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Das
4-tägige Kontaktstudium an der Pädagogischen Hochschule Schwäbisch Gmünd
war während mehr als 25 Jahren ein von vielen Fahrlehrerinnen und
Fahrlehrern sehr geschätztes Fortbildungsangebot. Sie kamen aus
Baden-Württemberg, Bayern und auch aus anderen Bundesländern, um ihre
pädagogische Kompetenz zu vertiefen.
Nach der Emeritierung der
Professoren Bruno Heilig und Wolfgang Knörzer wurde das Kontaktstudium
leider nicht fortgesetzt. Eine der Dozentinnen aus dem damaligen Team,
Frau Dr. Silke Traub, ist inzwischen als Professorin an der
Pädagogischen Hochschule Karlsruhe als Leiterin der Abteilung für
Elementarpädagogik und Schulpädagogik tätig.
Dreisemestriges Studium
Professor Dr. Traub
bietet für in der Erwachsenenbildung tätige Kräfte ein Kontaktstudium
„Erwachsenenbildung“ an, das auch für ambitionierte Fahrlehrer/innen
sehr interessant ist. Es vermittelt neue Methoden für die Gestaltung von
Kursen, Seminaren und Übungen. Ein früheres Hochschulstudium wird nicht
vorausgesetzt. Das Kontaktstudium geht über drei Semester und ist damit
zeitlich und inhaltlich weit umfangreicher als das Gmünder Modell. Es
besteht aus einer Kombination von Präsenztagen, Fernstudium und
kollegialer Praxisberatung.
Inhalte
Das Studium umfasst vier
Themenbereiche:
- Gruppenprozesse und
Gruppenmethoden
- Prinzipien und
Methoden der Gestaltung von Kursen, Seminaren und Präsentationen
- Kommunikation und
Konfliktbewältigung
- Planung/Vorbereitung
von Veranstaltungen.
Ziele
Erweiterung der
erwachsenenbildnerischen Grundqualifikationen in den Bereichen der
zwischenmenschlichen Interaktion, der Bewältigung von Konflikten, des
Umgangs mit sich selbst, der didaktisch-methodischen Gestaltung von
Kursen sowie der Reflexion der eigenen Erfahrungen in der
Erwachsenenbildung.
Studienform
Bei diesem Kontaktstudium
werden, basierend auf den Ergebnissen der Grundlagenforschung, elf
verschiedene Strukturkomponenten vernetzt:
- Durch ausgewähltes
Studienmaterial (Bücher, Fachaufsätze) werden die Teilnehmer
informiert.
- Mit Arbeits- und
Transferaufgaben vertiefen die Teilnehmer die Inhalte der Texte und
lernen sie anzuwenden.
- In den Präsenzphasen,
die Modellcharakter haben, erwerben die Teilnehmer
Handlungskompetenzen und reflektieren eigene Erfahrungen.
- In Tandemarbeit wird
eigenes Handeln vorbereitet und reflektiert.
- Bei gegenseitigen
Hospitationen können die Tandempartner alternative
Handlungsmöglichkeiten erproben.
- Der Lernprozess wird
durch die Arbeit in regionalen Kleingruppen flankiert. Diese Chancen
der kollegialen Beratung tragen dazu bei, die Motivation der
Teilnehmer aufrecht zu erhalten.
- Durch Lernsimulationen
mit Videofeedback wird der Transfer von Wissen zu Handeln unterstützt.
- Wer das qualifizierte
Hochschulzertifikat erwerben will, kann sein eigenes Handeln durch das
Leitungsteam supervidieren lassen.
- Die Teilnehmer sollen
ihr eigenes Handeln schrittweise verändern durch Neuentwicklung oder
Überarbeitung von Präsentationen, Seminaren oder Kursen.
- Die Präsenzphasen, die
Arbeit in den Praxistandems und den Kleingruppen sollen verschiedene
Formen der Lernwegreflexion initiieren.
