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Letzte Aktualisierung dieser Seite: 08.11.11

 

Kurznachrichten

Archiv 2007

Aus Dezember 2007:

Aus FPX 12/2007: Kommt ein Seniorenführerschein?
Ob 90-Jährige noch Autofahren sollen? Noch vor 30 Jahren hätte man über diese Frage höchstens Witze gerissen. Inzwischen aber sind 13,3 der rd. 50 Millionen deutschen Führerscheininhaber über 60 Jahre alt. Nicht wenige davon haben die 80 längst überschritten und fahren und fahren … Da kommt ein Vorschlag, der unlängst durch den deutschen Blätterwald rauschte, anscheinend gerade zur rechten Zeit: Nehmt den Alten die Pappe nicht weg, aber beschränkt sie auf den Wohnort (oder einen Teil davon), denn da kennen sie sich aus und machen weniger Fehler. Kann das die Lösung sein? Wohl kaum. Noch reißt die Unfallauffälligkeit der über 60-Jährigen statistisch nicht aus, im Gegenteil, es passiert weniger als bei den Jüngeren. Trotzdem ist es höchste Zeit, die Frage ernst zu nehmen, denn die Lebenserwartung der Menschen steigt weiter. Ab einem Stichtag auf die individuelle Mobilität verzichten zu müssen, wäre für viele ältere Menschen eine Horrorvorstellung. Schon deshalb darf es nicht zur Zwangsrückgabe des Führerscheins ab einem bestimmten Lebensalter kommen. Hier sind vielmehr Einsicht und Freiwilligkeit der älteren Autofahrer gefragt. Neben regelmäßigen Gesundheitschecks sollten sie etwa ab 70 ihre Fahrkünste jedes Jahr von einem Experten überprüfen lassen und dessen Ratschläge und Hilfen annehmen. Das allerdings bedarf auf breiter Basis einer deutlichen Veränderung der Einstellung. Denn eine besonders von Männern gepflegte For-ever-autoyoung-Mentalität ist da nicht zu übersehen. GLH

Portugal: Vom Klassenletzten zum Primus
Mit einem Rückgang um 22,3% der Verkehrstoten im Jahr 2006 macht Portugal Schlagzeilen. Kein anderes europäisches Land kann da mithalten. Paolo Marques, Vorsitzender der portugiesischen Straßenverkehrssicherheitsbehörde, erläuterte unlängst in Brüssel die wichtigsten Faktoren und erfolgreichsten Maßnahmen zur langfristigen Verbesserung der Verkehrssicherheit seines Landes. Ausgangspunkt war ein nationaler Sicherheitsplan 2003 - 2007, der rund 100 Einzelaktionen in den unterschiedlichsten Bereichen vorsah. Dazu zählten sowohl strengere technische Kontrollen, vor allem von Schwerfahrzeugen, aber auch Steuererleichterungen bei der Anschaffung neuer Fahrzeuge. Die systematische Entschärfung von rund 80 unfallträchtigen „Schwarzen Punkten“ auf der portugiesischen Landkarte gehört ebenfalls dazu. Der „Führerschein auf Probe“ für Fahranfänger wurde von zwei auf drei Jahre ausgedehnt und die Fahrausbildung von Grund auf durchforstet. Die durch den EU-Beitritt beschleunigte Modernisierung der Straßen-Infrastruktur und ein Rückgang des Anteils zweirädriger Verkehrsteilnehmer haben ein Übriges zur strukturellen Verbesserung der Verkehrssicherheit beigetragen. Das portugiesische Autobahnnetz wurde von 800 auf 2700 Kilometer erweitert, und allein in den letzten 12 Jahren wurden 3600 Kilometer Straßen neu gebaut oder renoviert. Man werde für Portugal das Ziel der europäischen Charta für Verkehrssicherheit, die Anzahl der Verkehrstoten bis 2010 zu halbieren, schon 2009 erreichen, prognostizierte Marques. Im EU-Ranking liegt Portugal mit 92 Verkehrstoten pro einer Million Einwohner zwischen Österreich (88) und Italien (93) an 14. Stelle. Deutschland rangiert mit 62 auf Platz 8. ARCD/GLH

 

Aus November 2007:

Aus FPX 11/2007: Hamburg macht SEGWAY flügge

Im Vorgriff auf eine bundesgesetzliche Regelung lässt Hamburg ab sofort im Wege von Ausnahmegenehmigungen das Segway auf Radwegen, in verkehrsberuhigten Bereichen, auf der Fahrbahn in Tempo-30-Zonen, auf Gehwegen, wenn keine Radwege vorhanden sind, und auch innerorts am rechten Fahrbahnrand zu, wenn dort weder Geh- noch Radwege vorhanden sind.

Wer mit dem in den USA erfundenen „Human Transporter“ auf öffentlichen Verkehrsflächen fahren will, benötigt neben der Ausnahmegenehmigung eine gültige Fahrerlaubnis oder eine Mofa-Prüfbescheinigung. GLH

Aus FPX 11/2007: Deutsche Handwerksmeister aufgewertet
Was eine gute Lobby zu erreichen vermag, machte jüngst Schlagzeilen. Die deutschen Handwerksmeister sahen sich durch die Richtlinie 2005/36/EG des Europäischen Parlaments und des Rates vom 7. September 2005 über die Anerkennung von Berufsqualifikationen bei der Einstufung ihrer beruflichen Qualifikation erheblich benachteiligt. Ebenso empfanden es die Kolleginnen und Kollegen aus Österreich und Luxemburg. In diesen drei Ländern ist der Weg zum Meister weit beschwerlicher als im Rest der EU-Staaten. Sie müssen neben hohen fachlichen Kenntnissen auch in allen Sparten der Betriebsführung und in der Ausbildung von Lehrlingen fit sein und werden in diesen Disziplinen auch eingehend geprüft. Im Anhang zu der Richtlinie sind die akademischen und nichtakademischen Berufe in fünf Stufen erfasst. Dies soll in der EU künftig die Vergleichbarkeit der beruflichen Qualifikationen erleichtern. Die Meister wurden von Brüssel kurzerhand in Stufe 2 eingereiht, wo auch die Gesellen rubrizieren. Das ließ sich der Zentralverband des Deutschen Handwerks nicht gefallen und setzte mit nachdrücklichem Protest und profunden Argumenten Nachbesserung durch. Danach haben die deutschen Meister nun den gleichen Status wie Absolventen von Fachhochschulen. Die deutschen Fahrlehrer sind im europäischen Vergleich ähnlich benachteiligt wie die Handwerksmeister es zunächst waren. Ist für die Fahrlehrer der Zug schon abgefahren? Oder lässt sich das noch zurechtrücken? GLH

