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Bei
Einführung der Mofa-Prüfbescheinigung im Jahr 1980 hat das Land
Baden-Württemberg eine Vorreiterrolle übernommen. Im Gegensatz zu den
anderen Bundesländern wurde die Mofa-Ausbildung hierzulande von Anfang
an ausschließlich den Fahrschulen übertragen. Mit der Abnahme der
Prüfung wurden außer dem TÜV auch die Landesverkehrswacht, der ADAC und
der ACE betraut.
Bei der Übertragung der Prüfungskompetenz auf die anderen Organisationen
war es unverzichtbar, für eine einheitliche Durchführung der Prüfung zu
sorgen. Deshalb mussten die von den Organisationen bei der Prüfung
verwendeten Fragebogen den Originalfragebogen des TÜV entsprechen.
Unverhältnismäßiger Aufwand
Seit Umstellung der
theoretischen Fahrerlaubnisprüfung auf PC hat der bis dahin zuständige
TÜV-Verlag die Herstellung von Fragebogen eingestellt. Für die genannten
Organisationen wäre der Aufwand, eigene Fragebogen zu erstellen oder
ebenfalls die PC-Prüfung einzuführen, unverhältnismäßig gewesen.
Deshalb haben die bislang
noch in der Mofa-Prüfung aktiv gewesenen Organisationen ihre
Beauftragung mit Wirkung vom 30.6.2010 an das Land zurückgegeben. Seit
dem 1. Juli 2010 müssen deshalb alle Bewerber um die
Mofa-Prüfbescheinigung die theoretische Prüfung bei den
TÜV-Niederlassungen ablegen.
Da in den zurückliegenden
Jahren bereits mehr als 70 Prozent aller Mofa-Prüfungen vom TÜV
abgenommen wurden, dürfte diese Umstellung den Fahrschulen und den
Bewerbern keine nennenswerten Probleme bereiten.
Peter
Tschöpe
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