|
|
|
FAHRLEHRERVERBAND
Baden-Württemberg e.V.
und
FSG/TTVA mbH
Zuffenhauser Str. 3
70825 Korntal-Münchingen
Tel. 0711 839875-0
Fax 0711 8380211
zum Kontaktformular ... |
|
| Letzte Aktualisierung dieser Seite:
25.09.03 |
|
2000 - Beruf und Verband
Ereignisse,
Entwicklungen in
Baden-Württemberg
Seit 15. Januar ist der Verband im Internet vertreten. Unter der Adresse
www.fahrlehrerverband-bw.de finden Fahrschüler und Fahrlehrer Interessantes
rund um den Führerschein und die Ausbildung.
Das 50-jährige Jubiläum
des Fahrlehrerverbandes wird anlässlich der Mitgliederversammlung am
6. Mai 2000 in Ludwigsburg, Forum, gefeiert. Die Versammlung steht unter dem
Motto "Dem Erfolg verpflichtet, für das Kommende gerüstet". Die
Festansprache wird von Gebhard L. Heiler, der 27 Jahre Vorsitzender des
Verbandes war, gehalten. Neben den vielen Mitgliedern und ihren Angehörigen
erwiesen zahlreiche Gäste aus Politik, Wirtschaft und Verwaltung dem Verband
Reverenz. An ihrer Spitze der baden-württembergische Minister für Umwelt und
Verkehr, MdL Ulrich Müller, die Landtagsabgeordneten Herrmann (CDU) und
Schmiedel (SPD), der Vorsitzende der Bundesvereinigung der
Fahrlehrerverbände e.V., Gerhard von Bressensdorf, der Präsident der
Bundesanstalt für Straßenwesen, Prof. Dr. Lenz, vom Vorstand des TÜV
Süddeutschland Prof. Dr. Schlagenhauf sowie Thomas C. Zell, Direktor der
DaimlerChrysler AG, und Wolfram Klitzsch, Vorstandsvorsitzender der
Fahrlehrerversicherung VaG.
Im internen Teil der Versammlung stellt der Leiter der Technischen
Prüfstelle des TÜV Süddeutschland, Dr.-Ing. Kamm, die theoretische Prüfung
am PC vor; ab Herbst 2000 läuft hierzu an der Prüfstelle Stuttgart ein
Praxistest mit Freiwilligen. Außerdem wurde am Nachmittag Frau Karen Maronde
zur Angestelltenvertreterin gewählt, nachdem Udo Warnecke-Laudes nicht mehr
für dieses Amt kandidierte.
Der Treuhandverein
für Verkehrserziehung und Verkehrssicherheit e.V. wird 20 Jahre alt.
Zum 11. Mal führt der
Verband das Spezialtraining für 50 Motorradfahrlehrer am 7. Juni auf
dem Hockenheimring durch.
Am 19. Juni wird bei
einem Kawasaki-Training in Oschersleben (Sachsen-Anhalt) Premiere gefeiert:
Fahrlehrer aus der ganzen Republik kamen zu diesem Fahrertraining
von Kawasaki. Eingefädelt hatten den Deal die Motorradexperten der
Verbände Bayern und Baden-Württemberg, Hubert Müller und Günter Luppart.
Die FahrSchulPraxis,
das südwestdeutsche Fahrlehrermagazin und offizielles Mitteilungsblatt des
Fahrlehrerverbandes Baden-Württemberg e.V. wird 30! Die erste Ausgabe
erschien am 15. September 1970 unter dem Titel "Die Verbandsfahrschule“, der
allerdings bereits neun Monate später in "FahrSchulPraxis" geändert wurde.
Das Redaktionsbüro
der FahrSchulPraxis wird im September von Maria Reufer, die seit 1995
für die FSG/TTVA mbH tätig ist, übernommen. Gabriele Fiorentino verlässt das
Unternehmen, um in die von ihrem Mann gegründete Firma einzusteigen.
Das Spezialseminar
Motorrad Total vom 24. bis 30. September 2000 führt mit 105 Teilnehmern
nach Kroatien auf die Insel Krk. Glanzlicht dieser Fortbildung ist ein
Training auf dem Autodrom in Rijeka.
Die Fortbildung
“unter südlicher Sonne" findet auf der griechischen Insel Rhodos statt.
nach oben |
2000
- Beruf und Verband -
Ereignisse, Entwicklungen im Bund
Der Aufsichtsrat der
Fahrlehrerversicherung hat zum 1. Februar 2000 Andreas Anft als
Nachfolger von Wilfried Oberdorf in den Vorstand berufen. Anft tritt damit
an die Seite von Wolfram Klitzsch, der am 30. März zum Vorstandsvorsitzenden
ernannt wurde.
Mehrere
Fahrschul-Softwareanbieter können nun Gutachten über die Sicherheit der
elektronischen Unterschrift ihres Programms vorlegen. Diese Systeme
erfüllen damit die Voraussetzung, bei der Fahrschulüberwachung anerkannt zu
werden.
Die
Fahrlehrerversicherung startet unter
www.fahrlehrerversicherung.de ihre
Internetpräsenz.
PC-Prüfung: Nach
einem Modellversuch in Nordrhein-Westfalen startet die Dresdner
Niederlassung der DEKRA einen Pilotversuch mit zwei PC. Im Mai soll eine
erste Zwischenbilanz gezogen werden.
Seit Mai liegt die
erste Auflage des von der Bundesvereinigung der Fahrlehrerverbände e.V. für
das Praktikum von Fahrlehreranwärtern entwickelten Berichtshefts vor.
Ihr 10-jähriges
Jubiläum feiert die Deutsche Fahrlehrer-Akademie e.V. (DFA) am 16.
Mai 2000 in der Stadthalle in Korntal. An der gut besuchten
Mitgliederversammlung nehmen zum ersten Mal auch Mitglieder des Kuratoriums
teil. Neben einem Rückblick auf die vergangenen 10 Jahre standen
richtungweisende Satzungsänderungen und Neuwahlen auf der Tagesordnung. Kern
der Satzungsänderungen war, dass zukünftig die Mitglieder des
geschäftsführenden Vorstandes der Bundesvereinigung der Fahrlehrerverbände
e.V. (BVF) “geborene“ Vorstandsmitglieder der DFA sind. Nach einstimmiger
Billigung der Satzungsänderung wurde der Vorstand gewählt. Dr. Heiner Kamm
wurde als Vorsitzender im Amt bestätigt. Die Herren Peter Glowalla (1.
stellvertretender Vorsitzender der BVF) und Rudi Ebel (2. stellvertretender
Vorsitzender der BVF) wurden als stellvertretende Vorsitzende in den
Vorstand der DFA gewählt. Außerdem gehören die Herren Gerhard von
Bressensdorf, Gebhard L. Heiler (Schatzmeister) und Prof. Gerd Sackmann dem
Gremium als stellvertretende Vorsitzende an.
Die 50.
Mitgliederversammlung der Bundesvereinigung der Fahrlehrerverbände e.V.
findet am 2. Juni in Potsdam statt. Brandenburgs Ministerpräsident Dr.
Manfred Stolpe und Regierungsdirektor Christian Weibrecht, im
Bundesministerium für Verkehr, Bau- und Wohnungswesen zuständig für das
Fahrerlaubniswesen, sind Hauptredner der Tagung. Peter Glowalla wird als 1.
stellvertretender und Rudi Ebel als 2. stellvertretender Vorsitzender der
BVF einstimmig wiedergewählt. Außerdem beschloss der Vorstand die Auflösung
der Studienstelle der BVF und gleichzeitig die Gründung einer
Wirtschafts-GmbH (heute: Servicegesellschaft der Bundesvereinigung der
Fahrlehrerverbände mbH).
Vom 9. bis 11. Juni
2000 findet das erste bundesweite Tennisturnier der Bundesvereinigung
der Fahrlehrerverbände e.V. in Trier statt. Das Turnier wird vom
Fahrlehrerverband Rheinland e.V. veranstaltet.
Am 30. Juni 2000 wählt
die Mitgliedervertreterversammlung der Fahrlehrerversicherung VaG
einen auf sechs Mitglieder verkleinerten Aufsichtsrat. Mitglieder des
Aufsichtsrates unter dem Vorsitz von Gebhard L. Heiler sind nun die Herren
Wolfgang Bentzien (bestätigt), Peter Glowalla (neu), Hubert Müller
(bestätigt), Horst Richter (neu) und Arno Wymar (neu). Die Herren Ernst von
Baeckmann, Helmut Beckermann, Hans-Detlef Engel, Willy Heisch, Achim Müller
und Alfons Wahlich scheiden aus dem Gremium aus.
Der Verlag Heinrich
Vogel feiert am 26. Juli 2000 das 50-jährige Bestehen der Fachzeitschrift
FAHRSCHULE, die das offizielle Organ der Bundesvereinigung der
Fahrlehrerverbände e.V. ist.
Fahrschulen, die - auch
nur aushilfsweise - einen Arbeitnehmer beschäftigen, sind ab 1. Oktober 2000
zur Bestellung eines Betriebsarztes und einer Fachkraft für
Arbeitssicherheit verpflichtet. Kleinbetriebe müssen keine eigenen
Fachkräfte bestellen, sie können diese Aufgabe überbetrieblichen
Einrichtungen übertragen. Der Fahrlehrerverband Baden-Württemberg e.V. hat
mit der TÜV Bau und Betrieb GmbH eine Rahmenvereinbarung geschlossen, die
den Verbandsfahrschulen im Verbandsgebiet eine kostengünstige und vor allem
auch zeitsparende Betreuung gewährleistet.
Bereits seit 1999
gehört die ALBINGIA Versicherung AG zum AXA Colonia-Konzern. Im Oktober
wurden die beiden Unternehmen ALBINGIA und AXA Colonia
zusammengefügt.
Bundesverkehrsminister Reinhard Klimmt ist am 16. November
zurückgetreten. Sein Nachfolger ist Kurt Bodewig.
Die Bundesvereinigung
der Fahrlehrerverbände e.V. stellt in der Vorstandssitzung im Dezember ein
Plakat und einen Flyer vor, mit dem Verbandsfahrschulen deutlich machen
können: „Wir arbeiten mit der Ausbildungsdiagrammkarte - check it out!“.
Außerdem wurden sämtliche Verbandsfahrschulen mit Unterstützung durch VW und
der Fahrlehrerversicherung mit den grundlegend überarbeiteten
Curricularen Leitfäden Pkw und Motorrad ausgestattet.
Zahlen und Fakten:
Die Zahl der Todesopfer im Straßenverkehr erhöhte sich um zehn Prozent
auf 1.702. Verletzt wurden rund 108.500 Personen. Dies bedeutet gegenüber
dem Vorjahr einen Anstieg um vier Prozent. 11 der 18 Landesverbände
empfangen bereits elektronische Post.
nach oben |
|
Das
Bußgeld für schwerwiegende Verkehrsverstöße, namentlich extreme
Geschwindigkeitsüberschreitungen, wird deutlich angehoben. Die
"Raser-Verordnung" tritt am 1. Mai 2000 in Kraft.
In
Kraftfahrzeugen mitzuführende Verbandkästen müssen seit 1. Juli 2000
der DIN-Norm 13164 entsprechen.
Seit 1.
Oktober ist es für alle Arbeitgeber gesetzliche Pflicht, die
arbeitsmedizinische und sicherheitstechnische Betreuung der Mitarbeiter
sicherzustellen. Dies betrifft auch Betriebe, die nur einen Geringverdiener
(400-Euro-Kraft) beschäftigen.
Am 23.
Oktober hat das Bundesverkehrsministerium die Richtlinie für den
70-stündigen Lehrgang “Fahrschulbetriebswirtschaft” veröffentlicht,
der Voraussetzung für die Fahrschulerlaubnis ist.
Fahrerlaubnisprüfung: Ab 1. November gelten zahlreiche Änderungen des
amtlichen Fragenkatalogs.
nach oben |
2000
Weltweite
Ereignisse
Der viel befürchtete
Zusammenbruch der Computersysteme infolge des Jahreswechsels von 1999 auf
2000 blieb aus.
In Deutschland wird in diesem Jahr mit 13 Millionen
Internet-Nutzern gerechnet. 1998 waren es noch 5,7 Millionen. Mehr als ein
Drittel der Bundesbürger ist im Besitz eines Computers.
Die
Weltausstellung Expo 2000 findet vom 1. Juni bis zum 31. Oktober 2000 in
Hannover unter dem Motto „Mensch, Natur und Technik - Eine neue Welt
entsteht“ statt.
Die
Spenden-Affäre der CDU weitet sich aus. Fast täglich werden neue
Enthüllungen bekannt. Am 18. Januar 2000 tritt Altbundeskanzler Helmut Kohl
als Ehrenvorsitzender der CDU zurück.
nach oben
|
2001 - Beruf
und Verband -
Ereignisse, Entwicklungen in Baden-Württemberg
Seit 1. Januar 2001
ist die Karl-Rederer-Stiftung aktiv. Die Stiftung soll es bedürftigen
Kolleginnen und Kollegen ermöglichen, ihre Mitgliedschaft bei der Sterbekasse
Stock aufrecht zu erhalten, wenn sie nicht mehr in der Lage sind, die Umlage zu
bezahlen.