Aus FPX 11/2007: Autofahren erheblich teurer
Autofahren in Deutschland ist innerhalb der letzten zwölf Monaten erheblich teurer geworden. Das muss jeden, der beruflich oder gewerblich auf das Auto angewiesen ist, aufhorchen lassen. Die Preise für Autos, Kraftstoffe, Reparaturen, Wartung und Kfz-Steuer sind um 4,6 Prozent gestiegen, also weit stärker als die allgemeine Inflationsrate (2,4%). Mit 8,9 Prozent schlägt der Preisanstieg bei Benzin und Diesel besonders stark zu Buch. Reparaturen und Inspektionen verteuerten sich binnen Jahresfrist um 3,3 Prozent. Fahrschüler mussten den Angaben zufolge eine Verteuerung von 3,5 Prozent für die Ausbildung und die Führerscheingebühr hinnehmen. Der Kauf eines Autos kostete 3,3 Prozent mehr, für ein Motorrad wurden 2,6 Prozent mehr fällig. Die Ausgaben für die Kfz-Steuer kletterten um durchschnittlich 2,8 Prozent. Ersatzteile und Zubehör verteuerten sich um 2,3 Prozent und die Kfz-Versicherung um 2,1 Prozent. DESTATIS / GLH

 

Aus Oktober 2007:

Aus FPX 10/2007: IAA 2007 - Show der Umkehr
Noch nie gab es eine IAA mit einem so eindringlichen Motto: Alle Hersteller haben sich den Klimaschutz aufs Panier geschrieben. Sie übertreffen sich gegenseitig im Anpreisen ihrer Fortschritte bei der Konstruktion verbrauchs- und emissionsarmer Antriebe. Das Hybridauto kommt auf breiter Front, alle namhaften Marken werden noch in diesem Jahrzehnt mit einem Zwitter aus Verbrennungs- und Elektromotor auf den Markt kommen. Besonders für die dicken SUV soll damit der Weg gefunden sein, den hohen Verbrauch von Kraftstoff und den verpönten Schadstoffausstoß deutlich mindern zu können. Doch wir sollten uns nichts vormachen, denn solange es dafür einen Markt gibt, werden auch in Zukunft nicht nur in Deutschland, sondern auch in den USA, in Japan, in China und wer weiß, wo sonst noch, Automobile mit großvolumigen Motoren gebaut werden. In der teils sehr aufgeregten, um nicht zu sagen unsachlichen Diskussion um den Klimaschutz wird oft übersehen, dass das Kraftfahrzeug nur mit 12% an den klimaschädigenden Emissionen beteiligt ist. Porsche-Chef Wendelin Wiedeking hat den Nagel auf den Kopf getroffen, als er unlängst sinngemäß sagte, wenn wir keinen gescheiten Sportwagen mehr bauen dürfen, können wir den Laden zumachen. GLH

Aus FPX 10/2007: Diesotto - was ist das?
Dieses Kunstwort macht neuerdings die Runde. Diesotto steht für ein neues Antriebskonzept, das die Vorteile des Dieselmotors mit denen seines von Herrn Nikolaus Otto vor 145 Jahren erfundenen Bruders vereinen soll. Mercedes scheint dabei die Nase ganz weit vorne zu haben. Denn die auf der IAA ausgestellte Fahrzeugkonzeption F 700, verspricht bei der Größe einer S-Klasse-Limousine (5,17 m lang) mit dieser Maschine einen Verbrauch von nur 5,3 l Ottokraftstoff pro 100 km und einen CO2-Austoß von lediglich 127 Gramm pro Kilometer. Das alles soll bei von der S-Klasse gewohntem Komfort, Dynamik und Laufruhe ein zweistufig aufgeladener Vierzylinder mit 1,8 l Hubraum möglich machen. Das auf der IAA gezeigte Forschungsauto lässt trotz des auf Sparsamkeit ausgelegten Antriebs auch sonst nichts zu wünschen übrig. So tastet das neue PRESCAN-Fahrwerk mit zwei Laserscannern die Fahrbahn vor dem Auto ab und gleicht erkannte Unebenheiten aus, sodass der Komfort noch gesteigert wird. Doch auch die anderen deutschen Premiummarken sind an diesen Themen dran. Wer auf der IAA die Stände von Mercedes, BMW, Audi und Porsche besucht hat, konnte die Gewissheit mit nach Hause nehmen, dass man um die deutsche Automobilindustrie und ihren Technologievorsprung vorerst nicht bangen muss. GLH

Aus FPX 10/2007: Starke Kleine auf der IAA
Wenn VW das auf der IAA gezeigte Konzeptauto Up verwirklicht, kommt der mit Heckmotor angetriebene Viersitzer in einem hart umkämpften Marktsegment zur Welt. Auf dieser IAA war die Gilde der Kleinen so stark vertreten wie nie zuvor. Allen voran Toyota Aygo, Peugeot 107, Smart und Citroen C1, nicht zu vergessen den knuffigen Cinquecento von Fiat. Im Zeichen immer weiter steigender Kraftstoffpreise und zunehmender Not an Parkraum in den Städten haben die Kleinen gute Chancen, in Zukunft noch größer herauszukommen. Wenn es VW gelingt, den Up – wie versprochen – auf 3 Liter Verbrauch zu trimmen und in bewährter VW-Qualität zu bauen, sind die Aussichten auf ein gutes Stück von diesem Kuchen nicht schlecht. GLH

Aus September 2007:

Aus FPX 09/2007: Golf GTI reüssiert in den USA
Im renommierten amerikanischen Automagazin CAR and DRIVER erschien unlängst eine Lobeshymne auf den neuen Golf GTI. Das Blatt zählt den GTI zu den zurzeit 10 besten Autos auf dem amerikanischen Markt. Vor dreißig Jahren schon eine Sensation, sei der sportlichste aller VW zwischendurch mal etwas behäbig, ja langweilig gewesen. Beim Neuen aber komme dank des exzellenten turbogeladenen 2-Liter-Direkteinspritzers der alte GTI-Geist stark verjüngt aus der Flasche. Die 200 PS starke Maschine habe neben ihrer spontanen Kraftentfaltung den Vorteil, leicht genug zu sein, um im Fahrgestell des Fronttrieblers für ausgezeichnete Gewichtsbalance zu sorgen. Wenn man ihn mit der 6-Gang-Knüppelschaltung fahre, erhöhe dies den Fahrspaß gegenüber der Automatikversion (Doppelkupplungsgetriebe DSG) und lasse einen leicht zum Fernando Alonso werden … Und zum Schluss heißt es da: „Neben den hervorragenden Fahreigenschaften besitzt der GTI eine reichhaltige Serienausstattung und ein Finish, das normalerweise für diesen Preis nicht zu haben ist. Der Innenraum ist für Leute und Reisegepäck geradezu üppig. Denken Sie beim GTI an ein erstklassiges sportliches Auto aus Deutschland, das nur ein bisschen kleiner, aber bei weitem nicht so teuer ist wie die großen Jungs aus München und Stuttgart.“ GLH

