FAHRLEHRERVERBAND
Baden-Württemberg e. V.

  

www.flvbw.de

 

Home     RSS     Kontakt     Impressum     Suche

 

Home

News im Web

Fahrschulsuche

Infos für Fahrschüler

Infos für Verkehrsteilnehmer

Infos für Fahrlehrer

Fortbildungsangebote für Fahrlehrer

FahrSchulPraxis
Die Fachzeitschrift
des Verbandes

Ausgaben 2009

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Dezember 2009

November 2009

Oktober 2009

September 2009

August 2009

Juli 2009

Juni 2009

Mai 2009

April 2009

März 2009

Februar 2009

Januar 2009

Übersicht 2009

und mehr...

 

 

 

 

Jahresübersichten

Titelsuche

Abonnement

AGB

Führerscheinklassen

Gerichtsurteile

FAQ

Presse News

Interessante Links

Geschichte

Schmunzelecke

Mitglied im Verband

Suche nach Inhalten

Wir über uns

Kontakt

Impressum

 

FAHRLEHRERVERBAND
Baden-Württemberg e.V.

und
FSG/TTVA mbH
Zuffenhauser Str. 3
70825 Korntal-Münchingen

Tel. 0711 839875-0
Fax 0711 8380211
zum Kontaktformular ...

 

 

Letzte Aktualisierung dieser Seite: 19.10.11

 

© FahrSchulPraxis
Entnommen aus Ausgabe Dezember/2009, Seite 638
PC-Prüfung landesweit gestartet

Umstellung lief vorwiegend glatt

 

Als letzte der baden-württembergischen Niederlassungen des TÜV SÜD meldeten Singen und Ravensburg am 30.11.2009, die Umstellung vom Papier auf Elektronik sei ohne nennenswerte Probleme gelaufen.

Die landesweit flächendeckende Prüfung mit PC setzt den Einsatz mobiler Geräte voraus. Unter dieser Prämisse lief seit Sommer ein Pilotprojekt in der Niederlassung Tübingen. Schon dabei waren keine ernsthaften Probleme aufgetreten. Kleinere Stolpersteine wurden erkannt, was ja Sinn und Zweck des Pilotversuchs war. So konnten alle Schwachstellen vor dem großen Start in den Niederlassungen beseitigt werden. Dass in einer Niederlassung ein Rechner zeitweilig streikte und der Touchscreen nicht auf Berührung reagierte, hat nichts mit dem System zu tun, sondern mit einem Defekt, wie er bei jeder Maschine einmal auftreten kann.

PC-Prüfung kommt gut an

Um es gleich vorwegzunehmen, die Führerscheinbewerber mögen das neue Verfahren. Ebenso zufrieden sind Fahrlehrer, Sachverständige und Prüfer. Gemeckert haben nicht einmal die Durchgefallenen. Keiner hat den Misserfolg auf die PC-Prüfung geschoben. Am 18.11.2009 hatte ich Gelegenheit, zusammen mit dem Leiter der TÜV-Niederlassung Stuttgart, Carsten Arnold, in Waiblingen eine Prüfung zu beobachten. Dabei berichteten alle befragten Bewerberinnen und Bewerber, ihre Fahrschule habe sie darüber informiert, dass die Prüfung am PC abzulegen sei. Jedoch kannten sie erstaunlicherweise weder die den Fahrschulen zur Verfügung gestellte Demoversion (www.fahrerlaubnis.tuev-dekra.de) noch wussten sie von der Möglichkeit, sich via Internet über den Ablauf der PC-Prüfung informieren zu können. Trotzdem kamen alle Kandidaten mühelos mit dem Programm zurecht.

Chronik der Vorbereitung und des Ablaufs

30 Bewerber gelten als Normalbelegung eines Prüftermins. Dafür, so verlautete es vom TÜV während der Vorbereitungsphase, müsse eine Rüstzeit von mindestens 30 Minuten und eine Abbauzeit von etwa 20 Minuten angesetzt werden. Wir wollten wissen, was real abläuft, bevor der Sachverständige die Bewerber in den Prüfraum bitten kann. Die Prüfung in Waiblingen führte aaS Michael Wagner durch. Er hatte zuvor schon mehrere PC-Prüfungen abgehalten und bediente die Geräte routiniert. In Waiblingen werden die theoretischen Prüfungen bereits seit Jahren im Berufsschulzentrum durchgeführt. Der Beginn des ersten Prüfungsdurchgangs war für 14.00 Uhr anberaumt. Herr Arnold und ich trafen uns um 13.00 Uhr. Zu diesem Zeitpunkt kam auch Michael Wagner mit seinem voll beladenen Pkw an. Da in Waiblingen pro Durchgang jeweils bis zu 15 Bewerber geprüft werden, musste er neben seinem Prüfer-PC drei Koffer mit jeweils fünf Bewerber-PC (Pad) und einen Rucksack mit seinen persönlichen Unterlagen (Listen, Stempel, Kasse etc.) mitbringen. Die Daten der Bewerber hatte er zur Sicherheit zusätzlich auf einem Stick gespeichert.