Karl Rederer aus Ulm hat 1950 zur Vereinigung der Fahrlehrerverbände
im Südwesten Deutschlands aufgerufen und war damit einer der bedeutendsten
Initiatoren der Gründung des heutigen Fahrlehrerverbandes Baden-Württemberg e.V.
Im Gedenken an ihren 1989 verstorbenen Mann hat Frau Lilli Rederer aus Anlass
des 50-jährigen Gründungsjubiläums dem Verband einen namhaften Betrag gespendet,
mit dem in sozialen Härtefällen geholfen werden soll.
Die Mitgliederversammlung
findet am 28. April im Konzerthaus in Freiburg statt. Ein wichtiges Thema ist
die Diskussion über die „Zweite Ausbildungsphase“. Prof. Dr.-Ing. Klaus Langwieder hält das Referat „Neue Erkenntnisse zum Unfallrisiko junger Fahrer“.
Peter Tschöpe, der 1. Vorsitzende, und Jochen Klima, der 3. Vorsitzende, wurden
ohne Gegenstimme wiedergewählt. Dr. Heiner Kamm, Leiter der Technischen
Prüfstelle des TÜV Süddeutschland (heute: TÜV SÜD Auto Service GmbH), Präsident
der Deutschen Fahrlehrer-Akademie e.V. und Vizepräsident der
Sachverständigen-Dachorganisation CIECA, erhält die goldene Ehrennadel mit
Brillanten, die höchste Auszeichnung des Verbandes.
Am 1. Juli 2001 beginnt die
Überwachung der Seminarleiter. In einer öffentlichen Ausschreibung werden
Bewerber für die Tätigkeit als Sachverständiger gesucht. Die Auswahl wird vom
Treuhandverein für Verkehrserziehung und Verkehrssicherheit e.V. getroffen, der
die angenommenen Bewerber intensiv auf ihre Aufgaben vorbereitet. Die
Erlaubnisbehörden beauftragen für die Durchführung der Überwachungen der
Aufbauseminare den Treuhandverein für Verkehrserziehung und Verkehrssicherheit
e.V.
86 Fahrlehrer aus ganz Deutschland absolvierten vom 17. bis 19. Juli 2001
ein Fahrertraining auf dem Lausitzring. Die Fahrlehrerverbände Baden-Württemberg
und Bayern organisierten mit dem Sponsor Kawasaki Deutschland die eindrucksvolle
Veranstaltung.
Das jährliche Spezialseminar
Motorrad Total findet mit der
Rekordbeteiligung von 118 Teilnehmern im September 2001 im Trentino
(Südtirol/Italien) statt.
Dr.-Ing. Heiner Kamm, seit 1975 TP-Leiter des
früheren TÜV Baden e.V. und in dieser Position nach den Fusionen mit dem TÜV
Stuttgart und TÜV Bayern bestätigt, geht am 31. Oktober 2001 in den Ruhestand.
Nachfolger wird Dipl.-Ing. Marcellus Kaup, der vorher Leiter der
TÜV-Niederlassung Öhringen war.
Verkehrsminister Müller unterschreibt im
November einen Erlass, durch den ungeeignete Prüforte gestrichen, andere aber
neu zugelassen werden. Neu ist auch, dass einige Prüforte nur noch für die
Prüfung in bestimmten Klassen anerkannt sind.
nach oben |
2001 - Beruf und
Verband -
Ereignisse,
Entwicklungen im Bund
Am 22. und 23.
Januar 2001 trifft sich der Arbeitskreis „handicap“ der Bundesvereinigung der
Fahrlehrerverbände e.V. zu seiner konstituierenden Sitzung im Verkehrsinstitut
Bielefeld. Der Arbeitskreis wurde hauptsächlich gegründet, um die Verbände und
ihre Behinderten-Referenten in allen Fragen der Fahrausbildung
mobilitätseingeschränkter Personen zu beraten.
Bei der 11. ordentlichen
Mitgliederversammlung der Deutschen Fahrlehrer-Akademie e.V. wird Prof.
Karlheinz Schaechterle, Ulm, für seine besonderen Verdienste als
Gründungsmitglied und seine erfolgreiche Tätigkeit im Vorstand zum Ehrenmitglied
ernannt.
Im Anschluss an die Versammlung wird der Karl-Rederer-Preis in einem
Festakt an den Leitenden Ministerialrat a. D. Dr. Wolfgang Bouska, München, und
an den Ministerialdirigenten a.D. Dr. Franz Joachim Jagow aus Bonn verliehen.
In Husum wird am 25. Mai 2001 der
50. Geburtstag der Bundesvereinigung der
Fahrlehrerverbände e.V. mit interessanten Gästen aus Politik und Wirtschaft
gefeiert. Die Zeitschrift FAHRSCHULE gibt anlässlich des Jubiläums ein
Sonderheft „50 Jahre BVF“ heraus.
Mit der Bundesvereinigung der
Fahrlehrerverbände e.V. und dem Magazin „stern“ als Partner startet die Deutsche
Renault AG unter der Schirmherrschaft von Bundesverkehrsminister Kurt Bodewig am
7. Juni 2001 ihre Verkehrssicherheitsaktion „Charakter im Fuß“.
Führerscheinneulinge sollen per Fragebogen einen Test machen, der ihnen zeigt,
welchem Typ Fahrer sie entsprechen. Unter den Einsendern der Fragebogen werden
verschiedene Preise ausgelost. Außerdem darf eine Gruppe junger Fahrer mit ihren
Fahrlehrern zu einem Geschicklichkeitswettbewerb nach Paris.
Der Deutsche
Verkehrssicherheitsrat, die Bundesvereinigung der Fahrlehrerverbände und Ford
haben gemeinsam ein „ECO-Driving für Fahrlehrer“ entwickelt. Wie man
Fahrschülern sicheres, wirtschaftliches und umweltfreundliches Fahren in Theorie
und Praxis beibringen kann, möchten die drei Partner in Fortbildungen der
Fahrlehrerverbände vermitteln.
Ab September 2001 bekommen die Lkw-Ausbilder
eine neue Option: Kurzzeitmiete über CharterWay. Die Dienstleistungstochter der
DaimlerChrysler AG hält im Branchen-Informations-Center des Lkw-Werks in Wörth
einen Fahrschul-Gliederzug bereit. Fahrschulen können diesen auch an Kollegen
vermieten und damit besser auslasten.
Anfang November hat das
Bundesverkehrsministerium den Entwurf für die „Verordnung über die freiwillige
Fortbildung von Inhabern der Fahrerlaubnis auf Probe" (FreiwFortbV) vorgelegt.
Mit dieser Verordnung werden die rechtlichen Voraussetzungen für Modellversuche
in den Bundesländern zur Erprobung einer freiwilligen zweiten Ausbildungsphase
für Fahranfänger der Klasse B geschaffen. Als Anreiz wird die Probezeit der
Teilnehmer am Modellversuch um ein Jahr verkürzt.
Die Deutsche
Fahrlehrer-Akademie e.V. führt unter dem Motto „Das pädagogische Profil des
Fahrlehrers - Anforderungen in Gegenwart und Zukunft“ am 14./15. November 2001
ein Symposion durch. Fast 200 Fahrlehrerinnen und Fahrlehrer fordern eine höhere
Vorbildung als
Schlüsselqualifikation für die Ausbildung zum Fahrlehrer. In der verabschiedeten
Resolution wird der Gesetzgeber dazu aufgerufen, die Hochschul- oder Fachhochschulreife gesetzlich zu verankern.
Zahlen und Fakten: In den
östlichen Bundesländern hat die DEKRA Ende 2001 die sechsmillionste
Fahrerlaubnisprüfung abgenommen. In Deutschland erwerben pro Jahr etwa zwei
Millionen Menschen den Führerschein. Ein knappes Viertel davon entfällt auf die
neuen Bundesländer.
nach oben |
|
Die 33. Verordnung zur
Änderung straßenverkehrsrechtlicher Vorschriften bringt hauptsächlich Änderungen
und Ergänzungen der StVO. So soll zur besseren Nutzung des Verkehrsraumes das
Reißverschlussverfahren künftig erst unmittelbar vor der Verengung angewendet
werden. Eine neue Bestimmung - Paragraf 9a - schafft Klarheit für das Fahren in
Kreisverkehren. Das lang diskutierte Verbot der Benutzung von Handys während der
Fahrt (Verbot gilt auch für Fahrlehrer während der Ausbildungsfahrt) ist ebenso
enthalten wie die Möglichkeit, Radfahrern das Fahren in Einbahnstraßen entgegen
der für die anderen Fahrzeuge vorgeschriebenen Fahrtrichtung zu gestatten. Die
neuen Regelungen der StVO treten am 1. Februar 2001 in Kraft.
Der Bundesrat
hat am 16. Februar 2001 dem Gesetz zur Änderung des Straßenverkehrsgesetzes (StVRÄndG)
zugestimmt. Damit gilt ab 1. April 2001 die neue 0,5-Promille-Grenze. Der
Bußgeldrahmen wird für solche Ordnungswidrigkeiten auf maximal 3.000 DM
angehoben, ein Regelfahrverbot wird eingeführt und die Bepunktung im
Verkehrszentralregister in Flensburg wird erhöht. Neu ist auch, dass das
Bundesverkehrsministerium die „Verwendung technischer Einrichtungen am
oder im Kraftfahrzeug, die dafür bestimmt sind, die Verkehrsüberwachung zu
beeinträchtigen“ (z.B. Radarwarngeräte, Gegenblitzanlagen, Zielführungssystem
mit integrierter Warnfunktion) durch Rechtsverordnung untersagen kann.
Am 26.
Juli 2001 wird die Abschaffung des Rabattgesetzes verkündet. Die
Abschaffung tritt am Tag danach in Kraft.
Die
Berufskraftfahrerausbildung wird von zwei auf drei Jahre zur vollwertigen
Facharbeiterausbildung erhoben. Damit wird diese Tätigkeit zum staatlich voll
anerkannten Ausbildungsberuf. Die Berufsausbildung ist jedoch weiterhin keine
zwingende Voraussetzung für die Ausübung der Kraftfahrertätigkeit; es genügt,
eine entsprechende Fahrerlaubnis zu besitzen.
nach oben
|
2001
Weltweite
Ereignisse
George W. Bush
wird am
20. Januar 2001 als neuer Präsident der USA vereidigt.
Am 11. September 2001
steuern Terroristen zwei zivile Passagierflugzeuge in das World Trade Center (WTC)
in New York und ein Flugzeug in das Pentagon in Washington. Ein viertes Flugzeug
stürzt in der Nähe von Pittsburgh ab, ohne sein Ziel zu erreichen. Die beiden
getroffenen Türme des WTC fallen nur wenig später in sich zusammen. Insgesamt
sterben bei den Anschlägen etwa 3.000 Menschen.
Amerika bombardiert 26 Tage
nach dem 11. September Afghanistan, weil die dort herrschenden Taliban dem
mutmaßlichen Drahtzieher der Anschläge, Osama bin Laden, Unterschlupf gewähren.
Die Nato ruft zum ersten Mal den Bündnisfall aus.
nach oben |
2002 - Beruf und Verband
-
Ereignisse, Entwicklungen in Baden-Württemberg
Die
Mitgliederversammlung findet am 27. April in Ulm, MARITIM Hotel und Congress Centrum, statt. Evelyn Eckert, Physiotherapeutin, demonstriert ein
Übungsprogramm für einen gesunden und schmerzfreien Rücken. Frau
Ministerialrätin Christine Kramer aus dem Bundesverkehrsministerium hält ein
Referat mit dem Titel „Deregulierung oder noch mehr Einzelfallgerechtigkeit -
quo vadis StVO?“. Sie beschreibt damit das Vorhaben, die Straßenverkehrs-Ordnung
zu aktualisieren und dabei gleichzeitig lesbarer und volksnaher zu gestalten.
Christian Weibrecht, ebenfalls aus dem Bundesverkehrsministerium, berichtet im
internen Teil der Versammlung über aktuelle Aufgaben seiner Abteilung.
Diskussionen zu „Begleitetes Fahren mit 17“ und „Zweite Ausbildungsphase“ waren
aktuelle Themen der Tagung.
Heinz Appenzeller, 1. Vorsitzender des Verbandes
in den Jahren 1958 bis 1966, verstirbt am 30. April im Alter von 82 Jahren.
Zum 20. Mal findet Motorrad Total statt. Diesmal vom 22. bis 28. September in
Andorra.
25 Jahre CE-Fortbildung: Die beliebten Lkw-Seminare
finden üblicherweise im Werk Wörth der DaimlerChrysler AG statt. In diesem
Jahr läuft vom 13. bis 15. November eines der Seminare auf dem Sachsenring
in Verbindung mit einem Lkw-Sicherheitstraining.
Am 11./12. Oktober
findet die konstituierende Sitzung des neuen Beirates des
Fahrlehrerverbandes Baden-Württemberg e.V. statt.
Seit Dezember 2002
bietet das Landratsamt Calw als erste Führerscheinstelle in Deutschland
den Fahrschulen und den Führerscheinbewerbern die Möglichkeit, ihren
Führerschein per Internet zu beantragen.
nach oben
|
2002 -
Beruf und Verband -
Ereignisse,
Entwicklungen im Bund
Im Januar lösen
Referenten aus sechs norddeutschen Bundesländern, die sich auf Einladung von
Rupert Schubert, Verantwortlicher des Referats Straßenverkehrsrecht der
Hansestadt Hamburg für das Fahrerlaubniswesen, getroffen hatten, mit einer
überraschenden gemeinsamen Presseerklärung eine Diskussion zum Thema
„Begleitetes Fahren mit 17“ aus. Die Referenten der anderen Bundesländer waren
darüber nicht informiert.
