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FAHRLEHRERVERBAND
Baden-Württemberg e.V.
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08.11.11 |
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Kurznachrichten
Archiv 2005
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Aus
Dezember
2005:
Aus
FPX 12/2005 - Sen
onsere Jonge dümmer?
„In
Baden-Württemberg geht das leider nicht“, beschied unlängst ein Stuttgarter
Fahrlehrer eine Mutter, die ihre 16½-jährige Tochter zur Ausbildung Klasse B
anmelden wollte, „damit sie mit 17 den Schein hat und ich mit ihr fahren kann“.
Die Frau bohrte nach, wollte den Grund wissen, warum das hier nicht geht, „wo
man in der Zeitung doch nur Gutes über das Begleitete Fahren liest“. Der Kollege
meinte, den genauen Grund kenne er auch nicht, aber es sei halt Ländersache, den
Modellversuch, und um einen solchen handle es sich nun einmal, einzuführen oder
auch nicht. Und als sie schließlich resigniert fragte, Ja sin denn onsere Jonge
dümmer als die in Bayern? empfahl ihr der Kollege, dies doch einmal den Herrn
Innenminister Rech zu fragen, denn der habe das in der Hand. Diese Mutter ist
nicht die einzige, die in diesen Tagen solche Fragen stellt. Seit vor einigen
Wochen die ersten positiven Ergebnisse über das Begleitete Fahren in
Niedersachsen durch die Presse gingen, wollen immer mehr Eltern wissen, was die
Landesregierung davon abhält, das Modell auch in Baden-Württemberg einzuführen.
Wenn, wie aus Niedersachsen berichtet wird, wahr ist, dass dort die jungen
Fahrer nach Abschluss der Begleitphase 40 Prozent weniger Unfälle verursachten
und 60 Prozent weniger Bußgeldmandate erhielten als die Vergleichsgruppe, ist
verständlich, dass besorgte Eltern das Begleitete Fahren auch hierzulande für
ihre Töchter und Söhne fordern. Apropos, im Hinausgehen drehte sich die Frau aus
dem Stuttgarter Osten noch einmal um und meinte: „Den Rech werde ich nicht
fragen, ich stecke das der Ute Vogt, die kenne ich persönlich.“ XE
Aus
FPX 12/2005 - Handy
anfassen verboten
Als
Fahrzeuglenker während der Fahrt das Handy am Ohr zu haben, ist aus guten
Gründen verboten. Aber wie ist es, wenn einer ein ausgeschaltetes Handy nur mal
kurz in die Hand nimmt? Das OLG Hamm entschied vor kurzem (Az: 2 Ss-Owi 177/05),
auch dies sei verboten und bekräftigte damit die Auffassung der Vorinstanz. Der
Autofahrer war von einer Polizeistreife beobachtet worden, wie er während der
Fahrt sein Handy in der Hand hielt. Vor Gericht sagte er aus, er habe lediglich
die Uhrzeit auf dem Handydisplay ablesen wollen, ein Telefonat habe er zur
Tatzeit nicht geführt. Das überzeugte das Gericht nicht. Jegliche Nutzung sei
untersagt, bei der das Handy in der Hand gehalten werde. In einem ähnlichen Fall
kam das OLG Köln (Az: 83 Ss-Owi 19/05) hingegen zu einer anderen Entscheidung
und hob die von der Vorinstanz verhängte Geldbuße auf: Ein Autofahrer war
ebenfalls mit dem Handy in der Hand erwischt worden. Er gab an, das Mobiltelefon
lediglich vom linken Ablagefach auf die Mittelkonsole gelegt zu haben, da es
„gerappelt“ habe. Das OLG Köln meinte dazu, zwar sei jede Benutzung eines Handys
ordnungswidrig, da man sich bei der Fahrt nicht ablenken lassen soll. Unter
„Benutzung“ verstehe man jedoch den wirklichen Gebrauch der Handyfunktionen wie
Telefonieren oder Verschicken von SMS. Wer sein Mobiltelefon lediglich in die
Hand nehme, um es woanders hinzulegen, handle nicht ordnungswidrig. Angesichts
der divergierenden Auffassungen der Obergerichte rät der Auto- und Reiseclub
Deutschland (ARCD) den Kraftfahrern: „Während der Fahrt Hände weg vom Handy!“
ARCD / GLH
Aus FPX 12/2005 -
Gefährliche Landstraßen entschärfen
Mit
großer Sorge beobachten Verkehrsexperten die Unfallentwicklung auf deutschen
Landstraßen, auf denen sich zwei Drittel aller tödlichen Verkehrsunfälle
ereignen. 70 Prozent der Todesfälle geschehen durch Abkommen von der Fahrbahn
oder beim Überholen. Nach Informationen der Bundesanstalt für Straßenwesen (BASt)
sind meistens überhöhte Geschwindigkeit oder Fehleinschätzungen von
Geschwindigkeit und Abstand entgegenkommender Fahrzeuge die Ursache. Mit ihrem
vor einem Jahr gestarteten Pilotvorhaben zur Erhöhung der Außerortsicherheit (AOSI)
will die BASt prüfen, ob durch den nachträglichen Ausbau von Überholstreifen die
Zahl der Unfälle reduziert werden kann. Der Effekt ist ähnlich wie beim 2+1
System, das beim Neubau von Bundesstraßen angewendet wird und nach den
bisherigen Erfahrungen Erfolg versprechend ist. Solche Straßen haben durchgängig
drei Fahrstreifen, wobei abwechselnd für eine Fahrtrichtung zwei Fahrstreifen
zur Verfügung stehen. Ein entsprechender Ausbau von bestehenden Landstraßen ist
aber teuer und in vielen Fällen nicht durchführbar. Mit dem Projekt AOSI will
die BASt herausfinden, ob das Problem der Überholunfälle mit schwersten
Frontalkollisionen auch dann entschärft werden kann, wenn man zweistreifige
Landstraßen nur vereinzelt mit solchen Überholstreifen ausrüstet. Außerhalb der
zusätzlichen Fahrstreifen gilt ein striktes Überholverbot, auf das Schilder und
durchgezogene Doppellinien hinweisen. Ursprünglich waren von den
Landesregierungen Thüringen, Sachsen und Brandenburg 39 unfallträchtige Strecken
benannt worden, übrig blieben aus Kostengründen noch 11 Streckenabschnitte mit
einer Gesamtlänge von 150 Kilometern. Anfang November gab Verkehrsminister
Szymanski Brandenburgs erste Versuchsstrecke auf der L 48 bei Cottbus für den
Verkehr frei. ARCD / GLH
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Aus
November
2005:
Aus FPX 11/2005 - Null Promille für Fahranfänger?
Die Mehrheit der Ländervertreter stimmte am 28. September im
Verkehrsausschuss des Bundesrates einem Antrag von Berlin, Brandenburg,
Mecklenburg-Vorpommern und Schleswig-Holstein zu, wonach künftig für
Fahranfänger in der Probezeit das Null-Promille-Gebot gelten soll. Bremen,
Niedersachsen und Rheinland Pfalz votierten dagegen. Ob der Antrag im Plenum des
Bundesrates Erfolg haben wird, ist offen. Bundesverkehrsminister Manfred Stolpe
hatte schon im April eine Null-Promille-Regelung für Fahranfänger angekündigt.
