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Für herausragende Leistungen auf dem Gebiet
der Verkehrspädagogik verleiht die Deutsche Fahrlehrerakademie e.V. alle
zwei Jahre den Karl-Rederer-Preis. Karl Rederer aus Ulm war
Gründungsmitglied des Fahrlehrerverbandes Baden-Württemberg e.V. und
engagierte sich zeit seines beruflichen Lebens für die Verbesserung der
Ausbildung der Fahrlehrer. Seine Frau, Lilli Rederer, hat einige Jahre
nach seinem Tod den nach ihm benannten Preis mit dem Ziel gestiftet, die
Aus- und Fortbildung der Fahrlehrer zu fördern.
In diesem Jahr wurde Professor Bruno Heilig
von der Pädagogischen Hochschule mit dem Preis bedacht. In seiner Laudatio
schilderte der Präsident der Deutschen Fahrlehrerakademie, Dr. Heiner
Kamm, den beruflichen Werdegang des Preisträgers: Nach dem Studium zum
Volksschullehrer war Heilig Lehrer an verschiedenen Schularten. Den Jahren
der Praxis folgten ein Studium der Erziehungswissenschaften an der Uni
Tübingen und das Staatsexamen für die Lehrerausbildung in 1970. Nach
zweijähriger Assistenzzeit an der Uni wurde Heilig Dozent an der
Hochschule und 1974 Professor für Erziehungswissenschaft und
Schulpädagogik an der PH. Der Kontakt zum Berufsstand der Fahrlehrer
begann im Jahr 1988 mit der Teilnahme an dem von der Bundesvereinigung der
Fahrlehrerverbände einberufenen Symposium "Aufgaben und Verantwortung des
Fahrlehrers in der Zukunft". 1990 wurde unter seiner Leitung das erste
Kontaktstudium für Fahrlehrer an der PH Schwäbisch Gmünd angeboten. Ein
Seminar, das seitdem jedes Jahr Fahrlehrer aus ganz Deutschland nach
Schwäbisch Gmünd zieht. Basierend auf diesen Erfahrungen hielt Professor
Heilig zusammen mit einem Team von Hochschullehrern Seminare für
Mitglieder der Fahrlehrerprüfungsausschüsse, die gut ankamen und
bundesweit zur Standardisierung der Fahrlehrerprüfung beitragen.
Ein Curriculum für die Fahrlehrerausbildung
im Auftrag der BASt bildete die Grundlage für die Reform der
Fahrlehrerausbildung im Jahr 1999. Aber auch mit anderen Fragen zur
Fahrlehrertätigkeit beschäftigte sich Prof. Heilig. Dazu gehörte das
Projekt der BASt "Eignung von Pkw-Simulatoren für Fahrausbildung und
Fahrerlaubnisprüfung" ebenso wie die Herausgabe des Fachbuches "Der
Fahrlehrer als Verkehrspädagoge" und der Leitfaden "Die Fahrlehrerprüfung
- rechtliche Grundlagen, Erläuterungen und Ergebnisse eines bundesweiten
Erfahrungsaustausches". Außerdem hielt Prof. Heilig auf dem Symposium der
Deutschen Fahrlehrerakademie im November 2001 in Berlin ein viel
beachtetes Referat zum Thema "Die neue Fahrschüler-Ausbildungsordnung und
ihre pädagogischen und didaktischen Anforderungen an den Fahrlehrer.
"Das deutsche Fahrausbildungs- und
Fahrprüfungswesen schuldet Ihnen, sehr geehrter Herr Professor Heilig,
großen Dank. Eine Geste, die dem Ausmaß dieses Dankes gerecht würde,
wird uns nicht gelingen. Aber wenn wir Sie jetzt mit dem
Karl-Rederer-Preis auszeichnen, soll dies der Versuch sein, die
Wertschätzung der Deutschen Fahrlehrer-Akademie e.V. für Ihre Person und
Ihr herausragendes verkehrspädagogisches Wirken zum Ausdruck zu
bringen.“
Diesen Worten des Präsidenten der Deutschen
Fahrlehrer-Akademie e.V. schließt sich die Redaktion der FahrSchulPraxis
gerne an.
Peter Tschöpe
www.deutsche-fahrlehrer-akademie.de |