Die Bundesvereinigung der Fahrlehrerverbände e.V.
stellt auf ihrer Mitgliederversammlung am 14. Juni 2002 den Curricularen
Leitfaden Lkw der Deutschen Fahrlehrer-Akademie e.V. vor. Autor des Werkes ist
Michael Fingskes; bei der Erstellung des Leitfadens wirkte auch eine
Arbeitsgruppe der BVF mit. Im Übrigen waren das „Begleitete Fahren mit 17“ und
die „Zweite Phase“ zentrale Themen der Versammlung.
Die
Fahrlehrerversicherung VaG feiert am 28. Juni ihr 50-jähriges Bestehen.
Am 27. Januar 1952 hatten 50 Fahrlehrer aus ganz Deutschland den
„Versicherungsverein auf Gegenseitigkeit der Kraftfahrlehrer im
Bundesgebiet“ mit Sitz in Stuttgart gegründet.
Nach
der Bundestagswahl 2002 wurde Manfred Stolpe am 22. Oktober 2002 als
Bundesminister für Verkehr, Bau- und Wohnungswesen in die von
Bundeskanzler Gerhard Schröder geführte Bundesregierung berufen.
nach oben
|
|
Der Bundesrat stimmt am
12. Juli 2002 der „Verordnung zur Änderung der Fahrerlaubnis-Verordnung und
anderer straßenverkehrsrechtlicher Vorschriften“ (FeVÄndV) - auch
„Reparatur-Verordnung“ genannt - zu. Zu den wichtigsten Änderungen für die
Fahrlehrer zählen die Einführung der Grundfahraufgabe „Abbremsen mit
höchstmöglicher Verzögerung aus ca. 40 km/h“ als Prüfungsbestandteil der Klasse
B, die Möglichkeit der theoretischen Unterrichtung in Einzelstunden (45 Min.)
statt nur in Doppelstunden, Mofa-Aspiranten können theoretisch zusammen mit
Bewerbern der Klassen A, A1 oder M unterrichtet werden und die Senkung des
Mindestalters für Klasse D für angehende Berufskraftfahrer.
Fahrlehrerscheine nach altem Recht berechtigen nach dem 31. Dezember
2002 nicht mehr zur Ausbildung von Fahrschülern. Wer einen neuen
Fahrlehrerschein beantragt, muss im Besitz des am 1.1.1999 eingeführten
Kartenführerscheins sein.
nach oben |
2002
Weltweite
Ereignisse
Am 1. Januar wird der
Euro in 12 Staaten der Europäischen Union sowie in Andorra, Monaco, Montenegro,
San Marino und dem Vatikan als gemeinsame Währung eingeführt. Das Euro-Bargeld
ist seitdem gesetzliches Zahlungsmittel.
Die britische Königsfamilie trauert
um Queen Mum. Die Königinmutter stirbt am 30. März im Alter von 101 Jahren in
Windsor.
Am 26. April richtet der 19-jährige Robert Steinhäuser am
Gutenberg-Gymnasium in Erfurt ein Blutbad an. Er erschießt 16 Menschen und
danach sich selbst. Er war zuvor von der Schule verwiesen worden. An der
Trauerfeier nehmen mehr als 100.000 Menschen teil.
Über Owingen und Überlingen
ereignet sich am 1. Juli eines der schlimmsten Flugzeugunglücke der deutschen
Luftfahrtgeschichte. Am späten Abend kollidiert eine russische Tupolev 154, zum
größten Teil besetzt mit Schulkindern, mit einer Cargo-Maschine der Firma DHL.
Bei dem Unglück sterben 71 Menschen.
Das
Elbehochwasser im August 2002 war ein „Jahrhunderthochwasser“ mit schlimmen
Folgen. Bereits in den ersten Augusttagen lösten starke Regenfälle in den Alpen,
im Erzgebirge und Riesengebirge schwere Überschwemmungen und verheerende
Schlammlawinen in Deutschland, Österreich, Polen, Tschechien und Italien aus. Da
auch viele Verbandsfahrschulen aus Sachsen und Sachsen-Anhalt von der
Katastrophe betroffen waren, hat der Fahrlehrerverband Baden-Württemberg e.V.
bei seinen Mitgliedern einen Spendenaufruf gestartet. Zahlreiche Spenden
bekundeten die Verbundenheit innerhalb des Berufsstandes.
Am 22.
September 2002 wird die Koalition aus SPD und Bündnis 90/Die Grünen für eine
weitere Legislaturperiode gewählt. Gerhard Schröder wird am 22. Oktober
zum Bundeskanzler gewählt. Neuer Bundesverkehrsminister wird Dr. Manfred
Stolpe.
Im
Oktober versetzt ein Heckenschütze die Region um Washington drei Wochen
lang in Angst und Schrecken. Er tötet scheinbar völlig wahllos 10 Menschen,
sechs weitere werden verletzt.
nach oben |
2003 - Beruf und Verband
-
Ereignisse, Entwicklungen in Baden-Württemberg
Auf der 53.
ordentlichen Mitgliederversammlung des Fahrlehrerverbandes Baden-Württemberg
e.V. am 10. Mai 2003 in Pforzheim wird die Aktion „Patenschaft der Besonnenheit“
als ergänzende Maßnahme zur „Zweiten Phase“ vorgestellt. Mit ihrer Patenschaft
sollen erfahrene Führerscheininhaber in freiwilliger Selbstverpflichtung schon
während der Fahrausbildung und danach den jungen Fahranfängern als Partner mit
gutem Beispiel vorangehen und ihnen mit wertvollen Tipps und tatkräftiger Hilfe
über die kritische „Reifezeit“ nach dem Führerscheinerwerb hinweg helfen. Stefan Mappus, Staatssekretär im Ministerium für Umwelt und Verkehr Baden-Württemberg,
wird die Schirmherrschaft übernehmen und sagt die Unterstützung des Ministeriums
zu.
Günter Luppart, 2. Vorsitzender des Verbandes und seit 1991 im Vorstand,
kandidiert nicht mehr für eine weitere Amtszeit, weil er dem Nachwuchs Platz
machen möchte. Wolfgang Fischer, seit 2000 Vorsitzender des Kreisvereins
Heilbronn, wird sein Nachfolger.
Am Tag vor der Versammlung waren die Mitglieder
eingeladen, in drei Arbeitskreisen zu den Themen „Kooperation von Fahrschulen“,
„Ausbildung mit Funk“ und „Junge Fahrer - Hilfen für die Anfangszeit“ zu
beraten. Die Empfehlungen der Arbeitskreise werden zur weiteren Verfolgung der
Bundesvereinigung der Fahrlehrerverbände e.V. übermittelt.
Mit dem ersten
„Tag
der Patenschaft der Besonnenheit“ wird am 6. September 2003 in Pforzheim die
neue Aktion der baden-württembergischen Fahrlehrer der Öffentlichkeit
vorgestellt. Im Beisein von Staatssekretär Stefan Mappus (MdL), der die
Schirmherrschaft für das Projekt übernommen hat, wird über Wesen und Inhalte der
Aktion informiert.
Motorrad Total führt
vom 28. September bis 4. Oktober nach Slowenien. Die neuen Anforderungen an die
Prüfer, die der Annex II zur 2. EG-Führerscheinrichtline bringt, sowie die
Arbeit mit dem Curricularen Leitfaden Krad sind Kernthemen des theoretischen
Teils. Der Praxisteil umfasst u.a. das Fahren im Realverkehr, Fahrzeugtechnik
und Fahrzeugpflege.
Im Dezember 2003 und
Januar 2004 lädt der Fahrlehrerverband Baden-Württemberg zu insgesamt
sieben Regionalversammlungen an verschiedenen Orten des Landes ein.
Der Verband informiert dabei seine Mitglieder umfassend und frühzeitig
über viele anstehende Änderungen. Die Themen sind: Annex II - Konsequenzen
für Ausbildung und Prüfung / Aktuelle Änderungen im Fahrerlaubnisrecht -
Neue Fahrerlaubnisklasse? / Zweite Ausbildungsphase / Patenschaft der
Besonnenheit / Energiesparende Fahrweise in der Ausbildung / Änderungen in
der Sozialgesetzgebung, Krankenversicherung und Altersvorsorge /
Änderungen im Steuerrecht, Gewerbesteuerpflicht für Fahrschulen usw. TÜV
und ALLIANZ sind Partner bei den Veranstaltungen. Großer Erfolg,
ausgezeichnete Bilanz: Rund 1.500 Besucher nehmen an den
Regionalversammlungen teil.
449 Mitglieder und
damit fast 25 Prozent Rücklaufquote brachte eine Umfrage des
Fahrlehrerverbandes Baden-Württemberg e.V. zur Mitgliederzufriedenheit.
Die Ergebnisse waren in den Bereichen Image, Arbeit und Angebote des
Verbandes mit jeweils rund 90 Prozent Zustimmung sehr erfreulich. Auch zum
Fortbildungsangebot und der Arbeit der Geschäftsstelle gingen 70 bzw. 80
Prozent positive Rückmeldungen ein.
nach oben |
2003 -
Beruf und Verband -
Ereignisse,
Entwicklungen im Bund
Der Arbeitskreis I des
41. Deutschen Verkehrsgerichtstages in Goslar hat sich fast einmütig für die
zweiphasige Ausbildung und das „Begleitete Fahren mit 17“ ausgesprochen. Die
Fahrlehrerverbände waren stark vertreten und nahmen aktiv an der Diskussion
teil.
Die Deutsche Fahrlehrer-Akademie e.V., das „wissenschaftliche Forum der
deutschen Fahrschulen“, ist unter
www.deutsche-fahrlehrer-akademie.de
nun auch
im Internet vertreten.
Am 6. Februar 2003 treffen sich auf Einladung des
Landesverbandes Sächsischer Fahrlehrer Motorrad-Referenten der Verbände aus dem
ganzen Bundesgebiet zur ersten Motorrad-Referenten-Konferenz.
Die
Ausstattungsrichtlinie, Vorgaben der EU für die Lkw- und Bus-Ausbildung sowie
der Vorschlag, die Klasse M schon ab 15 Jahren freizugeben, bestimmen die
Vorstandssitzung der Bundesvereinigung der Fahrlehrerverbände e.V. im März 2003.
Bundespräsident Johannes Rau ehrt
Gerhard von Bressensdorf, Vorsitzender der
Bundesvereinigung der Fahrlehrerverbände e.V., mit dem Verdienstkreuz 1. Klasse
des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland für seinen Einsatz um die
Verkehrssicherheit. Am 24. März findet die Verleihung durch den bayerischen
Innenminister Dr. Günther Beckstein statt.
Für den zweiten Aktionstag
„Fahrausbildung“ auf der Leipziger Automesse AMI gibt der Landesverband der
Sächsischen Fahrlehrer e.V. die Organisation in die Hände der Bundesvereinigung
der Fahrlehrerverbände e.V., da sich zukünftig unter dieser Führung auch die
Fahrlehrerverbände anderer Bundesländer einbringen möchten. Fachvorträge, eine
Podiumsdiskussion, praktische Übungen, interessante Fahrzeugpremieren und
Gespräche mit Repräsentanten von Firmen und Institutionen machen den Aktionstag
zu einem besonderen Ereignis für Fahrlehrer, Fahrschüler und junge Fahrer.
Bei
den turnusgemäß anstehenden Neuwahlen der Europäischen Fahrlehrerassoziation
wird am 2. Mai Gerhard von Bressensdorf zum neuen Vorsitzenden gewählt. Sein
Vorgänger, Georges van Aerschot, hat aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr
kandidiert.
Am 11. Mai 2003 wird in München das
Verkehrszentrum des Deutschen
Museums eröffnet. Die Halle III „Mobilität und Technik“ ist der erste Teil - bis
2005 soll das Verkehrszentrum fertig gestellt sein.
Die Deutsche
Fahrlehrer-Akademie e.V. stößt bei ihrer Mitgliederversammlung am 5. Juni die
Projekte „Qualitätssicherung in der Fahrausbildung“ und „Blickschulung in der
Fahrausbildung“ an.
Prof. Bruno Heilig erhält den Karl-Rederer-Preis 2003.
nach oben |
|
Die Verordnung zur
„Zweiten Phase“ tritt am 24. Mai 2003 in Kraft und ermöglicht damit den
Modellversuch einer zweiphasigen Fahrausbildung.
Der Bund/Länder-Fachausschuss
„Fahrlehrerwesen“ (BLFA) hat Mitte Juni 2003 eine neue Ausstattungsrichtlinie
verabschiedet. Die Richtlinie besagt u.a., dass den Fahrschulen ab sofort
freigestellt ist, welche Modelle sie im Unterricht einsetzen. Zudem dürfen Hard-
und Software nun auch zur Zweigstelle mitgenommen werden und müssen so nicht
doppelt vorhanden sein.
