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FAHRLEHRERVERBAND
Baden-Württemberg e.V.
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08.11.11 |
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Kurznachrichten
Archiv 2008
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Aus
Dezember
2008:
Aus FPX 12/2008:
Warum ist Diesel viel teurer als
Benzin?
Dieses Foto entstand am 5. November 2008 im Südwesten Floridas.

Benzin- und Dieselpreise in den USA Nur wenige Monate zuvor
kostete dort die Gallone Normalbenzin (Regular) noch über 4 Dollar. Am 16.
November konnte man an derselben Pumpe schon für $ 1,99 tanken. Doch der
Unterschied zum Dieselpreis blieb etwa gleich. Das ärgert die noch immer
seltenen Amerikaner, die einen Diesel-Pkw fahren. Auf ihre Frage, warum Diesel
so viel teurer ist als Benzin, bekommen sie meist keine befriedigende Antwort.
Indes, in Europa, namentlich in Deutschland, kann man von so billigem Kraftstoff
nur träumen. Denn bei einem Preis von 2 Dollar pro Gallone kommt nach dem
momentanen Wechselkurs ein Literpreis von sage und schreibe 0,43 € heraus. Wie
es zu diesem rapiden Preisverfall kam? Nun, zum einen ist die Nachfrage seit
Beginn der Wirtschaftskrise dramatisch zurückgegangen - die Amerikaner fahren
weit weniger. Zum Zweiten scheint die globale Finanzkrise die Ölspekulanten
abgeschreckt zu haben. Drittens verzichtet der Staat (bei übrigens minimaler
Kraftstoffsteuer) seit jeher bei Kraftstoff auf jegliche Art von Verkaufssteuer
oder Umsatzsteuer. Viertens, und das ist bemerkenswert, in den USA scheint der
Markt den Ölmultis binnen kurzem weit mehr das Fürchten gelehrt zu haben als in
Europa. Wirtschaftskrise in den USA? Ja, gewiss! Auch Marktkrise? Nein und noch
mal nein! GLH
Aus FPX 12/2008:
Schweiz: Laienausbildung bleibt
Zu Anfang dieses Jahres trat im
Nachbarland Schweiz eine neue Fahrlehrerverordnung (FV) in Kraft. Auf den 11
Seiten des Verordnungswerks findet man manches, was so oder ähnlich auch im
deutschen Fahrlehrergesetz und den darauf beruhenden Verordnungen steht. So
unterliegen die Fahrlehrer der Überwachung hinsichtlich des praktischen und
theoretischen Unterrichts „durch regelmäßige Inspektionen“ (Art. 24). Des
Weiteren müssen die eidgenössischen Kolleginnen und Kollegen alle fünf Jahre an
einer mindestens fünftägigen Weiterbildung teilnehmen (Art. 22). Die tägliche
Höchstdauer des praktischen Fahrunterrichts ist auf durchschnittlich neun
Stunden begrenzt (Art.14). Für die Kontrollierbarkeit der Einhaltung dieser
Bestimmung müssen Nachweise geführt werden (Art. 15). Wer als Fahrlehrer bei der
Ausbildung mit 0,1 oder mehr Blutalkoholgehalt angetroffen wird, riskiert die
der deutschen Fahrlehrerlaubnis entsprechende Fahrlehrerbewilligung (Art. 17).
In einem umfangreichen Anhang zur Verordnung ist u.a. auch die Ausbildung zum
Fahrlehrer geregelt, die - jedenfalls dem Wortlaut nach - ziemlich anspruchsvoll
zu sein scheint. Insgesamt gesehen scheinen die gesetzlichen Pflichten der
Schweizer Kolleginnen und Kollegen nicht geringer zu sein als die der deutschen.
Die ansonsten hohe Regelungsdichte weist jedoch ein bedauerliches Leck auf. Denn
Fahrausbildung durch Laien ist in der Schweiz nach wie vor statthaft. Der etwas
schwammige Artikel 3 der Verordnung verlangt die Fahrlehrerbewilligung nämlich
nur, wenn eine Person mehr als eine/n Fahrschüler/in pro Jahr ausbilden will. Im
Absatz 2 dieses Artikels wird - recht widersprüchlich - auf die
Fahrlehrerbewilligung überhaupt verzichtet, wenn Personen ausgebildet werden,
„zu denen eine nähere Beziehung besteht“. Dieser Passus ist unschweizerisch
unpräzise und birgt sicher Freiraum für großzügige Auslegung. GLH |
Aus
November
2008:
Aus FPX 11/2008:
US-Presse feiert den neuen Golf
„In Deutschland fährt man keine hundert Meter weit, ohne einen zu sehen. Sie
sind einfach überall - vom verbeulten Veteranen der ersten Generation bis hin zu
den blitzblanken Modellen der fünften Generation.“ So beginnt eine dem neuen
Golf 6 dargebrachte Laudatio des amerikanischen Fachmagazins AUTOWEEK. Weiter
heißt es da: „Der Golf konnte sich in den letzten zehn Jahren als ein qualitativ
hochwertiges Auto etablieren, und das neue Modell wird diesen Erfolg fortsetzen.
Das Interieur, obwohl nicht gerade fantasievoll, besticht durch solide,
anschmiegsame Materialien und hochwertige Armaturen. Beides zusammen vermittelt
das Gefühl, in einem höherklassigen Auto zu sitzen.“ Auch für guten Sitzkomfort
sei gesorgt, und die Liste der gegen Aufgeld zu erwerbenden Extras lasse wenig
zu wünschen übrig. Der neue Golf besitze alle Qualitäten, um auf der 1974
weltweit eingeschlagenen Siegerbahn von inzwischen 26 Millionen verkauften
Exemplaren zu bleiben. Der wirkliche Durchbruch jedoch zeige sich im Verbrauch.
Zuverlässigen Quellen zufolge werde der erst im nächsten Jahr in den US-Verkauf
gelangende Golf 6 mehr als 50 Meilen pro Gallone schaffen (ca. 4,7 l/100 km).
Die Lobeshymne endet mit dem Satz: „Dieser Golf verkörpert einzigartige
Fahrzeugkultur. Keine anderes Auto dieser Klasse kann ähnlich günstige Werte
hinsichtlich Unterdrückung von Geräuschen und Vibration aufweisen.“ GLH
Aus FPX 11/2008:
Mehr schwere Unfälle durch
Ampelabschaltungen bei Nacht
Nächtliche Ampelabschaltungen liegen im Trend. Fachleute schätzen, dass rund die
Hälfte der Lichtsignalanlagen in den Kommunen während der Nacht ruht. Allein in
Berlin geht zu später Stunde an mehr als 700 Ampeln das Licht aus. Laut einer
Untersuchung des Instituts für Verkehrsplanung und Straßenverkehr der TU Dresden
spricht vieles gegen das Abschalten der Ampeln. Danach verdoppelt sich bei
Dunkelheit das Unfallrisiko vor allem durch Missachtung der Vorfahrt. Auch die
Schwere der Unfälle nimmt stark zu. Die Befürworter in den Kommunen halten
dagegen, die Ampelabschaltungen verkürzten die Fahrtzeiten, verringerten die
Lärmbelästigung und den Treibstoffverbrauch. Die Untersuchung bestätigte diese
Vorteile nicht oder bezeichnet sie als marginal. ARCD/GLH
Aus FPX 11/2008:
Warnung vor Billigreifen
Billigreifen aus China für den Sommer- und Winterbetrieb können gefährlich sein.
