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Letzte Aktualisierung dieser Seite: 20.10.11

 

© FahrSchulPraxis
Entnommen aus Ausgabe Oktober/2008, Seite 560

Kampf dem Stau

Ein Seminar der besonderen Art

 

Wohl jedem Autofahrer ging es schon einmal so: Man steht im Stau und ärgert sich über den Verkehrsfunk, weil nur die Verkehrsstockungen anderer Strecken gemeldet werden. Was ist los, warum sagt keiner, weshalb es bei uns klemmt und wie lange es noch dauert?

Oder: Knapp nach einer Autobahnausfahrt kommt durch, man solle wegen eines im folgenden Abschnitt kilometerlangen Staus die Autobahn verlassen. Die Meldung kam exakt eine verdrießliche Minute zu spät. Doch wenig danach die Erleichterung: Der Stau hat sich aufgelöst. Nun, Verkehrsmeldungen können nicht aktueller sein als die Informationen, die der Sender von der Polizei oder von Staumeldern bekommt. Das Netz der Staumelder ist allen Anstrengungen zum Trotz noch nicht eng genug; voraussichtlich wird es mit den herkömmlichen Informationsquellen nie gelingen, jeden Stau schon in der Entstehungsphase lokalisieren und melden zu können. Weil das nicht nur ein deutsches, sondern ein europaweites Problem ist, hat die Europäische Kommission hierzu ein Projekt ins Leben gerufen. Damit soll erprobt werden, ob sich durch neue Informationswege die Stauprognose optimieren lässt. Geplant ist, dass Fahrzeuge sich mit anderen Fahrzeugen (car to car) oder mit vorhandener Infrastruktur (car to x) „unterhalten“.

Träumerei oder vielleicht bald Wirklichkeit?

Und so soll es gehen: Ein Fahrzeug, das während einer gewissen Zeit auffällig verzögert wird, informiert in einem gewissen Umkreis die nachfolgenden und entgegenkommenden Fahrzeuge über die unbeabsichtigte Veränderung der Geschwindigkeit. Diese wiederum könnten die Information an andere Fahrzeuge weitergeben, sodass die nachfolgenden Fahrer über einen sich anbahnenden Stau informiert würden. Gleiches könnte bei einem Unfall oder einer Panne geschehen, sodass gezielt Hilfsmaßnahmen in die Wege geleitet werden könnten. Und das alles, ohne dass der Fahrer aktiv werden muss.

Fahrlehrer diskutieren mit Wissenschaftlern

Das Fraunhofer-Institut in Stuttgart, eine renommierte, dem Aktionismus unverdächtige Forschungseinrichtung, ist in die Planung dieses Projektes eingebunden. Die Wissenschaftler möchten von Praktikern Anregungen zu denkbaren Einsatzmöglichkeiten dieser innovativen Idee bekommen. Da Fahrlehrer Vielfahrer und technischen Neuerungen meist sehr zugewandt sind, wird das Fraunhofer-Institut zusammen mit dem Fahrlehrerverband Baden-Württemberg e.V. in einem eintägigen Seminar die Anwendungsmöglichkeiten diskutieren. Auch andere Fahrerassistenzsysteme, wie Spurwechselassistent und Abstandregler, werden besprochen und hinsichtlich der Einsatzmöglichkeiten bei der Fahrausbildung unter die Lupe genommen. Um nicht nur theoretisieren zu müssen, können die Teilnehmer die Anwendung der Assistenzsysteme am Simulator praktisch ausprobieren.

Das Seminar findet am 21.11.2008 in den Räumen des Fraunhofer-Instituts in Stuttgart-Vaihingen statt.

Beginn 8.30 Uhr, Ende ca. 16.00 Uhr.

Die Teilnahme ist kostenlos*. Die Teilnehmerzahl ist im Interesse einer intensiven Arbeit auf 20 Personen begrenzt.

Schriftliche Anmeldung ist erforderlich per Post, Fax oder E-Mail. Die Anmeldungen werden in der Reihenfolge ihres Eingangs berücksichtigt. Sie sind zu richten an:

FSG/TTVA mbH
Zuffenhauser Str. 3
70825 Korntal-Münchingen

Fax 0711 83 80 211 oder
E-Mail...

_________________________________________

*Aktualisiert am 06.11.08 / Webmaster

 

FahrSchulPraxis
Ausgabe Oktober 2008

Erscheinungsdatum 15.10.2008

Artikel dieser Ausgabe im WWW:

 

  Inhaltsverzeichnis
  Sensomobiltag in Bremgarten: Trotz Regen ein Erfolg
  Mindestalter beim Führerschein: BF 17 rechtfertigt keine Ausnahme (Verwaltungsgericht Braunschweig, AZ 6 B 411/07)
  Überforderung: Rasante Ausbildung mit geringem Nutzen
  Wegen Unzuverlässigkeit Fahrlehrerschein weg - Schüler gehört volle Aufmerksamkeit (Oberverwaltungsgericht Niedersachsen, AZ 9 B 2897/08)
  Mini-GmbH: Alternative Rechtsform für Fahrschulen?
  Erfahrungen bündeln: Prüfungsangst und Fahrangst bewältigen
  Kampf dem Stau: Ein Seminar der besonderen Art
  Gerichtsurteile: Fahrverbot und Berufsexistenz (815) Handeln auf eigene Gefahr (814) Einmaliger Konsum harter Drogen (813) Schadenersatz bei Falschbetankung (812) Entziehung der Fahrerlaubnis (811) Kosten der Fahrerkarte für digitalen Tachografen (810) Fehlende Angaben auf Geschäftsbriefbogen (809) Keine Gnade bei Steuerrückständen (808)