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Als die Redaktion der FahrSchulPraxis im Herbst 2005 die Umfrage
„Fahrlehrer im Ehrenamt“ startete, waren die Erwartungen nicht
unbedingt hoch gesteckt. Doch das Echo war enorm. In nicht ganz vier
Jahren konnten mit immerhin 45 Interviews hochinteressante Einblicke
in die vielfältigen ehrenamtlichen Tätigkeiten der Kolleginnen und
Kollegen im Ländle veröffentlicht werden. |
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Die Redaktion der
FahrSchulPraxis bedankt sich bei allen Gesprächspartnern sehr herzlich
für ihre Bereitschaft zum Interview und ihre dafür aufgewendete Zeit.
Sehr lobenswert waren auch die immer freimütigen, detaillierten
Antworten sowie die termingerechte Übersendung eines
reproduktionsfähigen Fotos.
Weites
Spektrum unterschiedlicher Ehrenämter
Neben dem Engagement in
berufsnahen Institutionen wie ADAC und Verkehrswacht stellte sich
heraus, dass nicht wenige der Interviewten Vorstandsmitglieder in Sport-
und Musikvereinen sind. Ebenso kamen Gemeinderäte, Schöffen,
Feuerwehrleute und ehrenamtlich in der Kirche als Organist,
Pfarrgemeinderat oder Leiter einer Sozialstation Tätige zu Wort. Andere
arbeiten mit Körper- oder Lernbehinderten oder engagieren sich als
Elternbeiräte und in Fördervereinen von Schulen oder als
Vorstandsmitglieder von Vereinsgemeinschaften und Gewerbevereinen.
Weitere Ämter sind unter anderen: Karatetrainer, Hegeringleiter,
Zuchtrichterin für Rassehunde, Reitlehrerin, Yachtclubpräsident,
Kampfrichter, Narrenrat, Schwimmtrainer, Vorsitzender einer Narrenzunft
und Heimweghelfer beim Cannstatter Volksfest. Dies alles zeigt, die
ehrenamtlichen Tätigkeiten unserer Kolleginnen und Kollegen im „Ländle“
spannen einen weiten Bogen der Vielfalt.
Beachtlicher Zeitaufwand
Die Interviews machten
aber auch deutlich, dass nahezu alle Ehrenämter die Abende und die
Wochenenden, also die Freizeit der Kolleginnen und Kollegen, sehr stark
beanspruchen. Da es für Fahrlehrer nichts Ungewöhnliches ist, gerade
abends und samstags für ihre Kunden da zu sein, verlangt das Ehrenamt
nicht nur Idealismus und Kompetenz, sondern auch häufig die
Bereitschaft, die wirtschaftlichen Interessen des eigenen Unternehmens
zugunsten des Ehrenamtes hintan zu stellen.
Vorteile für die Fahrschule
Ein Teil der
Interviewpartner räumte ein, die ehrenamtliche Tätigkeit könne sich
positiv auf den Geschäftsgang der Fahrschule auswirken. Ehrenämter
sorgen nicht nur für einen höheren Bekanntheitsgrad am Ort, sondern
können auch, vorausgesetzt der Idealismus wird nicht erkennbar von
geschäftlichen Interessen überlagert, den guten Ruf und das Ansehen
mehren.
Ehrenämter sind wichtig
Über den Stellenwert des
Ehrenamtes in der Gesellschaft waren sich alle Interviewpartner einig:
Ohne das Ehrenamt funktioniert das soziale Miteinander nicht. Weder
Vereine noch Kommunen oder Kirchen könnten die ihnen übertragenen
Aufgaben in vollem Umfang erfüllen, wenn alle Leistungen der
ehrenamtlichen Mitarbeiter bezahlt werden müssten. Deshalb wurde auch
immer wieder vor allem an die jüngeren Kolleginnen und Kollegen
appelliert, ein Ehrenamt zu übernehmen. Diesem Aufruf schließt sich die
Redaktion mit Nachdruck an.
Jochen
Klima
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