„Die Wirtschaft
unseres Landes droht wegen der hochschießenden Öl- und
Kraftstoffpreise in einen scharfen Abwärtstrend zu geraten. Doch
wenn wir zusammenstehen, können wir etwas dagegen tun.
Für die
Fluggesellschaften zieht ultra-teurer Kraftstoff eine
einschneidende Minderung von Flügen zu großen und kleineren
Zielflughäfen und somit den Verlust Tausender Arbeitsplätze nach
sich. Hohe Energiekosten sind aber für die gesamte Wirtschaft
schädlich, denn sie drücken das Wachstum und verursachen
schmerzhafte Einschnitte. Doch dieser Entwicklung kann man
entgegenwirken, und das ist der Grund für den außergewöhnlichen
Schritt, unseren Kunden diesen Brief zu schreiben.
Weil die hohen
Preise für Erdöl zum Teil auch auf die weltweit gestiegene
Nachfrage, also auf die üblichen Kräfte des Marktes zurückzuführen
sind, ist klar, dass unser Land den Blick auf die Erweiterung der
Energiegewinnung und die Energieeinsparung richten muss. Doch die
gestiegene Nachfrage ist nur eine Seite der Medaille, denn der
Markt wird wegen mangelnder Regeln heute in gefährlicher Weise von
Spekulanten diktiert.
Vor 20 Jahren
wurden 21 Prozent der Erdölförderung von Spekulanten aufgekauft,
die nur auf dem Papier mit dem Erdöl handeln, es also physisch
niemals zu sehen bekommen, geschweige denn an die Verbraucher
ausliefern. Offiziell kaufen die Spekulanten heutzutage 66 Prozent
der zukünftigen Erdölförderung auf, aber das sind nur die
bekannten Transaktionen. Tatsache ist, dass Spekulanten Unmengen
von Erdöl kaufen und die einzelnen Kontingente mehrere Male
untereinander weiterverkaufen. Ein Barrel Öl wandert auf diese
Weise 20 Mal oder gar öfter von einem Spekulanten zum anderen. An
jeder dieser Transaktionen wird ein Haufen Geld verdient, das
schließlich der Endverbraucher zu zahlen hat. Einige Marktexperten
schätzen, dass die absolut unnötigen Spekulationskosten bei 30 bis
60 US-Dollar pro Barrel liegen.
Vor etwas mehr als
siebzig Jahren hat der Kongress Gesetze zur Eindämmung zügelloser
Spekulationen und Manipulationen des Marktes erlassen. Warum auch
immer, während der letzten 20 Jahre wurden diese staatlichen
Regelungen ständig geschwächt oder sogar aufgehoben. Wir sind der
Auffassung, dass diese Limits wieder hergestellt und Übertretungen
konsequent verfolgt werden müssen. Zusammen mit einer Reihe
anderer Maßnahmen könnte so mehr Licht und Transparenz in den
überhitzten Erdölmarkt gebracht werden. Eine solche Reform würde
der Wirtschaft weiterhin zu Wachstum verhelfen. Unser Land muss
jetzt zusammenstehen, um den Erdölmarkt zu reformieren und damit
das noch immer wachsende Problem der Spekulation zu beheben. Dazu
brauchen wir Ihre Hilfe. Holen Sie sich mehr Information darüber
und wenden Sie sich an den Kongress, indem Sie die Website
www.StopOilSpeculationNow.com
besuchen.“