Aus FPX 09/2007: EU-Umfrage: Auto bleibt bevorzugtes Verkehrsmittel
Bad Windsheim (ARCD) – 81 Prozent aller EU-Bürger verfügen über ein Auto im eigenen Haushalt, und für 51 Prozent stellt der Pkw das Hauptverkehrsmittel dar, auf das sie auch in Zukunft ungern verzichten wollen. Dem Umweltschutz sollte deshalb vor allem durch saubere Fahrzeuge Rechnung getragen werden. Dies ergab eine von Gallup im Auftrag der EU-Kommission durchgeführte Eurobarometerumfrage unter 26.000 Europäern in allen 27 Mitgliedsländern. 21 Prozent der Befragten gaben an, dass sie vorwiegend öffentliche Verkehrsmittel nutzen, 23 Prozent gehen zu Fuß oder fahren Rad, und für 2 Prozent ist das motorisierte Zweirad „Favorit“ für tägliche Fahrten. In Deutschland geben 56 Prozent motorisierten Zweirädern oder Pkw den Vorzug; 26 Prozent bewegen sich zu Fuß oder mit dem Rad, und nur 15 Prozent bevorzugen regelmäßig öffentliche Verkehrsmittel. Günstigere Fahrpläne des Öffentlichen Personennahverkehrs (ÖPNV) wären für 29 Prozent der Autofahrer Voraussetzung zum Umsteigen auf Busse und Bahnen. Bessere Verbindungen auf regelmäßig zurückgelegten Strecken könnten 28 Prozent dazu bewegen, das Auto öfter mal stehen zu lassen. Fast ein Viertel (22 Prozent) meinte jedoch, auch weiterhin ihr Auto unter allen Umständen unvermindert oft zu nutzen. ARCD/GLH

Aus FPX 09/2007: 445 mal FahrSchulPraxis
Keine ganz runde Zahl! Aber der Auftakt zum 38. Jahrgang. Als im Herbst 1969 der Gedanke an ein verbandseigenes Fachblatt geboren wurde, hieß die südwestdeutsche Fahrlehrergilde noch Landesverband der Kraftfahrlehrer Baden-Württemberg e.V. Doch es dauerte noch ein ganzes turbulentes Jahr, bis das „Blättle“ im September 1970 zum ersten Mal erschien. Warum turbulent? Weil am 21. März 1970 ein lange Schatten vorauswerfender Vorstandswechsel stattfand. Und die schöpferischen Einfälle des neuen Vorsitzenden Gebhard L. Heiler stießen bei den Altvorderen nicht immer auf Gegenliebe. Doch der Macher Heiler hatte stabile, durchsetzungsfähige Mitstreiter und Helfer. Zu nennen sind hier vor allem Adolf Wolfer, Detlev F. Haug und Emil Veser. Nun denn, Glückauf FPX für viele weitere Jahre eines aktuellen, anregenden und – wenn es sein muss – streitbaren Fachjournalismus. XE

Aus August 2007:

Aus FPX 08/2007: Tiguan, die neue Baureihe von VW
Das Sport Utility Vehicle – kurz SUV – scheint bei vielen Autokäufern noch nichts von seiner Faszination verloren zu haben. Das trifft besonders dann zu, wenn es sich nicht um ausgesprochene Spritfresser handelt. Mit dem Tiguan von VW kommt jetzt ein von „Kraft und Eleganz“ (VW-Presse) gekennzeichnetes neues Modell dieser Spezies auf den Markt. Der Tiguan sei kein Tuareg-Bonsai, sondern ein Auto mit starkem Eigencharakter, so erste Pressekommentare. Sein Debüt gibt der Tiguan auf der IAA in Frankfurt (13. bis 23. September 2007).

Das Auto wird ausschließlich mit aufgeladenen Direkteinspritzern angeboten. Diese so genannte Hochaufladung senkt deutlich den Verbrauch und die Emissionen, steigert aber die Dynamik und den Fahrspaß. Neue, leise Common-Rail-Diesel (adieu Pumpe-Düse-System!) mit 103 kW (140 PS) und 125 kW (170 PS) und aufgeladene Benziner mit 110 kW (150 PS), 125 kW (170 PS) und 147 kW (200 PS) machen auch dem verbrauchsbewussten Käufer die Wahl leicht. GLH

Aus FPX 08/2007: Klimaanlage als Bakterienschleuder
Der Auto- und Reiseclub Deutschland (ARCD) erinnerte unlängst an die Wartung der Klimaanlage im Auto, die regelmäßig zu erfolgen habe. Unterlassung könne bedeuten, dass unerwünschte Bakterien, Pollen oder Pilzsporen ins Autoinnere gelangen. Nach Angaben namhafter Hersteller von Produkten für Fahrzeugklimatisierung und Motorkühlung gehen jährlich bis zu zehn Prozent des Kältemittels aus dem Klimasystem verloren. Dadurch könne die Kühlleistung bereits nach drei Jahren deutlich nachlassen. Bis zu 1000 Euro könne es den Autofahrer kosten, wenn der Klimakompressor ausgetauscht werden muss: Wenn das Öl, dessen Trägermedium das Kältemittel ist, nicht mehr ausreichend schmiert, kommt es zum Totalausfall des Kompressors. Auch Schläuche und Dichtungen altern, trocknen aus und könnten dadurch undicht werden. Die Experten empfehlen einen jährlichen Check der wichtigsten Teile in einer Fachwerkstatt. Die Innenraumfilter sollte man bei der Wartung, spätestens aber nach 15.000 Kilometer austauschen lassen. Sonst könne die Klimaanlage zur Brutstätte von Krankheiten werden. Dies reicht laut ARCD allerdings nicht aus: Nach Expertenansicht müsse die Klimaanlage regelmäßig (mindestens alle zwei Jahre) gewartet und gereinigt werden. Zu überlegen sei ohnehin, ob die Wartung der Autoklimaanlage nicht ins Pflichtprogramm der Inspektion aufgenommen werden müsse. ARCD/GLH

Aus FPX 08/2007: Die A-Klasse macht Karriere
Während der ersten fünf Monate dieses Jahres hat sich die Mercedes-A-Klasse rund 27.100 Mal verkauft. Das macht den einst Baby-Benz genannten Kleinen zum meistverkauften Mercedes – da kommt selbst die neue C-Klasse nicht mit. Was macht den Erfolg aus? Ist es das Raumwunder, das nicht wenige seiner weit wuchtiger wirkenden Konkurrenten klar hinter sich lässt? Ist es die leichte Nutzbarkeit des Raums, die Flexibilität, die durchgehende Ebene des Ladebodens? Ist es die gute Übersicht, die die Fahrerposition bietet? Das leichte Handling? Sind es die guten Fahreigenschaften? Wer weiß das schon genau. Es müssen immer mehrere gute Eigenschaften zusammenkommen, wenn ein Auto zum Bestseller aufsteigen will. Die leichteste Erklärung ist wohl die: Der Baby-Benz hat sich zu einem echten Mercedes gemausert. GLH

Aus Juli 2007:

