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FleetBoard ist das Transport- und Flottenmanagement der Daimler AG.
Am 5. Februar trafen sich im Mercedes-Benz Werk in Wörth 13
Fahrlehrer zu einem Seminar, um das System näher kennenzulernen.
Dabei wurde bald klar: Das Thema ist komplexer als angenommen.
Fahrzeugdisposition und
ökonomische Fahrweise werden in der Transportbranche immer
wichtiger, denn es gilt, Leerfahrten und unnötigen
Kraftstoffverbrauch zu vermeiden. Der Disponent muss deshalb immer
wissen, wo sich seine Lkw gerade aufhalten, weshalb sie unterwegs
sind oder momentan stehen. Es ist noch nicht so lange her, als man
mit Betriebsfunk zu ermitteln versuchte, wo sich Fahrzeuge gerade
befinden.
Unmittelbarer Kontakt
Diese Methode war
mehr schlecht als recht, weil die Erreichbarkeit der Fahrer begrenzt
war. Auch waren früher differenzierte Auswertungen des
Kraftstoffverbrauchs nur bedingt möglich. Man konnte lediglich am
Ende eines Monats die gefahrenen Kilometer und den dabei
verbrauchten Kraftstoff ermitteln. Diese Methode war allerdings sehr
ungenau; sie ließ nicht immer Rückschlüsse auf die Fahrweise zu,
besonders wenn auf einem Fahrzeug mehrere Fahrer eingesetzt waren.
Hier nun kann FleetBoard helfen. Der Disponent kann
- erstens immer
erkennen, wo sich seine Fahrzeuge aktuell befinden;
- zweitens kann er
dem Fahrer über SMS Anweisungen übermitteln und vom Fahrer
Rückmeldungen und weitere Informationen erhalten;
- drittens kann er
ohne Umwege feststellen, ob geplante Ladezeiten beim jeweiligen
Auftraggeber eingehalten werden können.
FleetBoard kann noch mehr
Doch FleetBoard kann
noch mehr. Der Disponent kann beispielsweise den Kraftstoffverbrauch
jeder Fahrt auslesen. So ist es möglich, relativ genau und objektiv
zu ermitteln, weshalb ein Fahrer weniger sparsam fährt als ein
anderer. Dazu wird unter anderem aufgezeichnet,
- wie lange der
Motor in einem bestimmten Drehzahlbereich lief und wie hoch die
Drehmomentabnahme zum fraglichen Zeitpunkt war,
- wie oft der Fahrer
anhalten musste - und noch vieles mehr.
FleetBoard
übermittelt automatisch die tatsächliche Gesamtmasse des Fahrzeugs.
Dies ist wichtig, um bei der Auswertung die Fahrweise fair
beurteilen zu können. Zugleich hilft dieser Wert dem Disponenten zu
erkennen, wie viel freie Nutzlast ein bestimmtes Fahrzeug noch hat.
Freilich müssen die Strecken vergleichbar sein. War ein Fahrer
überwiegend auf der Autobahn? Oder mehr auf Landstraßen und im
Stadtverkehr unterwegs? Wie war die Topografie? FleetBoard
berücksichtigt das mit der Komponente „Einsatzschwere“.
Beispielhafte Auswertung
Im eingangs erwähnten
Seminar wurden wir Fahrlehrer in die Auswertung eingewiesen. Herr
Ströhle, Schulungsleiter bei FleetBoard, erklärte zunächst die
Entwicklung und das gesamte Leistungsspektrum von FleetBoard, um
danach anhand einiger realer Fahrten die Möglichkeiten der
Auswertung aufzuzeigen. Er verdeutlichte, dass auftretende Probleme
mit dem System oft nicht nur zu Lasten des Fahrers gehen, sondern
auch der Disponent oftmals mehrere Dinge gleichzeitig beachten muss,
wenn er dem Fahrer mit konkreten Hinweisen helfen will. Die
nachfolgende beispielhafte Darstellung einer Auswertung bezieht sich
auf eine Fahrt mit ca. 70 Prozent Autobahnanteil; der Rest verteilt
sich auf Landstraßen und innerörtliche Bereiche. Das höchste
Verbesserungspotential bei dieser Fahrt liegt offensichtlich in der
vorausschauenden Fahrweise, die sich aus dem Verhältnis des mit der
Betriebsbremse gebremsten Weges im Verhältnis zur gefahrenen Strecke
errechnet. Um aber eine eindeutige Aussage treffen zu können, ist es
notwendig, auch die anderen Werte genau zu betrachten und zu
analysieren. Zieht man in Betracht, wie viele Kriterien für eine
aussagekräftige Bewertung heranzuziehen sind, wird deutlich, dass
solche Auswertungen nur von Leuten vorgenommen werden können, die
gut eingearbeitet und kontinuierlich damit befasst sind.
Auswertungen durch Fahrlehrer
Sofern Fahrlehrer
eine Auswertung vornehmen wollten, ginge das nur mit Zugriffsrecht
auf die Internetseite von FleetBoard.
Als Fazit
lässt sich festhalten, dass FleetBoard viele Daten zu höchst
nützlichen Informationen kompiliert. Diese Informationen helfen,
durch konkrete individuelle Hinweise an die Fahrer das Fahrverhalten
zu verbessern. Herr Ströhle berichtete, dass der Kraftstoffverbrauch
in der Praxis um gut und gerne 5 bis 10 Prozent reduziert werden
kann. Die Kunden und Fahrer verstehen FleetBoard deshalb auch nicht
als Überwachungssystem, sondern als Schulungsinstrument. In vielen
Speditionen wird FleetBoard als Basis eines Prämienlohnsystems
eingesetzt.
Zur Vergrößerung des Beispiels
der FleetBoard-Auswertung ...

Andreas Tschöpe
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