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Wohl
jedem Autofahrer ging es schon einmal so: Man steht im Stau und
ärgert sich über den Verkehrsfunk, weil nur die Verkehrsstockungen
anderer Strecken gemeldet werden. Was ist los, warum sagt keiner,
weshalb es bei uns klemmt und wie lange es noch dauert?
Oder: Knapp nach
einer Autobahnausfahrt kommt durch, man solle wegen eines im
folgenden Abschnitt kilometerlangen Staus die Autobahn verlassen.
Die Meldung kam exakt eine verdrießliche Minute zu spät. Doch wenig
danach die Erleichterung: Der Stau hat sich aufgelöst. Nun,
Verkehrsmeldungen können nicht aktueller sein als die Informationen,
die der Sender von der Polizei oder von Staumeldern bekommt. Das
Netz der Staumelder ist allen Anstrengungen zum Trotz noch nicht eng
genug; voraussichtlich wird es mit den herkömmlichen
Informationsquellen nie gelingen, jeden Stau schon in der
Entstehungsphase lokalisieren und melden zu können. Weil das nicht
nur ein deutsches, sondern ein europaweites Problem ist, hat die
Europäische Kommission hierzu ein Projekt ins Leben gerufen. Damit
soll erprobt werden, ob sich durch neue Informationswege die
Stauprognose optimieren lässt. Geplant ist, dass Fahrzeuge sich mit
anderen Fahrzeugen (car to car) oder mit vorhandener Infrastruktur (car
to x) „unterhalten“.
Träumerei oder vielleicht bald Wirklichkeit?
Und so soll es gehen:
Ein Fahrzeug, das während einer gewissen Zeit auffällig verzögert
wird, informiert in einem gewissen Umkreis die nachfolgenden und
entgegenkommenden Fahrzeuge über die unbeabsichtigte Veränderung der
Geschwindigkeit. Diese wiederum könnten die Information an andere
Fahrzeuge weitergeben, sodass die nachfolgenden Fahrer über einen
sich anbahnenden Stau informiert würden. Gleiches könnte bei einem
Unfall oder einer Panne geschehen, sodass gezielt Hilfsmaßnahmen in
die Wege geleitet werden könnten. Und das alles, ohne dass der
Fahrer aktiv werden muss.
Fahrlehrer diskutieren mit Wissenschaftlern
Das
Fraunhofer-Institut in Stuttgart, eine renommierte, dem Aktionismus
unverdächtige Forschungseinrichtung, ist in die Planung dieses
Projektes eingebunden. Die Wissenschaftler möchten von Praktikern
Anregungen zu denkbaren Einsatzmöglichkeiten dieser innovativen Idee
bekommen. Da Fahrlehrer Vielfahrer und technischen Neuerungen meist
sehr zugewandt sind, wird das Fraunhofer-Institut zusammen mit dem
Fahrlehrerverband Baden-Württemberg e.V. in einem eintägigen Seminar
die Anwendungsmöglichkeiten diskutieren. Auch andere
Fahrerassistenzsysteme, wie Spurwechselassistent und Abstandregler,
werden besprochen und hinsichtlich der Einsatzmöglichkeiten bei der
Fahrausbildung unter die Lupe genommen. Um nicht nur theoretisieren
zu müssen, können die Teilnehmer die Anwendung der Assistenzsysteme
am Simulator praktisch ausprobieren.
Das Seminar findet am
21.11.2008 in den Räumen des Fraunhofer-Instituts in
Stuttgart-Vaihingen statt.
Beginn 8.30 Uhr,
Ende ca. 16.00 Uhr.
Die Teilnahme ist
kostenlos*. Die Teilnehmerzahl ist im Interesse einer intensiven
Arbeit auf 20 Personen begrenzt.
Schriftliche
Anmeldung ist erforderlich per Post, Fax oder E-Mail. Die
Anmeldungen werden in der Reihenfolge ihres Eingangs berücksichtigt.
Sie sind zu richten an:
FSG/TTVA mbH
Zuffenhauser Str. 3
70825 Korntal-Münchingen
Fax 0711 83 80 211 oder
E-Mail...
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*Aktualisiert am 06.11.08 / Webmaster |