Aus FPX 07/2007: Ältere Lkw: Toter Winkel wird entschärft
In Rekordzeit konnten sich EU-Rat und -Parlament auf eine Regelung zur Nachrüstung älterer Lkw mit Weitwinkel- und Nahbereichsspiegeln auf der Beifahrerseite einigen, die den toten Winkel auf 4 Grad beschränken. Ausschlaggebend war der geringe Preis für eine Nachrüstung (ca. 150 Euro) und die große Wirkung: Bis zu 400 Fußgänger, Rad- und Motorradfahrer sterben jährlich in der EU, weil sie von den Lkw-Fahrern auf der rechten Fahrzeugseite infolge des toten Winkels nicht gesehen werden. Dem Parlament war es gelungen, die von der Kommission mit drei Jahren angesetzte Übergangsfrist zu verkürzen. Um sicherzustellen, dass schwere Lkw über ein ordnungsgemäßes Sichtfeld verfügen, sind regelmäßige technische Überwachungen in allen Mitgliedstaaten vorgesehen. Sollte die Nachrüstung technisch nicht möglich oder unwirtschaftlich sein, lässt die Richtlinie in Ausnahmefällen zu, dass die zuständigen Behörden Alternativlösungen in Betracht ziehen. Es muss jedoch sichergestellt sein, dass 85 Prozent des Sichtfeldes auf Bodenhöhe von den Spiegeln abgedeckt werden. Die Regelung betrifft alle Lkw, die seit 01.01.2000 zugelassen wurden. Neufahrzeuge müssen bereits seit vergangenem Jahr mit Weitwinkelspiegeln ausgerüstet sein. ARCD / GLH

Aus FPX 07/2007: Drastische Zunahme tödlicher Motorradunfälle
Der Pfingstverkehr hat in diesem Jahr einen neuen Unfallrekord gebracht. Wie das Innenministerium Baden-Württemberg mitteilte, kam es von Freitag, 25. Mai 2007, 00.00 Uhr, bis einschließlich Pfingstmontag, 28. Mai 2007, 24.00 Uhr, zu 1.922 Verkehrsunfällen im Lande. Das sind 231 Unfälle mehr als über Pfingsten 2006 (1.691). Dabei wurden 481 Menschen verletzt, 41 mehr als im Vorjahr. Zu beklagen sind sieben Verkehrstote, im vergangenen Jahr waren es dagegen neun. Von den insgesamt 1.922 Unfällen ereigneten sich 190 auf Autobahnen (Vorjahr: 114), bei denen 37 (40) Personen verletzt wurden. Auf den Autobahnen waren keine Toten zu beklagen. Von den sieben Verkehrstoten waren drei Motorradfahrer, die nach selbstverschuldeten Unfällen in Laichingen (Alb-Donau-Kreis), Steißlingen (Landkreis Konstanz) und in Schenkenzell (Landkreis Rottweil) ums Leben gekommen sind. Damit hat sich die Zahl der in diesem Jahr getöteten motorisierten Zweiradfahrer auf 57 erhöht. Im Vergleich dazu mussten bis Ende Mai vergangenen Jahres 33 getötete motorisierte Zweiradfahrer registriert werden. Das überaus warme und trockene Wetter im April ließ die Motorradsaison in diesem Jahr früher beginnen als sonst. Tatsache ist, dass alljährlich nach der Fahrpause des Winters die Motorradunfälle nach oben gehen. Während in früheren Jahren hauptsächlich jüngere Biker (18 – 24) tödlich verunglückten, trifft es seit einiger Zeit zunehmend auch die über Vierzigjährigen. Hier wirken meist starke Motorisierung, ungenügende Fahrzeugbeherrschung, mangelnde Erfahrung und vor allem Selbstüberschätzung in verhängnisvoller Weise zusammen. IM BW / GLH

Aus FPX 07/2007: BVF: Klares Bekenntnis zu QSS
Auf der diesjährigen Mitgliederversammlung der Bundesvereinigung der Fahrlehrerverbände e.V. am 15. Juni 2007 in Köln hat Vorsitzender Gerhard von Bressensdorf die Bundesregierung und die Bundesländer energisch aufgefordert, endlich die seit Jahren überfällige Verordnung zur Anerkennung eines Qualitätssicherungssystems für Fahrschulen zu erlassen. Der Berufsstand habe für die Entwicklung des speziellen Qualitätssicherungssystems für Fahrschulen neben wissenschaftlich fundiertem Know-how auch erhebliche finanzielle Mittel aufgewandt. Die in der Verordnung zu treffenden Anforderungen an das QSS müssten aber deutlich über die Kriterien der staatlichen Fahrschulüberwachung hinausgehen. „Wer wirklich Qualität will“, forderte von Bressensdorf unter starkem Beifall der Delegierten, „muss auch adäquate Standards vorgeben“. BVF / GLH

Aus Juni 2007:

Aus FPX 06/2007: Leichtsinn am Bahnübergang
Das Risiko, bei Missachtung des Rotlichts an einem Bahnübergang ums Leben zu kommen, ist zehn Mal höher als bei Missachtung von Rot an einer Verkehrsampel. „Aber die wenigsten Leute, die noch schnell über die Schienen wollen, sind sich dessen bewusst,“ beklagte Anders Lundström von der europäischen Bahnbehörde ERA. Aus den erstmals von EUROSTAT gesammelten Daten zu Unfällen an Bahnübergängen gehe hervor, dass die Hauptursache Leichtsinn der Straßenbenutzer ist. Nur wenige Unfälle gehen auf eine Fehlfunktion der Sicherung solcher Übergänge zurück. Dennoch will die EU-Kommission in Zukunft darauf achten, dass Signalisierung und Design der Sicherungseinrichtungen in allen Ländern höheren Sicherheitsstandards genügen. „Bahnübergänge sind ausdrücklich Bestandteil der neuen Richtlinie zum Sicherheitsmanagement von Straßeninfrastrukturen. Die Sicherheitsfrage muss geklärt sein, um eine Baugenehmigung zu erhalten,“ erklärte Sandro Francesconi von der EU-Kommission. Hochgeschwindigkeitslinien, die das Gros neuer Schienenstränge ausmachen, werden heute durchgehend ohne Bahnübergänge gebaut, sprich überbrückt oder untertunnelt. Michael Robson von der Vereinigung europäischer Bahninfrastruktur-Manager (EIM) möchte, dass alle Länder dem (kostspieligen) Beispiel Finnlands folgen und das „historische Erbe“ der Schienen-Straßen-Kreuzungen durch Tunnels und Brücken ersetzen. In Finnland verschwanden in den letzten Jahren rund 1000 Bahnübergänge von der Landkarte. „Ich würde mir auch in allen Ländern hierzu eine strengere Rechtsprechung wünschen. Der Leichtsinn der Straßenbenutzer gründet unter anderem auf der mangelnden Bestrafung dieser Übertretungen,“ so Robson. In Großbritannien gibt es mittlerweile eine spezielle „Bahnpolizei“, die über rund 7000 Übergänge wacht. Gemeinsam mit lokalen Behörden wurden erfolgreiche Info-Kampagnen gestartet, die die Zahl der jährlichen Todesfälle auf 14 reduzieren konnten. Insgesamt kamen 2005 in der EU 411 Menschen an Bahnübergängen ums Leben, davon 64 in Polen, 52 in Tschechien und 45 in Deutschland. ARCD / GLH