Davor warnt der Auto- und Reiseclub Deutschland (ARCD). Unlängst hatte die
Zeitschrift AUTO Straßenverkehr in einem Reifentest vier Sommerreifen aus China
mit einem deutschen Fabrikat verglichen – mit alarmierenden Ergebnissen. Ein
Reifen, der für 240 km/h zugelassen ist, platzte schon bei Tempo 230. Im
härteren Schnelllauftest nach VW-Standard versagten alle vier Fabrikate aus
China. Sie lösten sich auf oder barsten. Auch die Bremswerte brachten dramatisch
schlechtere Ergebnisse. Bei einer Vollbremsung aus Tempo 100 bei Nässe stoppte
das Versuchsfahrzeug VW Golf mit dem deutschen Fabrikat nach rund 65 Metern, ein
Fabrikat aus China kam erst nach 91 Metern zum Stehen. Beim aktuellen
Winterreifentest der Stiftung Warentest gab es für Billigreifen gleich sechs Mal
die Note „mangelhaft“. Beim Abbremsen von Tempo 80 auf 20 km/h war der Bremsweg
beim schlechtesten Modell 20 Meter länger als beim besten. Solche Unterschiede
können bei einer Vollbremsung über glimpflichen Ausgang und schweren Crash
entscheiden, schreibt die Zeitschrift ‚test’ in ihrer Oktober-Ausgabe. Die
Warentester empfehlen daher, einen großen Bogen um Schnäppchenreifen aus Fernost
zu machen. ARCD/GLH
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Aus
Oktober
2008:
Aus FPX 10/2008:
Hurra,
der Ford Fiesta kommt nach Amerika
Mit solchem Überschwang einen
europäischen Kleinwagen zu begrüßen, wäre den Redakteuren des US Magazins
Autoweek noch vor einigen Jahren eher schwer gefallen. Jetzt aber, im Zeichen
hoher Benzinpreise, klingt neben dem Enthusiasmus fast ein Vorwurf mit: „Zu
lange haben uns die Europäer den Ford Fiesta vorenthalten, aber endlich kommt
dieses Juwel nach Amerika – hurra!“ Was dann folgt, ist nur noch Lob. Der Fiesta
sei in Europa seit Jahren ein Bestseller, schon das Modell von 1995 habe mit an
der Spitze der Renaissance besonders handlicher Automobile der Marke Ford
gestanden. Der neue, für den globalen Markt entwickelte Fiesta, stehe ganz in
dieser Tradition. Und Autoweek schließt seine überschwängliche Fanfare so: „Der
Fiesta ist ein guter Kleinwagen, wie er weltweit besser nur schwer zu finden
ist. In Europa sind diese 'Superminis' so populär wie die Pickups in den USA.“
Und weiter: „Das preislich erschwingliche Auto ist dort für viele Familien das
Beförderungsmittel schlechthin.“ GLH
Aus FPX 10/2008:
Die FPX geht auf die 40 zu und
braucht Sie, liebe Leser!
Mit der Ausgabe vom August dieses Jahres, der 456., hatte die FahrSchulPraxis
das 38. Jahr ihres Erscheinens vollendet. Das bedeutet, die FPX wird mit der
480. Ausgabe vom August 2010 ihren 40. Geburtstag feiern. Freilich, bis dahin
sind noch 22 Ausgaben zu stemmen, also beizeiten zu schreiben, akkurat zu
redigieren, pünktlich zu setzen, umzubrechen, drucken und zu versenden. Sie,
liebe Leser, sollten uns dabei helfen! Wir, die Redaktionsmitglieder, freuen uns
auf jeden Beitrag, auch so kritische Leserbriefe wie in der letzten Ausgabe
einer stand. Also los! Schreiben Sie uns, was Sie drückt, und schreiben Sie uns
auch, wenn Sie eine gute Idee haben, die den Kolleginnen und Kollegen im
beruflichen Alltag nützen könnte. Kommen Sie ohne Scheu mit fachlichen und
rechtlichen Fragen auf uns zu - manchmal genügen einige kurze Sätze einer
E-Mail, um ein für viele Mitglieder interessantes Thema anzustoßen. Noch einmal:
Die FPX geht auf die 40 zu und braucht Sie, liebe Leser! Nicht weil sie
auszubrennen droht, sondern weil das süddeutsche Fahrlehrermagazin in Anbetracht
des „drohenden“ Schwabenalters noch lesernäher, inhaltlich noch attraktiver und
somit noch „gescheiter“ werden möchte. GLH
Aus FPX 10/2008:
Brüssel: Grenzüberschreitende
Ahndung schwerer Verkehrsverstöße
Der Verkehrsausschuss des Europäischen Parlaments hat sich jüngst mehrheitlich
dafür ausgesprochen, den Datenaustausch zwischen den nationalen Behörden zu
intensivieren, damit besonders gefährliche Verkehrsverstöße wie Fahren unter
Alkohol, Rasen, rote Ampel etc. grenzüberschreitend geahndet werden können.
Hierzu liegt ein Richtlinienvorschlag der EU-Kommission vor, der nach Auffassung
der Parlamentarier – ungeachtet abweichender Tatbestands- und Ahndungsnormen –
ein unverzichtbarer Schritt zur Erhöhung der Verkehrssicherheit in Europa ist.
Der Richtlinienentwurf enthält auch Regelungen über die Erleichterung des
elektronischen Datenverkehrs zwischen den Straßenverkehrsbehörden der
EU-Staaten. Wer die Prozedur kennt, weiß, dass in das Ahndungsmonopol der
Mitgliedstaaten eingreifende Richtlinien mit vielen nationalen Widerständen zu
kämpfen haben. Deshalb kann man den Parlamentariern des Verkehrsausschusses nur
wünschen, bald auch im Plenum eine solide Mehrheit für ihr Vorhaben zu finden.
GLH
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Aus
September
2008:
Aus FPX 09/2008:
Wirkt das Alkoholverbot für
Fahranfänger?
Bekanntlich droht Fahranfängern seit 1. August 2007, auch wenn sie nur
geringfügig alkoholisiert hinterm Lenkrad sitzen, ziemliches Ungemach: ein
Bußgeld von mindestens 125 €, zwei Punkte in der Flensburger
Verkehrssünderkartei, Verlängerung der Probezeit von zwei auf vier Jahre und der
Zwangsbesuch eines Aufbauseminars. Nach dem 21. Geburtstag gilt – sofern die
Probezeit abgelaufen ist – der allgemeine Alkoholgrenzwert von 0,5 Promille.
