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Sehr geehrte Leserinnen
und Leser, im
Regelkreis Fahrer, Fahrzeug, Straße wirken unterschiedliche Systeme
zusammen, um Verkehrssicherheit, Umweltschutz und die Leichtigkeit
des Verkehrs zu optimieren. Eine wichtige Komponente ist
Verkehrsregelung. Die Fahrzeugbauer haben in den letzten zwei
Jahrzehnten - trotz Anstieg der Leergewichte vieler Pkw -
beachtliche Fortschritte zur Minderung des Kraftstoffverbrauchs und
somit des Schadstoffausstoßes erzielt. Auch ist es gelungen, vielen
Fahrern ihre Verantwortung für die Umwelt bewusst zu machen.
Schließlich nützt ein Drei-Liter-Auto nicht allzu viel, wenn es mit
notorischem Bleifuß gefahren wird. Die Vermittlung umweltschonender
Einstellungen und eines entsprechenden Verhaltens im Straßenverkehr
erfolgt in der Fahrschule; es ist erfreulich, dass in Deutschland
umweltbewusstes Fahren heute auch in der Fahrerlaubnisprüfung einen
hohen Stellenwert hat.
Doch wie sieht es mit
der umweltbewussten Verkehrsregelung aus? Ich ärgere mich jedes Mal,
wenn ich auf einer Durchgangsstraße fahre und trotz Einhaltung der
zulässigen Höchstgeschwindigkeit an jeder Ecke Rot habe. In den
sechziger Jahren des letzten Jahrhunderts waren viele Städte stolz
auf die Grünen Wellen ihrer Hauptverkehrsadern. Nicht selten wurde
dem Kraftfahrer angezeigt, bei welcher Geschwindigkeit er an der
nächsten Kreuzung mit Grün rechnen durfte. Warum wurden diese
intelligenten Steuerungen abgeschafft? Warum wurden Bushaltebuchten
zu Parkstreifen umfunktioniert, sodass heute der Busfahrer die
Fahrbahn blockiert, wenn die Fahrgäste ein- und aussteigen? Wie
viele Tonnen Kohlenmonoxid werden in unseren Großstädten jeden Tag
durch das Warten hinter haltenden Bussen in die Luft geblasen? Ich
bin überzeugt, dass durch relativ einfache Lösungen der
Individualverkehr an vielen Stellen wieder flüssiger gemacht werden
könnte. Der Umwelt würde das jedenfalls nützen.
Mit freundlichen
Grüßen
Ihr
Peter Tschöpe
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