Aus FPX 06/2007: Kostenfalle Ersatzwagen
In der Vergangenheit sprachen Amts- und Landgerichte immer wieder einmal widersprüchliche Urteile, wenn es um die Kosten für angemietete Unfallersatzwagen ging. In einem neuen Urteil vom 06.03.07 (Az: VI ZR 36/06) stellte der Bundesgerichtshof (BGH) nun klar, dass Geschädigte verpflichtet sein können, einen günstigeren Normaltarif statt eines Unfallersatztarifs für den Mietwagen zu wählen. Im vorliegenden Fall mietete der Kläger während der Reparaturzeit seines eigenen Autos ein Fahrzeug zum Unfallersatztarif für 1.062 Euro an, obwohl die Autovermietung auf einen günstigeren Normaltarif hinwies. Die gegnerische Haftpflichtversicherung überwies unter Hinweis auf den Normaltarif bei der Abrechnung lediglich 585 Euro an den Kläger. Er ging nach abschlägigen Urteilen der Vorinstanzen - wegen des Differenzbetrages - in Revision vor den BGH. Sein Argument: Er habe den Normaltarif abgelehnt, weil er eine Kaution leisten und in Vorkasse treten sollte. Der BGH wies die Revision gegen das Urteil des Landgerichts Mühlhausen ab. Die beklagte Versicherung habe den Kläger in einem Schreiben darauf hingewiesen, dass bei Mietwagen enorme Preisunterschiede bestünden und dass sich deshalb ein Preisvergleich immer lohne. Auch das Mietunternehmen habe einen entsprechenden Hinweis gegeben. Der Kläger hätte den „wirtschaftlichen Weg der Anmietung zum Normaltarif“ wählen oder die gegnerische Versicherung informieren und zur Vorkasse auffordern müssen, wenn er nicht in Vorlage treten wollte. Insofern liege eine „rechtlich relevante Verletzung der Schadensminderungspflicht“ vor. Der BGH-Senat hatte schon in einem früheren Urteil die Pflicht zur Vorleistung nicht generell verneint, sondern auf den Einzelfall abgestellt. Danach sei es dem Geschädigten grundsätzlich zuzumuten, im Zusammenhang mit der Instandsetzung anfallende Kosten „ohne Rückgriff auf einen Bankkredit aus eigenen Mitteln dann vorzustrecken, wenn dies ohne besondere Einschränkung der gewohnten Lebensführung möglich ist“. Daraus ist zu entnehmen, dass der geschädigte Autofahrer gut daran tut, die gegnerische Versicherung zu informieren und eine entsprechende Akontozahlung verlangt, wenn er für den Unfallersatzwagen nicht in Vorlage treten kann. ARCD / GLH

Aus Mai 2007:

Aus FPX 05/2007: TÜV SÜD: Umweltschutz durch ökonomisches Fahren
Einer nicht repräsentativen Umfrage des TÜV SÜD zufolge macht sich die Mehrzahl der Autofahrer Sorgen um den Umweltschutz. Aber nur knapp zwei Drittel der Befragten wären bereit, mehr Geld auszugeben, um Umweltschutz und Mobilität besser in Einklang zu bringen. 35 Prozent würden keine höheren Kosten für ein umweltschonenderes Auto akzeptieren. Für ein gutes Viertel der Befragten kommt bei der Neuanschaffung eines Wagens ein Modell mit Erdgas- oder Hybridantrieb in Frage. Dr. Ing. Peter Hupfer, Vorstandsvorsitzender der TÜV SÜD AG, entnimmt dem Umfrageergebnis, dass der Markt kostenneutrale umweltfreundliche Lösungen fordert. Da sei die Autoindustrie nach wie vor gefordert. Klar ist nach Hupfer aber auch: „Umweltschutz zum Nulltarif kann es nicht geben!“ Was die CO2-Vermeidung im Verkehrsbereich anbelangt, setzt Hupfer große Hoffnungen in das künftige Satellitennavigationssystem GALILEO. Man stehe immer noch zu häufig im Stau, was durch intelligente Verkehrslenkung mit Satellitennavigation reduziert werden könne. Als kostenloses Sofortprogramm für den Klimaschutz legt Hupfer den Autofahrern ökonomisches Fahren ans Herz - so ließen sich 20 Prozent Sprit einsparen. TÜV SÜD/GLH

Aus FPX 05/2007: Bosch bringt energiesparenden Klimasensor
Der neue Climate Control Sensor (CCS) von Bosch misst den Kohlendioxidanteil (CO2) der Luft im Fahrzeuginnenraum. Das erlaubt eine erweiterte elektronische Regelung der Klimaanlage und senkt damit den Energiebedarf. Bei gleichbleibend gutem Klimakomfort führt das zu deutlich geringerem Kraftstoffverbrauch. Ausgehend von einer Versuchsreihe unter den sommerlichen Bedingungen Südeuropas rechnen die Entwickler mit einem Verbrauchsvorteil in Spitzen bis zu zehn Prozent. Mit dem Climate Control Sensor von Bosch erschließen sich den Entwicklern moderner Klimaanlagen neue Regelungsstrategien. Der Sensor misst ständig den Kohlendioxidgehalt der Luft im Fahrzeuginnenraum – eine erweiterte Version ermittelt darüber hinaus Luftfeuchte und -temperatur. Anhand dieser Daten werden alle Stellglieder der Klimaanlage exakt geregelt, beispielsweise für ein ausgewogenes Umluft-Management. Dem Innenraum wird stets so viel Frischluft wie notwendig zugeführt. Doch so oft es geht, schaltet die Klimaanlage automatisch auf Umluftbetrieb, arbeitet damit also ohne Frischluftzufuhr von außen. Das spart Energie, weil die erforderliche Kühlleistung sinkt. Weniger Kühlleistung führt zu geringerer Last für den Verbrennungsmotor, der den Klimakompressor antreibt, und damit zu geringerem Treibstoffverbrauch des Autos. Bosch/GLH

Aus FPX 05/2007: 93,5 Prozent der Autos fahren mit zu schlaffen Reifen
In einem Beitrag der letzten Ausgabe dieser Zeitschrift ging es darum, Fahrschüler zur regelmäßigen Überprüfung des Luftdrucks der Reifen anzuhalten (Seite 208). Wie wichtig das ist, macht das soeben veröffentlichte Ergebnis einer Feldstudie des Reifenherstellers Bridgestone deutlich. Danach werden in Europa alleine durch unzureichend aufgepumpte Reifen jährlich 18,4 Millionen Tonnen CO2 in die Atmosphäre geblasen. Bridgestone hat im Jahr 2006 in 19 EU-Ländern rund 20.300 Reifen-Checks auf Parkplätzen und bei Einkaufszentren gratis überprüft. Nur 6,5 Prozent aller Autos hatten korrekt aufgepumpte Reifen, 54 Prozent wiesen ein geringfügiges Druckdefizit auf. Immerhin 39,5 Prozent der Fahrzeuge hatten mindestens einen Reifen mit weniger als 1,5 Bar, 12 Prozent wurden als „unfallgefährdet“ eingestuft. Der höhere Rollwiderstand unzureichend aufgepumpter Reifen verkürzt die Lebensdauer der Reifen und erhöht den Spritverbrauch und damit die Umweltbelastung. In der Bridgestone-Studie wird hochgerechnet, dass Europas Reifen dadurch 24,5 Prozent an Lebensdauer einbüßen und 8,1 Mrd. Liter Treibstoff verschwendet werden. Die meisten Autofahrer scheinen zu vergessen, dass jeder Reifen ständig etwas Luft verliert und daher regelmäßig einer Druckkontrolle unterzogen werden muss. ARCD/GLH

