|
Auch am
Beginn dieses Jahres folgten annähernd 100 Fahrschulen dem Aufruf des
Fahrlehrerverbandes Baden-Württemberg e.V., ihre aktuellen Preise
mitzuteilen. Das Ergebnis signalisiert, dass sich die Ertragslage der
Fahrschulen im Land seit Februar letzten Jahres nicht nur nicht
verbessert, sondern leicht verschlechtert hat.
Wiederum waren die Einsendungen ein von ganz unten bis ganz nach oben
reichender Mix, also sehr realistisch.
So schwanken beispielsweise die Grundbeträge der Klasse B um sage und
schreibe 251 €. Auch bei den Fahrstunden war der Unterschied deutlich:
13,50 € trennten den niedersten vom höchsten Preis.
Bei den Sonderfahrten betrug der Unterschied sogar bis zu 25 €.
Im Mittel stiegen die Ausbildungskosten der Klasse B gegenüber dem
Vorjahr um knapp 2 Prozent.
Der Preisanstieg bei den Kraftstoffkosten lag dagegen bei knapp 10
Prozent. Die im zweiten und dritten Quartal 2008 rasant gestiegenen
Kraftstoffpreise gaben zum Jahresende zwar deutlich nach, doch das
dauerte nur kurze Zeit. Im Jahresverlauf 2009 langten die Ölmultis
wieder kräftig zu, sodass die Betriebskosten der Fahrschulen erneut
kräftig anstiegen.
Die
anhaltend schwierige wirtschaftliche Lage und die zunehmende
Unsicherheit am Arbeitsmarkt führten zu einer Stagnation der
Anmeldungen, namentlich in den sogenannten Brot- und Butterklassen. Das
zu Beginn des Jahres 2008 eingeführte Begleitete Fahren konnte die
Nachfrage in 2009 nicht mehr beleben.
Die
Durchschnittspreise in Baden-Württemberg sind abgedruckt in der
FahrSchulPraxis, Ausgabe März 2010, S. 128.
|