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Letzte Aktualisierung dieser Seite: 29.09.03

 

© FahrSchulPraxis
Entnommen aus Ausgabe Juli/2003, Seite 377

Karl-Rederer-Preis

Professor Heilig ausgezeichnet

 

Für herausragende Leistungen auf dem Gebiet der Verkehrspädagogik verleiht die Deutsche Fahrlehrerakademie e.V. alle zwei Jahre den Karl-Rederer-Preis. Karl Rederer aus Ulm war Gründungsmitglied des Fahrlehrerverbandes Baden-Württemberg e.V. und engagierte sich zeit seines beruflichen Lebens für die Verbesserung der Ausbildung der Fahrlehrer. Seine Frau, Lilli Rederer, hat einige Jahre nach seinem Tod den nach ihm benannten Preis mit dem Ziel gestiftet, die Aus- und Fortbildung der Fahrlehrer zu fördern.

In diesem Jahr wurde Professor Bruno Heilig von der Pädagogischen Hochschule mit dem Preis bedacht. In seiner Laudatio schilderte der Präsident der Deutschen Fahrlehrerakademie, Dr. Heiner Kamm, den beruflichen Werdegang des Preisträgers: Nach dem Studium zum Volksschullehrer war Heilig Lehrer an verschiedenen Schularten. Den Jahren der Praxis folgten ein Studium der Erziehungswissenschaften an der Uni Tübingen und das Staatsexamen für die Lehrerausbildung in 1970. Nach zweijähriger Assistenzzeit an der Uni wurde Heilig Dozent an der Hochschule und 1974 Professor für Erziehungswissenschaft und Schulpädagogik an der PH. Der Kontakt zum Berufsstand der Fahrlehrer begann im Jahr 1988 mit der Teilnahme an dem von der Bundesvereinigung der Fahrlehrerverbände einberufenen Symposium "Aufgaben und Verantwortung des Fahrlehrers in der Zukunft". 1990 wurde unter seiner Leitung das erste Kontaktstudium für Fahrlehrer an der PH Schwäbisch Gmünd angeboten. Ein Seminar, das seitdem jedes Jahr Fahrlehrer aus ganz Deutschland nach Schwäbisch Gmünd zieht. Basierend auf diesen Erfahrungen hielt Professor Heilig zusammen mit einem Team von Hochschullehrern Seminare für Mitglieder der Fahrlehrerprüfungsausschüsse, die gut ankamen und bundesweit zur Standardisierung der Fahrlehrerprüfung beitragen.

Ein Curriculum für die Fahrlehrerausbildung im Auftrag der BASt bildete die Grundlage für die Reform der Fahrlehrerausbildung im Jahr 1999. Aber auch mit anderen Fragen zur Fahrlehrertätigkeit beschäftigte sich Prof. Heilig. Dazu gehörte das Projekt der BASt "Eignung von Pkw-Simulatoren für Fahrausbildung und Fahrerlaubnisprüfung" ebenso wie die Herausgabe des Fachbuches "Der Fahrlehrer als Verkehrspädagoge" und der Leitfaden "Die Fahrlehrerprüfung - rechtliche Grundlagen, Erläuterungen und Ergebnisse eines bundesweiten Erfahrungsaustausches". Außerdem hielt Prof. Heilig auf dem Symposium der Deutschen Fahrlehrerakademie im November 2001 in Berlin ein viel beachtetes Referat zum Thema "Die neue Fahrschüler-Ausbildungsordnung und ihre pädagogischen und didaktischen Anforderungen an den Fahrlehrer.

"Das deutsche Fahrausbildungs- und Fahrprüfungswesen schuldet Ihnen, sehr geehrter Herr Professor Heilig, großen Dank. Eine Geste, die dem Ausmaß dieses Dankes gerecht würde, wird uns nicht gelingen. Aber wenn wir Sie jetzt mit dem Karl-Rederer-Preis auszeichnen, soll dies der Versuch sein, die Wertschätzung der Deutschen Fahrlehrer-Akademie e.V. für Ihre Person und Ihr herausragendes verkehrspädagogisches Wirken zum Ausdruck zu bringen.“

Diesen Worten des Präsidenten der Deutschen Fahrlehrer-Akademie e.V. schließt sich die Redaktion der FahrSchulPraxis gerne an.

Peter Tschöpe

www.deutsche-fahrlehrer-akademie.de

 

FahrSchulPraxis - Ausgabe Juli 2003

Erscheinungsdatum 15.07.2003

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