
Das „Realverkehrstraining“
von Motorrad Total ist ein äußerst anspruchsvoller, ja bisweilen
herausfordernder Seminarteil. Die Strecken werden nach didaktischen, dem
jeweiligen Motto des Seminars entsprechenden Gesichtspunkten ausgesucht
und arrangiert. Mit einer Meute von 80, 90 oder gar mehr Motorrädern im
Konvoi durch die Gegend zu brausen, würde den Gedanken einer
ordentlichen Lehrveranstaltung von Anfang an ad absurdum geführt haben.
So wäre Motorrad Total nie entstanden und nie zu dem geworden, was es
heute, nach 28 Jahren, ist: ein Top-Seminar, das bundesweit
seinesgleichen sucht. Das Realverkehrstraining verlangt vielmehr
überschaubare Gruppen, die von kompetenten Guides geführt werden. Der
Fahrlehrerverband Baden-Württemberg e.V. verfügt dank vorausschauender
Planung und entsprechender Schulung über einen guten Stamm
ausgezeichneter Instruktoren. Am Rande des Seminars wurden einige
Instruktoren zum diesjährigen Motorrad Total befragt.
Michael
Lindner
(43)
aus Obrigheim-Asbach
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(Foto: Robert Wilhelm) |
Meine Gruppe ist eine bunte, der Jüngste ist 26, der Älteste 68 Jahre
alt. Die Gruppe fährt grundsätzlich regeltreu und sportlich, sie richtet
aber ihre Fahrweise immer auch am Können und der Tagesform des Einzelnen
aus. Seit 11 Jahren nehme ich an Motorrad Total teil, und seit drei
Jahren führe ich eine Gruppe, die sich durch starken Zusammenhalt
auszeichnet. Wir treffen uns auch während des Jahres und haben viel
Telefonkontakt. In meiner Gruppe fahren Leute aus aller Herren Gegenden
mit: aus Norddeutschland, von der Schwäbischen Alb, vom nördlichsten
Baden bis zur Schweizer Grenze. Fachlich und organisatorisch stimmt auch
diesmal wieder alles. Seit Karl-Heinz Hiller die Leitung von Motorrad
Total übernommen hat, weht ein neuer, frischer Wind, er macht einen
Superjob. So sind z.B. die Streckenpläne bis ins Letzte ausgetüftelt,
ganz abgesehen davon, das die Pisten auch diesmal wieder richtig heiß
sind. Ich wünschte mir, noch mehr jüngere Kolleginnen und Kollegen
könnten das hier erleben. Motorrad Total täte vielen gut, um bessere
Motorradfahrlehrer zu werden. Ich denke, man sollte in den Kreisvereinen
des Verbandes noch mehr für Motorrad Total werben.
Stefan
Hamberger
(44)
aus Villingen-Schwenningen |

(Foto: Karl-Heinz Beck) |
Seit fünf Jahren mache ich bei Motorrad Total mit – und ich bin
begeistert. Mich hat damals ein Kollege bewogen, das Seminar zu
besuchen. Er war voll des Lobes hinsichtlich der fachlichen Inhalte, der
Organisation, der Kollegialität und des regen Meinungsaustausches
während der Seminarwoche. Seit zwei Jahren führe ich eine Gruppe.
Motorrad Total vermittelt immer wieder neue Informationen und neue
Erkenntnisse. In diesem Jahr steht das mentale Training des
Motorradfahrens im Vordergrund. Ein, wie ich meine, wichtiges Feld der
Ausbildung, dessen Bedeutung – mit aller Zurückhaltung gesagt –
vielleicht noch nicht überall erkannt worden ist. Gerade für sicheres
Motorradfahren ist mentales Training unerlässlich. Das zeigt sich gerade
auch hier auf den anspruchsvollen, lehrreichen Strecken der ligurischen
Alpen. Ich glaube, dass die Qualität dieses Seminars nur schwer
übertroffen werden kann.
Siegfried
Nill
(60)
aus Mössingen bei Tübingen
Seit 23 Jahren ist
Motorrad Total „mein“ Seminar. Von Anfang an hat mich der gute Geist
des Seminars fasziniert. Kollegialität, Kameradschaft, Zusammenhalt,
wie immer man es nennen will. Als Motorradfahrlehrer habe ich in all
den Jahren, lange bevor ich eine Gruppe führte, vieles gelernt und
nahm wichtige neue Erkenntnisse mit nach Hause. |

