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Letzte Aktualisierung dieser Seite: 20.10.11

 

© FahrSchulPraxis
Entnommen aus Ausgabe Januar/2008, Seite 35

Voll im Trend

Cool fahren - Sprit sparen

 

Das war am 06.11.2007 in Mengen die Losung eines eintägigen Seminars. Die Teilnehmer, zwölf gestandene Fahrlehrer, waren gespannt, ob es den Instruktoren des DVR gelingen würde, ihnen noch neue Blickwinkel des Spritsparens zu eröffnen.


Bild: DVR, Bonn

Jeder der anwesenden Fahrlehrer war ziemlich überzeugt, die Techniken der energiesparenden Fahrweise bei der Ausbildung schon erfolgreich anzuwenden. Umweltschonendes Fahren ist schließlich ein gesetzlich vorgeschriebener Inhalt der Fahrausbildung (§ 1 Absatz 1 FahrschAusbO). Nach ausführlicher Einführung in die Grundsätze des energiesparenden Fahrens und deren Anwendung im Fahrschulbereich ging es zum praktischen Teil.

Eingeteilt in mehrere Gruppen sollten die Teilnehmer nach eigenem Gutdünken auf einer Strecke freier Wahl besonders umweltschonend und sparsam fahren durch:

  • frühes Schalten,
  • rollen lassen,
  • Schwung nutzen,
  • Motor abstellen,
  • vorausschauendes / vorausdenkendes Verhalten.

Jede dieser Regeln wurde nach bestem Vermögen beachtet und ausgeführt. Die meisten Fahrlehrer verfügten über ein Fahrzeug mit Bordcomputer, der den Verbrauch sehr zuverlässig anzeigt. Jeder versuchte, verglichen mit dem Ergebnis seiner bisherigen Fahrweise, noch ein paar Zehntel einzusparen.

Gas-Stoß

Bei der Wiederholung der Fahrt mit Instruktor hörte man Begriffe wie „Gas-Stoß“ und „Überspringen“ beim Schalten, das auch bis zur „Ruckelgrenze“ kein Problem macht. Mitunter bestanden die Instruktoren sehr energisch auf eine deutliche Änderung des Fahrstils. Nicht jeder Fahrlehrer brachte dafür sogleich Verständnis auf.

Der Computer lügt nicht

Man muss seine Überzeugungen nicht gleich um 180 Grad wenden, aber es ist doch erstaunlich, dass - von Fahrzeug zu Fahrzeug zwar unterschiedlich - deutliche Einsparungen zwischen 5 und 20 Prozent erzielt wurden. Inwieweit dieser extreme Spar-Stil in den Fahrschulalltag Einzug halten kann, ließen die Instruktoren offen. Nicht alles ist immer 1:1 machbar. In der Nachbesprechung kam eine rege Diskussion über das Maß der Anwendbarkeit der Techniken in Gang. Gerade auch sehr routinierte Fahrlehrer müssen sich Gedanken darüber machen, verkrustete Ansichten aufzugeben. Moderne Fahrschulfahrzeuge mit 6-Gang-Getriebe lassen einige hergebrachte Ansichten alt aussehen.

Lebenslanges Lernen

Das Prinzip des lebenslangen Lernens müssen sich auch die Fahrlehrer ans Revers heften, um modernen Ausbildungsgrundsätzen gerecht zu werden. Das Gleiche wünschen sich die Fahrlehrer auch von den aaS/aaP. In Ausbildung und Prüfung sollte auch hinsichtlich des Umweltschutzes allmählich ein einheitliches Bild entstehen.

Ein herzliches Dankeschön an die engagierten Instruktoren: Frau Bayer und Herr Hegemann vom DVR haben dieses Seminar wirklich lohnend gemacht.

Karl-Heinz Schmid

FahrSchulPraxis
Ausgabe Januar 2008

Erscheinungsdatum 15.01.2008

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