Doch es gibt praktisch und rechtlich begründete Bedenken gegen die „Splittung“
des Rechts. „Vorher strikt nicht, aber nach Ablauf der Probezeit darf man sich
an die 0,5 Promille herantrinken?“ Das sei erzieherisch bedenklich, sagen die
Gegner. Überdies sei der Erfolg angesichts der unzureichenden Kontrolldichte
fraglich. Die Befürworter halten dem entgegen, dass derzeit jeder achte
Verkehrstote in Deutschland auf Alkohol am Steuer zurückzuführen ist. Junge
Fahrer nähmen dabei eine „traurige Spitzenposition“ ein. Von allen im Jahr 2004
erwischten alkoholisierten Unfallfahrern waren nach Angaben des Auto- und
Reiseclubs Deutschland (ARCD) 34 Prozent zwischen 18 und 24 Jahre alt. Diese
Altersgruppe habe an der Bevölkerung aber nur einen Anteil von acht Prozent.
Nach dem Unfall eines Alkoholrasers vor wenigen Monaten mit vier Toten auf der
Insel Rügen wurde die Bürger-Stiftung „Raser-Täter-Opfer“ gegründet, die sich
für eine generelle Null-Promille-Grenze für Kraftfahrer einsetzt. Die
Einstellung der Jugend zu einem generellen Alkoholverzicht am Steuer ist
durchaus positiv: Nach einer Umfrage des Fahrzeugherstellers Renault vom
vergangenen Jahr befürworten in Deutschland 79 Prozent der 16- bis 20-Jährigen
ein generelles Alkoholverbot für Kraftfahrer. GLH / ARCD
Aus FPX 11/2005 - Kommt die Pkw-Maut?
Baden-Württemberg hat unter den Befürwortern der Autobahnvignette für Pkw
die Führungsrolle übernommen. Eine in ihrer Zusammensetzung nicht näher bekannte
Bund-Länder-Arbeitsgruppe hat sich angeblich den baden-württembergischen
Vorschlägen angeschlossen. Danach soll die Jahresgebühr 100 Euro kosten. Auch
Tages- oder Wochenvignetten soll es geben. Als Ausgleich soll die
Mineralölsteuer gesenkt werden. Dummheit, sagen die Gegner der Maut, denn dieser
Nachlass würde auch den Ausländern zugute kommen, die eigentlich für das
Befahren unserer Autobahnen zur Kasse gebeten werden sollten. Andere wollen im
Gegenzug die Kfz-Steuer abgeschafft wissen, was vernünftig wäre, aber in den
Ländern zu Mindereinnahmen führen würde. Um was geht es eigentlich? Die
Protagonisten der Maut wollen die Kosten für den Autobahnbau und erhalt vom
allgemeinen Haushalt abkoppeln. Eine Straßenverkehrsgesellschaft soll diese
Aufgaben übernehmen und dafür auch den Mauterlös einnehmen, der auf jährlich
drei Milliarden Euro geschätzt wird. Die Verkehrsminister von Rheinland-Pfalz
und Sachsen-Anhalt, Hans-Artur Bauckhage (FDP) und Karl-Heinz Daehre (CDU),
zeigten sich offen für die Pkw-Vignette. Ex-Bundeswirtschaftsminister Wolfgang
Clement (SPD) hingegen forderte, das Autobahnnetz zu verkaufen, um mit dem Erlös
die Bundeskasse zu sanieren. Ablehnend äußerten sich dagegen
Bundesverkehrsminister Manfred Stolpe (SPD) und mehrere Länderminister. Auch die
Automobilclubs ADAC und AvD protestierten. Die Autoclubs befürchten zu Recht,
dass die Vignettenmaut nichts anderes als ein weiteres Mittel zum verstärkten
Melken der Autofahrer sein würde. Am 12. Oktober schließlich beschlossen die
Verkehrsminister der Länder, vorerst das Thema Pkw-Vignette von der Tagesordnung
zu nehmen. Und was sagen die politischen Auguren? Die Vignettenmaut wird kommen,
lautet die nahezu einhellige Voraussage der führenden Kaffeesatzleser. Denn
angesichts des desolaten Zustands vieler Autobahnstrecken und der katastrophalen
Kassenlage des Bundeshaushalts werde der großen Koalition kaum eine andere
Lösung einfallen. GLH
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Aus
Oktober
2005:
Aus FPX 10/2005 - ISA für mehr Sicherheit
ISA steht für „Intelligent Speed Adaption“, ein neues System für
automatische Geschwindigkeitskontrolle, das der Europäische
Verkehrssicherheitsrat (ETSC) unlängst Verkehrsexperten der EU vorstellte. Auch
an sich besonnene Autofahrer erkennen Tempolimits oft zu spät oder gar nicht und
fahren deshalb namentlich in Baustellenbereichen und am Ortseingang noch mit zu
hohem Tempo. ISA könnte helfen, denn es übermittelt lokale Tempolimits ins Auto
und zeigt diese dem Fahrer durch ein akustisches oder optisches Warnsignal an.
Daneben kann es durch Weiterleitung an den sog. „Bremspiloten“ in direkter
Aktion die Geschwindigkeit automatisch verringern. Technische Voraussetzung ist
ein GPS-Satelliten-Navigationssystem im Auto. Wäre die Mehrzahl der Fahrzeuge
damit ausgerüstet, könnten nach einer Hochrechnung der Hersteller durch ISA rund
36 Prozent aller schweren Verletzungen im Straßenverkehr und bis zu 59 Prozent
aller tödlichen Unfälle vermieden werden. In Schweden läuft bereits seit Ende
Mai ein erster Großfeldversuch mit ISA. ARCD / GLH
Aus FPX 10/2005 - Das Auto als rollendes Kommunikationszentrum
Auf der Internationalen Funkausstellung in Berlin stellte Blaupunkt ein neu
entwickeltes Autoradio vor, mit dem durch Knopfdruck digitale Radioprogramme auf
einer SD-Speicherkarte mitgeschnitten werden können. Neben den Standard-Tunern
für UKW, Mittel- und Langwelle hat es einen Empfänger für den digitalen Hörfunk
DAB an Bord und kann MP3-Musik von selbst gebrannten CDs oder von SD-Karten
abspielen. Mit der komfortablen Docking-Station von Harman / Kardon lässt sich
der iPod ins Auto holen. Die Bedienteile des Abspielgeräts sind wie eine Kopie
des Players ins Armaturenbrett integriert. Auf einem LC-Bildschirm werden die
Musikvorräte angezeigt, und eine im Auto eingebaute Elektronikzentrale stellt
die Verbindung zum Autoradio her. Ein von Pioneer gezeigtes Autoradio besitzt
ein mitgeliefertes Mikrofon, das zusammen mit den Radio-Lautsprechern über eine
Bluetooth-Verbindung zum Mobiltelefon als Freisprech-Anlage funktioniert. Das
Radio erkennt ankommende Anrufe und schaltet auf Knopfdruck das Gespräch laut.