- Durch die Führung des
speziell für das Kontaktstudium entwickelten Lerntagebuchs können die
Teilnehmer ihre Lernerfahrungen reflektieren.
Zulassungsvoraussetzungen
Teilnehmer sollen über
ausreichende Erfahrungen in der Erwachsenenbildung verfügen. Sie
verpflichten sich mit der Zulassung
- zur regelmäßigen
Lektüre der Studientexte,
- zur regelmäßigen
Teilnahme an den Präsenzphasen,
- zu mindestens 10
Treffen in einem Praxistandem,
- zu mindestens 10
Treffen in einer KOPING-Gruppe,
- zur Durchführung eines
Lehrversuchs,
- zur Übernahme von
Leitungsaufgaben während der Präsenzphasen,
- zum Führen eines
Lerntagebuchs.
Zeitaufwand
Um alle Vorgaben erfüllen
zu können, muss man über die gesamte Dauer des Studiums einen
Zeitaufwand von etwa einem Tag pro Woche einplanen.
Präsenzphasen
Die insgesamt 10
Präsenzphasen sind über die gesamte Studiendauer verteilt. Davon sind
vier Einzelpräsenzphasen. Diese dauern von Freitag 14.00 Uhr bis 20.00
Uhr und Samstag von 9.00 Uhr bis 17.00 Uhr.
Die drei
Doppelpräsenzphasen beginnen ebenfalls am Freitag um 14.00 Uhr und enden
am Sonntag um 14.00 Uhr.
Alle Präsenzphasen werden
im Haus der Kirche in Bad Herrenalb durchgeführt.
Abschlüsse
Am Ende bekommt jeder
Teilnehmer, der die Vorgaben des Kontaktstudiums erfüllt, eine
Teilnahmebescheinigung der Pädagogischen Hochschule. Wer es wünscht und
in seinem Betrieb einen Unterricht plant, vorbereitet und in Anwesenheit
eines Beauftragten der PH erfolgreich durchführt, bekommt darüber hinaus
ein qualifiziertes Hochschulzertifikat.
Termine
der Präsenzphasen
| Einführungstag |
10.07.2010 |
| Präsenzphase 1 und 2 |
05.11. - 07.11.2010 |
| Präsenzphase 3 und 4 |
11.02. - 13.02.2011 |
| Präsenzphase 5 |
06.05. - 07.05.2011 |
| Präsenzphase 6 |
15.06. - 16.06.2011 |
| Präsenzphase 7 |
11.11. - 12.11.2011 |
| Präsenzphase 8 und 9 |
10.02. - 12.02.2012 |
| Präsenzphase 10 |
27.04. - 28.04.2012 |
Teilnehmerzahl
Die Zahl der Teilnehmer
ist auf 20 begrenzt.
Kosten
Das Studium kostet
insgesamt 975 €.
Anmeldung
Die Anmeldung erfolgt
über einen Bewerbungsbogen, der im Internet unter
www.silke-traub.de
herunterzuladen ist.
Abschlüsse
Teilnahmebestätigung
Wer die aufgeführten Bedingungen eingehalten und in seinem
Lerntagebuch eingetragen hat, bekommt eine Teilnahmebestätigung.
Qualifiziertes
Hochschulzertifikat
Auf Wunsch kann auch ein qualifiziertes Hochschulzertifikat erworben
werden. Zusätzlich zu den Voraussetzungen zur Teilnahmebestätigung ist
ein Kursabschnitt zu planen, vorzubereiten und durchzuführen. Bei der
Durchführung hospitiert eine vom Leitungsteam beauftragte Person und
beurteilt, ob die gezeigten Kompetenzen den Anforderungen an ein
erwachsenengerechtes Gestalten von Lernumgebungen entsprechen.
Das Programm dieses
Kontaktstudiums ist anspruchsvoll und geht weit über die übliche
Fahrlehrerfortbildung hinaus. Es bietet strebsamen Fahrlehrerinnen und
Fahrlehren die Möglichkeit, ihre pädagogische Kompetenz
zukunftsgerichtet zu erweitern. |