Die EU-Berufskraftfahrer-Ausbildungsrichtlinie
(Richtlinie 2003/59/EG des Europäischen Parlaments und des Rates vom 15. Juli
2003 über die Grundqualifikation und Weiterbildung der Fahrer bestimmter
Kraftfahrzeuge für den Güter- oder Personenverkehr) tritt am 10. September 2003
in Kraft. Für die Überführung der Richtlinie in nationales Recht ist eine Frist
von drei Jahren vorgesehen. Sie sieht vor, dass Berufskraftfahrer als
Voraussetzung für ihre Tätigkeit - neben der erforderlichen Fahrerlaubnis - die
sogenannte Grundqualifikation erwerben müssen. Außerdem wird eine obligatorische
Weiterbildung eingeführt.
Eigentlich sollte zum 1. September 2003 die
Autobahnmaut für schwere Nutzfahrzeuge eingeführt werden. Schwierigkeiten
aufseiten des Betreibers Toll-Collect verhindern den Start. Durch Bekanntmachung
des Bundesverkehrsministeriums vom 1. August 2003 wird deshalb ein Teil
des entsprechenden Gesetzes vorübergehend außer Kraft gesetzt. Damit
entfällt die Autobahnmaut vorerst.
Der Bundesrat hat am 26. September 2003 die
Änderungsverordnung zur Umsetzung von Annex II (offiziell: Richtlinie 2000/56/EG
vom 14. September 2000 als Ergänzung zu Anhang II der EG-Führerscheinrichtlinie
91/439/EWG vom 29. Juli 1991) in deutsches Recht beschlossen. Die Verordnung
ändert u.a. § 4 DV-FahrlG sowie Vorschriften der Fahrerlaubnisprüfung, der
Gebührenordnung, der Beladung und der Prüfungsfahrzeuge.
nach oben |
|
2003
Weltweite
Ereignisse Nach dem Tod von
Maurice Gibb am 12. Januar 2003 verkündeten die Brüder Barry Gibb und Robin
Gibb, dass sie unter dem Namen Bee Gees nie wieder Musik machen werden.
Der
Krieg der USA gegen den Irak beginnt am 20. März mit gezielten Bombardements auf
Bagdad. In der Nacht vom 19. auf den 20. März 2003, das Ultimatum war gerade
zwei Stunden abgelaufen, feuerten die USA 40 Marschflugkörper auf den Irak ab.
Die Regierung Deutschlands und weite Teile der deutschen Bevölkerung stellten
sich zusammen mit Frankreich im Irak-Konflikt gegen die Politik der USA und
Großbritanniens.
Der FDP-Politiker
Jürgen Wilhelm Möllemann stirbt am 5. Juni
2003 unter nicht vollständig geklärten Umständen bei einem Fallschirmsprung. Er
war unter Bundeskanzler Helmut Kohl von 1987 bis 1991 Bundesminister für Bildung
und von 1991 bis 1993 Bundesminister für Wirtschaft, ab Mai 1992 auch
Vizekanzler. Im Januar 1993 trat er im Zuge der „Briefbogen-Affäre“ von seinen
Regierungsämtern zurück. Nach einem Comeback in Nordrhein-Westfalen im Jahr 2000
war er durch umstrittene Aktionen und Projekte abermals in die Kritik geraten.
nach oben |
2004 - Beruf und Verband
-
Ereignisse, Entwicklungen in Baden-Württemberg
Baden-Württemberg
gehört zu den 11 Bundesländern, die den Modellversuch „Zweite Ausbildungsphase“
zum 1. Januar 2004 einführen.
Auf der Mitgliederversammlung des Verbandes, die
am 24. April 2004 in Friedrichshafen stattfindet, macht der Verkehrsminister des
Landes Baden-Württemberg, Ulrich Müller, klare Aussagen zu den aktuellen
Modellversuchen. Er würde die obligatorische Einführung der „Zweiten Phase“
begrüßen, aber das „Begleitete Fahren mit 17“ findet nicht seine Zustimmung.
Weitere wichtige Aussagen waren, dass der Beruf „Fahrlehrer“ ein
Ausbildungsberuf werden müsse, und er sprach sich für die Einführung einer
Qualitätssicherung (QS) aus. Außerdem sollen Fahrschulen, die sich an einem
QS-System beteiligen, von der Überwachung befreit werden. Günter Rau aus
Geislingen wurde als neuer Arbeitnehmervertreter gewählt. Zum ersten Mal bietet
der Verband den Tagungsteilnehmern an, ihre Kinder im Alter von ca. 3 bis 12
Jahren während der Mitgliederversammlung von einem professionellen Team betreuen
zu lassen.
Ende Juli 2004 kann die Internetseite
www.fahrlehrerverband-bw.de
den 1.390.000sten Besucher begrüßen.
Die 22. Veranstaltung
Motorrad Total führt auf vielfachen Wunsch vom 19. bis 24. September 2004 zum zweiten Mal an
den Gardasee. Das Quartier für die 87 Teilnehmer ist das Best Western Hotel Le Torri del Garda in Albisano -Torri del Benaco.
Im November 2004 schließt der
Fahrlehrerverband Baden-Württemberg e.V. einen Rahmenvertrag mit der Firma TeleCash, durch den die Kunden der Mitgliedsfahrschulen ihre Ausbildungsentgelte
mittels EC- oder Kreditkarte bargeldlos bezahlen können.
nach oben |
2004 -
Beruf und Verband -
Ereignisse,
Entwicklungen im Bund
Lkw-Maut: Der Vertrag
mit Toll-Collect wird am 17. Februar 2004 von Verkehrsminister Stolpe gekündigt.
Damit ist zunächst völlig offen, ob bzw. wann die Lkw-Maut eingeführt wird.
Am
2. April wird in Aschaffenburg ein Fahrschul-Denkmal enthüllt. Das Denkmal steht
an der Ecke Dallberg-/Suicardusstraße, denn dort wurde vor 100 Jahren die erste
Fahrschule Deutschlands von Rudolf Kempf gegründet. Gerhard von Bressensdorf,
Vorsitzender des Landesverbandes Bayerischer Fahrlehrer e.V. und Vorsitzender
der Bundesvereinigung der Fahrlehrerverbände e.V., hält zur Enthüllung eine
Festansprache.
Das Land Niedersachsen startet Mitte April quasi über Nacht im
Alleingang mit dem Modellversuch „Begleitetes Fahren mit 17“. Selbst die
Fahrlehrer des Landes wurden zuvor nicht informiert. Eine im April/Mai
durchgeführte Umfrage des Instituts für Demoskopie Allensbach ergab, dass die
Mehrheit der Bevölkerung Deutschlands und Niedersachsens findet, der
Führerschein mit 17 und dem anschließenden begleiteten Fahren sei keine gute
Regelung (Deutschland: 62%, Niedersachsen: 64%). 55 Prozent der 16- bis
17-Jährigen finden die Regelung allerdings gut.
Das
Qualitätssicherungs-Konzept des Teams um Prof. Bruno Heilig, die Mitarbeit beim
EU-Projekt MERIT über Mindestanforderungen an die Fahrlehrer-Ausbildung in
Europa und die Fertigstellung des Curricularen Leitfadens Bus sind die
Hauptthemen der Mitgliederversammlung der Deutschen Fahrlehrer-Akademie e.V. am
11. Mai 2004.
Ohne Gegenstimme wurde Peter Tschöpe, Vorsitzender des
Fahrlehrerverbandes Baden-Württemberg e.V., auf der Mitgliederversammlung der
Bundesvereinigung der Fahrlehrerverbände e.V. am 18. Juni 2004 in Dortmund zum
2. stellvertretenden Vorsitzenden gewählt. Rudi Ebel, der dieses Amt zuvor 10
Jahre innehatte, verzichtete auf eine erneute Kandidatur.
Vorstand,
Aufsichtsrat und Mitgliedervertreterversammlung der Fahrlehrerversicherung VaG
beschließen, das Eigenkapital durch die Ausgabe von Genussscheinen aufzustocken.
Ab dem 15. September 2004 kann jedes Mitglied der Versicherung bis zu 5
Genussscheine im Wert von jeweils € 1.000 zeichnen.
Die
Medizinisch-Psychologische Untersuchung wird Ende 2004 50 Jahre alt. Ihren
Ursprung hatte die MPU in der Nachkriegszeit, als für Tausende von
Kriegsverletzten die Frage zu klären war, ob sie trotz ihrer Behinderung sicher
Auto fahren können. Bereits damals haben bei der Begutachtung der Fahreignung
Mediziner und Psychologen zusammengearbeitet.
Im Dezember 2004
erhalten die Mitglieder der Fahrlehrerverbände das erste von drei „Blauen
Heften“ mit den aktuellen Änderungen der Fahrschüler-Ausbildungsordnung.
nach oben |
|
Zum 1. April 2004 wird
die Bußgeldkatalog-Verordnung geändert. Neben höheren Bußgeldern wird auch ein
Punkt in Flensburg fällig, wenn Fahrer und auch Fahrlehrer während der Fahrt per
Handy telefonieren.
Die Umsetzung von
Annex II (Anhang II zur 2.
EG-Führerscheinrichtlinie) bringt u.a. einschneidende Änderungen bei den
Prüfungsfragen (z.B. rund 180 zusätzliche Prüfungsfragen, neu zusammengestellte
Prüfbogen, Unterscheidung zwischen Ersterwerbsprüfung und Erweiterungsprüfung,
Grundstoff wird bei Erweiterung nur in reduziertem Umfang geprüft). Außerdem
werden ab 1. Juli 2004 Änderungen der Grundfahraufgaben eingeführt.
Die
neue Prüfungsrichtlinie lässt ab 1. Juli 2004 zu, dass im Lieferumfang
der Automobilhersteller enthaltene elektronische Fahrhilfen wie
Park-Abstandswarnung, automatische Geschwindigkeitskontrolle und Monitore (bei
Bussen) auch bei Fahrprüfungen benutzt werden können.
Ab Oktober 2004 müssen
Prüfungsfahrzeuge der Klassen BE, C1E, C, CE, D1E und DE bestimmte
Mindestanforderungen an das tatsächliche Gesamtgewicht erfüllen.
nach oben |
2004
Weltweite
Ereignisse
Am 11. März 2004
sterben 191 Menschen bei verheerenden Sprengstoffattentaten auf Vorortzüge der
spanischen Hauptstadt Madrid.
Im Mai wird Horst Köhler zum
Bundespräsidenten
gewählt.
32 Terroristen nehmen am 1. September 2004 in der
Schule von Beslan,
Nordossetien/ Russland, mehr als 1.300 Geiseln. Nach einer Explosion im Gebäude
stürmen am 3. September Anti-Terror-Einheiten das Gebäude. Dabei sterben über
300 Menschen, darunter 172 Kinder.
George W. Bush wird am 2. November zum
zweiten Mal zum Präsidenten der USA gewählt.
Am 26.12.2004 finden ca. 230.000
Menschen in Asien den Tod. Ausgelöst durch ein Erdbeben im Indischen Ozean mit
der Stärke 9,1 auf der Richterskala kommt es zu bis zu zehn Meter hohen
Flutwellen (Tsunami), die in Indien, Indonesien, Malaysia, Sri Lanka und
Thailand starke Verwüstungen anrichten.
nach oben |
2005 - Beruf und Verband -
Ereignisse, Entwicklungen in Baden-Württemberg
Die 55. ordentliche
Mitgliederversammlung des Fahrlehrerverbandes Baden-Württemberg e.V. findet in
Freiburg statt. Hauptthemen sind die “Zweite Phase”, das “Begleitete Fahren mit
17” und ein Qualitätssicherungssystem für Fahrschulen. Außerdem referieren
Brigitte Grotz und Rainer Wälde von der Firma TYP Akademie umfassend und
engagiert über das „Image als Fahrschulbetrieb“. Neben Änderungen der Satzung
wurden ohne große Diskussion Standesregeln für die Mitglieder des Verbandes
eingeführt, die seitdem Bestandteil der Satzung sind.
Am 11. Juli 2005 stirbt
Günter Luppart im Alter von 67 Jahren völlig unerwartet. Mehr als zwei
Jahrzehnte hat er in den Positionen des Stuttgarter Kreisvorsitzenden und des
stellvertretenden Vorsitzenden des baden-württembergischen Fahrlehrerverbandes
dem Berufsstand gedient. Seine besondere Zuwendung galt der Ausbildung
angehender Motorradfahrer. Sein großes Engagement galt auch der Fortbildung von
Motorradfahrlehrern.
Detlev F. Haug, langjähriger Redakteur der
FahrSchulPraxis und Büroleiter der Geschäftsstelle des Fahrlehrerverbandes
Baden-Württemberg, verstirbt am 27. August 2005 im Alter von 78 Jahren. Haug
hatte 1970 die Fachzeitschrift FahrSchulPraxis mit aus der Taufe gehoben und 22
Jahre als DFH und unter dem zu Lebzeiten sorgsam gehüteten Pseudonym „Alois
Dreitonner“ Monat für Monat mit viel Einsatz für ihr Erscheinen gesorgt.
Motorrad Total
führt 2005 nach Italien in die Toskana.
Der
baden-württembergische Landtag lehnt am 14. Dezember 2005 die Einführung des
Modellversuchs „Begleitetes Fahren mit 17“ ab.
nach oben |
2005 -
Beruf und Verband
Ereignisse,
Entwicklungen im Bund
Mit der Januar- und
Februar-Ausgabe der Fachzeitschrift „Fahrschule“ erhalten die Mitglieder der
Fahrlehrerverbände die wichtigsten Änderungen der Fahrerlaubnis-Verordnung und
die aktualisierte Prüfungsrichtlinie als zweites und drittes „Blaue Heft“.