Aus April 2007:

Aus FPX 04/2007: Verbandstag in Pforzheim - außerordentliche Wahlen
Die Väter der Satzung haben an Eventualfälle gedacht. Sie wollten sicherstellen, dass der Fahrlehrerverband Baden-Württemberg e.V. wegen des vorzeitigen Ausscheidens eines Vorstandsmitglieds führungsmäßig nie ins Taumeln geraten kann. Denn mit etwas Fantasie, die hier freilich nicht exzessiv zu Wort kommen soll, kann man sich allerlei Szenarien eines Vorstandsdebakels vorstellen. Doch davon kann aktuell keine Rede sein. Zumal der Beirat, das nach der Mitgliederversammlung oberste Organ des Verbandes, nach dem bedauerlichen, aber verständlichen Rückzug von Wolfgang Fischer aus dem Amt des zweiten Vorsitzenden getan hat, was er nach der Satzung tun musste, nämlich für den Zeitraum bis zur „nächsten Mitgliederversammlung“ aus seinen Reihen den dritten Vorsitzenden zu bestimmen. Das ist kein Wahl-Präjudiz (wie es in einem früheren Fall dieser Art einmal geäußert wurde), sondern ein klarer Satzungsauftrag. Wer das Gegenteil behauptet, stellt den Souverän des Verbandes, also die Mitgliederversammlung, in Frage und gibt Anlass an seinem Demokratieverständnis zu zweifeln. X.E.

Aus FPX 04/2007: Unsichere Senioren
Fahranfänger sind achtmal häufiger als Fahrer im Alter von 25 und 65 Jahren an Unfällen beteiligt. Ein ähnlich hohes Risiko besteht für über 75-jährige Fahrer. Fahren sie weniger als 8.000 Kilometer im Jahr, ist die Unfallgefahr im Vergleich zu den Fahranfängern sogar noch höher. Das teilte jüngst die Deutsche Gesellschaft für Verkehrsmedizin mit. Ältere Verkehrsteilnehmer seien nach Erkenntnissen der Verkehrsmediziner eher durch schlechtes Sehen, verlangsamtes Einschätzen von Verkehrssituationen und durch verminderte Reaktionsgeschwindigkeit in ihrem Fahrverhalten eingeschränkt. Zudem könnten gerade bei älteren Fahrern Medikamente wie Beruhigungs- und Schlafmittel sowie die gleichzeitige Einnahme verschiedener Medikamente die Wahrnehmung und Reaktionsfähigkeit einschränken. Durch den langsameren Stoffwechsel bei älteren Menschen würden die Medikamente oft nur mit Verzögerung wieder ausgeschieden. So steige das Unfallrisiko nach Einnahme von Beruhigungsmitteln um 20 Prozent. Während Alkoholproben und zunehmend auch ein Drogenscreening zum Standard polizeilicher Ermittlungen gehören, sei die Kontrolle von Medikamentenwirkungen gegenwärtig davon noch ausgeschlossen, beklagte Professor Gerold Kauert vom Institut für forensische Toxikologie der Universität Frankfurt. Nach Auffassung von Kurt-Rüdiger Maatz, Richter am Bundesgerichtshof in Karlsruhe, sollte der Gesetzgeber hier tätig werden. Die Automobilklubs – allen voran der ARCD – teilen diese Auffassung nicht. Statt immer neuer Gesetze, meinen sie, sollen die Ärzte ältere Patienten in den Sprechstunden auf entsprechende Risiken bei der Medikamenteneinnahme hinweisen. ARCD/GLH

Aus FPX 04/2007: Ende des Tanktourismus?
Mit der Festschreibung eines in allen Ländern der EU einheitlichen Mindeststeuersatzes für Diesel will die EU-Kommission den Wettbewerb im Gütertransport entzerren und vor allem dem Tanktourismus das Wasser abgraben. Preisunterschiede von bis zu 20 Prozent bei Diesel sind heute der Grund, dass Lkw in ganz Europa zusätzliche Kilometer in Kauf nehmen, um den Tank für die nächsten 1500 bis 3000 km zu füllen. Diese Umwege und Leerfahrten bringen Hochpreisländer wie Deutschland nach Berechnungen der EU-Kommission um 1,9 Milliarden Steuereinnahmen pro Jahr und belasten unnötig Umwelt und Anrainer, vor allem in Grenzregionen. Allein in Luxemburg, dem Tankparadies Westeuropas, werden pro Jahr und Einwohner 4200 l Diesel getankt, während der EU-Durchschnitt bei 750 l liegt; drei Viertel davon schlucken Lkw-Tanks. Kein Wunder, denn in Deutschland werden 1000 l gewerblicher Dieselkraftstoff mit 407 € besteuert, in Luxemburg sind es gerade mal 278 €. Für 2012 sieht der für Steuern und Zölle zuständige EU-Kommissar daher für diese Menge einen Mindeststeuersatz von 359 Euro vor, der 2014 auf 380 Euro klettern soll. Dieser Mindeststeuersatz würde auch für Pkw gelten. "Der Kommissionsvorschlag geht zwar in die richtige Richtung, beseitigt das Problem aber nicht ganz," meinte Markus Ferber, Verkehrsexperte der CDU-Fraktion im EU-Parlament. Die Bundesregierung müsse daher zusätzliche Maßnahmen zur Einschränkung des Tanktourismus ergreifen, forderte Ferber. Im Namen des Inter-nationalen Dachverbands der Straßentransporter (IRU) spielte Generalsekretär Hubert Linssen das Ausmaß des Tanktourismus herunter und schlug einen einheitlichen gewerblichen Steuersatz in allen EU-Ländern von unter 350 Euro je 1000 l vor. Der aktuelle Vorschlag greife zu kurz und werde mittelfristig nur zur Preiserhöhung von Diesel - sowohl für Lkw als auch Pkw - führen, so Linssen. Ganz falsch dürfte er damit nicht liegen: So ließ etwa der österreichische Verkehrsminister Werner Faymann bereits durchblicken, dass der Treibstoff im "Billigdieselland" Österreich um 3 bis 4 Cent teurer werden könnte. In Luxemburg jedenfalls wird sich der Zwischenstopp auf dem Weg in den Süden auch weiterhin rechnen, denn dort soll bis 2016 eine Übergangsregelung gelten. GLH/ARCD

Aus März 2007:

Aus FPX 03/2007:
2006: 5 Prozent weniger Tote im Straßenverkehr
Nach vorläufigen Ergebnissen des Statistischen Bundesamtes wurden 2006 bei Straßenverkehrsunfällen in Deutschland 5.094 Personen getötet und 421.700 verletzt. Das waren 5% weniger Getötete und 2,7% weniger Verletzte als 2005. Damit hat sich die günstige Entwicklung der letzten Jahre bei den Verkehrstoten auch 2006 fortgesetzt. Die Zahl der Todesopfer ist so niedrig wie nie zuvor seit Wiedereinführung der Straßenverkehrsunfallstatistik im Jahr 1953. Nichtsdestotrotz haben im vergangenen Jahr immer noch durchschnittlich 14 Menschen täglich ihr Leben im Straßenverkehr verloren. Die Polizei erfasste im Jahr 2006 insgesamt 2,23 Millionen Unfälle, 1% weniger als 2005. Darunter waren 327.600 Unfälle, bei denen Personen zu Schaden kamen (- 2,7%) und 114.800 schwerwiegende Unfälle mit Sachschaden (- 3,9%). DESTATIS/GLH

