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Das neue
Marketingkonzept für das Programm
FIT IM VERKEHR zeigt erste Erfolge. Der
Fahrlehrerverband Baden-Württemberg e.V. leitet interessierte Personen,
Vereine und Institutionen an Mitgliedsfahrschulen aus der entsprechenden
Region weiter und bittet sie um Durchführung des Seminars. Eines der
ersten Seminare hat Kollege Jürgen Käfer aus Engen für die Sozialstation
Hegau durchgeführt. Im folgenden Interview berichtet er über seine
Erfahrungen.
FPX: Herr Käfer,
warum haben Sie sich nach dem Aufruf in der FahrSchulPraxis gemeldet und
sich für die Durchführung von
FIT IM VERKEHR
in Ihrer Region zur Verfugung gestellt?
Käfer: Ich bin
schon vor längerer Zeit zu der Erkenntnis gekommen, dass möglichst
alle Verkehrsteilnehmer regelmäßig weitergebildet werden sollten. Bei
Gesprächen mit Bekannten, mit ehemaligen Fahrschülern, aber auch bei
der Durchführung von Aufbauseminaren hat sich gezeigt, dass den
meisten Autofahrern die aktuellen Änderungen des Verkehrsrechts oft
nicht bekannt sind. Das Programm
FIT IM VERKEHR
ist zur Behebung dieser Defizite nicht nur hervorragend geeignet,
sondern stellt mit seinen PowerPoint-Präsentationen tolle Hilfsmittel
zur Verfügung. Da es aus meiner Sicht aber nicht nur sehr schwierig,
sondern auch extrem zeitaufwendig ist, selbst auf die Suche nach
Kunden für
FIT IM VERKEHR
zu gehen, kam mir die Initiative meines Verbandes gerade recht.
FPX: Wie wurde das
Seminar organisiert?
Käfer: Das war
für mich völlig unkompliziert: Der Verband hat den Kontakt zur
Sozialstation Hegau geknüpft und sich komplett um die Organisation
eines 90-minütigen Seminars und auch um die finanzielle Abwicklung
gekümmert. Ich musste mich also nur noch mit der Stationsleitung in
Verbindung setzen, einen Termin vereinbaren und abklären, ob eine
Projektionsleinwand zur Verfügung steht. Ein paar Tage später habe ich
meinen Beamer und mein Notebook ins Auto gepackt, bin zum
Veranstaltungsort gefahren und konnte dort einfach loslegen. Es war
eine ganz prima Erfahrung – von der reinen Durchführung einmal
abgesehen – mich um nichts weiter kümmern zu müssen.
FPX: Was haben Sie
bei der Sozialstation angetroffen?
Käfer: Im
Seminarraum saß eine erwartungsvolle, gut gelaunte und hoch motivierte
Gruppe von dreißig Leuten aller Altersgruppen. Da die Sozialstation
die Weiterbildung ihrer Mitarbeiter sehr ernst nimmt, mussten die
Teilnehmer für das Seminar keine Freizeit opfern, sondern konnten im
Rahmen ihrer Arbeitszeit mitmachen.
FPX: Welches Thema
war Ihr Einstieg, wie lief das Seminar ab?
Käfer:
FIT IM VERKEHR
bietet zahlreiche Einstiegsmöglichkeiten. Ich habe zu Beginn die Folie
mit den drei Führerscheinmustern – grau, rosarot und Scheckkarte – an
die Wand projiziert. Als ich dann fragte, welchen der gezeigten
Führerscheine die Anwesenden besitzen, kamen sofort Nachfragen, wer
mit seinem Führerschein welche Fahrzeuge fahren darf – und schon
befanden wir uns mitten in einer spannenden Diskussion. Als Nächstes
habe ich mit der hervorragend gestalteten Präsentation zu den
aktuellen Rechtsänderungen weitergemacht. Bei Themen wie Kreisverkehr,
Warnblinklicht an der Bushaltestelle, Segway, Überholverbot vor
Bahnübergängen, neue Verkehrszeichen, Verhalten im Tunnel, höhere
Bußgelder und anderen, hatten die Anwesenden erhebliche
Wissensdefizite und stellten naturgemäß eine Vielzahl von Fragen. Die
vorgesehenen und bezahlten neunzig Minuten vergingen dabei wie im
Flug. Das Seminar hat den Teilnehmern und auch mir großen Spaß
gemacht, sodass ich freiwillig noch eine halbe Stunde drangehängt
habe.
FPX: Der Baustein
Aktuelle Rechtsänderungen soll für die Fahrschule als Anreiz für die
Vereinbarung weiterer Termine und damit dem Folgegeschäft dienen. Ist
Ihnen das geglückt?
Käfer: Ja, auch
das war an diesem Nachmittag eine schöne Erfahrung. Ich habe
angeboten, auf Wunsch an einem anderen Tag das Thema Umweltschonende
und energiesparende Fahrweise in Theorie und Praxis aufzugreifen.
Dabei haben sich tatsächlich spontan etliche der Anwesenden
angemeldet. Mit diesen Leuten werde ich nach Weihnachten wieder
Kontakt aufnehmen. Ich bin überzeugt, dass es mir gelingen wird,
weitere Kurse zu vereinbaren. Außerdem glaube ich fest daran, dass es
für Fahrschulen mithilfe des Programms
FIT IM VERKEHR
tatsächlich möglich ist, in Zeiten zurückgehender Fahrschülerzahlen
neue Geschäftsfelder aufzutun und sich damit weitere berufliche
Standbeine zu schaffen.
FPX: Herr Käfer,
wir danken für dieses Gespräch!
Interview: Jochen Klima
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