(Foto: Robert Wilhelm) |
Zwar ist mentales Training kein Buch mit sieben Siegeln für mich,
trotzdem begrüße ich es sehr, dass es diesmal ein Schwerpunktthema ist.
Mit Sicherheit muss man jungen Kolleginnen und Kollegen noch mehr
deutlich machen, wie sehr sie dieses Seminar als Motorradfahrlehrer und
als Fahrlehrer überhaupt voranbringen kann. Heutzutage kommt man nicht
immer ganz leicht an die Jüngeren heran. Oft stehen der Teilnahme auch
wirtschaftliche oder familiäre Gründe entgegen. Das heißt aber nicht,
dass wir nicht alles tun müssen, um die junge Generation an dieses
Top-Seminar heranzuführen. Die Highlights dieser Veranstaltung sind die
gut kartierten anspruchsvollen Strecken, auf denen diszipliniertes
Gruppenverhalten einen besonders hohen Rang einnimmt, weil sie diesmal
oft besonders eng und verwinkelt sind. Wenn ich von Highlights spreche,
will ich keinesfalls die wiederum spitzengute Organisation des Seminars
übergehen, wozu natürlich auch die gute Unterbringung und Verpflegung
gehören.
Jan
Kluge
(34)
aus Weinheim
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Als Instruktor nehme ich seit vier Jahren an Motorrad Total teil. Wenn
ich diese Veranstaltung zu benoten hätte, würde ich ihr eine „Zwei plus
mit Sternchen“ geben. Es ist kaum vorstellbar, dieses Seminar besser zu
machen. In den ligurischen Alpen ist es nicht immer so einfach,
Pausenplätze zu finden, aber das hat nichts mit der ausgezeichneten
Organisation, sondern mit der regionalen Infrastruktur zu tun. Auch das
Hotel war eine glatte Zwei, lediglich der Bierpreis hätte etwas
günstiger sein können. Die Strecken waren fantastisch, ausgezeichnet
kartiert, aber fahrerisch sehr anspruchsvoll. Soweit ich weiß, kamen
alle damit zurecht, und niemand hat sich verfahren. Ich war mit der
Veranstaltung – auch bezüglich meiner Gruppe – wiederum außerordentlich
zufrieden. Für Motorrad Total will ich gerne auch in Zukunft als
Instruktor zur Verfügung stehen.
Torsten
Lüth
(35)
aus Karlsruhe
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(Foto: Sascha Stoll) |
Ein klasse Seminar. Seit zwei Jahren bin ich Co-Instruktor und habe
wieder viel gelernt. Als Co-Instruktor wird man systematisch auf die
Aufgaben eines Instruktors vorbereitet, indem man an allen
Instruktoren-Meetings teilnimmt und im Stillen bei der Führung der
Gruppe mitwirkt. Auf den Strecken fahre ich abwechselnd in
unterschiedlichen Positionen, mal ganz hinten, zwischendurch auch vorne.
Als Kollege Hiller mich fragte, ob ich als Co-Instruktor tätig sein
wollte, griff ich das gerne auf. Ich freue mich schon heute darauf,
einmal selbst eine Gruppe zu führen, aber ich bin da überhaupt nicht
ungeduldig. Die Organisation des Seminars war wieder topp, Nadine Kirn
und Karl-Heinz Hiller machen das einfach perfekt. Lob gehört neben dem
tollen Wetter auch dem Hotel und dessen Küche. Beim Realverkehr mussten
wir tüchtig ran, zumal in diesem Jahr aus organisatorischen Gründen der
freie Tag erst am Schluss kam. Schon heute freue ich mich auf die
Fortsetzung im Herbst 2011, denn das Seminar gibt mir viel.
Marcus
Pollermann
(46)
aus Rottweil |

(Foto: Sascha Stoll) |
Seit 11 Jahren mache ich
bei Motorrad Total mit, und seit vier Jahren führe ich eine Gruppe. Das
soeben beendete Seminar hob sich im praktischen Teil, jedenfalls soweit
ich mich erinnere, durch viele schmale Straßen und besonders eng
gedrechselte Kurven von früheren ab: schwierig, anstrengend,
herausfordernd. Nach 200 km wusste man, was man getan hatte. Das ist
keine Kritik, nur eine sachliche Feststellung. Meine Gruppe schlug sich
dabei hervorragend. Auch der Theorieteil war sehr informativ. Professor
Eberspächer habe ich vor 20 Jahren an der Nordschleife des Nürburgrings
das erste Mal gehört. Schon damals habe ich viel von ihm gelernt. So
auch diesmal wieder. Der Professor fand mit seinem Thema „mentales
Training“ durchweg sehr positive Resonanz bei den Kolleginnen und
Kollegen. Der Organisation und Leitung des Seminars gebührt wieder
großes Lob. Alles war prima, nicht zuletzt, weil man hier für eine Woche
mit Gleichgesinnten und Freunden zusammen war.
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