Aus FPX 03/2007: TÜV-Mängelliste: Deutsche Hersteller schneiden gut ab
Zum ersten Mal in der 35-jährigen Geschichte des TÜV-Reports liegen zwei Autos deutscher Hersteller wegen besonders geringer Mängel vorn. Es handelt sich dabei um den Opel Meriva und den Ford Fusion. Beide schafften in der Klasse der bis zu drei Jahre alten Autos die Plätze eins und zwei. Nicht die Nobelkarossen gewannen, sondern Mini-Vans für Otto-Normal-Verbraucher. Auch sonst schnitten deutsche Autos gut ab. Unter den ersten zehn erstmalig zur Hauptuntersuchung (HU) gekommenen Pkw-Typen sind acht deutsche Herstellermarken. Nur Honda Jazz (Platz 3) und Mazda 6 (Platz 7) erinnern laut TÜV an die einstige Dominanz der Modelle aus Japan. Bei den Top Ten in den verschiedenen Altersklassen trumpft vor allem Mercedes mit zwölf Platzierungen auf, gefolgt von Toyota mit zehn Treffern, Porsche (8) und Mazda (7). Volkswagen kam nur einmal mit dem VW-Touran bei den zwei- und dreijährigen Autos in die Spitzenränge, BMW überhaupt nicht. Die beste BMW-Platzierung gab es auf Platz 11 unter den 8- und 9-jährigen Fahrzeugen für einen Z3. Als Verlierer brandmarkt der TÜV die „üblichen Verdächtigen“: Kia Carnival, Chrysler Voyager, Renault Twingo und Renault Espace. Diese Fahrzeuge kamen mindestens in einer Jahrgangsklasse auf den letzten Platz. Leicht rückläufig von 18,9 auf 18,2 Prozent ist die Quote der TÜV-Prüflinge mit erheblichen Mängeln. Das seien, hochgerechnet auf den Gesamtfahrzeugbestand, noch immer 50 Prozent mehr als vor zehn Jahren, so der TÜV. Es sei davon auszugehen, dass fast jedes fünfte Auto mit erheblichen Mängeln an Beleuchtung, Bremsen und Fahrwerk unterwegs ist. Angesichts dieser Zahlen erteilt Klaus Brüggemann vom Verband der TÜV e.V. einer Verlängerung der Prüfintervalle, wie sie zuletzt Politiker in die Diskussion brachten, eine Absage. Datenbasis ist die Auswertung von rund sieben Millionen TÜV-Hauptuntersuchungen im vergangenen Jahr. ARCD/GLH

Aus FPX 03/2007: Prüfzeichen für Autoreifen
Viele Autofahrer tun sich bei der Wahl der Reifen schwer. Welche sind für mein Auto und meine Ansprüche an Sicherheit und Komfort am besten geeignet? Der TÜV SÜD bringt rechtzeitig zum Start der Kaufsaison für Sommerreifen eine Orientierungshilfe für Verbraucher. Ein Prüfzeichen bescheinigt den Reifen, dass sie über Eigenschaften verfügen, die über die gesetzlichen Anforderungen hinausgehen. Die Prüfer vom TÜV SÜD nehmen die Pneus nach einem umfangreichen Kriterienkatalog unter die Lupe, bevor sie das Prüfzeichen vergeben. Dazu gehören

  • Länge des Bremsweges auf trockener und nasser Fahrbahn,
  • Verhalten bei Nässe und Aquaplaning,
  • Abrollgeräusche,
  • Rollwiderstand
  • und Schnelllauffestigkeit.

Bei Winterreifen werden zusätzlich das Bremsverhalten bei Schnee und Glätte, die Seitenführung und die Traktion auf Schnee untersucht. Getestet werden die neuen Reifenmodelle nach TÜV-Angaben rund eine Woche lang auf Prüfstrecken und etwa zwei Tage lang auf Prüfständen. Die Tester beziehen nicht nur die Reifen selbst in die Untersuchung ein, sondern sehen sich auch die Produktion vor Ort an. Reifenexperte Reithmaier: „Dabei achten wir z.B. darauf, dass mit einem Qualitätsmanagementsystem gearbeitet wird.“ ARCD/GLH

Aus Februar 2007:

Aus FPX 02/2007: Umweltschutz: Mercedes hat die Nase vorn
Die demnächst am Markt erscheinende neue C-Klasse kommt mit Umwelt-Zertifikat. Was heißt das? Laut Zertifizierungsstelle der TÜV Süd Management Service GmbH wurde das Fahrzeug umweltgerecht entwickelt, was sich vor allem auf den Kraftstoffverbrauch, die Abgas-Emission und die Werkstoffauswahl ausgewirkt hat. Mercedes-Benz verfügt damit weltweit als einzige Automobilmarke über das anspruchsvolle Umwelt-Zertifikat. TÜV-Gutachter attestieren der neuen C-Klasse, dass sie der international anerkannten ISO-Norm 14062 entspricht. Diese Richtlinie regelt unter dem Begriff Design for Environment die Integration von Umweltaspekten in Produktdesign und -entwicklung. Darüber hinaus wurden auch die Daten und Aussagen der umweltbezogenen Produktbeschreibung der C-Klasse vom TÜV geprüft und bestätigt. Mercedes-Benz hat diese Informationen in einer Broschüre zusammengefasst, die ab 19. Januar 2007 im Internet unter www.daimlerchrysler.com/sustainability veröffentlicht wird. GLH

Aus FPX 02/2007: Neuwagen erst nach 4 Jahren zum TÜV?
Dirk Fischer, verkehrspolitischer Sprecher der Unionsfraktion im Bundestag, hat jüngst vorgeschlagen, Neuwagen erst nach vier Jahren zur ersten Hauptuntersuchung zu schicken, weil sie in der Regel auch dann noch technisch in gutem Zustand seien. Zugleich forderte Fischer für ältere Fahrzeuge kürzere, nach Fahrzeugalter gestaffelte Intervalle der Hauptuntersuchung von vier, drei, zwei und einem Jahr. Danach stünde kurz vor Ablauf des 11. Jahres seit Erstzulassung die 5. HU an, die dann jährlich zu wiederholen wäre. Der TÜV hat vor einiger Zeit durch eine Untersuchung deutlich gemacht, dass immer mehr schrottreife Autos unterwegs seien. Weil diese Autos billig zu haben seien, würden sie oft von jungen Fahranfängern gekauft. Damit erhöhe sich das ohnehin schon überproportionale Unfallrisiko dieser Gruppe erheblich. Das mag zwar stimmen, aber dennoch werden Bedenken und Proteste gegen eine so starke Verkürzung der HU-Intervalle wohl nicht ausbleiben, denn die Laufleistung, die für den technischen Zustand der Fahrzeuge oft entscheidend ist, bliebe dabei unberücksichtigt. ARCD/GLH