Alle wichtigen Telefonfunktionen, auch die Verwaltung von Anruflisten und
Telefonbüchern, können über die Radiobedienelemente gesteuert und angezeigt
werden. Für Kunden mit kleineren Budgets und Fahrzeugbesitzer, die in ihrem
Cockpit nicht genügend Platz für den Einbau großer Bildschirmflächen haben,
wurden auf der Messe neue Radio-Navigationssysteme gezeigt, deren gesamte
Technik im Format eines klassischen Autoradios untergebracht ist. Durch neue
hoch auflösende Displays können jetzt auch detaillierte Straßenkarten statt
einer einfachen Pfeil-Optik angezeigt werden. ARCD / GLH
Aus FPX 10/2005 - ESP setzt sich durch
67 Prozent aller 2004 in Deutschland neu zugelassenen Pkw waren mit dem
Elektronischen Stabilitäts-Programm (ESP®) ausgestattet. Wie eine
Bosch-Untersuchung zeigt, ist dies gegenüber 2003 eine Steigerung um über 20
Prozent. Wie effektiv das aktive Sicherheitssystem hilft, die Gefahr eines
Unfalls zu reduzieren, zeigen mehrere Untersuchungen. Diesen zufolge ließe sich
bei einem flächendeckenden Einsatz von ESP die Zahl der so genannten
Alleinunfälle mit schwerem Personenschaden um bis zu 50 Prozent reduzieren.
Grund für den starken Anstieg des ESP in Neuwagen ist der erheblich gestiegene
serienmäßige Einbau in Fahrzeuge der volumenstarken unteren Mittelklasse. Hier
stieg der Anteil von mit ESP verkauften Fahrzeugen von 60 auf jetzt 83 Prozent.
In der Ober- und Luxusklasse ist ESP bereits Standard, in der Mittelklasse auf
dem besten Weg dorthin. Bei den Kleinwagen verdreifachte sich der Anteil von
sechs Prozent in 2003 auf jetzt 19 Prozent, liegt aber absolut gesehen weiterhin
auf niedrigem Niveau und ist in der Regel nur gegen Aufpreis zu haben. Bosch /
GLH
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Aus
September
2005:Aus FPX
09/2005 - Telefonieren im Auto
vervierfacht Unfallrisiko!
Forscher der University of Western Australia
haben nachgewiesen, dass Telefonieren am Steuer das Unfallrisiko vervierfacht.
Zu diesem Ergebnis kamen sie durch die Analyse der Telefonrechnungen von 456
Autofahrern, die nach einem Verkehrsunfall ins Krankenhaus eingeliefert worden
waren. Für das höhere Unfallrisiko spielte es keine Rolle, ob mit oder ohne
Freisprecheinrichtung geplaudert wurde. Nach Beobachtungen des Auto- und
Reiseclub Deutschland (ARCD) ignorieren auch hierzulande viele Autofahrer das
Verbot des Telefonierens ohne Freisprechanlage. Die Androhung von 40 Euro
Bußgeld und einem Flensburger Punkt scheint keine sehr wirksame Abschreckung zu
sein. Indes, bei Fahrten im Ausland drohen weit höhere Bußen. Wer in Italien,
Dänemark, Finnland oder Luxemburg im Auto telefoniert, wird mindestens 70 Euro
los. In Norwegen sind es pauschal 120, in Ungarn 125, in den Niederlanden 140,
in Frankreich und Griechenland gar 150 Euro. Spanien hält mit 300 Euro vorerst
die Spitze. Auch Freisprechanlagen schützen, z.B. in Portugal, nicht immer vor
Geldbußen: Dort ist jedes Telefonieren am Steuer verboten. Verstöße werden mit
120 Euro und mehr geahndet. ARCD/GLH
Aus FPX 09/2005 - Mit Fahrlicht gegen den Unfall
Laut des niederländischen Institute for Road
Safety Research (SWOV) ist nicht rechtzeitiges Erkennen oder Übersehen anderer
Fahrzeuge Mitursache von etwa 50 Prozent aller Unfälle bei Tageslicht. Die
Wahrnehmung der Augen sei im Verkehr tagsüber oft unzureichend. Ein Experiment
habe gezeigt, dass selbst bei freier Sicht 8 Prozent der Autos aus der
Entfernung nicht zu erkennen waren, sofern sie nicht das Fahrlicht eingeschaltet
hatten. Auf Grund dieses Ergebnisses untersuchten die Forscher, ob die
europaweite Einführung des Tagfahrlichts zur Minderung der Unfälle bei
Tageslicht führen könnte. Gestützt auf die Fakten ihrer Forschung errechneten
die Wissenschaftler eine mögliche Reduktion der Unfalltoten um 5.500 und der
Unfallverletzten um 155.000 pro Jahr, wenn in allen Staaten der Europäischen
Union Tagfahrlicht Vorschrift würde. Aus Deutschland kommt Zustimmung sowohl vom
Deutschen Verkehrssicherheitsrat (DVR) wie auch von der Deutschen Verkehrswacht
(DVW). Doch, wann immer in Deutschland das Thema Tagfahrlicht in die Diskussion
kam, wurde (und wird noch) mit geradezu missionarischem Eifer auf
Sichtbarkeitsnachteile für Motorradfahrer verwiesen, die mit der Einführung des
obligatorischen Tagfahrlichts für alle Kraftfahrzeuge verbunden wären.
Angesichts der jetzt von der SWOV vorgelegten Zahlen zieht dieser Einwand nicht
mehr. Hier sollte vielmehr nüchtern Bilanz gezogen werden. Was bringt mehr:
Tagfahrlicht nur für Motorräder oder für alle? GLH
Aus FPX 09/2005 - Fahrprüfung: Ist Durchfallen hip?
