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Schon fast eine Tradition: Das Spezialtraining
für Motorradfahrlehrer des Fahrlehrerverbandes Baden-Württemberg. Im Reigen
der alljährlichen Biker-Kurse nach wie vor eine Delikatesse, fand sich auch in
diesem Frühjahr wieder eine enthusiastische Gruppe auf dem nordbadischen Kurs
ein. Zum 11. Mal Motorrad pur für Fahrlehrer, die ihr "Moped" nach
Feierabend nicht einfach wegstellen.
Am 7. Juni 2000 gehörte der Ring den mehr als
50 Kolleginnen und Kollegen, die aus allen Teilen des Landes und auch aus
anderen Bundesländern gekommen waren, um nach den höheren Weihen überlegener
Fahrkunst zu streben.
Besonders erfreulich: Auch in diesem Jahr
haben einige Chefs weder Kosten noch Umsatzeinbußen gescheut und ihren
Mitarbeitern diesen lehrreichen Tag spendiert. Was steckt dahinter? Vor allem
Klugheit! Denn welcher gescheite Unternehmer würde sich nicht über einen
kompetenten Mitarbeiter freuen, der seinen Motorradschülern weit mehr als die
Einfachkost nach Art der Fahrschule Pauk & Schimpf bieten kann?
Gearbeitet wurde in fünf Gruppen. Jeweils
zwei probten unter Anleitung von Moderatoren die Ideallinie des Kleinen
Kurses, derweil die anderen mit didaktischen Übungen befasst waren. Nach
den Erfahrungen des Vorjahres war klar, dass man die Ideallinie nicht in Teilen,
sondern am Stück trainieren muss. Nur so lernt man den Kleinen Kurs
kennen und bewältigen. Bis zur Mittagspause hatten ihn alle hinter sich, und
mancher schien über die Rast richtig froh zu sein.
Nachmittag: Zwei Gruppen durchmessen den Kurs in freiem
Fahren, andere wollen auf die Führung durch Moderatoren nicht verzichten.
Leider gönnten sich die Ersteren nicht immer rechtzeitig eine Pause, sodass
nach der 11. oder 12. Runde manche Reifen "schmierig" wurden, was dazu
führte, dass sich einige im Kiesbett wieder fanden.
Es war deutlich: Die hohen Anforderungen an
die Fahrer forderten ihren Tribut und ließen die Konzentration schwinden.
Erneut eine wichtige Lehre, die sich besonders gut auf Fahrschüler übertragen
lässt und bei der Ausbildung, namentlich den Sonderfahrten, sehr ernst genommen
werden sollte.

In das Team der Moderatoren hatte Günter
Luppart die in vielen Schulungseinsätzen erprobten Kollegen Enghauser, Herbolzheim,
Felske, Bretten, Landefeld, Rohrdorf, Nill, Mössingen und Schneider,
Hockenheim, berufen. Bei der Leitung des Seminars fand Luppart tatkräftige
Unterstützung durch den Motorradreferenten des Verbandes, Horst Krieg aus
Balingen.
Günter Luppart
bedankte sich am Schluss der Veranstaltung bei den Moderatoren und bei den
Teilnehmern sehr herzlich für ihre Disziplin und ihr verantwortungsbewusstes,
aktives Mitmachen. Zugleich sprach er die Hoffnung auf Fortsetzung im nächsten
Jahr aus.
Ein besonderes Dankeswort galt der FSG/TTVA
mbH und ihrem Geschäftsführer Peter Tschöpe. Das verbandseigene
Unternehmen hatte erneut die Anmietung des Rings riskiert und auch die spendable
Bewirtung übernommen. Eine beachtliche Leistung, die letztlich der
Verkehrssicherheit junger Zweiradfahrer zugute kommt.
Xaver
Edenhausen
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