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Sehr geehrte Leserinnen
und Leser, mit
dem Motto „Vision Zero“, verbindet der Deutsche
Verkehrssicherheitsrat e.V. (DVR) die Vorstellung, eines Tages solle im
Straßenverkehr kein Mensch mehr verletzt oder gar getötet werden.
Das ist eine in der Tat visionäre, faszinierende Projektion, auch
wenn sie wahrscheinlich nie Wirklichkeit wird. Gleichwohl sollte der
Gedanke „Keiner kommt um - Alle kommen an“ jedem Fahrlehrer
anspornendes Motiv für seine Arbeit sein. Realisten werden
einwenden, kein technisches System, sei es auch noch so
ausgeklügelt, und auch keine noch so intensive Ausbildung könnten
Unfälle jemals gänzlich verhindern. Diese Einschätzung entspricht
unserer Lebenserfahrung. Deshalb zu resignieren und Unfälle
hinzunehmen, wäre fatal und würde unsere Arbeit abwerten. Zumal es
in den letzten Jahren kontinuierlich gelungen ist, die Anzahl der im
Straßenverkehr Getöteten zu senken; zugleich konnte auch die
Unfallhäufigkeit der Gruppe der jungen Fahrer deutlich gemindert
werden. Verkehrssicherheitsarbeit ist ein mühsames Geschäft, in dem
schnelle Erfolge rar sind. Deshalb müssen wir alle Anstrengungen
unternehmen und unsere Arbeit weiterhin intensivieren, um auch
künftig Erfolge zu erzielen. Vom deutsch-schweizerischen Dichter
Hermann Hesse stammt das hierzu passende Wort: „Man muss das
Unmögliche versuchen, um das Mögliche zu erreichen.“ Nehmen wir die
Herausforderung an und arbeiten engagiert am „Unmöglichen“ mit: am
Zukunftsbild eines unfallfreien Straßenverkehrs.
Mit besten
Grüßen
Ihr
Peter Tschöpe
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