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Sehr geehrte Leserinnen
und Leser, ein
Jahr finanzieller und wirtschaftlicher Turbulenzen liegt hinter uns.
Ob und wie stark sie ins neue Jahr hineinwirken, ist noch nicht zu
überblicken. Das hinter uns liegende Jahr brachte den Fahrschulen
durch die Umsetzung der europäischen Regelungen zum
Berufskraftfahrerrecht einen erheblichen Nachfrageschub. Eine
ähnliche Entwicklung ist für das neue Jahr nicht zu erwarten. Jedoch
kann das Engagement zahlreicher CE- und DE-Fahrschulen im Bereich
der Berufskraftfahreraus- und -weiterbildung zu einer leichten
Entspannung auf dem Fahrschulmarkt führen. Weitsichtige
Fahrschulinhaber haben bereits in den zurückliegenden Jahren damit
begonnen, ihren Betrieb, teils auch mit Unterstützung des Verbandes,
auf neue Betätigungsfelder vorzubereiten. Für die Nachbetreuung von
Führerscheininhabern im Sinne eines lebenslangen Lernens hat der
Fahrlehrerverband Baden-Württemberg e.V. das Programm
FIT IM VERKEHR entwickelt. Das
kann, ebenso wie die Einweisung von Zivildienstleistenden, für viele
Fahrschulen eine reizvolle Tätigkeit und ein zusätzlicher
Deckungsbeitrag sein. Wir dürfen diese originär zu unserem
Berufsbild gehörenden Felder der Fahrerfortbildung nicht anderen
überlassen.
Ende des Jahres 2010
laufen die beiden Modellversuche „Zweite Phase“ und „Begleitetes
Fahren“ aus. Beide Modelle werden evaluiert und man darf gespannt
sein, ob die Politik bereit ist, die beiden Modelle nicht im Sinne
eines Entweder-oder zu sehen, sondern in kombinierter Form als
sinnvolle Ergänzung in der Nachbetreuung der Fahranfänger. Wenn
sich, woran ich nicht zweifle, herausstellt, dass beide auf
freiwilliger Basis angebotenen Modelle einen Beitrag zur Erhöhung
der Sicherheit der jungen Fahrer leisten, darf meines Erachtens
nicht gezögert werden, ein entsprechendes Programm für alle
Fahranfänger vorzuschreiben.
Den Kolleginnen und
Kollegen mit unternehmerischer Verantwortung wünsche ich Weitblick
und mutiges Engagement. Die angestellten Fahrlehrer/innen bitte ich,
ihre Chefs bei den neuen Aufgaben zu unterstützen. Von der Politik
erhoffe ich mir den Mut und die Bereitschaft, endlich Nägel mit
Köpfen zu machen.
In diesem Sinne
wünsche ich Ihnen allen ein frohes und gesegnetes Weihnachtsfest und
einen erfolgreichen Start ins Jahr 2010.
Mit freundlichen
Grüßen
Ihr
Peter Tschöpe
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