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Der 2000 Mitglieder umfassende Verband
hielt nach 2001 seine Jahresmitgliederversammlung zum zweiten Mal in
der Schwarzwaldmetropole ab.
In seiner Eröffnungsansprache
forderte der Vorsitzende des Verbandes, Peter Tschöpe, die Politik
auf, die Freiwillige Fortbildung für Fahranfänger (FSF) -
auch Zweite Ausbildungsphase genannt - durch attraktivere
Anreize als bisher zu fördern. Dieses in Deutschland entwickelte
Aufbauseminar für Fahranfänger sei in einer Europäischen Studie als
sehr effizient bewertet worden. Die Experten seien überzeugt, dass
damit die Unfallbelastung der jungen Fahrer deutlich gesenkt werden
könne. Tschöpe zog Parallelen zu dem in Niedersachsen bereits
laufenden Modellversuch Begleitetes Fahren, das als besonderen
Anreiz 17-Jährigen den Erwerb des Führerscheins Klasse B ermöglicht.
Eine entsprechende Regelung, so
Tschöpe, würde das Interesse an der Zweiten Phase erheblich
steigern. Der befürchteten Erhöhung des Unfallrisikos könne durch
flankierende Maßnahmen entgegen gewirkt werden. Dazu gehöre z. B.
die Androhung des sofortigen Einzugs der vorläufig erteilten
Fahrerberechtigung bei bestimmten Verkehrsverstößen. Voraussetzung
für die Erteilung der vorläufigen Fahrerberechtigung müsse die
Verpflichtung sein, nach 6 Monaten an einem Fortbildungsseminar
teilzunehmen. Tschöpe schloss: „Wer die Zweite Phase will, muss
jetzt für Anreize sorgen, die Teens wirklich ansprechen.“
Ministerialrat Enkel, Leiter des
Verkehrssicherheitsreferats im Ministerium für Umwelt und Verkehr
Baden-Württemberg, ging in einem viel beachteten Referat auf
aktuelle Änderungen des Verkehrsrechts ein, die für die
Fahrschulen besondere Bedeutung haben. So auf die Europäische
Berufskraftfahrer-Ausbildungsrichtlinie, die für Busfahrer ab
2008 und für Lkw-Fahrer ab 2009 zusätzlich zum Führerschein eine
besondere Qualifikation fordert. Derzeit beraten Bund und Länder
darüber, wie die EU-Regelungen in Deutschland sinnvoll in umgesetzt
werden können.
Enkel betonte in seinem Referat, das
Ministerium für Umwelt und Verkehr verfolge die von der Deutschen
Fahrlehrer-Akademie e.V. getragene Entwicklung eines
Qualitätssicherungssystems für Fahrschulen mit großem Interesse.
Den Vorschlag des Verbandsvorsitzenden zur Förderung der Zweiten
Phase bezeichnete er als interessanten Denkanstoss. Das Land
werde den Vorschlag sorgfältig prüfen.
In einem weiteren Referat befassten
sich Frau Grotz und Herr Wälde von der TYP Akademie Limburg mit dem
Image der Fahrschulen. Sie betonten, Fahrlehrer hätten heute
einen Erziehungsauftrag zu erfüllen. Dies rechtfertige ein gesundes
Selbstbewusstsein, zugleich entstehe ihnen aber die Pflicht, durch
ein entsprechendes Auftreten in der Öffentlichkeit ihr Image zu
verbessern.
Korntal-Münchingen / Freiburg, den
23.04.2005
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