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Der
DVR hat ein neues Verkehrszeichen kreiert, das die Sicherheit im
Bereich von Autobahnbaustellen erhöhen soll. Die Neuschöpfung wurde
schon von mehreren Seiten gelobt. Es muss aber auch gefragt werden,
ob durch das neue Zeichen nicht eine ganze Reihe von
Verkehrsteilnehmern sich in ihrem falschen Verhalten bestätigt sehen
können. |
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Wer häufig auf unseren
Autobahnen unterwegs ist, kennt die gängigen Sünden vieler Autofahrer:
nicht schauen, nicht blinken, ewig links bleiben. Wer erst einmal auf
der Überholspur ist, denkt oft gar nicht daran, nach dem Überholvorgang
wieder nach rechts zu wechseln und den schnelleren Fahrern Platz zu
machen. Noch schlimmer stellt sich die Situation auf drei- oder
mehrstreifigen Fahrbahnen dar. Die Regelung des Paragrafen 42 Absatz 6
Nummer 1 Buchstabe d der StVO wird anscheinend sehr oft so verstanden,
dass der rechte Fahrsteifen ausschließlich von Lkw, Lastzügen und von
Bussen benutzt werden darf. Deshalb wohl fahren Pkw und Krafträder so
selten auf dem rechten Streifen, obwohl der völlig frei ist.
Aufforderung
zum Linksfahren?
Mehr oder weniger
regelmäßig informieren Zeitschriften und Tageszeitungen darüber, dass
der linke Fahrstreifen in Baustellen schmaler ist als der rechte.
Außerdem ist der linke Fahrstreifen in der Regel durch Verkehrszeichen
für Fahrzeuge mit einer Breite von mehr als zwei Metern gesperrt. Wer
sich auf dem schmaleren linken Streifen unsicher fühlt, sollte, so
lehren es die Fahrschulen und so lautet der Rat der Medien, den linken
Streifen meiden und im rechten Fahrstreifen bleiben. Mit dem neuen
Zeichen werden diese Fahrer nun geradezu aufgefordert, im linken
Streifen zu fahren und so die nachfolgenden Fahrer am Überholen zu
hindern.
Wäre einer
mehr als zwei?
Soll das etwa der
eigentliche Zweck des neuen Zeichens sein? Sinnvoller wäre es gewesen,
die langsameren Fahrer aufzufordern, den rechten Streifen zu benutzen.
Und für Baustellenabschnitte mit sehr schmalem Querschnitt wäre zu
prüfen, ob statt der zwei schmalen nicht etwa ein üppig breiter
Fahrstreifen höhere Sicherheit und mehr Flüssigkeit brächte, weil so im
ganzen Abschnitt die jeweils angeordnete zulässige Höchstgeschwindigkeit
gefahren werden könnte. Damit könnte meines Erachtens auch die
Bereitschaft erhöht werden, Regeln einzuhalten.
Peter
Tschöpe
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