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Fahrschüler wollen
ihren Führerschein, das ist klar. Als kritische Hürde auf dem Weg zu diesem
Ziel betrachten sie im Allgemeinen nicht die Ausbildung, sondern die
unbeeinflussbaren Unwägbarkeiten der Prüfung. Warum dies? Weil es nicht mehr
als selbstverständlich zu sein scheint, dass der Fahrlehrer all das gründlich
lehrt, was man in der Prüfung können muss. Doch was das im Einzelnen bedeutet,
ist den meisten nicht klar. Auch Eltern, Freunde und Bekannte haben oft nur
ungenaue Vorstellungen von dem, was Fahrausbildung heute zu leisten hat.
Es ist deshalb
notwendiger denn je, die Ausbildung in allen wesentlichen
Details einsichtig zu machen. Ausbildungsinhalte und Ausbildungsschritte
müssen für den Schüler in jeder Phase transparent und verstehbar sein. Die
von der Bundesvereinigung der Fahrlehrerverbände e.V. herausgegebenen
Curricularen Leitfäden bieten hierfür schon seit langem eine ausgezeichnete
Hilfe. Die Curricula für die praktische Ausbildung Pkw und Motorrad wurden im
letzten Jahr aktualisiert, ein Curriculum für Lkw und Bus ist im Werden. Die
Curricula gliedern die Ausbildung in nachvollziehbare, logisch aufgebaute
Schritte. Mit den analog dazu gestalteten Diagrammkarten ist jederzeit eine
zutreffende Ausbildungsdiagnose (und Prognose!) möglich, der Fahrlehrer kann
seinen Schülern zeigen, wo sie in ihrer Ausbildung stehen und was noch zu bewältigen
ist.
Wie viel Stunden
brauche ich noch bis zur Prüfung? Wann gehen wir endlich auf die Autobahn?
Diese Fragen entfallen ebenso wie die oft so oder ähnlich gehörte Klage: Mein
Fahrlehrer lässt mich im Dunkeln tappen, ich weiß überhaupt nicht wie weit
ich bin, wo ich stehe. Die Diagrammkarten ermöglichen es überdies, die Schüler
in die Beurteilung ihres Ausbildungsstandes einzubinden, sie sollen
mitentscheiden, ob ein Lernschritt erfolgreich war oder noch weiter daran zu üben
ist. Die Schüler übernehmen so Mitverantwortung für den Erfolg. Dies gibt den
meist jungen Fahrschülern zusätzlich Motivation und ist für die Fahrschule
eine gute Möglichkeit, sich im Wettbewerb positiv abzusetzen.
Für eine auf die
Curricularen Leitfäden gestützte Ausbildung spricht außerdem, dass Gerichte
die Ausbildungsqualität in zunehmendem Maße an diesen messen. Wer im
Streitfall nicht belegen kann, eine nach pädagogischen Erkenntnissen und Regeln
aufgebaute Ausbildung geboten zu haben, wird vor Gericht untergehen.
Mit den Curricula
bietet Ihr Verband Ihnen, liebe Kolleginnen und Kollegen, eine besonders
wichtige Serviceleistung. Machen Sie Gebrauch davon! Sie nützen damit Ihren
Fahrschülern ebenso wie Ihrem Unternehmen.
Mit
den besten Grüßen
Ihr
Peter Tschöpe
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