet in einem kurzen Abriss über die
Aktivitäten seines Verbandes. Riedel führte u.a. aus, er hoffe auf
noch intensivere Zusammenarbeit zwischen seinem Verband und dem
Fahrlehrerverband Baden-Württemberg e.V., damit er seinen
Mitgliedern Verbandsfahrschulen für Kooperationen auf dem Gebiet der
Aus- und Weiterbildung der Berufskraftfahrer nennen könne.
Zahlen und Fakten
Andrea Marongiu,
Repräsentant des VSL in Stuttgart, gab den Teilnehmern einen
Überblick über das gesamte Transportgewerbe und die Anteile des
Straßengüterverkehrs. Die Größenordnungen lösten teilweise
ziemliches Erstaunen aus. Zum Abschluss durften die Teilnehmer einen
internationalen Frachtbrief für einen Transport ausfüllen, bei dem
der Versender seinen Sitz in Japan hat, der Absender ein Unternehmen
in London ist und die Fracht von Rotterdam nach Turin befördert
werden muss. Dabei waren auch Verfügungen über die Verzollung und
eine Ablieferungsfrist zu beachten. Den Teilnehmern wurde bewusst,
dass für diese Themen externe Referenten unverzichtbar sein werden,
weil hier gutes Wissen alleine nicht genügt. Da ist auch ein gutes
Stück praktische Erfahrung nötig, um routinierten Kraftfahrern in
der Weiterbildung zu erklären, weshalb lockerer Umgang mit
Beförderungsdokumenten problematisch sein kann. Der
Verbandsvorsitzende wies zum Schluss des Seminars darauf hin, dass
die Partnerschaft mit dem VSL die Gewinnung kompetenter externer
Referenten erleichtern kann.
Peter Tschöpe
Das nächste Seminar "Transportdokumente"
findet am 15.04.2008 statt...
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