Auf
der Mitgliederversammlung der Deutschen Fahrlehrer-Akademie e.V. am 22. Mai 2005
gibt es im Präsidium einige Neuerungen: Prof. Dr.-Ing. Klaus Langwieder wird zum
neuen Präsidenten gewählt. Der bisherige Präsident Dr.-Ing. Heiner Kamm wechselt
auf die Position des Vizepräsidenten. Peter Tschöpe löst Rudi Ebel analog zum
Wechsel im Geschäftsführenden Vorstand der Bundesvereinigung der
Fahrlehrerverbände e.V. als Vizepräsident ab. Prof. Gerd Sackmann wechselt auf
eigenen Wunsch in den Beirat. Prof. Karlheinz Schaechterle und Dr.-Ing. Heiner
Kamm werden mit dem Karl-Rederer-Preis ausgezeichnet.
Nach dem Ausscheiden
des bisherigen Aufsichtsratsvorsitzenden Gebhard L. Heiler auf eigenen Wunsch,
seines langjährigen Stellvertreters Hubert Müller und des Aufsichtsratsmitglieds
Wolfgang Bentzien werden Gerhard von Bressensdorf, Klaus Napierski und Peter
Tschöpe am 24. Juni 2005 neu in das Gremium der Fahrlehrerversicherung VaG
gewählt. Peter Glowalla, Horst Richter und Arnold Wymar werden von der
Vertreterversammlung im Amt bestätigt.
669 Fahrlehrer und Fahrlehrerinnen
beteiligen sich im Oktober und November 2005 an der Fragebogen-Aktion der
Fachzeitschrift FAHRSCHULE in Zusammenarbeit mit der Bundesvereinigung der
Fahrlehrerverbände e.V., in der nicht nur die Verbände beurteilt, sondern die
Wünsche der Berufsgruppe an ihre Verbände abgefragt werden. Die Beteiligung wird
mit 4,5 Prozent Rücklaufquote als gut bewertet.
Mit einem überarbeiteten
Internetauftritt geht die Bundesvereinigung der Fahrlehrerverbände e.V. unter
www.fahrlehrerverbaende.de
ans Netz.
Zum Jahresende 2005 wird das
Qualitätssicherungssystem der Deutschen Fahrlehrer-Akademie e.V. fertig gestellt.
Mit der Einführung der rechtlichen Grundlagen für die Befreiung von der
behördlichen Regelüberwachung für Fahrschulen, die sich dem System anschließen,
wird im Laufe des Jahres 2006 gerechnet.
nach oben |
|
Zum 1. Januar 2005
startet nach vielen Hindernissen die Lkw-Maut. Fahrschulen sind mit ihren
Ausbildungsfahrzeugen von der Maut befreit. Sie können ihre zur Ausbildung
eingesetzten Lkw bei dem Betreiber Toll-Collect registrieren lassen.
Am 1.
Februar tritt die „Dritte Verordnung zur Änderung der Fahrerlaubnis-Verordnung
und anderer straßenverkehrsrechtlicher Vorschriften“ in Kraft. Damit ist der Weg
frei für die neue Führerscheinklasse S für Leichtkraftfahrzeuge mit einer bbH
von bis zu 45 km/h. Zu ihnen zählen insbesondere kleine vierrädrige Quads und
die sogenannten Microcars.
Anstelle der dreitägigen Fortbildungsseminare können seit Anfang Juni 2005
Fahrlehrer ihre Fortbildungsverpflichtung auch durch Besuch von ein oder
zweitägigen Seminaren erfüllen. Wer diese Möglichkeit nutzen will, muss
innerhalb von vier Jahren insgesamt an vier Tagen zur Fortbildung.
Im
August werden die bundesweit einheitlichen Regeln für das “Begleitete Fahren
mit 17” im Bundesgesetzblatt verkündet. Die Länder können jetzt
Modellversuche starten.
Ab
Mitte August 2005 sind digitale Kontrollgeräte in Lkw und Bussen
zugelassen.
Ab 1.
Oktober 2005 wird der Fahrzeugschein in Zulassungsbescheinigung Teil I
und der Fahrzeugbrief in Zulassungsbescheinigung Teil II umbenannt. Außerdem
werden die Inhalte der Dokumente europäischen Vorgaben angepasst.
Die
geplante Verabschiedung der 3. EU-Führerscheinrichtlinie scheitert am 5.
Dezember in Brüssel. Damit wird es in absehbarer Zeit keinen Zwangsumtausch
von Führerscheinen in ein EU-einheitliches Plastikmodell im
Kreditkartenformat geben.
nach oben |
2005
Weltweite
Ereignisse
Ab 1. April 2005 fällt das
Bankgeheimnis. Finanzämter,
Sozialbehörden und Arbeitsämter haben Zugriff auf die finanziellen Verhältnisse
jedes Bürgers - ohne Anfangsverdacht, ohne richterliche Erlaubnis und ohne, dass
die Betroffenen je davon erfahren.
Papst Johannes Paul II. stirbt im Alter von
84 Jahren. Joseph Ratzinger wird am 19. April 2005 zum neuen Papst gewählt. Er
nimmt den Namen Benedikt XVI. an. Die Bild-Zeitung titelt nach der Wahl des
Deutschen: „Wir sind Papst!“
Erwin Teufel tritt am 19. April nach
parteiinternen Querelen als Ministerpräsident von Baden-Württemberg und
Vorsitzender der Südwest-CDU zurück. Günther Oettinger wird sein Nachfolger.
Ende August richtet der
Hurrikan Katrina im Süden der USA - besonders in New Orleans - gewaltige
Schäden an. Zahlreiche Todesopfer sind zu beklagen.
Bei der
Bundestagswahl am 18. September 2005 wird die CDU/CSU stärkste Fraktion. Am
10. Oktober bilden CDU/CSU und SPD eine große Koalition und wählen Angela Merkel
zur ersten Bundeskanzlerin. Wolfgang Tiefensee wird in der neu gewählten
schwarz-roten Regierung Bundesverkehrsminister.
nach oben |
2006 - Beruf und Verband
-
Ereignisse, Entwicklungen in Baden-Württemberg
Am 18. Januar 2006
veranstaltet der Fahrlehrerverband Baden-Württemberg e.V. den ersten
KennenlernTag in der Geschäftsstelle in Korntal. Der Verband hatte alle
Mitglieder eingeladen, ganz ungezwungen und ohne feste Tagesordnung mit dem
Vorstand zu diskutieren und die Geschäftsstelle mit allen Mitarbeiterinnen
kennenzulernen.
Zwei Beamte der Abteilung Straßenverkehr und
Verkehrssicherheit des botswanischen Transportministeriums sind im Februar für
vier Wochen Gäste des Fahrlehrerverbandes Baden-Württemberg e.V., um das
deutsche Fahrschulwesen kennenzulernen. Vermittelt wurde der Besuch durch den
Deutschen Entwicklungsdienst (DED).
FIT IM VERKEHR, das neue Trainingsprogramm
für Führerscheinbesitzer, wird bei der Mitgliederversammlung des Verbandes am
13. Mai 2006 in Ulm den Mitgliedern vorgestellt. Teilnehmer erhalten die Programm-CD zum Mitnehmen. Ministerialdirektor Max Munding berichtet über
Aktuelles aus dem Innenministerium Baden-Württemberg, und Jörg Diehl,
Management-Trainer, referiert zum Thema „Ich bin o.k. und du bist o.k!“ Außerdem
wird der Vorschlag, dass der Gala-Abend nach der Mitgliederversammlung nur
noch alle zwei Jahre stattfinden soll, bei einer stattlichen Anzahl von
Enthaltungen mehrheitlich abgelehnt.
Mit einer
Fortbildungsveranstaltung, einer Podiumsdiskussion und einem Festakt
feiert der Treuhandverein für Verkehrserziehung und Verkehrssicherheit
am 10. Juli 2006 sein 25-jähriges Bestehen.
Motorrad Total führt
rund 100 Teilnehmer im September 2006 auf die Mittelmeerinsel Sardinien.
Verbandslogo in neuem Design: Nach 38 Jahren bekommt das „Markenzeichen“ des
Fahrlehrerverbandes Baden-Württemberg e.V., der auf der Spitze stehende Rhombus,
ein leichtes Facelifting. Schriftbild und Hintergrund wurden modernisiert.
Anstelle des grauen Schattens steht jetzt eine „Schale“, die die umfassende
Betreuung und den Service des Verbandes symbolisiert. Die Geschichte des roten
Parallelogramms geht auf das Jahr 1956 zurück. Damals gab es in Stuttgart noch
zahlreiche durch Polizeibeamte geregelte Kreuzungen. Um ungeschickte Fahrschüler
nicht deren Zorn auszusetzen, vereinbarten die Stuttgarter Verbandsfahrlehrer
mit den Ordnungshütern, als Erkennungszeichen die Windschutzscheibe ihrer Autos
mit einem 10 x 10 cm großen signalroten Rhombus zu schmücken. Das half. Und
1968, als der Verband die Wortmarke „Gut betreut - Verbandsfahrschule“ kreierte,
lag nichts näher, als den Rhombus zu verwenden. Wenig später war er auch das
Grundmotiv für das Verbandslogo.
In den ersten Oktobertagen 2006 wurde der
neue Tagungs- und Seminarraum der FSG/ TTVA mbH im Haus der Geschäftsstelle des
Fahrlehrerverbandes Baden-Württemberg e.V. fertig gestellt.
Mit der
konstituierenden Sitzung am 20. und 21. Oktober 2006 beginnt der Beirat
des Fahrlehrerverbandes Baden-Württemberg e.V. seine neue vierjährige
Amtsperiode. In zehn Kreisvereinen trat der bisherige Amtsinhaber nicht
mehr zur Wahl an. Karl-Heinz Hiller wird vom Beirat zum neuen
Motorradreferenten gewählt, nachdem der bisherige Amtsinhaber Theodor
Heinemann nach drei Jahren das Amt niedergelegt hatte.
Der Fahrlehrerverband
Baden-Württemberg e.V. organisiert auf vielfachen Wunsch für seine
Mitglieder eine gemeinschaftliche Reise mit Rahmenprogramm nach Berlin zum
1. Deutschen Fahrlehrerkongress.
nach oben |
2006 - Beruf
und Verband -
Ereignisse,
Entwicklungen im Bund und Europa
Im Januar 2006 stimmt
der Arbeitskreis IV des Deutschen Verkehrsgerichtstages unter dem Titel „Reform
des Fahrlehrerrechts“ mit überwältigender Mehrheit einer Resolution zu, in der
eine deutliche Verlängerung der Fahrlehrerausbildung mit einem zusätzlichen
Praktikum zu Beginn der Ausbildung gefordert wird und die Möglichkeiten zur
Kooperation von Fahrschulen vereinfacht werden sollen. Außerdem wird der
Berufsstand aufgefordert, Vorschläge für ein Qualitätssicherungssystem zu
unterbreiten. Das Bundesverkehrsministerium soll die Rahmenbedingungen für die
Zulassung eines solchen QS-Systems festlegen. Auch die Entbürokratisierung des
Fahrlehrerrechts und die Ablehnung der geplanten Dienstleistungsrichtlinie
werden gefordert.
Die Mitgliederversammlung der Bundesvereinigung der
Fahrlehrerverbände e.V. findet am 23. Juni im Europa-Park im badischen Rust
statt. Der Fahrlehrerverband Baden-Württemberg e.V. ist Gastgeber der Tagung.
Günther Oettinger, Ministerpräsident des Landes Baden-Württemberg, nimmt in
seiner Ansprache an die Delegierten zu aktuellen Themen Stellung. Gebhard L.
Heiler wird in Gegenwart des Ministerpräsidenten mit der erstmalig verliehenen
Ehrennadel des Dachverbandes für sein Lebenswerk ausgezeichnet.
Am 17. und 18.
November 2006 veranstaltet die Bundesvereinigung der Fahrlehrerverbände e.V. in
Kooperation mit der Fachzeitschrift FAHRSCHULE den 1. Deutschen
Fahrlehrerkongress, der unter dem Motto „In Europa bestehen“ steht. Das
Tagungsprogramm mit interessanten Fachvorträgen, einer großen Fachausstellung
und einem gesellschaftlichen Abend lockt mehr als 900 Teilnehmer und Gäste nach
Berlin.
Die Deutsche Fahrlehrer-Akademie e.V. entwickelt in Abstimmung mit dem
Berufsstand einen aussagekräftigen Berufseingangstest und bietet diesen
bundesweit den Leistungsträgern an.
Die Bundesvereinigung der
Fahrlehrerverbände e.V. wurde von der Europäischen Kommission als Unterzeichner
der EU-Charta für Straßenverkehrssicherheit angenommen. Damit verpflichtet sich
die BVF, sich aktiv für die Erhöhung der Straßenverkehrssicherheit einzusetzen.
Zahlen und Fakten: Mit insgesamt 5.091 Verkehrstoten hat die Unfallbilanz
des Jahres 2006 einen neuen Tiefstand erreicht (1997 waren es noch 8.564).
Unverändert stark gefährdet sind die Fahranfänger. 1.011 junge Menschen im Alter
von 18 bis 24 Jahren ließen im Straßenverkehr ihr Leben.