Noch liegen keine aussagekräftigen statistischen Werte über die Wirkung des
Alkoholverbots vor. Eine sich auf das ganze Jahr 2007 beziehende Zahl (also
nicht nur auf die fünf Monate seit Inkrafttreten des Gesetzes) lässt einen
Hoffnungsschimmer erkennen: Immerhin ist die Anzahl der von den 18- bis
24-Jährigen verursachten alkoholbedingten Verkehrsunfälle gegenüber 2006 um 2,9
Prozent zurückgegangen. GLH
Aus FPX 09/2008:
ETSC: Verkehrssicherheit für Ältere verbessern
Ältere Menschen leben im Straßenverkehr gefährlich. Ihr Risiko, bei einem
Verkehrsunfall ums Leben zu kommen, ist in den Ländern der Europäischen Union
durchschnittlich um 16 Prozent höher als für jüngere Bevölkerungsgruppen. Der
Europäische Verkehrssicherheitsrat (ETSC) fordert die Verkehrsbehörden in der EU
auf, sich dieses Problems dringend anzunehmen. Anderenfalls könnte aufgrund der
demographischen Entwicklung 2050 schon jeder dritte Verkehrstote in der
Staatengemeinschaft über 65 Jahre alt sein. Neben einer altersgerechteren
Gestaltung alternativer Verkehrsmittel sei die Infrastruktur der Straßen auf
ältere Verkehrsteilnehmer auszulegen, um ihnen die Orientierung zu erleichtern
und ausreichend Zeit zu lassen, sich in der jeweiligen Verkehrssituation
zurechtzufinden. Besonderes Augenmerk müsse dabei der Gruppe der Fußgänger und
Radfahrer über 65 gelten. Laut einer europäischen Erhebung aus dem Jahr 2005
waren 55 Prozent der Verkehrstoten in dieser Altersgruppe zu Fuß oder per
Fahrrad unterwegs. 14 Prozent kamen als Beifahrer ums Leben, nur 26 Prozent
saßen selbst hinter dem Lenkrad. Hingegen hat bereits im Jahr 2001 ein
OECD-Bericht mit dem alten Vorurteil aufgeräumt, dass über 65 Jahre alte
Autofahrer ein höheres Verkehrsrisiko darstellten. Objektive Schwächen, wie
schlechtere Tiefen- und Kontrastsicht, langsamere Adaptierung bei komplexen
Verkehrssituationen, so die OECD-Studie, kompensieren sie durch mehr Vor- und
Umsicht, und sie meiden weitestgehend gefährliche Situationen. Sie fahren
außerdem selten nachts, weniger auf Autobahnen, in stauanfälligen Stadtgebieten
oder bei Schlechtwetter. Dass sie pro gefahrene Kilometer statistisch in mehr
Unfälle verwickelt seien, habe weniger mit dem Alter als mit der weit geringeren
Jahresfahrleistung zu tun. ARCD/GLH
Aus FPX 09/2008:
Sind Leitplanken aus Beton gefährlicher als
Stahl?
Immer häufiger werden auf deutschen Autobahnen Leitplanken aus Beton statt aus
Stahl aufgestellt. Experten warnen indes vor den Wällen aus künstlichem Stein am
Fahrbahnrand. Beim Aufprall eines Pkw auf solche Leitplanken könnten die Folgen
schwerwiegender als bei Stahlbegrenzungen sein. Die „Augsburger Allgemeine“
zitiert aus einem ihr vorliegenden Aktenvermerk der Gewerkschaft der Polizei,
dass „Unfallfahrzeuge wie Pingpong-Bälle zwischen den Betonleitplanken hin und
her geworfen“ werden. Diese Bedenken teilt Professor Henning Wallentowitz,
Leiter des Instituts für Kraftfahrtwesen der Rheinisch Westfälischen Technischen
Hochschule in Aachen: „Erste Versuche zeigen, dass der Fahrer 50 Prozent mehr
Belastung bekommt, wenn er gegen die Betonwand fährt“, sagte er dem
Mitteldeutschen Rundfunk (MDR) in einem Gespräch. „Prallt das Auto gegen starren
und unverformbaren Beton, dann nimmt dieser überhaupt keine Energie auf. Alles
geht ins Auto und zerstört den Innenraum”. Hingegen sei Stahl verformbar und
könne daher beim Crash die Energie des Autos teilweise aufnehmen. Das Risiko,
bei einem solchen Unfall zu sterben, sei dreimal größer als bei der Kollision
mit einer Stahlleitplanke. Die Gewerkschaft der Polizei warnt in einem Vermerk
zudem davor, dass die Bergung von Verletzten durch Betonwände deutlich erschwert
wird, weil sie wegen ihrer Regelhöhe von 1,15 Metern nur mit erheblichem Einsatz
zu überwinden sind. Befürworter von Betonleitplanken verweisen hingegen darauf,
dass diese Barrieren nicht von schweren Lkw durchbrochen werden können. Das
Material helfe Kosten sparen, weil es nicht gewartet und nach einem Unfall nicht
erneuert werden muss. ARCD/GLH
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Aus
August
2008:
Aus FPX 08/2008:
Volvo will Trucker besser schützen
Raub und Diebstahl von Lkw und deren Ladungen verursachen in den Ländern der EU
jedes Jahr mehrere Milliarden Euro Verluste und sind überdies eine große
Bedrohung für die Fahrer. Volvo Trucks und Securitas, ein international tätiger
Sicherheitsdienstleister, führen ein neues Sicherheitssystem ein, um das Risiko
von Überfällen, Entführungen und anderen Bedrohungen zu mindern. Mehrere
aktuelle Studien belegen, dass die Straßen Europas für Lkw-Fahrer und die von
ihnen transportierten Waren gefährlich sind. Jährlich werden etwa 200.000
gewerbliche Fahrzeuge im Wert von mehr als 8,2 Milliarden Euro gestohlen. Das
ist das Ergebnis einer 2007 im Auftrag des Europäischen Parlaments erstellten
Studie. Zur selben Zeit hat eine Studie der IRU (International Road Transport
Union) ergeben, dass jeder sechste Lkw-Fahrer während der letzten fünf Jahre
Opfer eines Überfalls geworden ist. Mehr als ein Drittel der Fahrer wurden
mehrmals überfallen. Bei ca. 60% dieser Überfälle ging es um das Fahrzeug oder
die Ladung, während in 40% der Fälle die Fahrer oder deren persönliches Eigentum
das Ziel waren. Gut 40% der Überfälle fanden auf Lkw-Parkplätzen statt. Volvo
Trucks und Securitas sind ein Joint Venture eingegangen, um die Arbeit der
Berufskraftfahrer sicherer zu machen und die Ladungen vor Diebstahl zu schützen.