Fast könnte man meinen, es sei so. Denn die
aktuellen Zahlen zeigen: Es wird nicht besser! Auch in Baden-Württemberg liegt
die Zahl der nicht bestandenen Erstprüfungen, nimmt man alle Klassen zusammen,
im theoretischen Teil über 20 und im praktischen sogar über 25 Prozent. Diese
Quoten sind angesichts der in Deutschland ausschließlich durch Profis
bestrittenen Ausbildung objektiv zu hoch. Woran liegt es? Nun, dafür finden sich
schon immer viele Erklärungen: Wer viele Ausländer bediene, habe es besonders
schwer, mit guten Ergebnissen zu glänzen, heißt es da. Andere meinen, es liege
an der Null-Bock-Mentalität der heutigen Jugend. Wieder andere wollen die Schuld
bei spitzfindigen Prüfern sehen - und so weiter und so fort. Wie auch immer,
manche mit kleinlicher Inbrunst zelebrierte Inhalte der Fahrprüfung, namentlich
der praktischen, erweisen sich immer wieder als unnötige Stolpersteine, während
wichtige Verkehrsvorgänge zu kurz kommen. Ein grundsätzlicher Diskurs über das
deutsche Fahrexamen erscheint überfällig. Sonst könnte es bald einmal sein, dass
wir auch hier beim Pisatest den Schluss markieren. GLH
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Aus
August
2005:Aus FPX 08/2005 - Dritte EU-Führerscheinrichtlinie auf Eis Das Nein der Franzosen und Niederländer zur
Europäischen Verfassung scheint den Regelungseifer der Brüsseler Kommission auf
allen Gebieten zu bremsen. Ende Juni wurde nach einer Konferenz der
EU-Verkehrsminister bekannt, dass der Erlass einer 3. EU-Richtlinie über den
Führerschein verschoben wird. Vordergründiger Anlass für den Stopp der Direktive
ist die Weigerung einiger Mitgliedstaaten, dem Zwangsumtausch alter
Führerscheine zuzustimmen. Wie man aus gewöhnlich gut unterrichteten Brüsseler
Kreisen hört, sollen bei näherem Hingucken auch noch andere Gründe auszumachen
sein. So soll es ernst zu nehmende Stimmen geben, denen die ganze Richtung nicht
passt, vor allem die für den Motorradbereich vorgesehenen Regelungen. Wieder
andere stellen Erfordernis und Nutzen einer dritten Führerscheinrichtlinie
überhaupt in Frage; hierbei scheint auch eine gewisse Enttäuschung über den in
manchen Mitgliedstaaten noch mangelhaften Vollzug der auf der zweiten
EU-Führerscheinrichtlinie beruhenden nationalen Regelungen mitzuspielen. XE
Aus FPX 08/2005 - An der Mehrheit gescheitert Eiserne Regel der Demokratie ist das
Mehrheitsprinzip. Damit müssen sich Minderheiten abfinden. So haben
beispielsweise im Bundesrat die kleinen Bundesländer ein geringeres
Stimmengewicht als die größeren: Jedes Land hat mindestens drei Stimmen, Länder
mit mehr als 2 Mio. Einwohnern haben vier, Länder mit mehr als 6 Mio. Einwohnern
fünf und Länder mit mehr als 7 Mio. Einwohnern sechs Stimmen. Ganz ähnlich ist
in der Satzung der Fahrlehrerversicherung VaG das Stimmenverhältnis ihrer
obersten Vertretung, der Mitgliedervertreterversammlung, geregelt. Auch hier
geht es nach Größe, freilich nicht nach Einwohnern, sondern nach der
Bruttobeitragseinnahme der einzelnen Landesagenturen, wobei auf je angefangene €
500.000 eine Stimme entfällt. Der jüngsten Mitgliedervertreterversammlung vom
24. Juni 2005 lag ein Antrag auf Änderung der Satzung vor, wonach das
Stimmenverhältnis zugunsten der kleinen Agenturen zu ändern gewesen wäre. Sie
sollten jeweils eine Stimme "gratis" hinzubekommen. Hintergrund des Vorstoßes
war, bei Abstimmungen die Großen mit der geballten Kraft der Kleinen bezwingen
zu können. Der Antrag wurde abgelehnt, und das war gut so. Denn ein solchermaßen
überzogenes Minderheitsrecht hätte zu unguten Entwicklungen im Unternehmen
führen können. Denkbar wäre hier z.B., dass unrentable kleine Agenturen eines
Tages Subventionen forderten, um weiter bestehen zu können. Könnte ein solches
Ansinnen durchgesetzt werden, gereichte dies zum Nachteil des Unternehmens und
letztlich der Versicherten. Der falsche Weg also. Richtig wäre hingegen, endlich
zu größeren und damit rentierlicheren Agenturen zu kommen. Dieser Ansatz würde
mit Sicherheit weder an den Versicherten noch an der Unternehmensführung
scheitern. Wer mehr Stimmen will, könnte sie so bekommen - allerdings nicht
gratis. GLH
Aus FPX 08/2005 - What´s up, Doc? Zu Deutsch: "Is was, Doc?" Wer erinnert sich nicht
an diese amerikanische Filmkomödie aus den 70ern? Ein Mediziner war da - wie man
zunächst meinen könnte - nicht im Spiel, es ging um einen Doktor der Musikologie,
der ohne schuldhaftes Zutun durch eine attraktive junge Dame in allerlei
Irrtümer und folgenschwere Komplikationen verstrickt wurde. In der Geschichte,
um die es hier geht, steckt aber mindestens ein Mediziner drin, den man
allmählich auch einmal fragen sollte: "Bringt's was, Doc?" Nämlich die
arbeitsmedizinische und sicherheitstechnische Betreuung der Fahrschulen. Wird
die seit bald fünf Jahren geltende Verpflichtung der Fahrschulen überhaupt
evaluiert? Auch auf die Notwendigkeit hin? Oder sind da in typisch deutscher
Regelungswut nicht wie in der Komödie die Koffer, sondern die Adressaten
verwechselt worden? GLH |
Aus
Juli 2005:
Aus FPX 07/2005 - Führerschein mit 17
gewinnt an Boden Immer häufiger sprechen sich Experten für den
Führerschein mit 17 in Verbindung mit dem Begleiteten Fahren aus. Anfängliche
Bedenken wegen der Gefahr des Missbrauchs und einer damit verbundenen höheren
Unfallbelastung jugendlicher Fahrer scheinen auf breiter Front zu schwinden.
Neuerdings hat sich auch die Deutsche Verkehrswacht für das Begleitete Fahren
mit 17 ausgesprochen. Auf der Generalversammlung am 4. Juni ds. Js. im Ostseebad
Kühlungsborn sagte Verbandspräsident Heinz Hardt: "Wir wollen das jetzt
unbedingt nach vorne bringen." Und er verwies dabei auf das in Niedersachsen
bisher sehr positiv verlaufene Modell. Wie steht es nun aber mit der
bundesweiten Einführung? Wenn nicht alle Stricke reißen, werden die rechtlichen
Voraussetzungen für das Begleitete Fahren trotz des vorzeitigen Endes dieser
Legislaturperiode in Bälde stehen. Dies würde bedeuten, dass die Bundesländer
noch in diesem Herbst, so sie es denn wollen, das Modell "Fahren mit 17" nach
einheitlichen bundesrechtlichen Vorgaben einführen können. Die Vorstellungen
über die rechtlichen Anforderungen an die Begleitperson waren bei
Redaktionsschluss schon ziemlich klar: Mindestalter 30, seit mindestens 5 Jahren
im Besitz von Klasse B und höchstens 3 Punkte auf dem Flensburger Konto.