Neues
aus Europa:
Das neue Curriculum für die Klasse B wird eingeführt.
Norwegens Fahrlehrer werden ab diesem Jahr an der Universität
ausgebildet. Die Ausbildung dauert zwei Jahre und enthält theoretische und
praktische Elemente. Wer ein drittes Jahr anhängt, kann den Master-Abschluss
machen. Diese Möglichkeit wird vielfach genutzt.
nach oben |
|
Wichtige Änderungen der
StVO treten am 1. Januar bzw. am 1. Mai 2006 in Kraft. Dazu gehört u. a. die
Pflicht, die Ausstattung seines Fahrzeugs den Witterungsverhältnissen
entsprechend anzupassen (umgangssprachlich als „Winterreifenpflicht“
bekannt geworden). Die 40. Verordnung zur Änderung
straßenverkehrsrechtlicher Vorschriften erhöht außerdem die Sanktionen für
zu geringen Abstand.
Mit der
41. Verordnung zur Änderung straßenverkehrsrechtlicher Vorschriften werden
die Regelungen über die Hauptuntersuchung, die Abgasuntersuchung und die
Sicherheitsprüfung zusammengefasst. Nach einer Übergangszeit von knapp
vier Jahren wird ab 1. Januar 2010 die Abgasuntersuchung zusammen
mit der Hauptuntersuchung durchgeführt.
Mit der 42. Verordnung
zur Änderung straßenverkehrsrechtlicher Vorschriften werden zwei neue
Verkehrszeichen „Tunnel“ und „Nothalte- und Pannenbucht“ sowie
Verhaltensvorschriften für das Fahren im Tunnel eingeführt.
Der Bundesrat
verabschiedet am 7. Juli 2006 das Berufskraftfahrer-Qualifikations-Gesetz
(BKrFQG) und die Berufskraftfahrer-Qualifikations-Verordnung (BKrFQV) zur
Einführung der obligatorischen Grundqualifikation und Weiterbildung der
Berufskraftfahrer. Damit wird die EG-Berufskraftfahrerrichtlinie 2003/59 aus dem
Jahr 2003 fristgerecht in deutsches Recht umgesetzt.
Am 14. Dezember
verabschiedet das Europäische Parlament die 3. EG-Führerscheinrichtlinie. Sie
regelt u. a. mit einer Frist von maximal 26 Jahren die Umtauschpflicht für mehr
als 110 unterschiedliche Führerscheinmuster, die in der EU und im EWR noch im
Besitz von Fahrerlaubnisinhabern sind. Spätestens ab 19. Januar 2009 gilt eine
wichtige Neuregelung zur Bekämpfung des Führerscheintourismus. Sie gibt den
EU-Staaten das Recht, in anderen EU-Staaten ausgestellte Führerscheine nicht
anerkennen zu müssen, wenn dem Fahrerlaubnisinhaber - insbesondere wegen des
Konsums von Drogen und Alkohol - die Fahrerlaubnis im Inland entzogen worden
war.
nach oben |
2006
Weltweite Ereignisse
Die 18.
Fußball-Weltmeisterschaft findet vom 9. Juni bis 9. Juli 2006 in Deutschland
statt. Italien wird Weltmeister. Die deutsche Mannschaft wird mit Bundestrainer
Jürgen Klinsmann Dritter. Das durchweg schöne Sommerwetter und die gute Stimmung
in den Stadien und beim zahlreichen „Public Viewing“ sorgen für eine gelungene
Veranstaltung, die im Nachhinein als „Deutsches Sommermärchen“ bezeichnet
wird.
Am 31.
Juli 2006 werden in zwei herrenlosen Koffern im Dortmunder und Koblenzer
Hauptbahnhof Sprengsätze gefunden. Durch DNA-Spuren können die
Verdächtigen identifiziert und festgenommen werden. Die Sprengsätze sind
wegen handwerklicher Fehler nicht explodiert.
Saddam
Hussein, der ehemalige irakische Präsident, wird von einem Sondergericht
im Irak zum Tode verurteilt. Das Urteil wird am 30. Dezember vollstreckt.
nach oben |
2007 - Beruf
und Verband -
Ereignisse, Entwicklungen in Baden-Württemberg
Der Beirat des
Fahrlehrerverbandes Baden-Württemberg e.V. wählt am 3. Februar 2007 den
Vorsitzenden des Kreisvereins Sigmaringen, Karl-Heinz Schmid, zum neuen
dritten Vorsitzenden. Wie schon auf der Herbstsitzung 2006 angekündigt, hatte zuvor der
zweite Vorsitzende, Wolfgang Fischer, sein Amt aus persönlichen Gründen
niedergelegt.
Bei der Mitgliederversammlung des Fahrlehrerverbandes
Baden-Württemberg e.V. am 21. April 2007 wird Jochen Klima, zuvor 3.
Vorsitzender, einstimmig zum 2. Vorsitzenden und Karl-Heinz Schmid zum 3.
Vorsitzenden gewählt. Innenminister Heribert Rech verkündet, er stehe dem
„Begleiteten Fahren mit 17“ (BF17) sehr aufgeschlossen gegenüber. Zwei Tage vor
der Versammlung wurde bekannt, dass die in Baden-Württemberg für den 01.07.
geplante Einführung von BF17 erneut verschoben wird. Am Vortag der Versammlung
finden Arbeitskreise zu den Themen „BF17“ und
„Berufskraftfahrer-Qualifikations-Gesetz“ statt. Zum ersten Mal werden die
Teilnehmer gebeten, die Mitgliederversammlung zu benoten. Erfreuliche 90,48
Prozent bewerteten die Tagung mit gut oder sehr gut.
Vom 3. bis 5. Juli bietet
die FSG/TTVA mbH zum ersten Mal eine Fortbildung „mit Entspannung“ an. Der
Veranstaltungsort Europa-Park, Rust, bietet den Teilnehmern die Gelegenheit,
sich nach dem Seminar bei einem Besuch in der vielfältigen Erlebniswelt des
Parks zu entspannen.
Am 20. September 2007 startet die
Fahrschulsuchmaschine
der Verbandsfahrschulen auf der Internet-Plattform des Verbandes
www.flvbw.de.
25 Jahre Motorrad Total
- das Jubiläum des Spezialseminars des
Fahrlehrerverbandes Baden-Württemberg e.V. findet mit insgesamt 148 Teilnehmern
und 95 Motorrädern am Gardasee statt.
Am 21. Oktober 2007 stirbt
Rosemarie
Oettinger, Prokuristin des Fahrlehrerverbandes Baden-Württemberg e.V. und der
FSG/TTVA mbH, im Alter von 50 Jahren. Sie war seit 1981 in den Unternehmen für
das Finanzwesen verantwortlich. Ihr allzu früher Tod hinterlässt eine große
Lücke in der Gemeinschaft der Geschäftsstelle.
Vom 24. bis 26. Oktober 2007
bietet der Fahrlehrerverband Baden-Württemberg e.V. in Zusammenarbeit mit der
Mercedes-Benz Fahrerinformation des Lkw-Werkes in Wörth CE-Fahrlehrern zum
ersten Mal im Rahmen der CE-Fortbildung die Gelegenheit, mit großen Lkw im
Gelände, also „offroad“ zu fahren.
nach oben |
2007 - Beruf
und Verband -
Ereignisse, Entwicklungen im Bund
Im Januar erscheint zum
ersten Mal der Newsletter „Wegweiser“ der Deutschen Fahrlehrer-Akademie e.V.
Der TÜV Rheinland hat
in Zusammenarbeit mit dem Fahrlehrer-Verband Berlin von der Impuls GmbH eine
Studie zur Kundenzufriedenheit und den Erwartungen der Fahrschüler an ihre
Fahrschule erstellen lassen. 271 Fahrschüler beteiligen sich an der Umfrage.
Bei der
Mitgliederversammlung der Deutschen Fahrlehrer-Akademie e.V. skizziert Präsident
Prof. Dr.-Ing. Klaus Langwieder ein neues Konzept integrierter Fahrausbildung.
Die DFA baut mit diesem Ansatz auf die beiden Modellversuche „BF17“ und „FSF“
auf.
Die Bundesvereinigung der Fahrlehrerverbände e.V. stellt bei ihrer
Mitgliederversammlung, die am 15. Juni 2007 in Köln stattfindet, das neu
entwickelte Kompendium zur Grundqualifikation und Weiterbildung von
Berufskraftfahrern vor. Das Kompendium soll interessierte Verbandsfahrschulen
bei der Erschließung dieses neuen Geschäftsfeldes unterstützen. Außerdem
verabschiedet die Versammlung eine einstimmige Resolution zum Thema „Null
Toleranz bei Manipulationen in der Fahrerlaubnisprüfung“.
Prof. Dr.-Ing. Klaus Langwieder, Präsident der Deutschen Fahrlehrer-Akademie e.V., wird am 27. Juni
für seine Verdienste um die Fahrzeugsicherheit sowie für sein Engagement in der
Verkehrsunfallforschung mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet. Der
bayerische Staatssekretär Georg Schmid überreicht die Auszeichnung.
Auf der
Vorstandssitzung der Bundesvereinigung der Fahrlehrerverbände e.V. am 26./27.
September 2007 wird die für Anfang 2008 geplante Einführung der PC-Prüfung
eingehend diskutiert. Wolfram Klitzsch, Vorstandsvorsitzender der
Fahrlehrerversicherung, kündigt einen neuen Pkw-Tarif an.
Auf seiner Sitzung
am 12./13. Dezember beschließt der Vorstand der Bundesvereinigung der
Fahrlehrerverbände die dauerhafte Verlegung der BVF-Geschäftsstelle nach Berlin.
nach oben |
|
Die Mehrwertsteuer
steigt zum 1. Januar von 16 auf 19 Prozent. Dies zieht u.a. eine entsprechende
Erhöhung der TÜV-Gebühren nach sich.
Am 1. März 2007 tritt die neue
Fahrzeug-Zulassungsverordnung (FZV) in Kraft. Das neue Regelwerk ersetzt
weitgehend die bisher in den Abschnitten II und IIa der StVZO enthaltenen
Regelungen über die Zulassung, Kennzeichnung sowie die Pflichtversicherung
von Kraftfahrzeugen und Anhängern.
Seit
dem 11. April 2007 gelten neue Lenk- und Ruhezeiten. Mit der
EG-Verordnung 561/ 2006 wird die höchstzulässige Lenkzeit EU-weit auf 56
Stunden pro Woche begrenzt. Die Maximallenkzeit innerhalb von zwei Wochen
darf 90 Stunden nicht überschreiten und am Tag gelten 9 Stunden (2 x
wöchentlich 10 Stunden).
Ab 1.
August gilt das Alkoholverbot für Fahranfänger.
Seit 1.
September 2007 müssen Fahrlehrer einer Änderung des
Bundesjugendschutzgesetzes folgend jugendlichen Fahrschülern das Rauchen
in Fahrschulräumen, in deren unmittelbaren Umgebung und bei Pausen der
praktischen Ausbildung untersagen. Bei Unterlassung läuft man Gefahr,
angezeigt und zur Zahlung eines Bußgeldes verurteilt zu werden.
nach oben |
2007
Weltweite
Ereignisse
Kyrill, der schwerste
Orkan seit Lothar im Jahr 1999, fegt am 18. Januar 2007 über Europa hinweg und
nimmt 34 Menschen das Leben.
Der VFB Stuttgart
wird am 5. Mai zum fünften Mal
deutscher Fußballmeister.
Nicolas Sarkozy
wird am 6. Mai zum französischen Präsidenten gewählt.
Der
G8-Gipfel findet unter strengsten Sicherheitsvorkehrungen am 8. Juni 2007 in
Heiligendamm statt.
Der
Sicherheitsgurt wird 50. 1957 wurden die ersten Sicherheitsgurte serienmäßig
in Pkw-Modelle von Porsche und Mercedes-Benz eingebaut.
Österreich leidet im Juli unter einer extremen Hitzewelle. Es herrschen
Temperaturen bis fast 40 Grad Celsius.
nach oben |
|
2008 - Beruf und Verband -
Ereignisse, Entwicklungen in Baden-Württemberg Am 12. Dezember 2007
verkündet Innenminister Rech, dass das baden-württembergische Kabinett der
Rechtsverordnung zur Einführung des “Begleiteten Fahrens mit 17” zugestimmt hat.
Damit kann die Verordnung zum 1. Januar 2008 in Kraft treten. Baden-Württemberg
ist damit das letzte Bundesland, das dem nun bundesweiten Modellversuch
beitritt.
Die PC-Prüfung und die Zulassung ausländischer Fahrlehrer stehen bei
der Mitgliederversammlung des Fahrlehrerverbandes Baden-Württemberg e.V. am 26.
April 2008 in Friedrichshafen im Mittelpunkt. Christian Freiherr von Stetten,
Landesvorsitzender der Mittelstands- und Wirtschaftsvereinigung der CDU
Baden-Württemberg, referiert über die Mittelstandspolitik der CDU; Kay Schulte,
Referent des Deutschen Verkehrssicherheitsrates, spricht über die Notwendigkeit
des lebenslangen Lernens.
Der bereits seit einigen Jahren von Mitgliedern des
Kreisvereins Freiburg/Breisgau-Hochschwarzwald auf lokaler Ebene organisierte Sensomobiltag wird am 13. September erstmalig landesweit vom Fahrlehrerverband
Baden-Württemberg e.V. und dem Landesverband der Blinden und Sehbehinderten
Baden-Württemberg e.V. durchgeführt.