Das gemeinsam angebotene Sicherheitskonzept basiert auf Dynafleet, dem bereits
bestehenden Transportinformationssystem von Volvo. Volvo Trucks steht hinter der
technologischen Entwicklung, während Securitas den eigentlichen Betrieb des
Systems übernimmt, das im Frühjahr 2009 auf den Markt kommen wird. In
Notsituationen kann der Fahrer einen Alarmknopf im Inneren des Fahrerhauses
betätigen. Ein Signal wird an die Notrufzentrale von Securitas übermittelt, die
daraufhin das Transportunternehmen oder eine örtliche Polizeibehörde informiert.
Die Fahrer können auch per Mobiltelefon unmittelbar Kontakt zur Notrufzentrale
aufnehmen. VOLVO/GLH
Aus FPX 08/2008:
Durchbruch für den Gigaliner?
Das Studienbüro „Transport & Mobility Leuven“ hat im Auftrag der europäischen
Kommission alle Argumente für und wider eine EU-weite Zulassung von überlangen
Lkw-Sattelzügen mit bis zu 60 t Gesamtgewicht und 25,25 m Länge zusammengetragen
und geprüft. Das am 10. Juli vorgelegte Gutachten soll den zuständigen
Kommissionsbeamten als Entscheidungshilfe dienen. Die Autoren heben darin
hervor, der Gütertransport würde billiger, die CO2-Emissionen gingen leicht
zurück und die Verkehrssicherheit würde sich statistisch verbessern, weil
weniger Lkw unterwegs wären. Im Einzelfall jedoch sei ein Megatruck seiner
größeren Masse wegen gefährlicher als ein herkömmlicher Lkw. Nachteilig würden
sich die Megatrucks außerdem auf die Straßeninfrastruktur auswirken, vor allem
auf Straßenbelag und Brücken. Allein in Deutschland könnte die Verstärkung der
Brücken Mehrkosten von 4 bis 8 Mrd. Euro verursachen, räumen die Autoren der
Studie ein. Das Frachtvolumen von Bahn und Binnenschifffahrt würde durch den
Einsatz von Gigalinern leicht geschmälert. Trotz dieser offensichtlichen
Nachteile fällt die Kosten/Nutzen-Analyse von TMLeuven zugunsten der Einführung
von Gigalinern aus. Der Auto- und Reiseclub Deutschland (ARCD) wendet sich in
seiner jüngsten Pressemitteilung vehement gegen die Ungetüme, denn, so der Club,
die Studie sei geschönt und enthalte zu viele Wenn und Aber. ARCD/GLH
Aus FPX 08/2008:
2007: erstmals unter 5000
Verkehrstote
Nach Mitteilung des Statistischen Bundesamtes (Destatis) kamen im Jahr 2007 in
Deutschland insgesamt 4949 Menschen bei Straßenverkehrsunfällen ums Leben. Damit
hat sich die positive Entwicklung der letzten Jahre bei den Getöteten mit einer
Abnahme um 2,8% oder 142 Personen gegenüber dem Vorjahr fortgesetzt. Seit
Einführung der Statistik im Jahre 1953 wurden noch nie so wenige Verkehrstote
auf deutschen Straßen gezählt. Trotz dieser erfreulichen Bilanz wird Deutschland
das Ziel der Europäischen Union, die Zahl der Verkehrstoten bis 2010 zu
halbieren, voraussichtlich nicht erreichen. Seit 2001, dem Bezugsjahr für die
EU-Vorgabe, ist in Deutschland die Zahl der bei Verkehrsunfällen Getöteten um
29% gesunken. Hingegen scheinen Frankreich (43%), Luxemburg (42%) und Portugal
(38%) als einzige Länder der EU das Soll zu erfüllen. Immer vorausgesetzt, der
Trend der letzten Jahre hält ungebrochen an. In der Gesamtbilanz liegen nur
zwölf der 27 EU-Länder über dem durchschnittlichen Rückgang von 20%. In einigen
mittel- und osteuropäischen Ländern wie Rumänien, Slowenien, der Slowakei und
Polen hingegen hat sich der Trend aufgrund des rasant wachsenden
Verkehrsaufkommens umgekehrt, die Anzahl der Straßenverkehrsopfer ist gegenüber
2001 angestiegen. An der Spitze steht Rumänien mit rund 13% mehr Verkehrstoten.
In Europa liegt die Todesrate im Straßenverkehr heute bei 87 Personen pro eine
Million Einwohner gegenüber 79 in Australien und 142 in den USA. GLH |
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Aus
Juli
2008:
Aus FPX 07/2008:
Frankreich: „Nachprüfung“ für
Fahranfänger geplant
Wie der Auto- und Reiseclub Deutschland (ARCD) unlängst meldete, diskutieren
französische Behörden und Fahrschulen derzeit über eine weitreichende Reform der
Fahrausbildung und der Führerscheinprüfung. Anlass sind die gleichbleibend
niedrigen Erfolgsraten (nur 50 Prozent bestehen die Prüfung auf Anhieb) und
damit verbundene Wartezeiten von bis zu sechs Monaten bis zum nächsten
Prüfungsantritt. Wegen der hohen Kosten für Ausbildung und Prüfung soll das
Fahren ohne Fahrerlaubnis in Frankreich in den letzten Jahren stark zugenommen
haben. Die französische Regierung will deshalb die Straßenverkehrsordnung als
verpflichtende Materie in den allgemeinen Lehrplan der höheren Schulklassen
aufnehmen und die Prüfungsinhalte verbessern. Um zugleich die Verkehrssicherheit
von Fahranfängern zu erhöhen, soll der Zugang zum Führerschein progressiv
gestaltet und eine „Nachprüfung“ eingeführt werden. Im ersten Jahr nach Erhalt
der begehrten - aber vorläufigen - Fahrerlaubnis sollen die Fahranfänger in
einer erneuten Praxisprüfung ihre Fahrkünste unter Beweis stellen. Bei
erkennbaren Mängeln müsste der Kandidat obligatorisch Nachhilfe-Fahrstunden
belegen, um seine Fahrerlaubnis behalten zu können. ARCD/GLH
Aus FPX 07/2008:
BGH zu Kfz-Reparaturkosten: unbilliges
Abkassieren läuft nicht
Ein Unfallgeschädigter kann die vom Sachverständigen geschätzten
Reparaturkosten bis zur Höhe des Wiederbeschaffungswertes abrechnen.
