FAHRLEHRERVERBAND
Baden-Württemberg e. V.

  

www.flvbw.de

 

Home     RSS     Kontakt     Impressum     Suche

 

Home

News im Web

Fahrschulsuche

Infos für Fahrschüler

Infos für Verkehrsteilnehmer

Infos für Fahrlehrer

Fortbildungsangebote für Fahrlehrer

FahrSchulPraxis
Die Fachzeitschrift
des Verbandes

Ausgaben 2009

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Dezember 2009

November 2009

Oktober 2009

September 2009

August 2009

Juli 2009

Juni 2009

Mai 2009

April 2009

März 2009

Februar 2009

Januar 2009

Übersicht 2009

und mehr...

 

 

 

 

Jahresübersichten

Titelsuche

Abonnement

AGB

Führerscheinklassen

Gerichtsurteile

FAQ

Presse News

Interessante Links

Geschichte

Schmunzelecke

Mitglied im Verband

Suche nach Inhalten

Wir über uns

Kontakt

Impressum

 

FAHRLEHRERVERBAND
Baden-Württemberg e.V.

und
FSG/TTVA mbH
Zuffenhauser Str. 3
70825 Korntal-Münchingen

Tel. 0711 839875-0
Fax 0711 8380211
zum Kontaktformular ...

 

 

Letzte Aktualisierung dieser Seite: 19.10.11

 

© FahrSchulPraxis
Entnommen aus Ausgabe April/2009, Seite 206
Unfälle auf Landstraßen

ESP muss Standardausrüstung werden

 

Von jeher richten Unfallforscher einen besonders kritischen Blick auf Landstraßen, weil dort vor allem auch junge Fahrer oft in Unfälle mit schwerwiegenden Folgen verwickelt sind. In einer unlängst erschienenen wissenschaftlichen Mitteilung der Bundesanstalt für Straßenwesen (BASt) ist zu lesen, dass in den letzten Jahren die Anzahl der schweren Verkehrsunfälle auf Landstraßen signifikant abgenommen hat. Die BASt hat jüngst untersucht, worauf die günstige Entwicklung zurückzuführen ist.

Von 2001 bis 2005 ging die Zahl der auf Landstraßen tödlich verunglückten Personen von 4481 auf 3228 (28%) zurück. Das ist beachtlich und fordert Analysten im Interesse der weiteren Dämpfung des Unfallgeschehens geradezu heraus, nach den Gründen zu suchen. Gegenstand der BASt-Untersuchung war vor allem die Frage, inwieweit der Fortschritt der Fahrzeugtechnik und Maßnahmen zur Verbesserung der Infrastruktur der Landstraßen zur Minderung der Unfälle beigetragen haben. Hier ist nicht der Platz, auf Einzelheiten des komplexen Untersuchungsdesigns einzugehen. Zu erwähnen ist jedoch, dass die Untersuchung alle relevanten fahrzeugtechnischen und straßenbaulichen Aspekte sowie die im Einzelnen getroffenen verhaltensrechtlichen Anordnungen berücksichtigte. Inwieweit die seit 1999 verbesserte Fahrausbildung auf Landstraßen zu der positiven Entwicklung beigetragen hat, war nicht Gegenstand der Untersuchung.

Die Ergebnisse

Zu den Ergebnissen der Untersuchung führt die BASt aus: „Die Zahl der Unfälle in ESP-relevanten Situationen ist bei neuen Fahrzeugen, die größtenteils über Fahrdynamikregelungen verfügen, überproportional zurückgegangen. Der positive Effekt des ESP zeigt sich auch an der Zahl der schweren Personenschäden (getötete und schwerverletzte Pkw-Fahrer). Die Fahrdynamikregelung ESP hat, auf Basis des Vergleichs einer Ausstattung von 100 Prozent gegenüber 0 Prozent, eine Wirksamkeit von etwa 40 Prozent an der Reduzierung der schweren Personenschäden in ESP-relevanten Situationen. Durch den Einsatz von Bremsassistenten (BAS, die Red.) zeigte sich eine Reduktion der Unfälle zu 31 Prozent in BAS-relevanten Situationen gegenüber 20 Prozent für nicht BAS-relevante Situationen. Dieser Effekt zeigte sich jedoch gleichermaßen bei neuen und älteren Pkw. Neufahrzeuge mit Gasentladungsscheinwerfern sind in den XENON-relevanten Situationen etwas seltener an Verkehrsunfällen beteiligt. Maßgebliche Sicherheitsvorteile ließen sich daraus nicht ableiten. Bei Unfällen mit entgegenkommenden Fahrzeugen vermindert passive Sicherheitsausstattung, zum Beispiel durch Airbags und Gurte, die Unfallschwere in Neufahrzeugen mit 42 Prozent besonders deutlich gegenüber 14 Prozent bei älteren Fahrzeugen.“

