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Gemeint sind die in regelmäßigen Abständen am Rande der Autobahnen
stehenden Notrufsäulen, an denen man meistens achtlos vorbeifährt.
Erst wenn man plötzlich Hilfe braucht, erinnert man sich daran. Doch
gerade dann kommt es auf besonnenes Handeln an. Deshalb muss der
Autofahrer auch unter dem Stress von Notsituationen in der Lage
sein, einen inhaltlich klaren, verständlichen Notruf abzusetzen. |

Notrufsäule mit
Bedienhinweis
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„Warum muss ich wissen,
wie eine Notrufsäule funktioniert? Ich habe doch mein Handy dabei. Und
112 kann man immer anrufen, auch wenn man kein Guthaben auf der Karte
hat!“ Diese Einwände eines Fahrschülers mögen auf den ersten Blick
schlüssig klingen.
Notrufsäule dank Handy überflüssig?
Bei näherer Betrachtung
sprechen trotz des heute weit verbreiteten Besitzes von Handys einige
Punkte dafür, den Fahrschülern bei der praktischen Ausbildung die
Notrufsäule zu erklären:
- Mobiltelefon zu Hause
vergessen.
- Batterie des
Mobiltelefons ist leer.
- Kein Netz erreichbar.
- Das Handy
funktioniert, aber der Fahrer weiß weder die Telefonnummer seines
Autoklubs noch die eines Abschleppdienstes.
- Man hat „nur“ eine
Panne und darf in diesem Fall nicht den Notruf 112 benutzen.
In solchen Fällen hilft
die Notrufsäule, deren Gebrauch nicht kompliziert ist. Wer es unter
Anleitung geübt hat, verliert die Scheu und weiß auch unter Anspannung
damit umzugehen.
300.000
pro Jahr
Von den etwa 400.000 bei
der Notrufzentrale im Jahr 2006 eingegangenen Hilferufen kamen etwa
300.000 über die Notrufsäulen. So wird klar, dass die Notrufsäule trotz
Handy noch lange nicht ausgedient hat. Natürlich kann man die
Notrufzentrale auch mit dem Handy gebührenfrei unter der Nummer 0800
NOTFON D (0800 - 668 366 3) erreichen.
Als
ausbildender Fahrlehrer melden
Wenn man sich an einer
Notrufsäule als ausbildender Fahrlehrer meldet, sind die Mitarbeitenden
der Notrufzentrale oft bereit, mit dem Fahrschüler zu sprechen und ihm
zu sagen, was bei der Bedienung wichtig ist. Die Leute in der
Notrufzentrale erkennen, von welcher Notrufsäule ein Anruf kommt. So
können sie Hilfe auch dann mobilisieren, wenn der Anrufer seinen genauen
Standort nicht weiß. Das bedeutet, man muss sich vor dem Notruf keine
komplizierten Gedanken über den genauen Standort (Nummer der Autobahn,
Fahrtrichtung, Autobahnkilometer) machen.
Unterweisung nur auf Parkplätzen
Die Unterweisung an der
Notrufsäule erfolgt auf einem Parkplatz, nicht etwa auf dem
Standstreifen. Dies zu erwähnen erscheint zwar überflüssig, aber
gelegentlich sollen Fahrlehrer einen „realistischen“ Notfall inszeniert
haben, obwohl auf Standstreifen bekanntlich nur im Falle einer
tatsächlichen Panne gehalten werden darf. Aber abgesehen davon ist das
Halten auf Standstreifen auch aus Gründen der Sicherheit möglichst zu
vermeiden.
Wie
finde ich die nächste Notrufsäule?
Am Rande der Autobahn
befinden sich Leitpfosten (in der Regel auch am Parkplatz). An diesen
kann man den Fahrschülern zeigen, wie sie zu Fuß auf dem kürzesten Weg
zu einer Notrufsäule kommen. Auch auf anderen Fernstraßen und auf
Landstraßen finden sich Notrufsäulen. Auf diese sollte wegen ihrer etwas
anderen Bedienung wenigstens im theoretischen Unterricht hingewiesen
werden. Die Björn-Steiger-Stiftung hat laut ihrer Homepage die
Aufstellung weiterer Notrufsäulen vorläufig aufgegeben und forciert
stattdessen die Weiterentwicklung der Standorterkennung von
Mobiltelefonen.

Leitpfosten mit Richtungspfeil (Foto: Verlag H. Vogel)
Für weitere Informationen
empfehlen sich folgende Seiten:
http://www.gdv-dl.de/notruf.html oder
http://www.steiger-stiftung.de
Andreas
Tschöpe
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