Aus FPX 02/2007: Unfall bei Privatfahrt - Unternehmer muss zahlen
Ein auch für Fahrschulunternehmen interessantes Urteil erging unlängst vom hessischen Landesarbeitsgericht (AZ Sa1729/05). Danach hat ein Unternehmen, das seinem Angestellten den Dienstwagen auch für Privatfahrten zur Verfügung stellt, die Kosten eines Unfalls auch dann zu tragen, wenn der Arbeitnehmer auf einer Privatfahrt einen Unfall verursacht. Der Angestellte einer Bank war mit dem Dienst-Pkw in Urlaub gefahren und hatte dabei an dem Fahrzeug einen Unfallschaden von 6000 € verursacht. Wegen des „privaten Charakters“ der Fahrt weigerte sich die Bank, die Reparaturkosten zu übernehmen. Dagegen klagte der Angestellte und machte geltend, die Privatnutzung des Pkw sei vertraglich vereinbart, weshalb er Monat für Monat den geldwerten Vorteil versteuern müsse. Das Gericht führte in seiner Begründung aus, bei dieser Sachlage liege die Last der Schadenregulierung ausschließlich beim Arbeitgeber. Und es setzte noch eins drauf: Weigere sich der Arbeitgeber, die Reparatur des Autos in Auftrag zu geben, könne der Mitarbeiter auf eigene Faust eine Werkstatt damit beauftragen. GLH

 

Aus Januar 2007:

Aus FPX 01/2007: Grünes Licht für Dritte EU-Führerscheinrichtlinie
In der dritten Dezemberwoche des letzten Jahres hat das Europäische Parlament in zweiter Lesung die Dritte Europäische Führerscheinrichtlinie abgenickt. Am schon zuvor mit der Kommission erreichten „Gemeinsamen Standpunkt“ wurde nicht mehr herumgeschabt. Für die Euro-Parlamentarier ist es laut einer Pressemitteilung ein Fortschritt, dass innerhalb der nächsten 26 Jahre die stark unterschiedlichen Führerscheine zugunsten des einheitlichen Kartenführerscheins verschwinden werden. So kann man selbst Softkompromisse noch als Erfolg verkaufen, sofern die Bürger es einem abnehmen. Für viele sachverständige Beobachter ist diese Zeitspanne einfach zu lang und kommt – wie es einer sarkastisch ausdrückte – „einer lebenslangen Amnestie für Schwarzfahrer gleich“. Bei Redaktionsschluss hatte der Rat das Regelwerk noch nicht verabschiedet, was aber von Insidern nur noch als Formsache betrachtet wird. GLH

Aus FPX 01/2007: Maut für Pkw?
Nach Baden-Württembergs Ministerpräsident Günther H. Oettinger tritt nun auch Bayerns Innenminister Günter Beckstein für die Pkw-Vignette ein. Sofort nach seinem Vorstoß in der zweiten Dezemberwoche des letzten Jahres traten Bedenkenträger aus allen Lagern auf den Plan. An ihrer Spitze Bundesverkehrsminister Tiefensee mit einem Bündel von Gegenargumenten. Die Pkw-Maut würde das Autofahren verteuern, „dramatischen Ausweichverkehr“ provozieren und kaum zusätzliche Mittel für den Ausbau der Infrastruktur bringen. Die zusätzlichen Einnahmen durch ausländische Autobahnnutzer würden höchstens zur Finanzierung der Verwaltungskosten ausreichen, so seine Befürchtungen. Doch alle diese Einwände lassen sich laut Auto- und Reiseclub Deutschland (ARCD) mit Blick auf unsere Nachbarn Österreich, Italien, Frankreich, Polen und Spanien leicht widerlegen. Dort sprudeln längst ergiebige Geldquellen aus der Pkw-Maut für die Straßeninfrastruktur. Dass deutsche Autofahrer in diesen Ländern an der Finanzierung beteiligt sind, ausländische Nutzer in Deutschland hingegen nicht, wurmt viele schon seit langem. So forderten in einer Leserumfrage des ARCD-Clubmagazins „Auto&Reise“ rund 95% der Teilnehmer die sofortige Einführung einer Pkw-Maut, und zwar analog dem österreichischen Modell, das dort seit vielen Jahren erfolgreich und einträglich praktiziert wird. Ein Leser berichtete von seiner Urlaubsreise, bei der in der Schweiz 28 €, in Italien 15 € und in Österreich 7,60 € nur für Mautgebühren fällig wurden. Eine Pkw-Maut in Deutschland würde nach Auffassung des ARCD endlich für mehr Kostengerechtigkeit auf Deutschlands Straßen und für zusätzliche Einnahmen durch ausländische Fahrzeuge sorgen. Voraussetzung für den ARCD ist, dass die bisherige Kfz-Steuer völlig wegfällt, um die Kosten der Maut-Vignette für die deutschen Autofahrer zu kompensieren. Schließlich zahlen sie schon heute fast doppelt so viel an Steuern und Gebühren, wie tatsächlich in die Verkehrsinfrastruktur fließt. Der ARCD fordert, dass alle Einnahmen aus der Pkw-Vignette voll dem Ausbau der Straßeninfrastruktur zufließen. Gegen neue Haushaltstricksereien wie bei der Lkw-Maut, wo ein Teil der kräftig sprudelnden Einnahmen zweckentfremdet wird, kündigt der ARCD schon heute Widerstand an. Vielleicht sollten sich die großen Automobilklubs diese Strategie ebenfalls zu Eigen machen. ARCD/GLH

Aus FPX 01/2007: VW an der Spitze
Von den 326.038 im November letzten Jahres neu zugelassenen Personenkraftfahrzeugen standen nach einer Mitteilung des Kraftfahrt-Bundesamtes (KBA) in allen Klassen nur deutsche Herstellermarken an der Spitze. Volkswagen schaffte in 6 von 11 Fahrzeugklassen den ersten Platz. Meister aller Klassen wurden Golf und Jetta mit 24.992 Fahrzeugen, einem Anteil von 25,2% bei allen Neuzulassungen und von 30,4% in der Kompaktklasse. Fast jede fünfte Neuzulassung in der Mittelklasse war ein VW Passat (18,7%). In der oberen Mittelklasse schaffte der Audi A6/S6 mit 32,6% sogar den höchsten Anteil in einer einzelnen Fahrzeugklasse. BMW konnte nur mit seinem Geländewagen X3 (9,9%) in einem allerdings heiß umkämpften Segment Klassensieger werden, Mercedes behauptete sich in der Oberklasse mit der S-Klasse (24,8%) und bei den Crossovers mit der B-Klasse (14,4%) als Primus. Bei den Cabrios fuhren mit dem VW Eos (18,5%) und bei den Nutzfahrzeugen mit dem Transporter Caravelle weitere VW-Marken an die Spitze. Unter den neu zugelassenen Wohnmobilen trug fast jedes zweite Fahrzeug (42,6%) die Marke Fiat Ducato. Keinen ersten Platz in ihrer Klasse konnten ausländische Herstellermarken erringen. ARCD/GLH