Voraussetzung ist allerdings, dass er das Fahrzeug mindestens sechs Monate
weiter nutzt. Dies geht aus einem jetzt veröffentlichten Revisionsurteil des
Bundesgerichtshofs (BGH) vom 29. April 2008 (VI ZR 220/07) hervor. Im
vorliegenden Fall erlitt ein Verkehrsteilnehmer bei einem Unfall laut
Sachverständigen-Gutachten am Fahrzeug einen Schaden von 1.916 Euro, die
nachfolgende Reparatur war aber kostengünstiger. Der Eigentümer verkaufte das
Fahrzeug 22 Tage nach Abschluss der Reparatur. Die gegnerische Versicherung
zahlte 1.300 Euro aus, die sich aus dem Wiederbeschaffungswert von 3.800 Euro
unter Abzug des erzielten Restwerts von 2.500 Euro errechneten. Mit einer Klage
verlangte der Autofahrer vom Unfallgegner die vom Sachverständigen geschätzten
(fiktiven) Reparaturkosten abzüglich der von der Versicherung bereits bezahlten
1.300 Euro, also rund 616 Euro zuzüglich Zinsen und vorgerichtlicher
Anwaltskosten. Das Amtsgericht sprach ihm lediglich Anwaltskosten in Höhe von
254 Euro zu. Die weitergehenden Ansprüche verwarfen sowohl das Landgericht im
Berufungs- und der Bundesgerichtshof im Revisionsverfahren. Der Kläger habe bei
der Weiterveräußerung nach 22 Tagen den Restwert realisiert und das Fahrzeug
nicht mindestens sechs Monate weiter genutzt. Er müsse sich den Erlös bei der
Schadensberechnung mindernd anrechnen lassen, so der BGH. Das Gericht bezog sich
in seiner Entscheidung ausdrücklich auf ein früheres Urteil derselben Kammer (VI
ZR 77/06) vom 5.12.2006. ARCD/GLH
Aus FPX 07/2008:
USA: Todesurteil für Spritfresser
Die Hochzeit der großen SUV geht angesichts von $ 4,20 pro Gallone (3,8 l) für
Normalbenzin auch in den USA ihrem raschen Ende entgegen. GM erwägt, die
Produktion des Hummer (20 l/100 km) einzustellen. Und auch für die Zukunft weit
weniger durstiger Geländewagen und Pickups sieht es im Lande der unbegrenzten
Möglichkeiten nicht mehr rosig aus. GM setzt jetzt auf Spritsparer wie den VOLT,
ein Hybridauto von Chevrolet, und wird für diese Kehrtwende von der
amerikanischen Fachpresse gelobt. GM, so schreibt Autoweek, habe die Zeichen der
Zeit erkannt und bewiesen, dass man den hohen Kraftstoffpreisen ohne Einbußen an
Mobilität wirksam begegnen könne. GLH
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Aus
Juni
2008:
Aus FPX 06/2008:
Autobahnkirchen im Trend
Nach einer Meldung des ARCD steigen die Besucherzahlen der Autobahnkirchen
ständig. Nach Schätzungen – verbindliche Zahlen gibt es nicht – sollen es
jährlich über eine Million Besucher sein. Rund 30 Kirchen und Kapellen laden an
Deutschlands Autobahnen zum Verweilen oder zum stillen Gebet ein. Es sind
evangelische, katholische und auch ökumenische Einrichtungen mit
unterschiedlichen Trägern. Aufgesucht werden sie von mehr männlichen als
weiblichen und von mehr katholischen als evangelischen Besuchern. Die Mehrheit
von ihnen hat mittlere oder höhere Bildungsabschlüsse, wie eine Studie der
Katholischen Fachhochschule in Freiburg herausfand. Demnach machen rund 40
Prozent der Besucher gezielt und wiederholt an Autobahnkirchen Halt. Viele
Besucher kommen aber auch spontan, wie aus der Untersuchung hervorgeht.
Allerdings halten sich laut Studie die meisten nur recht kurz auf und sind nach
fünf (30 Prozent) bis zehn Minuten (62 Prozent) wieder weg. Die heutigen
Autobahnkirchen hätten nicht so sehr den Charakter von „Missionsstationen". Sie
seien aber Teil einer kirchlichen Infrastruktur in Deutschland, die als
Dienstleistung so auch erwartet wird, fasst Prof. Ebertz, Leiter der Studie, die
Teilergebnisse zusammen. „Wer in den Kirchen am Straßenrand etwas Kraft und Ruhe
tankt, steigt meist entspannter und gelassener wieder ins Auto. Dies bringt
nicht nur persönliche Erholung, sondern dient auch der Verkehrssicherheit",
schreibt die Evangelische Kirche in Deutschland (EKD) auf ihrer Internetseite.
Für Autobahnkirchen gelten feste Regeln: Sie sollen nie weiter als einen
Kilometer von einer Fernstraße entfernt und direkt an eine Ausfahrt oder eine
Raststätte angebunden sein. Geöffnet sind sie täglich von 8 bis 20 Uhr. Die
älteste Autobahnkirche Deutschlands steht in Bayern neben der A 8
München-Stuttgart an der Ausfahrt Adelsried bei Augsburg; sie wird in diesem
Jahr 50 Jahre alt. ARCD/GLH
Aus FPX 06/2008:
Spieglein, Spieglein ...
Nicht das von der bösen Königin, sondern ein Alleskönner unter den
Fahrlehrerspiegeln ist gemeint. Die Konstrukteure einer kleinen Company aus
Klarup in Dänemark haben sich viele Gedanken gemacht, wie man dem Fahrlehrer die
Beobachtung des rückwärtigen Verkehrs und die gleichzeitige Kontrolle wichtiger
Funktionen ohne wesentliche Veränderung der Blickrichtung erleichtern kann. Was
dabei herausgekommen ist, kann sich sehen lassen. Der mit Elektronik gespickte
Spiegel vereinigt in der “de Luxe“-Ausführung folgende Kontrollfunktionen:
Geschwindigkeit, Blinker, Bremslicht, Fernlicht, Kupplungsbetätigung, Zeituhr
und Trip-Infos. Ein an der Unterkante angebrachtes Knöpfchen zur Betätigung der
Hupe komplettiert das exklusive Gerät. Exklusiv ist auch der Preis von 449 Euro
für die beschriebene Ausführung. Die Standardausführung, die allerdings nicht
die Kontrollfunktionen für Fernlicht, Bremslicht und Kupplungsbetätigung
enthält, ist schon für 399,00 Euro zu haben. Interessiert? Hier die Website:
www.ct-udstyr.dk. GLH
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Aus
Mai
2008:
Aus FPX 05/2008:
Schwabenstreich
Im sonst friedlichen Deizisau, einer
vorwiegend gewerblich geprägten Gemeinde im Landkreis Esslingen, gibt es Ärger.
