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Eine nachahmenswerte Idee hatten der Leiter der TÜV-Niederlassung Lörrach, Dipl.-Ing. Lickert, und sein FE-Beauftragter Ludwig Eder. Sie luden die Fahrlehrer des Kreises Waldshut am 24. August zu einem Meinungsaustausch mit
anschließendem Abendessen ein. Ziele des Treffens: als Partner gemeinsam die Prüfung optimieren, aufgetretene Probleme diskutieren, Schwachstellen ausmerzen, Verbesserungsvorschläge erarbeiten.
Zahlreiche Fahrlehrerinnen und Fahrlehrer folgten der Einladung, an der auch Mitarbeiter der Niederlassung teilnahmen. Als Vertreterin des Landratsamtes nahm Frau Petra Hall an Stelle des verhinderten Leiters der Führerscheinstelle teil. Lickert beschrieb zunächst die mit der Einladung verbundenen Überlegungen und Ziele. Dass dabei wenige Wochen nach der Verabschiedung der sog.
Reparatur-Verordnung auch die Gefahrbremsung angesprochen würde, war klar. Nicht zuletzt wegen dieser wichtigen neuen Grundfahraufgabe - Details der Durchführung und Bewertung waren zu diesem Zeitpunkt noch nicht bekannt - hatte Lickert in Abstimmung mit der
TP-Leitung den Verbandsvorsitzenden Peter Tschöpe eingeladen.
- Waldshuter Prüfungsbilanz
Zunächst informierte Ludwig Eder die
Anwesenden über Zahlen, Daten und Fakten der Zusammenarbeit im Kreis Waldshut. Danach hatten im abgelaufenen Jahr die 30 im Kreis Waldshut tätigen Fahrschulen knapp 3.900 Theorieprüflinge vorgestellt, rund 130 pro Fahrschule. Allerdings sind in dieser Zahl die Wiederholungsprüfungen enthalten. Die Prüfungen konnten im großen und ganzen ohne besondere Probleme abgewickelt werden. Dafür dankte Herr Eder der für die
Terminplanung verantwortlichen Mitarbeiterin der TÜV-Niederlassung, Frau Vergari, die es immer verstanden hatte, auch kurzfristig Terminwünsche der Fahrschulen zu erfüllen. Während der Urlaubszeit sei es trotzdem zu einigen
Engpässen gekommen, da leider einige Fahrschulen sehr kurzfristig teilweise sogar volle Termine absagten. Wenn erst wenige Tage
vor dem Prüfungstag ein voller Termin zurückgegeben werde, sei es trotz intensiver Bemühungen oft nicht möglich, die Prüfungsplätze auf andere Fahrschulen zu verteilen, denn Fahrschüler lägen dort nicht auf Halde und könnten auch nicht holterdiepolter ausgebildet werden.
- Sorgsame Planung dient allen
Eder appellierte an die Fahrschulen, die
Ausbildung und damit auch die Prüfung ihrer Kunden so zu planen, dass gebuchte Prüfungstermine auch eingehalten werden können. Für den Monat Juli 2001 hatte Eder eine Sonderauswertung erstellt. Diese ergab, dass von 947 für die Theorieprüfung angemeldeten Personen 37 nicht erschienen waren. Nur 6 davon legten ein ärztliches Attest vor. Von 779 für die praktische Prüfung angemeldeten Bewerbern traten lediglich 4 nicht an, alle legten jedoch ein ärztliches Attest vor. Dies legt die Vermutung nahe, dass die relativ geringen Kosten der Theorieprüfung zu einer etwas leichtfertigen Buchung von Prüfungsplätzen beiträgt. Im ganzen Jahr 2001 wurden bei der TÜV-Niederlassung Lörrach 150 Bewerber um eine Mofa-Prüfbescheinigung angemeldet. Die meisten kamen aus dem Landkreis Waldshut.
- Undiszipliniertes Buchen hat Folgen
Volle Unterstützung bekam Eder von allen
Anwesenden, als er erklärte, der TÜV werde auch im äußersten Süden in Zukunft Fahrschulen, die undiszipliniert Prüfungsplätze anmeldeten, aber nicht wahrnähmen, bei der Vergabe der Prüfungsplätze im Interesse der korrekt planenden Betriebe nur noch in einem diesem Verhalten angemessenen Umfang berücksichtigen.
- Neue Grundfahraufgabe Gefahrbremsung
Peter Tschöpe stellte anschließend die neue Grundfahraufgabe "Gefahrbremsung" vor, die einige Teilnehmer sodann praktisch erprobten. Obwohl eine abseits liegende Straße ausgewählt worden war, mussten die Übungen bald abgebrochen werden, weil sich bereits nach kurzer Zeit eine Reihe von Anwohnern an den Fenstern zeigte. So wurde deutlich, dass der Hinweis des Verbandsvorsitzenden, die Übungen nicht immer an den gleichen Stellen zu wiederholen, ihre Berechtigung hatte. Das gemeinsame Abendessen bildete einen guten Schluss des gelungenen
Gedankenaustauschs.
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