Resümee

In ihrem Resümee folgert die BASt, dass moderne Fahrzeugtechnik entscheidend zur Minderung von Zahl und Schwere der Verkehrsunfälle auf Landstraßen beiträgt. Dazu passt eine Pressemitteilung der Robert Bosch GmbH vom Februar dieses Jahres. Darin wird hervorgehoben, dass ESP bis zu 80 Prozent aller Schleuderunfälle zu verhindern vermag. Während in den USA die obligatorische Ausrüstung der Pkw mit ESP bereits schrittweise festgelegt sei, heißt es da weiter, werde in Europa noch darüber beraten. Obwohl in Deutschland 81% der im ersten Halbjahr 2008 neu zugelassenen Pkw mit ESP ausgerüstet waren, sind es vor allem Kleinwagen, bei denen dieses lebensrettende System häufig noch dem Rotstift zum Opfer fällt.

Käufer: Auf ESP bestehen

Das ist falsch, „denn bei Kleinwagen ist ESP mindestens genau so wichtig wie bei größeren Fahrzeugen“, sagt Werner Struth, bei Bosch für den Geschäftsbereich Chassis Systems Control verantwortlich. Käufern neuer Pkw ist dringend zu raten, auf ESP zu bestehen. Warum? Natürlich wegen der höheren Fahrsicherheit, aber nicht zuletzt auch wegen des Wiederverkaufswertes.

ESP ist Voraussetzung für Höchstbewertung

Die Vereinigung Euro NCAP (European New Car Assessment Programme), zu der europäische Verkehrsministerien, Automobilclubs und Versicherungsverbände gehören, prüft und bewertet die Sicherheit von Fahrzeugen durch simulierte Unfälle, sog. Crashtests. Seit Februar dieses Jahres erhalten Neufahrzeuge nur noch die Höchstbewertung von fünf Punkten, wenn sie serienmäßig mit ESP ausgerüstet sind.

GLH

 

FahrSchulPraxis
Ausgabe April 2009

Erscheinungsdatum 15.04.2009

Ausgewählte Artikel dieser Ausgabe im WWW:

 

 

Inhaltsverzeichnis

  EDITORIAL: Feuerwehrfahrer ohne Ausbildung?
 

PC-Prüforte: Wo wird ab Januar am PC geprüft?

  Ausländische Führerscheine: 3-jährige Frist weggefallen
  Neue Tierschutztransportverordnung (TierSchTrV): Was Fahrlehrer darüber wissen sollten
  Wettbewerb und neues UWG: Was Henry Ford von Werbung hielt
  Die Mautfalle lauert: Lehr-Lkw registrieren lassen
  FleetBoard: Die totale Überwachung?
  Prüfungsrichtlinie geändert: Digitales Kontrollgerät und anderes
  Unfälle auf Landstraßen: ESP muss Standardausrüstung werden
  Ausgleich bei Flaute: Kurzarbeit statt Entlassung
  EFA-Kongress: Budapest mit brillanter Agenda
  Gerichtsurteile: Schieben und Parken von Krafträdern erlaubt (876) Alles Gute kommt von oben (875) Pfeifgeräusche beim Cabrio (874) Auf ländlichem Nebenweg ist angepasst zu fahren (873) Fahrlehrer muss über Gefahrsituation aufklären (872) Rotlichtverstoß mittels geeichter Stoppuhr (871) Landwirtschaftliche Tiertransporte (870) Keine 1%-Regelung für ungeeignetes Fahrzeug (869)