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Theorieprüfung tendenziell leichter
Ab 01. Juli gelten für die
Führerscheinprüfung neue Regeln. Dies vorneweg: die theoretische
Prüfung wird für Pkw- und Motorradkandidaten tendenziell etwas
leichter. Zwar sind - wie bisher - 30 Fragen zu beantworten, aber
die zulässige Fehlerpunktgrenze wird von 9 auf 10 angehoben. Wer
sich allerdings in der Vorfahrt und in der Gefahrenabwehr nicht
auskennt und zwei Fragen dieser Kategorien falsch beantwortet, fällt
auch bei sonst fehlerfreier Beantwortung aller übrigen Fragen durch.
Und das, obwohl die einzelne Frage nur 5 Fehlerpunkte bringt, also
rein rechnerisch nur 10 Fehlerpunkte fällig sind.
Wer seinen Führerschein auf eine
andere Klasse erweitert, muss nur noch zwanzig Fragen beantworten.
In diesen Fällen sind 6 Fehlerpunkte zulässig. In den Lkw- und
Busklassen wird die Prüfung allerdings schwerer. Angehende Brummi-
und Busfahrer müssen deutlich mehr Fragen beantworten. Dabei geht es
vor allem um höhere Sicherheit des Lkw- und Busverkehrs, deshalb
kommen auch vermehrt Fragen zur Ladungssicherung hinzu.
Praktische Prüfung Pkw
Heute muss jeder Pkw-Prüfling drei
der sog. Grundfahraufgaben fahren. Diese sind: Einparken, Umkehren,
Anfahren am Berg und die Gefahrbremsung. Ab 1.07.04 werden nur noch
2 Grundfahraufgaben verlangt. Anfahren am Berg fällt als
Grundfahraufgabe - freilich nicht als Lerninhalt - ganz weg. Durch
die Neuregelung soll mehr Zeit für das Fahren auf außerörtlichen
Straßen frei werden.
Praktische Prüfung Motorrad
In den Motorradklassen wird hingegen
die Zahl der Grundfahraufgaben von 5 auf 6 erhöht. Die Prüfung ist
nicht bestanden, wenn mehr als 3 Grundfahraufgaben nicht beim ersten
Versuch fehlerfrei gefahren werden.
Praktische Prüfung Lkw
Bei den Lkw- und Lastzugprüfungen
muss der Kandidat ab 1.07.04 zusätzlich zeigen, dass er den Lkw oder
Lastzug rückwärts, wie zum Be- oder Entladen üblich, korrekt an eine
Rampe heran fahren kann. Außerdem wird die reine Fahrzeit in der
Prüfung auf 45 Minuten verlängert, so dass die gesamte Prüfung
einschließlich der Grundfahraufgaben und der sog. Abfahrtkontrollen
künftig 75 Minuten dauert. Die TÜV-Gebühr steigt deshalb für diese
Klassen auf € 128,76. |