Der Schultes, ein dem Fortschritt zugetaner Mann, ließ von einem am Ort
ansässigen, auf dem Gebiet optischer Systeme für die
Straßenverkehrssignalisierung international renommierten Hersteller einen
Fußgängerüberweg mit sensorgesteuerter Boden-Beleuchtung einrichten. Vor allem
bei Dunkelheit und wetterbedingt schlechter Sicht machen die sonst als „Lane-Lights“
bekannten Markierungen das Überqueren der Fahrbahn sicherer. Wenn sich ein
Fußgänger nähert, aktivieren Radarsensoren das gelbe Blinklicht und heben den
Zebrastreifen in einzigartiger Deutlichkeit hervor. Jetzt verlangt das
Landratsamt als untere Verkehrsbehörde den Rückbau der Anlage, weil es sich um
eine nicht der Straßenverkehrsordnung (StVO) entsprechende Verkehrseinrichtung
handelt. Der Bürgermeister sieht den von der Bevölkerung gelobten Zebrastreifen
als ein Pilotprojekt, das besonders an kritischen Stellen liegende
Fußgängerüberwege besser als alle bisher bekannten Einrichtungen zu sichern
vermag. Er habe, so der Schultes, vielleicht den Fehler gemacht, das Landratsamt
nicht zuvor über das Vorhaben in Kenntnis zu setzen und damit möglicherweise
Eitelkeiten verletzt. Dessen ungeachtet ist er von der wegweisenden Innovation
überzeugt und weigert sich standhaft, dem Rückbauersuchen der Esslinger
Paragrafenreiter nachzukommen. Diese Courage verdient ein sattes Bravo, denn das
„Lane-Light“ leuchtet ein. Jedenfalls weit mehr als oft schwer wahrnehmbare, nur
zum Zweck der „Enthaftung“ der Behörden aufgestellte Verkehrszeichen. GLH

Deizisau hat den
ersten Zebrastreifen mit „LaneLight“ in Deutschland. Auch bei Tag warnen die
gelben Bodenleuchten den Autofahrer in bisher nie gekannter Intensität. Das
einzelne „LaneLight“ verbraucht weniger als 4 Watt und ist auf eine
wartungsfreie Lebensdauer von 100.000 Betriebsstunden ausgelegt. Foto: G. L.
Heiler
Aus FPX 05/2008:
Warnwesten ab Juli
auch in Frankreich obligatorisch
Ab 1. Juli 2008 muss auch in Frankreich eine reflektierende Warnweste im
Fahrzeug mitgeführt werden. Sie ist bei Pannen vor dem Verlassen des Fahrzeugs
anzulegen. Warnwesten gehören mittlerweile in Belgien, Finnland, Italien,
Kroatien, Luxemburg, Montenegro, Norwegen (für dort zugelassene Fahrzeuge),
Österreich, Portugal, der Slowakei, Spanien, Tschechien und Ungarn zur
Standard-Sicherheitsausrüstung des Pkw (in den meisten dieser Länder auch für
Motorradfahrer). In Deutschland, Rumänien und Tschechien sind Warnwesten bisher
nur in gewerblich eingesetzten Fahrzeugen mitzuführen. Wer mit dem Auto in eines
der genannten Länder reist, ist gut beraten, die jeweils benötigte Anzahl von
Warnwesten an Bord zu haben. Das gilt vor allem auch beim Anmieten eines
Fahrzeugs im Urlaubsland. Das Nichtmitführen von Warnwesten wird mit Geldbußen
geahndet, in einigen Ländern sogar mit extrem hohen. ARCD/GLH |
Aus
April
2008:
Aus FPX 04/2008:
ARCD-Raststättenwettbewerb: Gäste
sind die Tester
Am 15. März hat der noch bis zum 15. Mai 2008 andauernde Raststättenwettbewerb
des Auto- und Reiseclub Deutschland (ARCD) „Goldene R 2008/ 2009“ begonnen. Jury
des Bewertungsverfahrens, das sich von ähnlichen Wettbewerben wegen der
2-monatigen Dauer abhebt, sind die Gäste. Die Bewertung erfolgt nach Schulnoten,
wobei es um die Leistungen in „Küche und Service“, „Sauberkeit und Hygiene“, das
„Preis-Leistungsverhältnis“ sowie um die „Ausstattung und
Familienfreundlichkeit“ geht. Beim letzten Wettbewerb hatten rund 80 000
Besucher ihre Bewertung abgegeben. Damit hat das „Goldene R“ eine hohe
Aussagekraft über die Qualität der Autobahnraststätten. Stimmkarten liegen in
den teilnehmenden Raststätten aus und werden dort in versiegelten Stimmboxen
gesammelt. Bundesweit beteiligen sich 147 Raststätten, in Baden-Württemberg 30:
elf an der A 5, vier an der A 6, drei an der A 7, zwei an der A 8 und zehn an
der A 81. Die Liste aller teilnehmenden Raststätten kann unter
www.arcd.de
eingesehen werden. Als Dankeschön fürs Mitmachen verlost der ARCD unter allen
Testern drei Traumreisen. ARCD/GLH
Aus FPX 04/2008:
Mercedes: Dieseloffensive in den USA
Die Amerikaner waren bis jetzt keine großen Diesel-Fans. Ihre Abneigung
gegenüber dem Selbstzünder im Pkw kommt nicht von ungefähr. Erstens war der
Sprit immer sehr billig - und ist es im Verhältnis zu Westeuropa noch immer.
Zweitens erfüllten Dieselmotoren oft nicht die für Pkw geltenden strengen
Abgasbestimmungen der einzelnen Staaten. Drittens haben einige amerikanische
Hersteller den Ruf des Diesel-Pkw kräftig ramponiert, als sie nach der ersten
Ölkrise von 1973 ihren Straßenkreuzern eilends schlampig konstruierte
Dieselmotoren verpassten, die oft nach wenigen Meilen den Geist aufgaben. Das
soll sich nun ändern. Nach Meldungen der amerikanischen Medien wird Mercedes der
erste Hersteller in Nordamerika sein, dessen Pkw-Dieselmotoren dank der
Harnstoff-Technologie (BLUETEC) die Abgasbestimmungen aller 50 US-Staaten
erfüllen. Auf der New York Auto Show, die vom 21. bis 30. März lief, stellte
Mercedes den ML 320 CDI, den R 320 CDI und den GL 320 CDI vor, die mit ihren
sparsamen, abgasgereinigten 3-Liter V6-Motoren die Anti-Diesel-Mentalität der
Amerikaner aufbrechen sollen. Die Chancen dafür stehen angesichts weiter
steigender Benzinpreise und der ungebrochenen Liebe der Amerikaner zu großen,
bequemen Autos nicht schlecht. GLH
Aus FPX 04/2008:
Verkehrstote: Trendumkehr blieb aus
Nach vorläufigen Ergebnissen des Statistischen Bundesamtes wurden im Jahr 2007
bei Straßenverkehrsunfällen 4.970 Personen getötet, das waren 121 Menschen oder
2,4% weniger als im Vorjahr. Dies ist die geringste Zahl von Unfalltoten seit
Einführung dieser Statistik im Jahre 1953 und nur noch weniger als ein Viertel
der Todesopfer, die 1970 zu beklagen waren. Diese positive Entwicklung bei der
Zahl der Verkehrstoten ist umso erfreulicher, als aufgrund der Ergebnisse für
die erste Jahreshälfte eine Zunahme der Verkehrstoten für 2007 befürchtet wurde.
