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Kurz
bevor ich das erste Mal Fahrschüler zur praktischen Prüfung
vorstellte, sagte mir mein damaliger Chef: „Ihre Schüler haben Sie
in den zurückliegenden Wochen kennen gelernt - Ihre Prüflinge werden
sie morgen kennen lernen.“ Eine Erfahrung, der kein Fahrlehrer
entkommt: Die Vorbereitung auf die Prüfung kann noch so intensiv
sein, wenn am Prüfungstag die Nervosität zu groß ist, kann es auch
für gut vorbereitete Fahrschüler schiefgehen.
Der Fahrlehrerverband
Baden-Württemberg e. V. hatte für den 13. Januar 2009 die Mitglieder
zu einem Workshop eingeladen. Leider haben nur acht Kolleginnen und
Kollegen die Zeit gefunden, an diesem Tag nach Korntal zu kommen.
Die Arbeitsgruppe ließ sich dadurch nicht verdrießen und ging sofort
an die Arbeit. Es galt, Erfahrungen zu sammeln, zu bündeln und
daraus Anregungen für eine erfolgversprechende mentale Vorbereitung
der Fahrschüler auf die Prüfung zu erarbeiten. Wenn es damit
gelingt, die Versagensangst zu bannen oder doch wenigstens zu
mildern, steigen die Chancen der Prüflinge, ihre wahren Fähigkeiten
unter Beweis zu stellen.
Baustein für Fortbildung
Weil diese Thematik
für alle Fahrlehrer von Bedeutung ist, entschloss sich die
Arbeitsgruppe, einen Baustein für die Fahrlehrerfortbildung zu
erarbeiten. Dieser soll allen Anbietern von Fahrlehrerfortbildungen
in Baden-Württemberg zur Verfügung gestellt werden, um möglichst
viele Kolleginnen und Kollegen an dieser wichtigen Hilfe für ihre
Schüler teilhaben zu lassen.
Die Arbeitsgruppe
wird sich erneut treffen am
12.03.2009
um 9:00
Uhr in
Korntal,
im Seminarraum der FSG/TTVA mbH.
Bis dahin werden die
Teilnehmer alle erprobten Methoden zusammengetragen haben.
Selbstverständlich können an dem Treffen auch weitere
Kolleginnen und Kollegen teilnehmen. Dazu bitten wir um eine
kurze formlose Nachricht (zum
Kontaktformular...).
Hilfe für Führerscheininhaber
Darüber hinaus will
sich die Arbeitsgruppe auch mit weitergehenden Fragen zum Thema
Angst befassen und Konzepte zu deren Eindämmung und schließlich
Überwindung entwickeln. Es geht darum, wie Fahrlehrerinnen und
Fahrlehrer Führerscheininhabern helfen können, die aus
unterschiedlichen Gründen Angst davor haben, sich an das Steuer
eines Fahrzeugs zu setzen. Allen Teilnehmern der Arbeitsgruppe war
bewusst, dass die Kompetenz des Fahrlehrers nicht in jedem Fall
ausreichen wird, um etwa tief verwurzelte Ängste zu beheben. In
diesen Fällen wird die Zusammenarbeit mit erfahrenen
Verkehrspsychologen erforderlich sein. Soweit die Ängste aber nur
auf mangelnde Übung und/oder Verkehrsgewöhnung zurückzuführen sind,
können Fahrlehrer solchen Personen kompetente Hilfe bieten. Wer mit
dem vom Verband entwickelten Programm
FIT IM VERKEHR in die
Nachbetreuung von älteren Führerscheininhabern einsteigen will, ist
gut beraten, sich auch mit diesen Aufgaben zu befassen. In der
Verbandsgeschäftsstelle häufen sich Anfragen von Personen, die Hilfe
suchen, um mit ihren Ängsten besser umgehen zu können.
Peter Tschöpe
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