Außerdem muss der Begleiter in der dem Neuling erteilten vorläufigen
Fahrberechtigung (nicht Führerschein!) namentlich benannt sein. GLH
Aus FPX 07/2005 - Der Diesel hat
Zukunft Im letzten Jahr haben
sich in Westeuropa 49 Prozent aller Autokäufer für einen Diesel entschieden. In
Deutschland waren rd. 46 Prozent aller 2004 neu zugelassenen Pkw mit
Selbstzündern motorisiert. Und dieser Trend hält an. Dabei kommen deutsche
Hersteller besonders gut weg, denn immerhin war jeder zweite in Westeuropa
erworbene Diesel-Pkw ein deutsches Fabrikat. Wie der Verband der
Automobilindustrie (VDA) mitteilte, war bereits jeder fünfte 2004 in Deutschland
verkaufte Diesel-Pkw mit einem Partikelfilter ausgerüstet. Die heute von der
deutschen Automobilindustrie angebotenen Dieselpartikelfilter unterscheiden sich
deutlich von den älteren Entwicklungen: Sie sind langlebig, verursachen weder
Mehrverbrauch noch Einbußen der Motorleistung und sind wartungsfrei. Geht es
nach den deutschen Herstellern, kommt ab 2008 kein neuer Diesel-Pkw ohne Rußfilter auf den Markt. Auch die
Nachrüstung soll stark beschleunigt werden. In diesem Zusammenhang ist
interessant, dass der Ausstoß von Partikelemissionen der Diesel-Pkw des
Baujahres 2005 nur noch 7 Prozent von dem der Neufahrzeuge des Jahres 1990
beträgt. GLH
Aus FPX 07/2005 - Namen sind (keine) Nachrichten! Ein geflügeltes
Wort, gewiss, aber was sagen uns Namen, deren Träger uns gänzlich unbekannt
sind? Eines vor allem, nämlich dass man nicht weiß, woran man ist. In diesen
Tagen wird häufig mit bombastischen Namen, die nach Weltläufigkeit und
Hochfinanz klingen, telefonisch für Finanzdienstleistungen geworben. Enorme
Erträge, auch schon für Anlagen ab € 3000, werden da versprochen. Natürlich sind
die Einzelheiten kein Thema fürs Telefon, dafür trifft man sich am besten zu
einem feinen Dinner im Hotel … Das kann ein teures Abendbrot werden. Denn den
mit allen Wassern gewaschenen Agitatoren gelingt es immer wieder, gutgläubige
Menschen zu betrügen. Unser Rat: Lassen Sie das Gratisdinner einfach ausfallen. GLH |
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Aus
Juni 2005:
Aus FPX 06/2005 -
Europäische Großstädte machen ernst
In vielen europäischen Großstädten ist die
Verkehrsbelastung nahezu unerträglich geworden. Oft ist man als Fußgänger
schneller unterwegs als mit dem Auto. Die ewigen Staus verstärken das ohnehin
schon schlimme Abgasproblem. Stadtväter in aller Welt suchen nach Lösungen, dem
Problem beizukommen. Nach London wird nun auch Stockholm ab 1. Januar 2006 an
Werktagen (6.30 bis 18.30 Uhr) eine City-Maut von vorerst 1 bis 2 Euro erheben.
Um die Gebührenerhebung möglichst einfach zu gestalten, sollen die Autofahrer in
ihren Fahrzeugen kleine Transponder (Kunstwort aus "Transmitter" und "Responder")
installieren, deren Signalwellen von einem Empfänger automatisch in der
Mautstation registriert werden. Die Daten werden an einen Rechner weitergeleitet
und kontrolliert, bevor die Gebühren automatisch von den Bankkonten der
Autofahrer abgebucht werden. Nach rund sieben Monaten Laufzeit soll das Projekt
einer Volksbefragung unterzogen werden, um auf Regierungsebene über den
Fortbestand bzw. etwaige Änderungen der Maut zu entscheiden.
Auch in Paris kollabiert der Verkehr täglich wegen
Tausender und Abertausender Pendler, die mit ihren Autos in das Zentrum streben.
Damit soll bald Schluss sein. Der Pariser Bürgermeister Bertrand Delanoe will zu
radikalen Maßnahmen greifen und präsentiert Pläne, um den Durchgangsverkehr in
vier Innenstadt-Bezirken bis 2012 auf Null zu reduzieren und die Seine von ihren
Ufer-Schnellstraßen zu befreien. Nur Bezirksbewohnern und örtlichen
Geschäftsleuten soll die Nutzung eines Automobils in ihrem Viertel dann noch
gestattet sein. ARCD/GLH
Aus FPX 06/2005 -
Alkohol in den USA Unfallursache Nr.1
Nach den von der National Highway Traffic Safety
Administration (NHTSA) unlängst veröffentlichten Zahlen wurden in den USA im
Jahr 2004 rd. 42.800 Menschen durch Straßenverkehrsunfälle getötet. 16.654
dieser Todesfälle sind auf alkoholisierte Fahrer zurückzuführen; das sind etwa
zwei Prozent weniger als 2003, wo 17.013 Menschen durch alkoholbedingte Unfälle
ums Leben kamen. Die Gesamtzahl der im Straßenverkehr Getöteten stieg hingegen
von 42.642 auf 42.800 an. Dies bedeutet bei einer Gesamtbevölkerung von rd. 294
Millionen 145 Verkehrstote pro eine Million Einwohner. Die Spitze mit über 4000
Verkehrstoten hält der Staat Kalifornien, dicht gefolgt von Florida. Die
prozentual meisten Verkehrstoten infolge von Alkohol verzeichnete mit 50 Prozent
der District of Columbia, also die Hauptstadt Washington. GLH
Aus FPX 06/2005 -
Special programs for the elderly …
Schon seit langem haben die amerikanischen
Fahrschulen den Markt der Senioren entdeckt. Mit speziellen Programmen helfen
sie älteren Autofahrern, ihre Kenntnisse und praktischen Fertigkeiten
aufzufrischen. Das ist kein karitatives Unterfangen, sondern ein gutes Geschäft,
das auch heftig beworben wird. Ein gängiger Werbespot geht - sinngemäß - so:
Bevor die Polizei Ihren Fahrstil als veraltet erklärt, sollten Sie ihn durch uns
verjüngen lassen. "Ob Frauen oder Männer, 60- bis 80-jährige
Führerscheinbesitzer kommen gerne zu uns", erklärt der Geschäftsführer einer
großen Fahrschule in Kalifornien, "weil sich herumgesprochen hat, dass unsere
von erfahrenen Fahrlehrern vermittelten Aufbauprogramme ihnen entscheidend dabei
helfen, ihre individuelle Mobilität zu erhalten." |
Aus
Mai
2005:
Aus FPX 05/2005 -
Gurtmuffel
In punkto Verkehrsicherheit tut sich was in Europa.
Jedenfalls bei der Polizei. Denn die hat vom 4. bis 10. April in einer
europaweit abgestimmten Aktion Jagd auf Gurtmuffel gemacht. Dabei wurden im
Musterländle Baden-Württemberg bei rund 1.350 Kontrollen 16.850 Verstöße
registriert, davon allein 13.881 wegen nicht angelegtem Sicherheitsgurt. In 374
Fällen waren auch einzelne oder mehrere Kinder nicht vorschriftsmäßig gesichert.
