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Es
ist fast schon eine Binsenweisheit: gut beleuchtete Fahrzeuge werden auch
bei hellem Tageslicht früher und deutlicher wahrgenommen als
unbeleuchtete. Deshalb haben die Fahrlehrer schon Anfang der 70er-Jahre
gefordert, Motorradfahrer sollten auch am Tage mit Abblendlicht fahren
müssen. Das ist freilich längst Gesetz. Jetzt aber geht es darum,
Tagesfahrlicht für alle vorzuschreiben. Das wäre nicht nur vernünftig,
sondern dringend nötig. Denn ernsthafte
Untersuchungen haben ergeben, dass in Deutschland jedes Jahr ca. 250
Verkehrstote und entsprechend viele Verletzte weniger zu beklagen wären,
wenn alle Kraftfahrzeuge bei Tag mit Licht führen. Die Befürchtung,
dadurch könnte der Schutz der Motorradfahrer leiden, wurde durch die
Forschung als unbegründet widerlegt. Eher das Gegenteil wäre zu erwarten,
denn Motorradfahrer könnten beleuchtete mehrspurige Kraftfahrzeuge und von
diesen für sie ausgehende Gefahren ebenfalls besser wahrnehmen.
Als
Ersatz für das spezielle Tagfahrlicht, mit dem die meisten Autos noch
nicht ausgestattet sind, sollte man sofort nach dem Anlassen des Motors
auch bei Tag das Abblendlicht einschalten. Damit schützt man sich selbst
und oft auch andere. Wer meint, der dadurch entstehende Mehrverbrauch sei
angesichts der ausufernden Spritpreise zu teuer, muss bilanzieren: was
sind 25 bis 30 Cent pro hundert Kilometer gegenüber einem so hohen
Zugewinn an Sicherheit? Außerdem lässt sich der geringe Mehrverbrauch (ca.
0,1Liter / 100km) durch etwas wirtschaftlichere Fahrweise leicht
ausgleichen.
Die
Diskussion um die verbindliche Einführung des Tagfahrlichts hat längst
begonnen. Bei allem Für und Wider darf nicht vergessen werden: Die
Menschen werden immer älter und fahren entsprechend länger Auto. Es ist
aber unbestritten, dass bei älteren Menschen das Sehrvermögen abnimmt.
Durch das Tagfahrlicht ließe sich deshalb gerade auch das Unfallrisiko
älterer Fahrer deutlich senken. Modellversuche in Niedersachsen,
Schleswig-Holstein und auf der Insel Rügen stützen diese Erwartungen.
Die
Bundesvereinigung der Fahrlehrerverbände e.V. fordert deshalb ihre13.500
Mitgliedsfahrschulen auf, schon jetzt tagsüber mit Licht zu fahren und so
erneut ein wichtiges Zeichen für mehr Verkehrssicherheit zu setzen.
Weitere Informationen
zum Thema gerne via Pressestelle der Bundesvereinigung der
Fahrlehrerverbände e.V.
E-Mail:
info@bvf-deutschland.de
Internet:
www.fahrlehrerverbaende.de
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