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Letzte Aktualisierung dieser Seite: 03.06.04
 

Presse-Information der

Bundesvereinigung der
Fahrlehrerverbände e.V.

Zusammenschluss von Fahrlehrerverbänden im Bundesgebiet

    März 2004

(Kurzfassung)

Die Zweite Ausbildungsphase

(FSF-Seminare)

> zur Langfassung

Fast alle Bundesländer haben das Fortbildungsseminar für Fahranfänger (zweite Fahrausbildungsphase) am 01.01.2004 eingeführt. Seit Dezember 2003 haben sich 2.200 Seminarleiter qualifiziert und die amtliche Anerkennung beantragt.

Anmeldung: Vor Ort bei den Fahrschulen; Informationen können auch die Fahrlehrer-Landesverbände geben.

Wer darf am FSF-Seminar teilnehmen: Teilnehmer die mindestens sechs Monate Inhaber einer Fahrerlaubnis der Klasse B sind und deren Probezeit nach § 2 a des Straßenverkehrsgesetzes noch nicht abgelaufen ist.

Was kostet ein komplettes FSF-Seminar: Zwischen € 260,00 und € 280,00 (darin ist der Anteil für die praktischen Sicherheitsübungen von € 25,00 bis € 80,00 enthalten).

Der Ablauf der zweiten Ausbildungsphase (FSF-Seminar): 6 – 12 Teilnehmer, drei Gruppentreffen zu je 90 Minuten, eine Übungs- und Beobachtungsfahrt im öffentlichen Straßenverkehr in Gruppen zu je 60 Minuten, praktische Sicherheitsübungen in der Gruppe mit einer Dauer von 240 Minuten auf einem nicht öffentlichen Gelände.

Probezeitverkürzung: Junge Fahrer/innen können durch die Teilnahme ihre Probezeit um ein Jahr verkürzen.

Wer führt die Seminare durch: Besonders qualifizierte Seminarleiter (Fahrlehrer) und speziell qualifizierte Moderatoren für die praktischen Sicherheitsübungen.

Wissenschaftliche Begleitung: Eine wissenschaftliche Begleitung soll zeitnah zeigen, ob Optimierungsbedarf besteht und ob die Ziele erreicht werden.

Das Anfängerrisiko: Die statistischen Zahlen beschreiben dieses Dilemma nüchtern, aber deutlich.

Der Bevölkerungsanteil der jungen Menschen im Alter von 18 bis unter 25 Jahren liegt in der Bundesrepublik Deutschland bei ca. 8%. Bei den Toten und Verletzten im Straßenverkehr hat diese Altersgruppe einen Anteil von ca. 22% und bei den getöteten Pkw-Fahrern und Pkw-Mitfahrern sogar einen Anteil von etwas mehr als 32%. Damit sind der Straßenverkehr und besonders die Fahrt in einem Pkw die Haupttodesursache von jungen Menschen im Alter von 18 bis 24 Jahren. Übrigens nicht nur ein deutsches, sondern ein europäisches Problem.

Fahranfänger unterliegen einem "Perfektionszwang", also von Beginn an gleich alles perfekt und richtig machen zu müssen. Das Regelwerk des Straßenverkehrs gestattet keine Fehler. Dies bedeutet, dass keine Lehrjahre zugestanden werden, es findet im Straßenverkehr ein "Erwachsen-Werden" ohne Lernprozess statt.

Die zweite Ausbildungsphase als „Entdeckungsreise“: Die zweite Fahrausbildungsphase ist eine Entdeckungsreise in die Vielfältigkeit des Straßenverkehrs. Ein Angebot für junge Fahrerinnen und Fahrer als Unterstützung, als Hilfestellung, als Reiseführer, als Austauschforum, als Erfahrungsaustausch, zur Erfahrungsweitergabe, als Entdeckung von Neuem, z.B., um bisheriges Verhalten zu reflektieren und zu hinterfragen, jugendliche Fahrmotive aufzudecken, Unterschiede zwischen gelerntem und praktiziertem Verhalten aufzudecken (die geschriebenen und ungeschriebenen Gesetze der Straße), praktische Erfahrungen im Umgang mit hoher Besetzung im Fahrzeug zu ermöglichen und neue, persönliche und sichere Fahrstrategien zu entwickeln. Sie dient der Beantwortung normaler Fragen, z.B. Wie gut fahre ich schon? Stress beim Bremsen? Musik im Auto? Muffe (Angst) in den Kurven? Was tun, wenn die Mitfahrer nerven? Fahre ich nachts wirklich sicher? Fahren und telefonieren? Heikle Momente? Modernes Autofahren - wie geht das wirklich? Wie bleibe ich gelassen, trotz Zeitdruck?

Die zweite Fahrausbildungsphase (FSF-Seminar) als Entdeckungsreise alleine oder zusammen mit Freunden, ist unter dem Aspekt "Neues erfahren - Spaß haben" eine gezielte, pädagogische Mischung aus Gruppentreffen in einem Seminarraum und praktischen Elementen im Straßenverkehr und auf einem Übungsgelände unter kompetenter Führung professioneller Begleiter.

Bundesvereinigung der Fahrlehrerverbände e. V.
Internet: www.fahrlehrerverbaende.de

E-Mail: info@bvf-deutschland.de