Vom 21. bis 27. September findet
Motorrad
Total auf Korsika statt.
Zum Arbeitskreis „Nutzfahrzeuge“ am 15. Oktober 2008
werden alle Mitglieder, die in der Lkw- und Bus-Ausbildung aktiv sind,
eingeladen.
Die Herbstsitzung des Beirats am 17./18. Oktober erlebt eine
Premiere: Frau Sabine Darjus, Vorsitzende des Fahrlehrerverbandes Hamburg e.V.,
nimmt als Gast an der Sitzung teil. Mit dem Hamburger Verband werden
Kooperationsmöglichkeiten diskutiert. Zum Beispiel werden sich die beiden
Landesagenturen der Fahrlehrerversicherung künftig hinsichtlich der
telefonischen Erreichbarkeit unterstützen.
Karl-Heinz Schmid teilt
dem Gremium mit, dass er auf Grund persönlicher Verpflichtungen die hohen an ein
Vorstandsmitglied gestellten Erwartungen nicht länger erfüllen kann und deshalb
zum 30. Oktober 2008 vom Amt des 3. Vorsitzenden zurücktritt.
Der
Fahrlehrerverband Baden-Württemberg e.V. organisiert für seine Mitglieder erneut
eine Reise nach Berlin zum 2. Deutschen Fahrlehrerkongress, der am 14. und 15.
November 2008 stattfindet. Wieder wird ein interessantes Beiprogramm angeboten,
zu dem u. a. ein Besuch bei Bundesinnenminister Wolfgang Schäuble, eine Zeitreise
durch Berlin mit dem “Alten Fritz” und der Besuch des Musicals „Mamma Mia“
gehören.
Im Oktober führt der Verband einen
Workshop für angestellte
Fahrlehrer durch, der leider nur auf geringes Interesse stößt.
Im November
2008 und Januar 2009 führt der Fahrlehrerverband Baden-Württemberg e.V.
insgesamt sieben Regionalversammlungen durch. Die Hauptthemen der
Veranstaltungen, die in Karlsruhe, Freiburg, Ravensburg, Pfullingen, Korntal,
Schwäbisch Gmünd und Neckarsulm stattfinden, sind: aktuelle Rechtsänderungen,
Berufskraftfahrerqualifikation, Einführung der PC-Prüfung, FIT IM VERKEHR,
Qualitätssicherung für Fahrschulen und die Meinungsbildung zu wichtigen
berufspolitischen Fragestellungen.
Peter Tschöpe, Vorsitzender des
Fahrlehrerverbandes Baden-Württemberg e.V., wird am 5. Dezember 2008 das
Bundesverdienstkreuz am Bande verliehen. Die Auszeichnung wird vom
baden-württembergischen Ministerpräsidenten Günther Oettinger überreicht.
Gewürdigt wird das vielfältige Engagement Tschöpes für die Verkehrssicherheit.
Besonders betont wird das Engagement für die Verkehrssicherheitsaktion „Gib Acht
im Verkehr“ und die Entwicklung der Programme „Patenschaft der Besonnenheit“
sowie „FIT IM VERKEHR“.
nach oben |
2008 -
Beruf und Verband
Ereignisse,
Entwicklungen im Bund und Europa
Die Doppelkarte hat
ausgedient. Ab März 2008 muss der Versicherer die Versicherungsbestätigung
elektronisch an die Zulassungsstelle übermitteln. Der Versicherte erhält
elektronisch oder postalisch einen siebenstelligen alphanumerischen Code als
Versicherungsbestätigung mitgeteilt.
Neues
aus Europa: Ungarn führt zum Jahresbeginn 2008 eine Eingangsprüfung für angehende Jungfahrlehrer ein. Sie
besteht aus mündlichen, schriftlichen und praktischen Aufgaben.
Österreich hebt
zum 1. Januar 2008 nach zwei Jahren die Tagfahrlichtpflicht wieder auf. Nach
Anstieg der Unfallzahlen 2007 und heftigen politischen Diskussionen um die
Wirkung des Tagfahrlichts wurde es zum Jahreswechsel abgeschafft. Zwar waren
Autos besser erkennbar, das Risiko für Radfahrer und Fußgänger sei aber
gewachsen.
Peter Glowalla und Peter Tschöpe werden auf der
Mitgliederversammlung am 13. Juni 2008 in Prien am Chiemsee einstimmig in ihren
Ämtern als 1. bzw. 2. stellvertretender Vorsitzender der Bundesvereinigung der
Fahrlehrerverbände e.V. bestätigt.
Gebhard L. Heiler, 1. Vizepräsident,
Schatzmeister und Mitgründer scheidet auf eigenen Wunsch aus dem Vorstand der
Deutschen Fahrlehrer-Akademie e.V. aus. Bei der Mitgliederversammlung ernennt
ihn die Versammlung einstimmig zum Ehrenmitglied. Zum neuen 1. Vizepräsidenten
wird Peter Tschöpe gewählt. Die Aufgabe des Schatzmeisters übernimmt künftig
Ansgar Brendel. Ministerialrat a. D. Dr. Hans-Peter Vogt wird mit dem
Karl-Rederer-Preis ausgezeichnet.
Auf der
Mitgliedervertreterversammlung der
Fahrlehrerversicherung am 26. Juni 2008 wird durch eine Satzungsänderung der
Kundenkreis erweitert. Lkw- und Busfahrer, die unter das
Berufskraftfahrer-Qualifikations-Gesetz fallen, können ihre privaten Risiken
künftig bei der Fahrlehrerversicherung VaG versichern.
Wegen umfangreicher
Änderungen der Fahrerlaubnis-Verordnung gibt die Bundesvereinigung der
Fahrlehrerverbände e.V. wieder die „Blauen Hefte“ „FeV“ und „FeV Anlagen“
heraus. Neuerungen gab es z.B. in den Bereichen Fristen für die Neuerteilung der
Fahrerlaubnis, internationale Führerscheine, Verlängerung der Fahrerlaubnisse
der Nutzfahrzeugklassen und Umschreibung ausländischer Führerscheine.
Die
Deutsche Fahrlehrer-Akademie e.V. hat den Bericht „Anforderungen an den
Fahrlehrerberuf in Europa“ fertig gestellt und in drei Sprachen der
Dachorganisation der Fahrprüfer in Europa (CIECA) übersandt. Außerdem wird der
Bericht im Bundesverkehrsministerium vorgestellt. Die Zusammenfassung soll den
Ländern bei der Anerkennung von ausländischen Fahrlehrerlaubnissen als
Entscheidungsgrundlage dienen.
Nach
dem Erfolg des ersten Fahrlehrerkongresses im Jahr 2006 wurde beschlossen, alle
zwei Jahre einen Kongress durchzuführen. Der zweite Fahrlehrerkongress
findet am 14. und 15. November 2008 wieder in Berlin statt. 1.030 Teilnehmer,
zahlreiche Gäste und 48 Aussteller sind dabei.
Zahlen und Fakten: Die
Anzahl der an Unfällen mit Personenschaden beteiligten alkoholisierten
Fahranfänger zwischen 18 und 20 Jahren ist im Jahr 2008 im Vergleich zu 2007 um
11 Prozent zurückgegangen, während der durchschnittliche Rückgang dieses
Unfalltyps bei allen Pkw-Fahrern nur bei 6,4 Prozent lag. 2008 verunglückten auf
Deutschlands Straßen insgesamt 4.477 Menschen tödlich. Im Vorjahr waren es noch
472 oder 9,5 Prozent mehr. Zur Erinnerung: Im Jahr 1970 waren in
Gesamtdeutschland 21.332 Verkehrstote zu beklagen.
nach oben |
|
Am 15. Februar 2008
stimmt der Bundesrat einer Änderung des Fahrlehrergesetzes zu. Fahrlehrer, die
ihre Fahrlehrerlaubnis in einem Staat der Europäischen Union, des Europäischen
Wirtschaftsraumes (EWR) oder in der Schweiz erworben haben, dürfen vorübergehend
oder dauerhaft in Deutschland tätig werden. Sie müssen dazu die entsprechenden
Sprachkenntnisse nachweisen. Unterscheiden sich die im Ausland erworbenen
Qualifikationen wesentlich von den in Deutschland nach der
Fahrlehrer-Ausbildungsordnung und der Prüfungsordnung für Fahrlehrer maßgebenden
Kenntnissen und Fähigkeiten und können die Unterschiede nicht durch die
bisherige Berufspraxis ausgeglichen werden, kann die Erlaubnisbehörde einen
Anpassungslehrgang anordnen. Der Antragsteller kann stattdessen auch eine
Eignungsprüfung ablegen. Mit dieser Regelung wird die
„Berufsanerkennungsrichtlinie“ der EU (2005/36/EG) umgesetzt.
Am 29. Juli 2008
wird die vierte Änderungsverordnung zur FeV im Bundesgesetzblatt verkündet. Die
geänderten Regelungen bei der Neuerteilung der Fahrerlaubnis und der
Umschreibung ausländischer Führerscheine (Wegfall der Prüfung bzw.
Ausbildungspflicht) sowie bei der Verlängerung der Fahrerlaubnisse der
Nutzfahrzeugklassen treten am 30. Oktober 2008 in Kraft. Mit der Verordnung wird
auch § 5 der DV-FahrlG geändert. Ab dem 30.06.2008 entfällt in den Lkw- und
Busklassen die Aufbewahrungspflicht für Schaublätter.
Busfahrer unterliegen ab 10. September 2008 der gesetzlichen Pflicht zur
Aus- und Weiterbildung nach dem Berufskraftfahrer-Qualifikations-Gesetz.
Das heißt, alle Busfahrer, denen nach dem Stichtag ihre Fahrerlaubnis
erteilt wird, müssen zusätzlich zum Führerschein die sogenannte
Grundqualifikation erwerben. Außerdem müssen Busfahrer, gleichgültig, wie
lange sie den Führerschein bereits besitzen, alle fünf Jahre an einer
35-stündigen Weiterbildung teilnehmen.
nach oben |
2008
Weltweite
Ereignisse
Das Briefmonopol der
Deutschen Post AG fällt zum 1. Januar 2008.
Das
Rentenversicherungs-Altersgrenzenanpassungsgesetz tritt am 1. Januar in Kraft.
Die stufenweise Anhebung der Regelaltersgrenze auf 67 ist für die Jahre 2010 bis
2029 vorgesehen.
Das US-Finanzinstitut
Lehman Brothers meldet am 15. September
2008 Insolvenz an. Fast alle Börsen reagieren darauf mit starken Kursverlusten.
Die Insolvenz markiert einen der Höhepunkte der weltweiten Finanzkrise.
Am 4.
November 2008 wird Barack Obama als erster Afro-Amerikaner zum 44. Präsidenten
der Vereinigten Staaten von Amerika gewählt.
nach oben |
2009 - Beruf und Verband
-
Ereignisse, Entwicklungen in Baden-Württemberg
In seiner Sitzung am 7.
Februar 2009 bestellt der Beirat den Vorsitzenden des Kreisvereins Ludwigsburg,
Ralf Nicolai, zum neuen dritten Vorsitzenden des Fahrlehrerverbandes
Baden-Württemberg e.V.
Am 13. Februar veranstaltet der Fahrlehrerverband
Baden-Württemberg e.V. einen Workshop für Arbeitgeber, bei dem die Ergebnisse
des im Oktober 2008 durchgeführten Workshops mit angestellten Fahrlehrern
diskutiert werden. Leider nehmen an diesem Workshop nur wenige Fahrschulinhaber
teil.
Am 25. April 2010 findet die 59. ordentliche
Mitgliederversammlung des
Fahrlehrerverbandes Baden-Württemberg e.V. in Freiburg statt. Mit seinem Referat
„Profilierung durch Differenzierung - mit dem positiven Kontrastprogramm die
Zukunft sichern“ und mit Headlines wie „Wer Preise sät, wird Pleite ernten“,
„Menschmarketing statt Preismarketing“ und „Vergiss nie im Leben, wer die
Rechnung bezahlt!“ zieht Joachim Bullermann, Verkaufstrainer und
Marketingberater, die Zuhörer in seinen Bann und regt damit so manchen zum
Nachdenken an.
Der Antrag des Kreisvereins Freiburg/ Breisgau-Hochschwarzwald,
„die Versammlung möge sich dafür aussprechen, die Theorieprüfung solle, wie in
Jahrzehnten ohne Beanstandung praktiziert, auch nach Einführung der PC-Prüfung
unter Wahrung der Konditionen des TÜV weiterhin in Räumen der Fahrschulen
stattfinden dürfen“, wird nach ausführlicher Debatte angenommen.
Wahlen: Peter Tschöpe wird mit nur einer Gegenstimme für weitere vier Jahre als Vorsitzender
bestätigt. Ralf Nicolai, im Februar vom Beirat als Nachfolger von Karl-Heinz
Schmid zum 3. Vorsitzenden bestellt, wird bei nur zwei Gegenstimmen für die
nächsten vier Jahre gewählt. Beide Wahlen erfolgen durch Handzeichen. Es gibt
keine Enthaltungen.
Ende Juni startet die
PC-Prüfung als Pilotprojekt im
Bereich der TÜV-Niederlassung Tübingen.
