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Auch im
Norden des Landes trägt das neue Marketingkonzept des
Fahrlehrerverbandes Baden-Württemberg e.V. mittlerweile Früchte. Kollege
Paul Wohlfart aus Osterburken unterrichtete fünfzehn Mitarbeiter des DRK
in Buchen über die aktuellen Rechtsänderungen und wurde dabei geradezu
mit Fragen bedrängt.
FPX: Herr Wohlfart,
warum machen Sie bei
FIT IM VERKEHR
mit?
Wohlfart: Schon
lange wollte ich neben der üblichen Fahrschultätigkeit noch etwas
anderes machen. Da kam mir der Aufruf in der FahrSchulPraxis gerade
recht. Daran gefällt mir vor allem gut, dass der Verband mit den
potentiellen Interessenten Kontakt aufnimmt und ich das nicht selbst
tun muss. Mein Verband nimmt mir damit viel Arbeit ab. Hinzu kommt,
dass ich als kleine Fahrschule bei Firmen und Institutionen
erfahrungsgemäß weniger Resonanz fände als der Verband. Wenn aber der
Verband das macht, hat das einen ganz anderen Stellenwert. Da lassen
sich die entscheidenden Leute viel eher davon überzeugen, ein Seminar
zu buchen.
FPX: Wie kam der
Kontakt zum DRK in Buchen zustande?
Wohlfart:
Nachdem der Verband das DRK angeschrieben hatte, hat sich Herr Ulmer
vom DRK-Ortsverein Buchen bei der Verbandsgeschäftsstelle in Korntal
gemeldet und mit der Geschäftsstellenleiterin Iris Wimpff einen Termin
für ein Seminar vereinbart. Anschließend hat mir Frau Wimpff diesen
Termin mitgeteilt, so dass ich mit Herrn Ulmer nur noch den Ort und
die genaue Uhrzeit absprechen musste.
FPX: Wie ließ sich
das Seminar an?
Wohlfart: Weil
alle fünfzehn Teilnehmer aktive Rettungswagenfahrer sind, hatte Herr
Ulmer darum gebeten, das Seminar auf abends nach Dienstschluss zu
terminieren. Als ich mit meinem Beamer und meinem Laptop zum
vereinbarten Termin im Lehrsaal des DRK in Buchen eintraf, hatte sich
dort bereits eine erwartungsvolle und hochmotivierte Truppe von
fünfzehn erfahrenen Rettungsdienstfahrern versammelt. Ich glaube, sie
waren gespannt darauf, was ich ihnen zu sagen hatte. Ich muss ehrlich
sagen, dass mir im ersten Moment das Herz ein bisschen in die Hose
gerutscht ist, weil mir plötzlich der Gedanke kam: Die Jungs sind doch
alle erfahrene Fahrer, die kennen sich doch bestimmt mit den aktuellen
Verkehrsregelungen super aus.
FPX: Und war das
so?
Wohlfart: Weit
gefehlt! Meine Befürchtungen haben sich von der ersten Minute an als
völlig unbegründet erwiesen. Kaum hatte ich mit der
PowerPoint-Präsentation zu den aktuellen Rechtsänderungen begonnen,
kamen sofort zahllose Fragen - und schon waren wir inmitten spannender
Diskussionen. Verblüfft hat mich beispielsweise, dass ein Großteil der
Anwesenden nicht wusste, dass in einem verkehrsberuhigten Bereich
nicht mit 30 km/h, sondern nur mit Schrittgeschwindigkeit gefahren
werden darf, obwohl diese Vorschrift seit mehr als zwanzig Jahren
gilt. Neu für alle waren natürlich die ganz aktuellen Änderungen der
StVO, wie beispielsweise das Überholverbot an Bahnübergängen oder die
Regelungen über das Fahren mit Inline-Skates. Jedenfalls vergingen die
vorgesehenen neunzig Minuten wie im Flug. Ich möchte an dieser Stelle
auch einmal feststellen, dass der Verband seinen Mitgliedern mit dem
Programm
FIT IM VERKEHR
und vor allem mit den dazugehörigen PowerPoint-Präsentationen
hervorragende Hilfsmittel an die Hand gegeben hat, sodass für solche
Seminare, von der reinen Logistik einmal abgesehen, keine größeren
Vorbereitungen erforderlich sind.
FPX: Konnten Sie
nach dem Seminar noch weitere Termine vereinbaren?
Wohlfart: Ich
habe es zwar angeboten und fand auch Interesse. Allerdings sind bei
dem ziemlich kleinen DRK-Ortsverein in Buchen derzeit keine
finanziellen Mittel für weitere Fortbildungsveranstaltungen vorhanden.
Da der Ortsverein Buchen aber auf seiner Homepage ausführlich über den
Abend berichtet, hoffe ich, dass sich vielleicht auch andere
Ortsvereine melden und ich dort eventuell tätig werden kann (hier der
Link zum Bericht:
http://www.drk-kv-buchen.de/aktuelles/92-fit-im-verkehr-fortbildung-fuer-drk-mitarbeiter.html).
Natürlich würde ich mich auch freuen, wenn mir der Verband ein
weiteres Seminar vermitteln könnte.
FPX: Herr Wohlfart,
wir danken für dieses Gespräch.
Interview: Jochen Klima |