|
Das
Tempo des Benzinwuchers der letzten Monate übertrifft alles auf diesem Gebiet
bisher Dagewesene. Es hilft den Verbrauchern wenig, dass sich Regierung,
Ölmultis und Ölscheichs gegenseitig die Schuld zuschieben. Geradezu verheerend
wirkt sich die Preistreiberei auf das Transportgewerbe und die Fahrschulen aus.
Keine noch so sorgsam und mit noch so spitzem Stift angestellte Kalkulation kann
die über die Ufer getretenen Kraftstoffpreise einfangen. Doch was ist zu tun?
Dürfen Fahrschulen - wie es die Ferienflieger vormachen - Kraftstoffzuschläge
erheben? Nein, das dürfen sie nicht!
Seit
langem ist der Ertrag der Fahrschulen durch hohen Wettbewerbsdruck arg
gebeutelt. Deshalb ist es ganz ausgeschlossen, diese Kostenexplosion auch noch
aufzufangen. Denn immerhin sind es (momentan!) rund 2 Mark pro Fahrstunde, die
in den letzten paar Monaten alleine für Kraftstoff hinzu gekommen sind. Die
Gestehungskosten für Ausbildungen Klasse B haben sich (Stand 01.09. 2000!) um
rund 60 bis 80 Mark, für andere Klassen entsprechend, verteuert. Darauf hat der
Fahrlehrerverband Baden-Württemberg e.V. mit seiner
Presseerklärung
vom 15.09. die Öffentlichkeit hingewiesen. Doch wenn das Barrel Rohöl
demnächst 40 und mehr Dollar kostet und der Euro weiter absäuft, reicht auch
das bei weitem nicht aus.
Weil
wir ordentliche Kaufleute sind, müssen wir jetzt handeln und neu
kalkulieren. Das verträgt u. a. deshalb keinen Aufschub, weil bei bestehenden
Verträgen ein Aufschlag erst nach Ablauf von 4 Monaten seit Abschluss zulässig
ist.
Mit
besten Grüßen
Ihr
Peter Tschöpe
|