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Letzte Aktualisierung dieser Seite: 29.09.03

 

© FahrSchulPraxis
Entnommen aus Ausgabe Februar/2003, Seite 91

Trend mit Kehrzeite

Bei rückläufigen Unfallzahlen mehr Verkehrstote

 

Im letzten Jahr hat es in Baden-Württemberg 8.176 (3,5%) weniger Unfälle im Straßenverkehr gegeben als 2001. Damit hat sich insoweit der positive Trend der Vorjahre fortgesetzt. Die Unfälle auf Autobahnen nahmen indes nur geringfügig ab, von 15.211 auf 15.099 (0,7%). Die insgesamt positive Bilanz wird jedoch durch den Anstieg der Zahl der tödlich verunglückten Verkehrsteilnehmer getrübt. Insgesamt verloren in Baden-Württemberg im vergangenen Jahr 880 Menschen ihr Leben im Straßenverkehr, 38 oder 4,5% mehr als in 2001.

Die gegenläufige Entwicklung bei den im Straßenverkehr Getöteten im Verhältnis zu der Gesamtzahl der Unfälle lässt aufhorchen. Bei differenzierter Betrachtung erklärt sich der Anstieg der Zahl der Getöteten vor allem durch schwere Unfälle auf den Autobahnen, bei denen in oft vollbesetzten Fahrzeugen vor allem Beifahrer ums Leben kamen.

  • Machen Fahrerassistenzsysteme leichtsinnig?

Nach Ansicht der Experten des Innenministeriums könnte eine Ursache für mehr Verkehrstote auch die immer häufigere Ausstattung der Pkw mit Fahrerassistenzsystemen wie ASR oder ESP sein. Fahrer könnten im Vertrauen auf diese, deren Nutzen grundsätzlich unbestritten ist, versucht sein, zu schnell zu fahren. Entsprechend höher ist bei Unfällen die Aufprallwucht, mit der Folge schwerer und schwerster Verletzungen.

Bei Unfällen mit Verletzten sowie mit leichten und schwerwiegenden Sachschäden gab es erfreuliche Minuswerte:

Personenschäden 2,8%, leichte Sachschäden 3,9%, schwere Sachschäden 2,1%.

  • Autobahn gegen den Trend?

Wie eingangs erwähnt, ging die Zahl der Autobahnunfälle nur um 0,7% zurück. Bei leichten Sachschäden war sogar eine Steigerung um 1,8% zu verzeichnen, während die Zahl der Unfälle mit schwerwiegenden Sachschäden um 3,5% und die mit Personenschäden um 6,7% abnahm. Die Zahl der Schwerverletzten auf der Autobahn ging um 4%, die der Leichtverletzten sogar um 8,6% zurück. Alles in allem wurden 2002 auf den Straßen des Landes Baden-Württemberg 1.618 Menschen weniger verletzt als im Jahr zuvor.

  • Einfluss von Drogen nahm zu

Nicht angepasste Geschwindigkeit blieb auch in 2002 Unfallursache Nr. 1, obwohl die Statistik hier eine Besserung um satte 6,9% ausweist. Auch die auf Alkoholgenuss zurückzuführenden Unfälle nahmen um 3,8% ab. Dagegen haben die unter Drogeneinfluss verursachten Unfälle erheblich zugenommen. Hier ist neben Verstärkung der Überwachungsmaßnahmen noch intensivere Aufklärung und Information gefragt.

 

FahrSchulPraxis - Ausgabe Februar 2003

Erscheinungsdatum 15.02.2003

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