„Zielsetzung der Deutschen Fahrlehrer-Akademie ist die Erhöhung
der Sicherheit im Straßenverkehr durch Entwicklung innovativer
Ausbildungs- und Fortbildungsprogramme mit modernen pädagogisch
und didaktisch orientierten Methoden auf dem Gebiet des
Fahrlehrerwesens. Die DFA entwickelt sich hierbei zunehmend als
ein zentrales Forum für innovative Modelle auf dem Gebiet der
Fahrausbildung und des Fahrlehrerwesens und es ist das Wollen der
DFA, alle auf diesem Gebiet tätigen Experten sollen ihr angehören
oder ihr verbunden sein.“
So umriss Präsident
Professor Dr. Langwieder zum Auftakt der 19. ordentlichen
Mitgliederversammlung am 6. Juni 2008 den breiten Horizont der
Aufgaben der Deutschen Fahrlehrer-Akademie e.V. (DFA). In Stuttgart,
wo die DFA vor 18 Jahren gegründet worden war, gab Langwieder mit
seinem Geschäftsbericht 2007 den Mitgliedern umfassenden Einblick in
die Arbeit des abgelaufenen Jahres. Dabei stand die Vollendung der
Arbeit des anspruchsvollen Projekts „Qualitätsmanagement für
Fahrschulen“ im Vordergrund. Auch über den von der DFA entwickelten
Berufseignungstest (BET) für Interessenten am Fahrlehrerberuf konnte
Langwieder Positives berichten. Der Test werde zunehmend von
Leistungsträgern eingesetzt. Das Verfahren sei zuverlässig und
helfe, Eignungszweifel vor Beginn der aufwendigen
Fahrlehrerausbildung zu klären.
Optimierung der Fahrausbildung
Als wichtiges, auf
die Zukunft gerichtetes Projekt der DFA bezeichnete Langwieder das
„Konzept einer verbindlichen optimierten Fahrausbildung“. Das
Begleitete Fahren sei zweifelsfrei ein erfolgreiches Modell wie
übrigens auch die sog. Zweite Phase. Doch mit beiden Modellen
erreiche man nur den kleineren Teil der nach wie vor hochgefährdeten
Fahranfänger. Eine in die ganze Breite wirkende Reduzierung des
Anfängerrisikos sei nur möglich, wenn die Phase der „kontrollierten
selbstständigen Erfahrungsbildung“ mit einem obligatorischen
erfahrungsbasierten Coaching durch Fahrlehrer ihren Abschluss fände.
In Verbindung mit den bereits erlangten Eigenerfahrungen werde dies
zu einem wesentlich höheren Sicherheitsbewusstsein der Fahranfänger
führen.
Gehen und Kommen
Mit Worten des Dankes
und der Anerkennung verabschiedete Langwieder den Ersten
Vizepräsidenten und Schatzmeister, Gebhard L. Heiler, der seit
Gründung der DFA diese Ämter innegehabt hatte. Heiler hatte schon
zwei Jahre zuvor erklärt, er wolle die Ämter abgeben, bevor „ihn der
Altersstarrsinn oder Ähnliches befalle“. Mit unverhohlener
Genugtuung wies Heiler auf das „in jeder Hinsicht vorzeigbare
Hauptbuch“, das er hinterlasse, hin.
Zum Nachfolger als
Ersten Vizepräsidenten wählte die Versammlung den Vorsitzenden des
Fahrlehrerverbandes Baden-Württemberg e.V., Peter Tschöpe, zum
Schatzmeister den Wirtschaftsprüfer Ansgar Brendel, Mannheim.
Auch im
Wissenschaftlichen Beirat gab es personelle Veränderungen. Prof. Dr.
Lamszus, Hamburg, und Dipl.-Ing. Rüdiger Sommer, Stuttgart, schieden
aus. Der Präsident bedankte sich bei beiden für ihr langjähriges,
erfolgreiches Mitwirken in der DFA.
Neu in den
Wissenschaftlichen Beirat wurde Dr. Walter Weißmann, Vorsitzender
des Landesverbandes Bayerischer Fahrlehrer e.V., gewählt.
Ehrung für Dr. Hans-Peter Vogt
In einer musikalisch
umrahmten Feierstunde wurde im Anschluss an die
Mitgliederversammlung dem früheren Leiter des Referats
„Fahrlehrerwesen“ im Bundesverkehrsministerium, Ministerialrat a.D.
Dr. Hans-Peter Vogt, der Karl-Rederer-Preis verliehen. Die DFA
zeichnet mit diesem Preis Persönlichkeiten aus, die sich in
besonderer Weise um die Förderung der Verkehrspädagogik verdient
gemacht haben. Gebhard L. Heiler, der die Laudatio hielt, nannte
Vogt „einen mit beachtlichen pädagogischen Einsichten begabten
Juristen“. Diese Wertung, so Heiler weiter, sei ihm bei den vielen
anderen dieser Fakultät, mit denen er es dienstlich zu tun gehabt
habe, nicht oft in den Sinn gekommen. Vogt habe vielen Widerständen
zum Trotz in Deutschland als dem ersten europäischen Land die
obligatorische Fahrlehrerausbildung und die verbindliche Regelung
der Fahrschülerausbildung einschließlich der sogenannten
Sonderfahrten über die administrativen und parlamentarischen Hürden
gebracht. Vogt dankte mit bewegten Worten und ermutigte die
Versammlung, den eingeschlagenen Kurs zu einem eigenständigen
pädagogischen Profil des Fahrlehrers unbedingt zu halten.
ms
Die DFA im Internet ...
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