Trotz Prüfung anderer Varianten steht
am 8. Juli 2009 fest, dass es mit Einführung der PC-Prüfung ab 2010 in
Baden-Württemberg keine Theorieprüfungen mehr in Fahrschulräumen geben wird.
Die Teilnehmer von Motorrad Total
sind vom 20. bis 26. September 2009 auf der
kroatischen Adriainsel Krk. Neben einem Theorieteil und zwei
Realverkehrseinheiten geht es zum instruktorgeführten Fahren auf die Rennstrecke
des Automotodroms in Grobnik.
nach oben |
2009 - Beruf
und Verband -
Ereignisse,
Entwicklungen im Bund
Die Vorstandssitzung der Bundesvereinigung der
Fahrlehrerverbände e.V. am 4. und 5. März 2009 befasst sich mit drei neuen
Geschäftsfeldern für Fahrlehrer. Diese sind: Aus- und Weiterbildung von Lkw- und
Busfahrern, die Einweisung von Kraftfahrern in Fahrerassistenzsysteme und ein
Programm für die Ansprache älterer bzw. erfahrener Verkehrsteilnehmer. Das
Programm FIT IM VERKEHR, das der Fahrlehrerverband Baden-Württemberg e.V.
bereits seit 2006 seinen Mitgliedern anbietet, wird der Versammlung vorgestellt.
Der Vorstand beschließt, dass die BVF die Rechte an dem Programm erwerben soll,
damit dieses für Fahrlehrer leicht umsetzbare Programm den Mitgliedsfahrschulen
aller Landesverbände zur Verfügung gestellt werden kann.
Die Bundeswehr teilt
im April 2009 mit, dass sie nach Auswertung der Erkenntnisse aus dem
Interessenbekundungsverfahren, an dem sich auch die BVF beteiligte, weiterhin
die Fahrausbildung der Soldaten selbst durchführen und diese Aufgabe nicht
privaten Fahrschulen übertragen wird.
Im Mittelpunkt der Vorstandssitzung der
Bundesvereinigung der Fahrlehrerverbände e.V. steht die von Politikern der CSU
initiierte und mit Nachdruck geforderte Änderung des Straßenverkehrsgesetzes (StVG),
die den Weg für eine spezielle Fahrberechtigung für Mitglieder der Feuerwehren
und der Hilfsdienste freimachen soll. Angehörige dieser Organisationen sollen
nach einer organisationsinternen Ausbildung und Prüfung Einsatzfahrzeuge mit
einer zulässigen Gesamtmasse von mehr als 3,5 bis 4,75 t mit der Fahrerlaubnis
der Klasse B führen dürfen (Feuerwehrführerschein).
Ein weiteres Einsatzfeld
für Fahrlehrer könnte die Schulung von Zivildienstleistenden werden. Die
Anforderungen, die die Hilfsdienste an die Schulung ihrer Mitarbeiter haben,
verlangen nicht zwingend ein Sicherheitstraining nach Maßstäben des Deutschen
Verkehrssicherheitsrates (DVR).
Zum 13. Juli 2009 verlegt die
Bundesvereinigung
der Fahrlehrerverbände e.V. dauerhaft ihre Geschäftsstelle von München nach
Berlin. Bisher wanderte die Geschäftsstelle der BVF mit dem jeweiligen
Bundesvorsitzenden von Landesverband zu Landesverband.
Dr. Peter Ramsauer
wird im Oktober 2009 zum Verkehrsminister der neuen Regierung aus
CDU/CSU und FDP ernannt.
Um ihre Mitglieder
zukünftig in das Programm „Fahrtraining für Zivildienstleistende“
der Bundesvereinigung der Fahrlehrerverbände einweisen zu können, nehmen
am 20. Oktober Vertreter aller Fahrlehrerlandesverbände an einem
eintägigen „Mutterseminar“ teil.
nach oben |
|
Am 19. Januar 2009
tritt eine Neuregelung der Fahrerlaubnis-Verordnung (FeV) in Kraft, die es den
Fahrerlaubnisbehörden erleichtern soll, den sogenannten Führerscheintourismus zu
bekämpfen. Fahrerlaubnisse, die ab diesem Tag in einem Staat der EU oder des
Europäischen Wirtschaftsraums ausgestellt werden, werden in Deutschland nicht
mehr anerkannt, wenn deren Inhaber zuvor die Fahrerlaubnis entzogen worden war.
Diese Änderung setzt Artikel 11 Abs. 4 der 3. EG-Führerscheinrichtlinie in
deutsches Recht um. Nach dem Auslaufen von Übergangsregelungen wird damit
EU-konform von dem bisherigen Grundsatz abgewichen, dass ausnahmslos alle von
EU-Mitgliedstaaten erteilten Fahrerlaubnisse gegenseitig anzuerkennen sind.
Im
Februar werden durch Änderungen des Straßenverkehrsgesetzes (StVG) u. a.
Bußgelder für einige sicherheitsrelevante Verkehrsverstöße, wie z.B. für
Alkohol- und Drogenfahrten drastisch erhöht.
Der Bundesrat stimmt am 10. Juli
der sogenannten Segway-Verordnung zu. Für das Fahren mit einem Segway
(elektronische Mobilitätshilfe) ist mindestens die Mofa-Berechtigung
erforderlich.
Am 23. Juli 2009 tritt das 5. Gesetz zur Änderung des
Straßenverkehrsgesetzes, in dem die Grundlagen für den in den vergangenen
Monaten viel diskutierten „Feuerwehrführerschein“ geregelt sind, in Kraft. Darin
wird den Bundesländern das Recht eingeräumt, vom allgemeinen Fahrerlaubnisrecht
abweichende Regelungen für die Erteilung einer Fahrberechtigung an Mitglieder
der freiwilligen Feuerwehren, der anerkannten Rettungsdienste und der
technischen Hilfsdienste zu treffen. Fraglich ist, ob der deutsche Alleingang
mit dem europäischen Recht vereinbar ist. Möglicherweise steht der
Bundesrepublik deshalb ein Vertragsverletzungsverfahren ins Haus.
Ab September
2009 tritt die Neufassung der Straßenverkehrs-Ordnung (StVO) in Kraft. Seit der
ersten StVO von 1937 und der neuen StVO von 1970 hat das Verhaltensrecht keine
derart umfassenden Änderungen mehr erfahren. So sind z.B. die Verkehrszeichen
nicht mehr in den Paragrafen 39 bis 42, sondern in den Anlagen 1 bis 4
enthalten. Weitere Neuerungen sind u. a. in den Regelungen zum Kreisverkehr, zum
Halten und Parken und zu Bahnübergängen enthalten.
Lkw-Fahrer unterliegen ab
10. September 2009 der gesetzlichen Pflicht zur Aus- und Weiterbildung nach dem
Berufskraftfahrer-Qualifikations-Gesetz. Das heißt, Lkw-Fahrer müssen zusätzlich
zum Führerschein die sogenannte Grundqualifikation nachweisen. Außerdem müssen
alle Lkw-Fahrer, gleichgültig, wie lange sie den Führerschein bereits besitzen,
bis zum 10.9.2014 eine 35-stündige Weiterbildung belegen.
Seit 1. Oktober
müssen Zivildienstleistende, die überwiegend im Fahrdienst eingesetzt werden,
vor Dienstantritt ein fünf Zeitstunden umfassendes Fahrtraining absolvieren. Das
von der BVF entwickelte Programm wird vom Bundesbeauftragten für den Zivildienst
anerkannt. Dieses Training kann damit auch von Fahrlehrern durchgeführt werden.
nach oben |
2009
Weltweite Ereignisse
Am 11.
März 2009 erschoss ein Amokläufer in Winnenden in der
Albertville-Realschule und in Wendlingen insgesamt 15 Menschen. Der
17-jährige Täter hatte bis 2008 die Albertville-Realschule besucht und dort
den Realschulabschluss gemacht.
In
Mexiko nimmt Ende März die sogenannte Schweinegrippe ihren Ausgang.
Ende April warnt die Weltgesundheitsorganisation vor einer weltweiten
Verbreitung (Pandemie) und setzt Anfang Juni die Warnung auf die höchste
Alarmstufe. Die Bundesregierung bestellt im Juli 50 Millionen Impfdosen.
Das Angebot der Schutzimpfung wird von der Bevölkerung nur mäßig
angenommen. Gründe dafür sind der milde Verlauf der Krankheit in
Deutschland und Warnungen vor den Nebenwirkungen des Impfstoffes.
Für das
Versandhaus Quelle wird am 9. Juni Insolvenzantrag gestellt und
Gläubigerschutz beantragt.
Michael Jackson stirbt am 25. Juni 2009 im Alter von 50 Jahren in Los
Angeles, Kalifornien/USA. Die Fangemeinde trauert weltweit um den „King of
Pop“.
Am 9.
und 10. November 2009 wird der 20. Jahrestag des Mauerfalls in der
Hauptstadt Berlin gefeiert.
Das
gesamte Jahr 2009 belasten die Folgen der Finanzkrise die
Weltwirtschaft.
nach oben |
2010 - Beruf und Verband
-
Ereignisse, Entwicklungen in Baden-Württemberg
Die 60. ordentliche
Mitgliederversammlung des Fahrlehrerverbandes Baden-Württemberg e.V. wird am 24.
April 2010 in Ulm stattfinden. Geplant ist ein Dialog zwischen Gebhard L.
Heiler, Vorsitzender des Verbandes in den Jahren 1970 bis 1997, und Peter Tschöpe, derzeitiger Vorsitzender, zum Thema „60 Jahre Fahrlehrerverband
Baden-Württemberg e.V.“ Außerdem wird Prof. Dr. Malte Mienert, Universität
Bremen, ein Referat zum Thema „Der Übergang in die Automobilität als
Entwicklungsaufgabe des Erwachsenwerdens“ halten.
nach oben |
|
2010 -
Beruf und Verband -
Ereignisse,
Entwicklungen im Bund Zum 1. Januar 2010
startet bundesweit die PC-Prüfung. Ab diesem Datum sind Prüfungen in allen in
der Prüfungsrichtlinie genannten Sprachen möglich. Prüfungen mit Dolmetscher
oder Mini-Disc sind nicht mehr zulässig.
Der TÜV SÜD gewährt ab 1. Januar 2010
allen Fahrschulen, die sich das ganze Jahr am Abbuchungsverfahren beteiligen,
einen Zuschuss zu den Kontoführungsgebühren in Höhe von 25 Euro.
Rudi Ebel, 2.
stellvertretender Vorsitzender der Bundesvereinigung der Fahrlehrerverbände e.V.
in den Jahren 1994 bis 2004 und Vorsitzender des Fahrlehrerverbandes Pfalz e.V.,
ist am 23. Januar 2010 verstorben. Er feierte kurz zuvor seinen 70. Geburtstag.
Die Arbeitsgruppe VII des 48. Deutschen Verkehrsgerichtstages beschäftigte
sich mit dem Thema „Unfallrisiko von Fahranfängern“ und stellte fest, dass man
die jungen Fahranfänger in der schwierigen Phase zu Beginn nicht allein lassen
darf, sondern sie sinnvoll, angemessen und effektiv begleiten muss. Aufgrund der
aus den bundesweiten Modellversuchen gewonnenen Erkenntnisse mit dem
“Begleiteten Fahren mit 17” und der “Zweiten Phase” sollen nun weitergehende
Überlegungen angestellt werden, wie künftig alle Fahranfänger in risikosenkende
Maßnahmen eingebunden werden können.
Für den 26. und 27. November 2010 ist der
3. Deutsche Fahrlehrerkongress - erneut im Estrel Hotel in Berlin - geplant.
nach oben |
2010
Weltweite
Ereignisse
Am 12. Januar 2010
erschüttert ein schweres Erdbeben Haiti und fordert ca. 300.000 Menschenleben.
Ein weiteres Erdbeben am 27. Februar 2010 in Chile hat rund 800 Menschen das
Leben gekostet. Außerdem meldet
www.spiegel.de am 9. März, dass „das Beben auch
geologisch immense Auswirkungen hatte. Es verpasste der Erde nicht nur einen
Drall und verschob die Erdachse - die Erschütterung hat zudem Großteile des
südamerikanischen Kontinents verrückt. Die Stadt Concepción etwa hat sich, dem
Deutschen Geodätischen Forschungsinstitut (DGFI) zufolge, knapp drei Meter nach
Westen verschoben. Andere Ortschaften rückten ebenfalls nach Westen. Chiles
Hauptstadt Santiago habe sich um fast 30 Zentimeter verschoben, berichten
Experten der Ohio University. Auch das auf der anderen Seite des Kontinents
gelegene Buenos Aires liege nun weiter westlich als zuvor - um zweieinhalb
Zentimeter. Selbst die Falklandinseln im Atlantik und brasilianische
Küstenstädte hätten sich bewegt ...“
Der Landtag von Baden-Württemberg wählt
am 10. Februar 2010 Stefan Mappus (CDU) zum neuen Ministerpräsidenten. Er ist
damit Nachfolger von Günther Oettinger, der zukünftig als EU-Kommissar für
Energiefragen nach Brüssel geht.
nach oben |
Abschließende Bemerkungen
Die
Aufzeichnungen in dieser Chronik enden wenige Wochen vor der 60.
Mitgliederversammlung des Fahrlehrerverbandes Baden-Württemberg; Endstand ist der
9. März 2010.
[Quellenhinweis]
|