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Pressemitteilung
Bundesvereinigung
der
Fahrlehrerverbände e.V.
Zusammenschluss von Fahrlehrerverbänden im Bundesgebiet
09.01.2002
Modellprojekt "Führerschein
mit 17"
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Die Bundesvereinigung der
Fahrlehrerverbände e.V. nimmt mit Interesse die Vorschläge einiger Bundesländer, eine
professionelle Fahrausbildung schon mit 17 Jahren zu ermöglichen, zur
Kenntnis. Das Bundesministerium für Verkehr, Bau- und Wohnungswesen hat
in diesem Zusammenhang angekündigt, die Erfahrungen aus anderen Staaten
unvoreingenommen im Hinblick auf eine Übertragbarkeit auf deutsche Verhältnisse
auszuwerten und hierzu die Bundesanstalt für Straßenwesen beauftragt.
Erst wenn diese wissenschaftlichen Auswertungen vorliegen, kann über das
ob und wie einer „vorgezogenen Fahrerlaubnis“ überhaupt erst
entschieden werden.
Die Idee, nach einer
vorgezogenen professionellen Fahrausbildung in der Fahrschule jungen
Fahrern/innen erste Erfahrungssammlung im Straßenverkehr unter Auflagen
(z. B. in Begleitung eines erfahrenen Erwachsenen) zu ermöglichen, kann
grundsätzlich dazu beitragen, die jüngste Initiative der Bundesregierung
zur Verbesserung der Unfallsituation junger Fahranfänger (2.
Ausbildungsphase) zu ergänzen.
Unter der Voraussetzung,
dass die Phase des begleitenden Fahrens nach Absolvieren der
Fahrerlaubnisprüfung mit ergänzenden pädagogischen Hilfestellungen
durch die Fahrschulen versehen wird, kann eine der Verkehrssicherheit
dienliche Fahrstilbildung bei den jungen Fahrern/innen unterstützt
werden. Wissenschaftliche Erkenntnisse bestätigen, dass sich die jungen
Fahrer/innen nach Erhalt der Fahrerlaubnis in einer sehr sensiblen und
sehr prägenden Phase befinden, die durch Erfolge und Misserfolge im Straßenverkehr
beeinflusst werden. Ein pädagogisch untermauertes begleitendes Fahren
kann hier die jungen Fahrer/innen in ihrem Lernprozess unterstützen.
Nach Abschluss der Phase
des begleitenden Fahrens wird die Erfahrungsbildung in einem weiteren,
neuen Prozess verlaufen, dem Prozess des Alleinefahrens. Die an dieser
Stelle ansetzende zweite Fahrausbildungsphase soll dabei ein Hinterfragen
von Handlungen und eine kritische Betrachtung des eigenen Handelns ermöglichen,
um dauerhaft sicheres Verhalten zu erzeugen. Eine entsprechende Verordnung
der Bundesregierung befindet sich zur Zeit in Abstimmung.
München,
den 09. Januar 2002
Bundesvereinigung der
Fahrlehrerverbände e. V.
Gerhard von Bressensdorf
Vorsitzender
Postfach 710969
81459 München
Tel.
089/749 149-41
Fax: 089/749 149-44
E-Mail:
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