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Letzte Aktualisierung dieser Seite: 20.10.11

 

© FahrSchulPraxis
Entnommen aus Ausgabe Juli/2008, Seite 400

Forum für innovative Modelle der Ausbildung

„Zielsetzung der Deutschen Fahrlehrer-Akademie ist die Erhöhung der Sicherheit im Straßenverkehr durch Entwicklung innovativer Ausbildungs- und Fortbildungsprogramme mit modernen pädagogisch und didaktisch orientierten Methoden auf dem Gebiet des Fahrlehrerwesens. Die DFA entwickelt sich hierbei zunehmend als ein zentrales Forum für innovative Modelle auf dem Gebiet der Fahrausbildung und des Fahrlehrerwesens und es ist das Wollen der DFA, alle auf diesem Gebiet tätigen Experten sollen ihr angehören oder ihr verbunden sein.“

So umriss Präsident Professor Dr. Langwieder zum Auftakt der 19. ordentlichen Mitgliederversammlung am 6. Juni 2008 den breiten Horizont der Aufgaben der Deutschen Fahrlehrer-Akademie e.V. (DFA). In Stuttgart, wo die DFA vor 18 Jahren gegründet worden war, gab Langwieder mit seinem Geschäftsbericht 2007 den Mitgliedern umfassenden Einblick in die Arbeit des abgelaufenen Jahres. Dabei stand die Vollendung der Arbeit des anspruchsvollen Projekts „Qualitätsmanagement für Fahrschulen“ im Vordergrund. Auch über den von der DFA entwickelten Berufseignungstest (BET) für Interessenten am Fahrlehrerberuf konnte Langwieder Positives berichten. Der Test werde zunehmend von Leistungsträgern eingesetzt. Das Verfahren sei zuverlässig und helfe, Eignungszweifel vor Beginn der aufwendigen Fahrlehrerausbildung zu klären.

Optimierung der Fahrausbildung

Als wichtiges, auf die Zukunft gerichtetes Projekt der DFA bezeichnete Langwieder das „Konzept einer verbindlichen optimierten Fahrausbildung“. Das Begleitete Fahren sei zweifelsfrei ein erfolgreiches Modell wie übrigens auch die sog. Zweite Phase. Doch mit beiden Modellen erreiche man nur den kleineren Teil der nach wie vor hochgefährdeten Fahranfänger. Eine in die ganze Breite wirkende Reduzierung des Anfängerrisikos sei nur möglich, wenn die Phase der „kontrollierten selbstständigen Erfahrungsbildung“ mit einem obligatorischen erfahrungsbasierten Coaching durch Fahrlehrer ihren Abschluss fände. In Verbindung mit den bereits erlangten Eigenerfahrungen werde dies zu einem wesentlich höheren Sicherheitsbewusstsein der Fahranfänger führen.

Gehen und Kommen

Mit Worten des Dankes und der Anerkennung verabschiedete Langwieder den Ersten Vizepräsidenten und Schatzmeister, Gebhard L. Heiler, der seit Gründung der DFA diese Ämter innegehabt hatte. Heiler hatte schon zwei Jahre zuvor erklärt, er wolle die Ämter abgeben, bevor „ihn der Altersstarrsinn oder Ähnliches befalle“. Mit unverhohlener Genugtuung wies Heiler auf das „in jeder Hinsicht vorzeigbare Hauptbuch“, das er hinterlasse, hin.

Zum Nachfolger als Ersten Vizepräsidenten wählte die Versammlung den Vorsitzenden des Fahrlehrerverbandes Baden-Württemberg e.V., Peter Tschöpe, zum Schatzmeister den Wirtschaftsprüfer Ansgar Brendel, Mannheim.

Auch im Wissenschaftlichen Beirat gab es personelle Veränderungen. Prof. Dr. Lamszus, Hamburg, und Dipl.-Ing. Rüdiger Sommer, Stuttgart, schieden aus. Der Präsident bedankte sich bei beiden für ihr langjähriges, erfolgreiches Mitwirken in der DFA.

Neu in den Wissenschaftlichen Beirat wurde Dr. Walter Weißmann, Vorsitzender des Landesverbandes Bayerischer Fahrlehrer e.V., gewählt.

Ehrung für Dr. Hans-Peter Vogt

In einer musikalisch umrahmten Feierstunde wurde im Anschluss an die Mitgliederversammlung dem früheren Leiter des Referats „Fahrlehrerwesen“ im Bundesverkehrsministerium, Ministerialrat a.D. Dr. Hans-Peter Vogt, der Karl-Rederer-Preis verliehen. Die DFA zeichnet mit diesem Preis Persönlichkeiten aus, die sich in besonderer Weise um die Förderung der Verkehrspädagogik verdient gemacht haben. Gebhard L. Heiler, der die Laudatio hielt, nannte Vogt „einen mit beachtlichen pädagogischen Einsichten begabten Juristen“. Diese Wertung, so Heiler weiter, sei ihm bei den vielen anderen dieser Fakultät, mit denen er es dienstlich zu tun gehabt habe, nicht oft in den Sinn gekommen. Vogt habe vielen Widerständen zum Trotz in Deutschland als dem ersten europäischen Land die obligatorische Fahrlehrerausbildung und die verbindliche Regelung der Fahrschülerausbildung einschließlich der sogenannten Sonderfahrten über die administrativen und parlamentarischen Hürden gebracht. Vogt dankte mit bewegten Worten und ermutigte die Versammlung, den eingeschlagenen Kurs zu einem eigenständigen pädagogischen Profil des Fahrlehrers unbedingt zu halten.

ms

Die DFA im Internet ...

 

FahrSchulPraxis
Ausgabe Juli 2008

Erscheinungsdatum 15.07.2008

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