13.00 Uhr: Wagner bringt den Prüferkoffer und einen Koffer mit fünf Bewerber-PC in den Prüfraum.
13.05 Uhr: Wagner verkabelt den Prüfer-PC und fährt diesen hoch. Außerdem packt er die ersten fünf Pads aus.
13.10 Uhr: Wagner holt zwei weitere Koffer.
13.18 Uhr: Wagner überprüft, ob der Prüfer-PC korrekt hochgefahren ist.
13.20 Uhr: Wagner überprüft die Akkus der ersten fünf Pads, verteilt die Geräte auf die Tische und schaltet sie ein. Während sich die Geräte automatisch an den Prüfer-PC andocken, packt Wagner die nächsten fünf Pads aus und überprüft die Akkus. Dann überzeugt er sich, ob die ersten fünf Pads ordnungsgemäß im PC angemeldet sind.
13.26 Uhr: Auch die nächsten fünf Pads sind zwischenzeitlich am Netz.
13.32 Uhr: Die restlichen fünf Pads werden überprüft und aufgestellt.
13.40 Uhr: Alle Pads sind jetzt am Netz. Wagner überträgt die Bewerberdaten vom Stick auf den Prüfer-PC. Er kontrolliert stichprobenartig anhand der mitgelieferten Listen, ob alle Daten korrekt aufgespielt sind, so beispielsweise, ob für eine fremdsprachige Prüfung gemeldete Bewerber entsprechend vermerkt sind. Nötigenfalls könnte er jetzt noch, bevor die Bewerber im Prüfraum sind, erforderliche Änderungen vornehmen. Bei zwei Bewerbern ist vermerkt, dass die Ausbildungsbescheinigung noch fehlt.
13.46 Uhr: Alle Bewerber des ersten Durchgangs sind jetzt freigeschaltet. Die Prüfung könnte beginnen. Seit dem Eintreffen des Sachverständigen sind jetzt 49 Minuten vergangen. Allerdings kann Wagner die weiteren Durchgänge innerhalb von wenigen Minuten freischalten.
13.52 Uhr: Die ersten Bewerber kommen in den Prüfraum. Gleich beim ersten gibt es ein Problem. Seine Daten sind im System nicht erfasst. Wagner ruft bei der Niederlassung an und erkundigt sich. Er erfährt, dass der junge Mann von seiner Fahrschule nicht angemeldet wurde. Der zweite Bewerber kann die noch fehlende Ausbildungsbescheinigung nicht vorlegen. Wagner bietet ihm an, seine Fahrschule anzurufen und sich die Bescheinigung bringen zu lassen. Falls es in einem der nächsten Durchgänge einen freien Platz gibt, könnte er später noch geprüft werden.
14.00 Uhr: Alle Bewerber haben Platz genommen. Wagner erläutert den Ablauf der Prüfung.
14.03 Uhr: Die Prüfung beginnt.
14.12 Uhr: Der erste Bewerber zeigt an, dass er fertig ist. Wagner spielt ihm das Ergebnis auf den Rechner zurück. Fünf Fehlerpunkte. Bestanden. Der Bewerber verlässt den Raum.
14.33 Uhr: Die letzte Bewerberin gibt ab. Leider hat sie nicht bestanden.
14.35 Uhr: Wagner reinigt die Oberflächen der PAD mit einem feuchten Tuch. Danach bereitet er den nächsten Durchgang vor.
14.45 Uhr: Der zweite Durchgang startet. Wagner bittet die Bewerber zur Identitätskontrolle in den Raum.

Peter Tschöpe

 

FahrSchulPraxis
Ausgabe Dezember 2009

Erscheinungsdatum 15.12.2009

Ausgewählte Artikel dieser Ausgabe im WWW:

 

Inhaltsverzeichnis

 

EDITORIAL: Mit Zuversicht ins neue Jahr

 

Prognosen zum Fahrschulmarkt: Der Verband braucht Ihre Hilfe

 

Herbstsitzung des Beirats: Wichtige Informationen für die Kreisversammlungen

 

PC-Prüfung landesweit: Umstellung lief vorwiegend glatt

 

Theorieprüfung: Gebührenerhöhung zum 01.01.10

 

Gesprächskreis Fahrerlaubnis (GFE): Rückwärtsfahren mit Rückfahrkamera

 

Fahrschul-Marketing: Tipps und Ideen für Werbung

 

100 km/h für Wohnmobile: Bisherige Ausnahme jetzt unbefristet

 

Mangelhaft gesicherte Ladung: Es drohen Bußgeld, Strafen und Punkte

 

Gerichtsurteile: Keine Winterwartung für Anliegerstraße (951) Vertrauen ist gut, warten ist besser (950) Falschbetankung (949) Keine Haftung für ungeklärte Schäden (948) Keine Haftung des Helfenden (947) Mit aussteigenden Pkw-Insassen ist zu rechnen (946) Nutzungsausfallentschädigung für Geschäftswagen (945) Mieter muss Räumungspflichten erfüllen (944) Festivitäten als Arbeitslohn (943)


aaS Michael Wagner beim Ausladen der Prüfungshardware


Die Geräte werden überprüft, verteilt und eingeschaltet


Die Bewerberdaten werden mit einer hochverschlüsselten Datenleitung auf den PC übertragen. Während der Anlaufphase werden diese zur Sicherheit zusätzlich auf einen Stick gezogen


Die Bewerber legen vor der Prüfung ihren Ausweis vor.


Michael Wagner erklärt die Handhabung der Pads.


Die Fragen werden auf dem Touchscreen per Fingertipp beantwortet.


Max zeigt an, dass er alle Fragen beantwortet hat.