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Das war am 06.11.2007 in Mengen die Losung eines eintägigen
Seminars. Die Teilnehmer, zwölf gestandene Fahrlehrer, waren
gespannt, ob es den Instruktoren des DVR gelingen würde, ihnen
noch neue Blickwinkel des Spritsparens zu eröffnen. |

Bild: DVR,
Bonn |
Jeder der anwesenden
Fahrlehrer war ziemlich überzeugt, die Techniken der
energiesparenden Fahrweise bei der Ausbildung schon erfolgreich
anzuwenden. Umweltschonendes Fahren ist schließlich ein gesetzlich
vorgeschriebener Inhalt der Fahrausbildung (§ 1 Absatz 1
FahrschAusbO). Nach ausführlicher Einführung in die Grundsätze des
energiesparenden Fahrens und deren Anwendung im Fahrschulbereich
ging es zum praktischen Teil.
Eingeteilt in mehrere
Gruppen sollten die Teilnehmer nach eigenem Gutdünken auf einer
Strecke freier Wahl besonders umweltschonend und sparsam fahren
durch:
- frühes Schalten,
- rollen lassen,
- Schwung nutzen,
- Motor abstellen,
- vorausschauendes /
vorausdenkendes Verhalten.
Jede dieser Regeln
wurde nach bestem Vermögen beachtet und ausgeführt. Die meisten
Fahrlehrer verfügten über ein Fahrzeug mit Bordcomputer, der den
Verbrauch sehr zuverlässig anzeigt. Jeder versuchte, verglichen mit
dem Ergebnis seiner bisherigen Fahrweise, noch ein paar Zehntel
einzusparen.
Gas-Stoß
Bei der Wiederholung
der Fahrt mit Instruktor hörte man Begriffe wie „Gas-Stoß“ und
„Überspringen“ beim Schalten, das auch bis zur „Ruckelgrenze“ kein
Problem macht. Mitunter bestanden die Instruktoren sehr energisch
auf eine deutliche Änderung des Fahrstils. Nicht jeder Fahrlehrer
brachte dafür sogleich Verständnis auf.
Der
Computer lügt nicht
Man muss seine
Überzeugungen nicht gleich um 180 Grad wenden, aber es ist doch
erstaunlich, dass - von Fahrzeug zu Fahrzeug zwar unterschiedlich -
deutliche Einsparungen zwischen 5 und 20 Prozent erzielt wurden.
Inwieweit dieser extreme Spar-Stil in den Fahrschulalltag Einzug
halten kann, ließen die Instruktoren offen. Nicht alles ist immer
1:1 machbar. In der Nachbesprechung kam eine rege Diskussion über
das Maß der Anwendbarkeit der Techniken in Gang. Gerade auch sehr
routinierte Fahrlehrer müssen sich Gedanken darüber machen,
verkrustete Ansichten aufzugeben. Moderne Fahrschulfahrzeuge mit
6-Gang-Getriebe lassen einige hergebrachte Ansichten alt aussehen.
Lebenslanges Lernen
Das Prinzip des
lebenslangen Lernens müssen sich auch die Fahrlehrer ans Revers
heften, um modernen Ausbildungsgrundsätzen gerecht zu werden. Das
Gleiche wünschen sich die Fahrlehrer auch von den aaS/aaP. In
Ausbildung und Prüfung sollte auch hinsichtlich des Umweltschutzes
allmählich ein einheitliches Bild entstehen.
Ein herzliches
Dankeschön an die engagierten Instruktoren: Frau Bayer und Herr
Hegemann vom DVR haben dieses Seminar wirklich lohnend gemacht.
Karl-Heinz Schmid |