Gegenüber dem Vorjahr ist allerdings die Anzahl der Personen gestiegen, die bei
Straßenverkehrsunfällen verletzt wurden, nämlich um 2,2% auf 431.500. Insgesamt
musste die Polizei im Jahr 2007 rund 2,3 Millionen Unfälle aufnehmen, 2,7% mehr
als im Jahr zuvor. Darunter waren 335.900 Unfälle mit Personenschaden (+ 2,4%)
und 115.500 schwerwiegende Unfälle mit Sachschaden (+ 0,1%). Mit 58
Verkehrstoten pro eine Million Einwohner liegt Baden-Württemberg leicht unter
dem Bundesdurchschnitt (60). Wesentlich besser schnitten Berlin (16), Hamburg
(17) und Bremen (27) ab. Schlusslicht ist Brandenburg mit 103 Verkehrstoten pro
eine Million Einwohner. DESTATIS/GLH
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Aus
März
2008:
Aus FPX 03/2008:
Mercedes SL: dynamisches Facelift
Auf dem Genfer Automobilsalon (6. bis 16. März 2008) zeigte Mercedes den neuen
SL, der sich vom Vorgänger durch ein gelungenes Facelift unterscheidet. Die
Überarbeitung von Motorhaube, Scheinwerfer, Grill und Kotflügel vermittelt hohe
Dynamik und Agilität. Der schon vom SLK bekannte Airscarf (Warmluft aus den
Nackenstützen) wird nun auch im SL wie ein molliger Kaschmirschal die Nacken der
Insassen umschmeicheln, wenn unentwegte Cabriofans trotz Temperaturen nahe Null
oben ohne unterwegs sein wollen. GLH

Foto: Presse Daimler
Aus FPX 03/2008:
Trendumkehr bei Verkehrstoten
In Deutschland stieg die Zahl der Verkehrstoten von Januar bis Oktober 2007
gegenüber dem gleichen Zeitraum des Vorjahres leicht an. Hingegen war die Zahl
der im Straßenverkehr tödlich Verunglückten im November 2007 gegenüber November
2006 stark rückläufig (minus 93 Personen oder 22%); das war seit Einführung der
Statistik im Jahre 1953 der November mit der geringsten Zahl von Verkehrstoten.
In den ersten elf Monaten des Jahres 2007 verloren 4.557 Menschen bei
Straßenverkehrsunfällen ihr Leben, 2,4 Prozent weniger als von Januar bis
November 2006. Auch die Zahl der Verletzten sank gegenüber dem Vorjahresmonat um
5,2 Prozent auf 34.600. Die Zahl der Verletzten ist in diesem Zeitraum jedoch
gestiegen, und zwar um 3,2 Prozent auf rund 401.000. Auch die Zahl der
polizeilich erfassten Straßenverkehrsunfälle hat von Januar bis November 2007
gegenüber dem entsprechenden Vorjahreszeitraum um 3,1 Prozent auf rund 2,1
Millionen zugenommen. Darunter waren 312.600 Unfälle (+ 3,4%), bei denen
mindestens eine Person verletzt oder getötet wurde und 1,8 Millionen Unfälle (+
3,0%), bei denen ausschließlich Sachschaden entstand. Ob sich auch 2007 die in
den letzten Jahren zu beobachtende positive Entwicklung zu bundesweit immer
weniger Verkehrstoten fortgesetzt hat, liegt am Ergebnis des Dezembers 2007, das
zum Redaktionsschluss noch nicht vorlag. DESTATIS/GLH
Aus FPX 03/2008:
Notruf 112: vielen Europäern noch unbekannt
Eine auf Initiative der EU-Kommissison durchgeführte EUROBAROMETER-Umfrage
ergab, dass 41 Prozent aller EU-Bürger die 112 im eigenen Land als Notfallnummer
verwenden würden, aber nur 22 Prozent wissen spontan, dass die 112 die in der
gesamten EU gültige Rufnummer für Rettungsdienste ist. 95 Prozent der Befragten
waren der Ansicht, die gemeinsame Notfallnummer sei eine nützliche Sache, zwei
Drittel beklagten Informationsmängel. Während die Bürger in den neuen
Mitgliedsstaaten in der Regel etwas besser informiert sind, wussten in
Deutschland nur 12 Prozent der Befragten die richtige Antwort auf die Frage,
welche Nummer in ganz Europa in Notfällen zu wählen ist. Eine nicht ganz
harmlose Wissenslücke, wenn man bedenkt, dass in vielen Fällen nur rasche Hilfe
Rettung von Leben bedeutet. ARCD/GLH

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Aus
Februar
2008:
Aus FPX 02/2008:
Nachlassende Gurtmoral
In einer Pressemitteilung seines Hauses vom Dezember letzten Jahres beklagt der
baden-württembergische Innenminister Heribert Rech die sinkende Gurtmoral.
Aktueller Anlass war der Unfalltod eines 19-jährigen Fahrers im Alb-Donau-Kreis,
der den Sicherheitsgurt nicht angelegt hatte. Kurz zuvor waren auch im Landkreis
Karlsruhe und im Zollernalbkreis drei Fahrzeuginsassen, die den Sicherheitsgurt
ebenfalls nicht angelegt hatten, ums Leben gekommen. Rech bezeichnete das
Nichtanlegen des Gurts als Unvernunft oder Leichtsinn, durch den immer wieder
„Familien auseinander gerissen werden oder junge Menschen ihr Leben verlieren“.
Der Sicherheitsgurt, so Rech weiter, erhöhe die Überlebenschance bei
Verkehrsunfällen um ca. 70 Prozent. Deshalb müssten Fahrer und Mitfahrer die
Sicherheitsgurte bei jeder auch noch so kurzen Fahrt unbedingt anlegen. Die
Gurtmoral lasse im Übrigen landesweit zu wünschen übrig. Bis zum heutigen Tag
(17. Dezember 2007, Red.) seien in diesem Jahr 591 Menschen in Baden-Württemberg
bei Verkehrsunfällen tödlich verunglückt. Davon seien 93 nicht angegurtet
gewesen. „Etwa jeder sechste Verkehrstote hatte keinen Sicherheitsgurt angelegt,
dies nehmen wir nicht hin“, sagte Rech. Die Polizei werde deshalb weiterhin
konsequent kontrollieren. „Wir wollen die Autofahrer nicht schikanieren, sondern
sie auch vor der eigenen oft lebensgefährlichen Sorglosigkeit schützen“, so der
Minister weiter. Er kündigte deshalb auch für 2008 wieder landesweite
Gurtkontrollwochen der Polizei an. Bei den drei Schwerpunktkontrollen des Jahres
2007 seien über 29.000 Gurtverstöße geahndet worden. Presse IM BW / GLH
Aus FPX 02/2008:
Mercedes rüstet gegen den “Silent Killer”
Ein unlängst vom amerikanischen Fernsehsender CBS in den Abendnachrichten
ausgestrahltes Video schockierte die Nation: Eine Frau fuhr mit ihrem Van auf
einem stark frequentierten Freeway mehrere Meilen Zickzack und streifte dabei
immer wieder andere Fahrzeuge. Als die Polizei sie schließlich stoppte und eine
Atemalkoholkontrolle vornahm, war das Ergebnis negativ. Sie gab an, in den
letzten Nächten schlecht geschlafen zu haben. Offensichtlich, so der Kommentar,
gibt es viele Menschen, die sich unausgeschlafen hinters Steuer setzen. Die
National Highway Traffic Safety Administration (NHTSA) schätzt, dass in den USA
jährlich etwa 100.000 Straßenverkehrsunfälle auf Schläfrigkeit und Übermüdung
zurückzuführen sind, bei denen ca. 1.500 Menschen getötet und 71.000 verletzt
werden. Dabei entsteht ein Gesamtschaden in Höhe von 12.5 Milliarden US-Dollar.
