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Im letzten Jahr hat es in Baden-Württemberg
8.176 (3,5%) weniger Unfälle im Straßenverkehr gegeben als 2001. Damit hat
sich insoweit der positive Trend der Vorjahre fortgesetzt. Die Unfälle auf
Autobahnen nahmen indes nur geringfügig ab, von 15.211 auf 15.099 (0,7%).
Die insgesamt positive Bilanz wird jedoch durch den Anstieg der Zahl der
tödlich verunglückten Verkehrsteilnehmer getrübt. Insgesamt verloren in
Baden-Württemberg im vergangenen Jahr 880 Menschen ihr Leben im
Straßenverkehr, 38 oder 4,5% mehr als in 2001.
Die gegenläufige Entwicklung bei den im
Straßenverkehr Getöteten im Verhältnis zu der Gesamtzahl der Unfälle lässt
aufhorchen. Bei differenzierter Betrachtung erklärt sich der Anstieg der
Zahl der Getöteten vor allem durch schwere Unfälle auf den Autobahnen, bei
denen in oft vollbesetzten Fahrzeugen vor allem Beifahrer ums Leben kamen.
- Machen Fahrerassistenzsysteme
leichtsinnig?
Nach Ansicht der Experten des
Innenministeriums könnte eine Ursache für mehr Verkehrstote auch die immer
häufigere Ausstattung der Pkw mit Fahrerassistenzsystemen wie ASR oder ESP
sein. Fahrer könnten im Vertrauen auf diese, deren Nutzen grundsätzlich
unbestritten ist, versucht sein, zu schnell zu fahren. Entsprechend höher
ist bei Unfällen die Aufprallwucht, mit der Folge schwerer und schwerster
Verletzungen.
Bei Unfällen mit Verletzten sowie mit
leichten und schwerwiegenden Sachschäden gab es erfreuliche Minuswerte:
Personenschäden 2,8%, leichte Sachschäden
3,9%, schwere Sachschäden 2,1%.
- Autobahn gegen den Trend?
Wie eingangs erwähnt, ging die Zahl der
Autobahnunfälle nur um 0,7% zurück. Bei leichten Sachschäden war sogar
eine Steigerung um 1,8% zu verzeichnen, während die Zahl der Unfälle mit
schwerwiegenden Sachschäden um 3,5% und die mit Personenschäden um 6,7%
abnahm. Die Zahl der Schwerverletzten auf der Autobahn ging um 4%, die der
Leichtverletzten sogar um 8,6% zurück. Alles in allem wurden 2002 auf den
Straßen des Landes Baden-Württemberg 1.618 Menschen weniger verletzt als
im Jahr zuvor.
- Einfluss von Drogen nahm zu
Nicht angepasste Geschwindigkeit blieb auch
in 2002 Unfallursache Nr. 1, obwohl die Statistik hier eine Besserung um
satte 6,9% ausweist. Auch die auf Alkoholgenuss zurückzuführenden Unfälle
nahmen um 3,8% ab. Dagegen haben die unter Drogeneinfluss verursachten
Unfälle erheblich zugenommen. Hier ist neben Verstärkung der
Überwachungsmaßnahmen noch intensivere Aufklärung und Information gefragt.
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