Zudem wurden 1.071 Fahrzeuglenker wegen eines Verstoßes gegen das Handy-Verbot
angezeigt, was jedem einen Punkt im Flensburger Zentralregister einträgt. Bei
einer ähnlichen Aktion im September vergangenen Jahres waren rund 9.500
Verkehrsteilnehmer beanstandet worden, davon 8.000 wegen Verstößen gegen die
Anschnallpflicht. "Jeder zehnte Fahrzeuginsasse benützt den Sicherheitsgurt
nicht, innerhalb geschlossener Ortschaft ist die Quote noch schlechter", stellte
Innenminister Heribert Rech fest. Die Polizei des Landes werde deshalb auch in
den kommenden Monaten immer wieder Kontrollen durchführen.
Auffällig sei, dass gerade Berufskraftfahrer ihre
Gurtpflicht vernachlässigten. "Dieses Verhalten ist absolut unverantwortlich und
nicht zu tolerieren. Gerade diejenigen, die täglich im Straßenverkehr weite
Wegstrecken zurücklegen und damit einem höheren Risiko ausgesetzt sind, müssten
auf ihre eigene Sicherheit
und die anderer Verkehrsteilnehmer bedacht sein", sagte Rech. Die meisten
Verkehrsteilnehmer hätten Verständnis für die Kontrollen der Polizei gehabt,
aber gelegentlich seien die Beamten auch auf Uneinsichtigkeit und mangelndes
Unrechtsbewusstsein gestoßen. IMBW / GLH
Aus FPX 05/2005 -
Österreich: Warnwesten sind Pflicht
Der Auto-, Motor- und Radfahrerbund Österreich (ARBÖ)
warnt ausländische Besucher vor fehlender Warnweste, die in Österreich seit 1.
Mai 2005 von allen Autofahrern mitgeführt werden muss. Abzockerei? Nein, sagt
der ARBÖ, denn für ausländische Besucher soll es eine Toleranzfrist von drei
Monaten geben. Jedenfalls habe Innenministerin Liese Prokop die Polizei- und
Gendarmeriebeamten ersucht, die Lenker von Fahrzeugen mit ausländischem
Kennzeichen in den ersten drei Monaten nicht zu bestrafen. Bleibt immer noch die
Frage, wie bedeutend der Beitrag von Warnwesten zur Erhöhung der
Verkehrssicherheit sein kann. Doch auch hier hilft der ARBÖ mit einer
Informationskampagne, deren Ziel es ist: "… bei ausländischen Lenkern
Verständnis für die neue Warnwestenpflicht als Maßnahme für mehr
Verkehrssicherheit zu wecken." Und im Zuge der Kampagne stellt der ARBÖ ein
kompaktes Informationspaket inklusive Fotos und Folder über die
Warnwestenpflicht zur Verfügung. Anders als in Italien gibt es in Österreich
nicht nur für das Nichttragen der Warnweste bei Pannen und beim Betreten der
Fahrbahn einen Strafzettel sondern auch für das Nichtmitführen. Kann man als
Ausländer der von der Innenministerin propagierten Schonfrist trauen? Wer weiß
das schon? In einem an einer wichtigen Fernverkehrsstraße gelegenen Kaff im
mittleren Westen der USA soll es einmal einen Sheriff gegeben haben, der nur
auswärtige Fahrer aufs Korn nahm. Und die freilich fuhren alle immer zu schnell
… GLH
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Aus
April
2005:
Aus FPX 04/2005 -
Der neue Ford Focus als Lehrfahrzeug:
Die vier- und fünftürigen Limousinen sowie die
Kombi-Version "Turnier" haben vom TÜV Rheinland den Segen als Prüfungsfahrzeuge
bekommen. Ergonomie, Übersichtlichkeit und Raumangebot lassen bei den drei
Versionen des neuen Ford Focus weder bei Fahrschülern noch bei Fahrlehrern und
Prüfern Wünsche offen.

Foto: www.ford.de
Die Sicherheitsausstattung, u.a. ESP und sechs
Airbags, entspricht dem heutigen Standard dieser Klasse. In finanzieller und
wirtschaftlicher Hinsicht ist der Focus ebenfalls ein attraktives Lehrfahrzeug,
zumal auch für die Neuen das spezielle Fahrschul-Leasingprogramm "easy-Leasing"
der Ford Bank gilt. Ohne Sonderzahlung beträgt die monatliche Leasingrate 1,5
Prozent der unverbindlichen Preisempfehlung des Fahrzeuges. Dabei ist die
Fahrleistung für die einjährige Leasing-Laufzeit auf 50.000 Kilometer
festgelegt. Die spezielle Fahrschul-Ausstattung für den Focus stammt von Veigel
GmbH & Co. KG, Künzelsau. Der Einbau ist bei den Ford-Vertragshändlern oder bei
einem der Veigel-Service-Partner möglich. XE
Aus FPX 04/2005 -
Wünsche der Autokäufer:
Wie soll der Neue ausgestattet sein? Diese Frage
stellte die 3hm Automotive Strategy & Marketing Consulting in einer
telefonischen Umfrage 1460 ausgewählten Pkw-Besitzern. Dabei kam heraus, dass
sich 42% der Autofahrer für ihren nächsten Neuwagen eine elektronische
Einparkhilfe als Serienausrüstung wünschen. Besonders Fahrer über 50 Jahre und
Frauen wollen diesen Parkassistenten. Mehr als 90% der Befragten, besonders die
Anhänger von Geländewagen und Vans, fordern Rußfilter für Dieselfahrzeuge als
Standardausrüstung. Mehr als 70% finden die Handhabung von elektronischen
Fahrerinformations-Systemen zu kompliziert und wünschen sich einfachere
Bedienung. Diesen Wunsch äußerten überproportional Fahrer der Marken BMW und
Renault sowie ältere und weibliche Autokäufer. Der steigende Elektronikanteil im
Auto verursacht offenbar zunehmend Ausfälle. Während bei einer früheren
Befragung durch 3hm Automotive nur 17% über Defekte klagten, wünschten sich
aktuell schon 66% der Fahrzeuglenker weniger Aussetzer der Elektronik. Für ein
größeres Angebot an Erdgasfahrzeugen plädierten 40% der Autofahrer. ARCD/GLH
Aus FPX 04/2005 -
Parlamentarische Hürden für die Dritte
EU-Führerscheinrichtlinie: Das Europäische Parlament (EP) zeigte Muskeln.