„Es ist ein Wunder“, heißt es da in einem Bericht weiter, „dass der Blutzoll
nicht höher ausfällt, denn nach einer Untersuchung der Farmers Insurance (ein
US-Autoversicherer, Red.) haben 10 Prozent der befragten Fahrer zugegeben, schon
einmal hinterm Lenkrad eingeschlafen zu sein. Dabei waren Männer dreimal stärker
betroffen als Frauen; den höchsten Anteil hatte die Altersgruppe der 55- bis
64-jährigen Fahrer mit 13,7 Prozent. Auch in Deutschland soll unbestätigten
Berichten zufolge jeder vierte schwere Unfall durch “Wegsacken” am Steuer
verursacht werden. Dem „Silent Killer", so nennt man den durch Einschlafen
verursachten Unfall in den Staaten, will Mercedes-Benz jetzt mit einem neuen
Assistenzsystem zu Leibe rücken. Die Entwicklungsingenieure gehen das Problem
nicht durch Überwachung des Sekundenschlafs (Lidschlussüberwachung) an, so weit
soll es erst gar nicht kommen. Das System vergleicht vielmehr laufend Fahrweise
und Verkehrssituation. Weichen bestimmte Parameter zu weit voneinander ab,
signalisiert dies Müdigkeit und fordert den Fahrer zu einer Pause auf. Wenn man
gewöhnlich gut informierten Quellen glauben darf, ist das System der Serienreife
bereits sehr nahe. GLH |
Aus
Januar
2008:
Aus FPX 01/2008:
Blut- und Tränen-Pädagogik
Ein schwerer Unfall, Polizei, Rettungsdienst, Blut und Verletzte auf der
Fahrbahn. Mit solchen und ähnlichen Videos sollen Fahrschüler geschockt und
ihnen ihr hohes Unfallrisiko als Fahranfänger vor Augen geführt werden. Nach
jüngsten Meldungen verschiedener Gazetten soll das die Medizin sein, die
Newcomer hinterm Steuer endgültig gegen Übermut und andere negative Einflüsse
schützt. Auch manche Fahrlehrer scheinen davon überzeugt zu sein. Einer sagt:
Danach blödelt dann keiner mehr! Das erinnert an die manchmal nach Unfällen zu
beobachtende Gedämpftheit, die aber wenige Kilometer danach schon wieder
verflogen ist. Als in den 50er Jahren des letzten Jahrhunderts die tödlichen
Verkehrsunfälle in den USA drastisch zunahmen, wollten einfach gestrickte
Politiker den Verkehrsunfall mit Horrorbildern an Plakatwänden, in den Kinos und
in Zeitungen bannen. Ihre Kampagnen hatten oft den Charakter von Kreuzzügen. Was
kam heraus? Offensichtlich nicht viel, denn schon bald verschwanden die
aufwendigen Plakate aus dem Straßenbild. Was die Wissenschaft von der Neuauflage
der Blut- und Tränen-Pädagogik hält, fasst der Münchener Unfallforscher Prof.
Dr. Klaus Langwieder so zusammen: „Solche Filme mögen eine momentane
Betroffenheit hervorrufen, nachhaltige Wirkung aber entsteht nicht und konnte
deshalb auch nie nachgewiesen werden.“ GLH
Aus FPX 01/2008:
USA - Zunahme des
Verletzungsrisikos bei älteren Fahrern
Nach einer wissenschaftlichen Veröffentlichung der National Highway Traffic
Administration (NHTSA) vom November 2007 ist das Alter des Fahrers eine der
bedeutendsten Variablen für das Verletzungsrisiko bei Verkehrsunfällen. Das
haben verschiedene amerikanische Untersuchungen, die auf Kilometerleistung
basieren, übereinstimmend ergeben. Danach tragen jugendliche Fahrer (Teenager)
ein besonders hohes, Fahrer mittleren Alters ein mäßigeres, jedoch ältere Fahrer
wieder ein höheres Risiko, bei Verkehrsunfällen verletzt zu werden. Nach
übereinstimmenden Ergebnissen der Untersuchungen sind junge Fahrer
überdurchschnittlich in Frontalzusammenstöße und Überschlagunfälle mit
Verletzungsfolgen involviert, deren Ursache häufig zu hohe Geschwindigkeit ist.
Fahrer der mittleren Altersgruppe sind mit einem höheren Prozentsatz als andere
in auf Alkoholeinfluss zurückzuführende Unfälle verwickelt. Ältere Fahrer sind
hingegen weit öfter als andere beim Abbiegen, vor allem nach links, an Unfällen
beteiligt; dabei erleiden sie öfter als andere besonders schwere Verletzungen im
Brustraum. GLH
Aus FPX 01/2008:
Spanien: Gefängnis für
Promillesünder
Aus Spanien wird gemeldet, dass dort Rasern und Promillesündern künftig bis zu
fünf Jahre Haft drohen. Das enthält eine unlängst von der Cortes Generales
verabschiedete Reform des Strafrechts. Ziel der Novelle ist es, die im
europäischen Vergleich überdurchschnittlich hohe Zahl von Verkehrsopfern zu
senken. Im vergangenen Jahr starben auf Spaniens Straßen 3015 Menschen. Mit
Gefängnis kann nunmehr bestraft werden, wer mit mehr als 200 km/h auf der
Autobahn, mit Tempo 110 und mehr in Ortschaften rast oder mit mehr als 1,2
Promille Alkohol im Blut erwischt wird. Hinzu kommen kann ein Führerscheinentzug
bis zu zehn Jahren. Entscheidend für die Festlegung des Strafmaßes ist,
inwiefern andere Menschen in Gefahr gebracht wurden. Auf spanischen Autobahnen
gilt Tempolimit 120 km/h, ab 0,5 Promille greift die neue Strafvorschrift.
GLH |
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