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Letzte Aktualisierung dieser Seite: 19.10.11

 

© FahrSchulPraxis
Entnommen aus Ausgabe Februar/2011, Seite 78

Theorieprüfung

Neue Fragen und Bilder

 

Ab 1. Juli 2011 müssen die Führerscheinanwärter in der Prüfung neue Fragen zum Thema Behinderte im Straßenverkehr beantworten. Überdies sollen neue Bilder oberflächlichem Auswendiglernen entgegenwirken.

Ziel der Fahrschüler-Ausbildung ist nicht nur die Vermittlung von Regelwissen, sondern auch das Verständnis der Regeln und die frühe Wahrnehmung von möglichen Gefahren. In der Theorie-Prüfung festzustellen, inwieweit diese Ziele erreicht wurden, ist erschwert, wenn die Bilder einen hohen Wiedererkennungswert haben und zum oberflächlichen Auswendiglernen verführen. Um hier bessere Ergebnisse zu erzielen, werden die Möglichkeiten der PC-Prüfung verstärkt genutzt. Die in den Bildfragen dargestellten Situationen werden variiert, ohne dass die Aufgabe selbst verändert wird. So werden Fahrzeugart oder die Farbe der Fahrzeuge ständig verändert dargeboten. Denkbar ist auch, bei einer Frage die Sichtbehinderung einmal durch ein Gebäude, ein anderes Mal durch eine dichte Hecke darzustellen. Das soll die Bewerber dazu bringen, sich stärker auf das Verständnis der Aufgabe zu konzentrieren, statt sich nur auf im Kurzzeitgedächtnis gespeicherte visuelle Eindrücke zu verlassen. Damit kann auch die Mitarbeit im Theorieunterricht gefördert werden.

Aus Verkehrsblatt 2010, S. 652:

Nr. 175
Änderung des Fragenkatalogs für die theoretische Fahrerlaubnisprüfung vom 16.02.2004 (VkBl. S. 259)

Bonn, den 20. Dezember 2010
LA 21/7324.5/20-01/1315942

Die Arbeitsgruppe „Theoretische Prüfung" des VdTÜV hat den amtlichen Fragenkatalog für die theoretische Fahrerlaubnisprüfung überarbeitet. Dabei wurden Fragen zum Themenfeld „Verhalten gegenüber sehbehinderten Menschen" neu aufgenommen. Außerdem hat der Bund-Länder-Fachausschuss „Fahrerlaubnisrecht/ Fahrlehrerrecht" beschlossen, dem offiziellen Fragenteil amtliche Vorbemerkungen voranzustellen und bei allen Fragen, die ein Bild beinhalten, dieses Bild gegen eine neue Grafik im einheitlichen Design auszutauschen. Davon unberührt erfolgt parallel weiterhin die Evaluation dieser Aufgaben. Darüber hinaus werden die Fragen

  • 2.1.07-005 und 2.2.17-110
    wegen redaktioneller Änderungen und
  • 2.6.01-101, -102 und -103
    auf Grund der 41. Verordnung zur Änderung straßenverkehrsrechtlicher Vorschriften gestrichen.
Amtl. Frage-Nr. Annex-Nr. Kategorie Fehlerpunkte Frage

Antwort

2.1.07-005
- -
B, A, A1, T, M
3
Vorn parkt ein Pkw ein. Der vor Ihnen fahrende Wagen weicht auf den linken Fahrstreifen aus.

Wie sollten Sie sich verhalten?

X Wenn der rückwärtige Verkehr es zulässt, auch auf den linken Fahrstreifen wechseln
X Wenn überholende Fahrzeuge folgen, rechts bleiben, langsam fahren und nötigenfalls anhalten
O Hupen und mit unverminderter Geschwindigkeit in den linken Fahrstreifen hinein zwängen
2.2.17-110
- -

B, L, T
4
Warum müssen Sie auch am Tag mindestens mit Abblendlicht fahren, wenn die Sicht durch Nebel, Regen oder Schneefall erheblich behindert ist?
 