Die Technokraten der EU-Kommission bekamen das soeben auch im Gefolge ihres
Entwurfs einer Dritten EU-Richtlinie über den Führerschein zu spüren. Bei der
ersten Lesung am 23.2.2005 traten erhebliche Gegensätze zutage, die in
zahlreichen Änderungsanträgen mündeten. So hat sich das Parlament entschieden
gegen den Vorschlag der Kommission gewandt, die Gültigkeitsdauer von
Pkw-Führerscheinen ab dem 65. Lebensjahr auf fünf Jahre zu befristen. Die
EU-weite Einführung des Kartenführerscheins und der damit verbundene
Zwangsumtausch der alten Führerscheine sind weiterhin umstritten. Gegen die
Übernahme der Mopedfahrerlaubnis (bbH max. 45 km/h) in die Richtlinie machte die
Mehrheit des EP keine Bedenken geltend. Weil die Vorstellungen der Kommission
und des EP bei einigen wesentlichen Gegenständen noch ziemlich weit auseinander
liegen, rechnen alle Beteiligten mit weiteren langwierigen Beratungen. GLH
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Aus
März
2005:
Aus FPX 03/2005:
Was ist zu tun nach Einbruch? Im Dunkeln ist gut munkeln. Das mag das Motto der
Ganoven sein, die sich auf Einbrüche in Wohnhäuser spezialisiert haben. Denn an
finsteren Herbst- und Wintertagen steigt die Anzahl der Brüche regelmäßig an. Da
ist es gut, wenn der Hausrat ausreichend versichert ist. Eine jüngst ergangene
Entscheidung des Landgerichts Köln (Aktenzeichen 24 O 328/03) machte die
Pflichten der Beraubten deutlich. Danach muss der Geschädigte der Versicherung
unverzüglich eine Liste der geraubten Sachen zusenden. Das Kölner Gericht sah es
als eine wesentliche Obliegenheitsverletzung an, als ein Beraubter dies nicht
innerhalb von drei Wochen nach Eintritt des Schadenfalls erledigt hatte: Es gab
der Versicherung Recht, die den Ersatz des Schadens mit der Begründung ablehnte,
der Versicherte habe durch seine verzögerte Schadenmeldung seine Obliegenheiten
schwerwiegend verletzt. Ganz so streng wollte es das OLG Düsseldorf
(Aktenzeichen 4 U 189/02) dann nicht sehen, wenn es die
Versicherungsgesellschaft unterlassen hatte, ihren Kunden klare Anweisungen für
die Schadenmeldung zu geben. Wie dem auch sei, sofort die Polizei beiziehen und
so rasch als möglich "Bestandsaufnahme" machen, ist immer richtig. Telefonische
Schadenmeldung vorab, okay, aber dann die Liste sofort - am besten per
"Einschreiben mit Rückschein" - hinterdrein. Wenn Vandalen am Werk waren, was
nicht selten vorkommt, bitte auch diese Schäden mitteilen, möglichst mit Fotos.
GLH
Aus FPX 03/2005: Crossovers Auf dem vor wenigen Tagen zu Ende gegangenen 75.
Genfer Autosalon stellte Mercedes erstmals seine demnächst in Serie gehenden "Crossovers",
die B- und R-Klasse, vor. Immer diese Anglizismen, werden manche jetzt denken.
Doch allem Anschein nach lässt sich auf Englisch vieles sehr viel kürzer,
einfacher und offenbar auch einprägsamer ausdrücken. Wie anders wären sonst die
häufigen Entlehnungen zu erklären, deren die Werbung sich bedient? Doch zurück
zum Thema. In seiner Märzausgabe lobte das feine amerikanische Fachblatt
Automobile Magazine die R-Klasse über den grünen Klee als die
Mercedes-Benz-Version des Chrysler Pacifica und resümierte: "Diese Crossovers
stehlen den SUVs (Geländewagen, Red.) die Show." In der Tat, die Kreuzung aus
Pkw und Geländewagen, die auch als Sport-Tourer bezeichnet wird, scheint der
automobile Hit der nächsten Jahre zu werden. Freilich, die R-Klasse als Spross
aus S- und M-Klasse ist nur für den großen Geldbeutel. Wer nicht ganz so hoch
hinaus kann und auch den Allradantrieb nicht braucht, ist mit der B-Klasse gut
bedient. "B liegt zwischen A und C", sagte Jürgen Hubbert, der frühere
Mercedes-Chef. Aber das trifft nicht ganz. Denn das B-Auto, schnittig, geräumig,
in Anmutung und Ausstattung der R-Klasse durchaus verwandt, hat mehr als A und
C: Es ist die sportliche Reiseklasse für die Familie mit differenziertem
Anspruch. GLH
Aus FPX 03/2005:
Wann hört der Führerscheinschwindel auf?
Betrunken gefahren? Führerschein weg? Kein
Problem! - Gleich hinter der tschechischen Grenze kann man für Geld innerhalb
weniger Tage einen nagelneuen, absolut legalen EU-Führerschein kriegen. Auch in
den baltischen Staaten und in Polen soll das Geschäft mit deutschen
Führerscheintouristen florieren. Wohnsitznahme? Mindestens 185-tägige
Aufenthaltsdauer? Auch kein Problem, irgendeiner findet sich immer, der das
alles - ebenfalls für gutes Geld - amtlich bestätigt. Wenn das die Art sei, wie
die neu aufgenommenen EU-Länder das europäische Recht handhabten, müsse man
künftig auch auf anderen, noch viel sensibleren Gebieten mit vermehrter
Korruption und Durchstecherei rechnen, klagte ein Behördenchef. Inzwischen
jedoch hört man von tschechischen Behörden, die angeblich gegen den Missbrauch
vorgehen. Nach den Worten eines Sprechers des tschechischen
Verkehrsministeriums, will man die Angelegenheit rasch aufklären und
unrechtmäßig ausgestellte Führerscheine einziehen. Ein erstes Strafverfahren sei
bereits eingeleitet worden. Auch die deutsche Polizei sieht sich neuerdings die
Inhaber von Führerscheinen aus osteuropäischen Ländern etwas genauer an.
Allerdings werden bei der geringen Überwachungsdichte auf diese Weise nur wenige
ins Netz gehen. Gefordert ist die EU-Kommission, sie muss Druck machen und
Sanktionen wegen Vertragsverletzung androhen. Tut sie es nicht, verrät sie auf
schmähliche Art ihr ehrgeiziges Vorhaben, bis zum Ende dieses Jahrzehnts die
Anzahl der Verkehrstoten in der Union zu halbieren. XE
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Aus
Februar
2005:
Aus FPX 02/2005: MERIT ist das Akronym einer international
besetzten Arbeitsgruppe, die sich im Auftrag der EU-Kommission mit
vorbereitenden Arbeiten zur Harmonisierung der Fahrlehrerausbildung in der
Europäischen Union befasst.

Das Konsortium, das von dem Wiener
Verkehrspsychologen Dr. Gregor Bartl geleitet wird, hat zunächst eine umfassende
Bestandsaufnahme der in den 25 Mitgliedstaaten praktizierten
Fahrlehrerausbildung und -prüfung vorgenommen. Die Vermutung, es könnte da
gewisse Unterschiede geben, wird von der Wirklichkeit nachdrücklich bestätigt.
