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Fast alle Bundesländer
haben das Fortbildungsseminar für Fahranfänger (zweite
Fahrausbildungsphase) am 01.01.2004 eingeführt. Seit Dezember 2003 haben
sich 2.200 Seminarleiter qualifiziert und die amtliche Anerkennung
beantragt.
Anmeldung: Vor Ort
bei den Fahrschulen; Informationen können auch die
Fahrlehrer-Landesverbände geben.
Wer darf am
FSF-Seminar teilnehmen: Teilnehmer die mindestens sechs Monate Inhaber
einer Fahrerlaubnis der Klasse B sind und deren Probezeit nach § 2 a des
Straßenverkehrsgesetzes noch nicht abgelaufen ist.
Was kostet ein
komplettes FSF-Seminar: Zwischen € 260,00 und € 280,00 (darin ist der
Anteil für die praktischen Sicherheitsübungen von € 25,00 bis € 80,00
enthalten).
Der Ablauf der zweiten
Ausbildungsphase (FSF-Seminar): 6 – 12 Teilnehmer, drei Gruppentreffen
zu je 90 Minuten, eine Übungs- und Beobachtungsfahrt im öffentlichen
Straßenverkehr in Gruppen zu je 60 Minuten, praktische Sicherheitsübungen
in der Gruppe mit einer Dauer von 240 Minuten auf einem nicht öffentlichen
Gelände.
Probezeitverkürzung:
Junge Fahrer/innen können durch die Teilnahme ihre Probezeit um ein Jahr
verkürzen.
Wer führt die Seminare
durch: Besonders qualifizierte Seminarleiter (Fahrlehrer) und speziell
qualifizierte Moderatoren für die praktischen Sicherheitsübungen.
Wissenschaftliche
Begleitung: Eine wissenschaftliche Begleitung soll zeitnah zeigen, ob
Optimierungsbedarf besteht und ob die Ziele erreicht werden.
Das Anfängerrisiko:
Die statistischen Zahlen beschreiben dieses Dilemma nüchtern, aber
deutlich.
Der Bevölkerungsanteil
der jungen Menschen im Alter von 18 bis unter 25 Jahren liegt in der
Bundesrepublik Deutschland bei ca. 8%. Bei den Toten und Verletzten im
Straßenverkehr hat diese Altersgruppe einen Anteil von ca. 22% und bei den
getöteten Pkw-Fahrern und Pkw-Mitfahrern sogar einen Anteil von etwas mehr
als 32%. Damit sind der Straßenverkehr und besonders die Fahrt in einem
Pkw die Haupttodesursache von jungen Menschen im Alter von 18 bis 24
Jahren. Übrigens nicht nur ein deutsches, sondern ein europäisches
Problem.
Fahranfänger unterliegen
einem "Perfektionszwang", also von Beginn an gleich alles perfekt und
richtig machen zu müssen. Das Regelwerk des Straßenverkehrs gestattet
keine Fehler. Dies bedeutet, dass keine Lehrjahre zugestanden werden, es
findet im Straßenverkehr ein "Erwachsen-Werden" ohne Lernprozess statt.
Die zweite
Ausbildungsphase als „Entdeckungsreise“: Die zweite
Fahrausbildungsphase ist eine Entdeckungsreise in die Vielfältigkeit des
Straßenverkehrs. Ein Angebot für junge Fahrerinnen und Fahrer als
Unterstützung, als Hilfestellung, als Reiseführer, als Austauschforum, als
Erfahrungsaustausch, zur Erfahrungsweitergabe, als Entdeckung von Neuem,
z.B., um bisheriges Verhalten zu reflektieren und zu hinterfragen,
jugendliche Fahrmotive aufzudecken, Unterschiede zwischen gelerntem und
praktiziertem Verhalten aufzudecken (die geschriebenen und ungeschriebenen
Gesetze der Straße), praktische Erfahrungen im Umgang mit hoher Besetzung
im Fahrzeug zu ermöglichen und neue, persönliche und sichere
Fahrstrategien zu entwickeln. Sie dient der Beantwortung normaler Fragen,
z.B. Wie gut fahre ich schon? Stress beim Bremsen? Musik im Auto? Muffe
(Angst) in den Kurven? Was tun, wenn die Mitfahrer nerven? Fahre ich
nachts wirklich sicher? Fahren und telefonieren? Heikle Momente? Modernes
Autofahren - wie geht das wirklich? Wie bleibe ich gelassen, trotz
Zeitdruck?
Die zweite
Fahrausbildungsphase (FSF-Seminar) als Entdeckungsreise alleine oder
zusammen mit Freunden, ist unter dem Aspekt "Neues erfahren - Spaß haben"
eine gezielte, pädagogische Mischung aus Gruppentreffen in einem
Seminarraum und praktischen Elementen im Straßenverkehr und auf einem
Übungsgelände unter kompetenter Führung professioneller Begleiter.
Bundesvereinigung der
Fahrlehrerverbände e. V.
Internet:
www.fahrlehrerverbaende.de
E-Mail:
info@bvf-deutschland.de
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