X Um von anderen Verkehrsteilnehmern besser gesehen werden zu können
O Um mit erhöhter Geschwindigkeit fahren zu können
O Um Verkehrszeichen aus größerer Entfernung besser sehen zu können
2.6.01-101
2.1.5

B
2
Sie haben einen neuen Pkw gekauft. Wann ist die erste Hauptuntersuchung fällig?  
 
X Nach drei Jahren
O Nach zwei Jahren
O Nach einem Jahr
2.6.01-102
2.1.5

B
2
In welchen Zeitabständen muss Ihr Pkw (kein Neufahrzeug, Ottomotor, G-Kat) zur Abgasuntersuchung?

Antwort: Alle ((2)) Jahre

2.6.01-103 wurde bereits zu einem früheren Zeitpunkt gestrichen

Die neuen Fragen kommen ab dem 01.07.2011 zum Einsatz. Nachstehend gebe ich die Änderungen des Fragenkatalogs im Einvernehmen mit den zuständigen obersten Landesbehörden bekannt.

Bundesministerium für Verkehr,
Bau und Stadtentwicklung
Im Auftrag
Rüdiger May

Änderungen des Fragenkatalogs

  1. Folgende Amtliche Vorbemerkungen werden dem Fragenteil vorangestellt:

Vorbemerkungen

Der Fragenkatalog gliedert sich in

  • Teil 1: Grundstoff
  • Teil 2: Zusatzstoff

Teil 1 „Grundstoff" stellt den Abschnitt des Katalogs dar, aus dem bei Prüfungen für sämtliche Fahrerlaubnisklassen Fragen zur Anwendung kommen. Die Fragen des Grundstoffs sind abschnitts- bzw. kapitelweise nummeriert und mit „G" gekennzeichnet.

Teil 2 „Zusatzstoff*' stellt den Abschnitt des Katalogs dar, aus dem klassenspezifisch – zusätzlich zum Grundstoff – Fragen zur Anwendung kommen. Die Fragen des Zusatzstoffes sind ebenfalls abschnitts- bzw. kapitelweise nummeriert und mit dem Kennzeichen der einzelnen Klassen (z. B. „B" = Fahrerlaubnisklasse B) versehen.

Jede Frage erscheint im Katalog nur einmal. Die Nummerierung ist so angelegt, dass Fragen für bestimmte Fahrerlaubnisklassen möglichst im Zusammenhang aufgeführt werden. Jede Frage hat höchstens drei Antworten, von denen mindestens eine richtig ist. Die Antworten beziehen sich nicht aufeinander, sondern jeweils nur auf die Frage. Sie stellen lediglich eine Auswahl der zur jeweiligen Frage möglichen Antworten dar.

Bei Bildfragen, die in der Nummerierung auf den Buchstaben „-M" enden, handelt es sich um „Mutterfragen". Das bedeutet, dass in der Prüfung Bilder verwendet werden können, die hinsichtlich der Umgebung, nicht jedoch hinsichtlich der Aufgabenintention und der Verkehrssituation selbst verändert wurden (Variationen).

Dabei ist ggf. auch die Farbe bzw. der Fahrzeugtyp anderer Verkehrsteilnehmer veränderbar, jedoch nur dann, wenn sich die Aufgabenintention dadurch nicht verändert. Im Text der Mutterfrage sind die veränderbaren Angaben durch eckige Klammern [ ] gekennzeichnet.

Wird in den Antworten die Farbe und der Fahrzeugtyp eines veränderbaren Verkehrsteilnehmers benannt, wird der Text der Variation in der Prüfung ebenfalls angepasst.

Die Fragen sind entsprechend ihrem Inhalt und deren Bedeutung für die Verkehrssicherheit mit 2 bis 5 Punkten bewertet. Die Wertigkeit ist bei jeder Frage angegeben.

Im Katalog sind die richtigen Antworten mit „X", die falschen mit „O" gekennzeichnet; die richtigen Antworten sind zuerst aufgeführt. In der Prüfung ist die Reihenfolge der Antworten beliebig. Bei in der Prüfung nicht vorgegebenen Antworten ist im Fragenkatalog die richtige Zahl in Klammern (( )) angegeben.

In der Prüfung sind die Fragen durch

  • Ankreuzen von Antworten oder
  • Einsetzen von Zahlen zu beantworten.