Um es auf den Punkt zu bringen: Europa ist in punkto Fahrlehrerausbildung ein
bunter, auch mit einigen sehr dunklen Schnipseln besetzter Flickenteppich. Das
ist so bei den Zugangsvoraussetzungen und den Regelungen der Ausbildung (soweit
solche überhaupt existieren), trifft aber nicht minder auf die Qualität der
Fahrlehrerprüfung zu. Ist es angesichts dieses Variantenreichtums überhaupt
möglich, im Sinne der Zielsetzung von MERIT ("Europäische Mindestanforderungen
an die Fahrlehrerausbildung") einen gemeinsamen Nenner zu finden? Das Konsortium
ist optimistisch. Aufwind kam auch von einem Workshop mit 40 Experten aus fast
allen EU-Ländern, den MERIT kürzlich in Brüssel ausgerichtet hat. Dort war die
Einsicht fast greifbar, dass nur Fahrlehrer mit profundem Fachwissen und solider
pädagogischer Ausbildung eine den heutigen Verkehrsanforderungen genügende
Fahrausbildung gewährleisten können. Noch ist viel zu tun, und das Ziel ist
anspruchsvoll. Es geht darum, der Europäischen Kommission zur Jahresmitte 2005
den Entwurf eines ausbaufähigen (und mehrheitsfähigen!) Einstiegs in die
Harmonisierung der Zugangsvoraussetzungen, der Ausbildung und Prüfung für den
europäischen Fahrlehrer der Zukunft vorzulegen. GLH
Aus FPX 02/2005: Kann “Alcokey” Promillefahrten verhindern? 25 Prozent aller in Europa verursachten
Verkehrsunfälle gehen auf das Konto alkoholisierter Fahrer. Zwar haben schärfere
Gesetze schon etwas Besserung gebracht, aber noch immer scheint es bei vielen
Autofahrern an der Einsicht zu mangeln, dass Trinken und Fahren nicht
zusammenpassen. Oder ist es vielleicht gar nicht immer mangelndes Bewusstsein
der Gefahr, sondern eher Unterschätzung des eigenen Alkoholpegels? Der
schwedische Automobilhersteller Saab jedenfalls will künftig mit einem
Mini-Alkoholmessgerät dazu beitragen, dass Autofahrer die Promille-Höchst-
grenze nicht überschreiten. "Alcokey" nennt Saab ein kleines Mundstück am
Fahrzeugschlüssel, das den Fahrer vom Starten der Maschine abhalten soll, wenn
er etwas zu viel intus hat. Und das geht so: Ein mit der Fahrzeugelektronik
kommunizierender Transponder verhindert das Anspringen des Motors, sobald ein
Atemtest des Fahrers, der zuvor kurz und kräftig in das Mundstück blasen muss,
Alkoholwerte über der zulässigen Promille-Höchstgrenze ergibt. Der
"Alkohol-Tacho" befindet sich zurzeit in der Erprobung. Saab spricht von "einer
komfortablen und kostengünstigen Messung des Blutalkohol-Spiegels des Fahrers
ohne ein teures, fest im Fahrzeug installiertes Instrument". Bei
Serienproduktion sollen sich die Kosten für den "Alcokey" auf etwa € 250 und
damit auf ein Zehntel der Summe für ein fest im Fahrzeug eingebautes System
belaufen. Verschenkt ist das zwar auch nicht gerade, aber besser ins eigene
Röhrchen blasen, als in das der Polizei. Saab /GLH

Der Alcokey von Saab |
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Aus
Januar
2005:
Aus FPX 01/2005:
Den Vogel zeigen kann wehtun
Wer im
Straßenverkehr das Verhalten anderer durch Zeigen des Vogels kritisiert und
damit Verhöhnung zum Ausdruck bringt, riskiert ein Strafverfahren (§ 185 StGB).
Nach einer unlängst verbreiteten Mitteilung des KS-Automobilclubs ist diese
Beleidigung kein Antragsdelikt, sondern wird von Amts wegen verfolgt. Dabei kann
es, je nach Schwere des Falles (z.B. mit beiden Zeigefingern zugleich rechts und
links an die Schläfen oder mehrfach gegen die Stirn tippen), zu empfindlichen
Geldstrafen kommen. Bei rechtskräftiger Verurteilung sind außerdem 5 Punkte
fällig, die frühestens nach fünf Jahren getilgt werden. KS / GLH
Aus FPX 01/2005:
Aufwind für Begleitetes Fahren?
Was Sie
hier lesen, könnte Schnee von gestern sein. Warum es trotzdem hier steht? Nun,
bei Redaktionsschluss am 22.12. 2004 hatte sich in Berlin noch nichts Neues
getan. Die Rede ist vom Begleiteten Fahren. Nach einer Anfang Dezember vom
niedersächsischen Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr herausgegebenen
Pressemitteilung will die Bundesregierung von ihrer Gesetzgebungskompetenz
Gebrauch machen und einen neuen § 6e in das Straßenverkehrsgesetz aufnehmen.
Dieser soll es den Bundesländern ermöglichen, auf dem Erlasswege einen
Modellversuch zum Begleiteten Fahren einzurichten. Damit, so das Ministerium
weiter, sei das Ziel, "möglichst vielen Fahranfängern mehr Fahrpraxis und damit
mehr Sicherheit zu ermöglichen", erreicht. In nur sechs Monaten haben in
Niedersachsen über 4000 Fahranfänger und deren Eltern das Angebot angenommen,
das entspricht rd. 25% aller in diesem Zeitraum gestellten Anträge auf Erteilung
einer Fahrerlaubnis. Das Ministerium wertet dies als "einen Erfolg, der bei der
wissenschaftlichen Auswertung eine fundierte Aussage ermögliche". GLH
Aus FPX 01/2005:
Autos für Frauen
Bei Autos
reichen die Ansprüche der Frauen weit über die der Männer hinaus. Das jedenfalls
will die amerikanische Trendforscherin Marti Barletta herausgefunden haben. Die
Volvo Car Corporation hat auf diese Erkenntnis mit einer von acht Frauen
entworfenen Konzeptstudie reagiert. Dabei ist ein bildschönes sportliches Coupé
mit Flügeltüren (à la Mercedes 300 SL, gebaut von 1954 bis 1957) herausgekommen,
das zugleich höchste Standards der Ergonomie, des Komforts und der Sicherheit in
sich vereinigt. Daneben besitzt YCC (Your Concept Car - so die Volvo interne
Bezeichnung) genau die Geräumigkeit, die Familienmütter brauchen. Ob das
Frauenauto wohl je gebaut wird? GLH

Bild: Volvo
Aus FPX 01/2005:
“Godfather bemoans online courses”
So
titelte unlängst die Tribune, eine angesehene in Los Angeles erscheinende
Sonntagszeitung. Mit Gottvater war Dr. George R. Hensel, (80), Inhaber der von
ihm vor 50 Jahren gegründeten California Driving School gemeint. Hensel, der in
den USA und Kanada als Grand Old Man des Fahrschulwesens gilt, ging mit den in
einigen Staaten der USA zugelassenen Internetkursen für mehrfach auffällige
Kraftfahrer (Punktetilgung) scharf ins Gericht. Hensel: "Brüten vor der Glotze
kann keine Besserung negativer Einstellungen bewirken." GLH
Dr.
George R. Hensel |
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