Eine Frage gilt als falsch beantwortet,

  • wenn nicht jede richtige Antwort angekreuzt ist,
  • wenn eine falsche Antwort angekreuzt ist,
  • wenn eine einzutragende Zahl nicht oder falsch eingetragen ist.
  1. Folgende Fragen werden neu aufgenommen:

    (Hinweis: X = richtige Antwort; 0 = falsche Antwort
Amtl. Frage-Nr. Annex-Nr. Kategorie Fehlerpunkte Frage

Antwort

1.1.02-032
2.1.4
G, Mofa
4
Bei welcher Person müssen Sie mit einer schweren Sehbehinderung rechnen? 

X Dem Mann 
O Dem Kind
O Der Frau
1.1.02-036
2.1.4
G, Mofa
4
Wie verhalten Sie sich?

X Anhalten
X Den Mann die Straße überqueren lassen
O Blickkontakt aufnehmen
2.2.17-113
- -
L, B, T
4
Warum müssen Sie auch am Tage mit Abblendlicht fahren, wenn die Sicht durch Nebel, Regen oder Schneefall erheblich behindert ist?
 
X Um von anderen Verkehrsteilnehmern besser gesehen werden zu können
O Um mit erhöhter Geschwindigkeit fahren zu können
O Um Verkehrszeichen aus größerer Entfernung besser sehen zu können
2.6.06-211
4.1.6
C1, C
3
Was müssen Sie mit Ihrem Lkw beim Durchfahren von engen Durchfahrten beachten?
 
X Dass die Außenspiegel über die in den Fahrzeugpapieren angegebene Fahrzeugbreite herausragen
X Dass Fahrzeugaufbauten bei unebener Fahrbahn schwanken
O Dass die Außenspiegel in der angegebenen Fahrzeugbreite berücksichtigt sind
2.6.06-212
4.1.6
B
3
Was müssen Sie in dieser Situation beachten?

X Nach 200 Metern verengt sich die Breite des linken Fahrstreifens
X Mein Fahrzeug ist durch die Außenspiegel breiter, als in den Fahrzeugpapieren angegeben
O Auf einer Länge von 200 Metern verengt sich die Breite des linken Fahrstreifens
  1. Folgende Fragen werden aufgrund des Austauschs der Bilder neu gefasst: ...

Dieser Teil wird hier nicht aufgeführt, da lediglich die Bilder ausgetauscht werden.

 

 

FahrSchulPraxis
Ausgabe Februar 2011

Erscheinungsdatum 15.02.2011

 

Ausgewählte Artikel dieser Ausgabe im WWW:

 

Inhaltsverzeichnis

 

Editorial: Null Toleranz – auch bei Haschisch

  Nachrichten: Kurz und aktuell
 

Einladung zur Mitgliederversammlung in Pforzheim

 

Prüfungsrichtlinie geändert: Aus für Dolmetscher und Minidisk

 

Theorieprüfung: Neue Fragen und Bilder

 

Sicherheit beim Tanken: Besser vom Motorrad absteigen

 

Prüfung Klasse T: Drehknauf – eine zuverlässige Hilfe?

 

Aufbauseminare: Kein Nachlassen bei Überwachung

 

Fahrschulen in Facebook: Über Faszination, Nutzen und Risiken

 

Wie geht es den Angestellten? - Die Hälfte findet die Bezahlung unfair

 

Gerichtsurteile Mit Tempo 160 auf der Autobahn (1064) Prüffrist für Versicherung bei Unfallregulierung (1063) Warnung vor Rollsplitt (1062) Keine Doppelbestrafung bei Rotlichtverstoß (1061) Fußgänger haftet für grobes Verschulden (1060) Rückwärtsfahren auf dem Parkplatz (1059) Generalvollmacht reicht nicht aus (1058) Umlagefähigkeit einer Terrorschadensversicherung (1057)

 

BEILAGE dieser Ausgabe für Mitglieder des Verbandes

Informationen zum Thema: Fahrberechtigung zum Führen von Einsatzfahrzeugen

Mitglieder des Verbandes finden diese Information auch im internen InternetForum des Verbandes
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