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Letzte Aktualisierung dieser Seite: 08.11.11

 

Presse-Information der

Bundesvereinigung der
Fahrlehrerverbände e.V.

 

Zusammenschluss von Fahrlehrerverbänden im Bundesgebiet

    Juni 2006

Begleitetes Fahren mit 17 auch in Baden-Württemberg

 

Zur Jahreswende werde auch Baden-Württemberg das Begleitete Fahren mit 17 einführen, kündigte Ministerpräsident Günther H. Oettinger bei der Mitgliederversammlung der Bundesvereinigung der Fahrlehrerverbände e.V. am 23.06.2006 in Rust an. Allerdings sollen noch die Auswertungen der bisherigen Modellversuche abgewartet werden.

Das vom Berufsstand initiierte Qualitätssicherungssystem für Fahrschulen begrüßte er ausdrücklich und betonte, selbstaufgestellte Qualitätskriterien seien immer effektiver als staatliche Überwachung. Dabei mahnte er an, das Qualitätssicherungssystem schlank zu halten und keine neue Bürokratie aufzubauen. Die bereits bestehenden Regelungen des Fahrlehrergesetzes, so Oettinger, müssten auf den Prüfstand um unnötige Bürokratie abzubauen. Der Vorsitzenden der Bundesvereinigung der Fahrlehrerverbände, Gerhard von Bressensdorf, machte in seiner Erwiderung deutlich, dass die notwendige Entbürokratisierung auch für den Berufsstand wichtig sei, aber nicht dazu führen dürfe, die für die Verkehrssicherheit unverzichtbaren Regelungen abzuschaffen.

Mit Blick auf die maroden Staatsfinanzen, die den erforderlichen Ausbau des Straßennetzes und dessen zeitnahe notwendige Sanierung unwahrscheinlich erscheinen ließen, ließ Oettinger Sympathie für eine zweckgebundene Pkw-Maut erkennen. Nach seiner Meinung sei der Autofahrer durchaus bereit, auch eine Pkw-Maut zu akzeptieren, wenn sicher sei, dass dieses Geld auch zweckgebunden in den Straßenbau fließt. Weg mit der Kraftfahrzeugsteuer, Absenkung der Mineralölsteuer auf durchschnittliches europäisches Niveau und dafür eine zweckgebunden Maut, so lautete Oettingers Credo.

Oettinger dankte den Fahrlehrern im Land aber auch in der ganzen Bundesrepublik, die ihre verantwortungsvolle Arbeit mit hohem Engagement verrichten.

Von Bressensdorf, der am Vormittag für weitere vier Jahre von der Versammlung im Amt bestätigt wurde, hatte die Delegierten auf die in den nächsten Jahren weiter sinkende Zahl der 18-Jährigen und die sich daraus ergebende sinkende Auslastung der Fahrschulen hingewiesen. Die Abnahme der potenziellen Fahrschulkunden werde auch in den kommenden Jahren die wirtschaftliche Lage des Gewerbes bestimmen. Da in den kommenden Jahren mehr Fahrlehrer aus dem Beruf ausscheiden als nachrücken, sei auf der Angebotsseite mit einer leichten Entspannung zu rechnen. Er sprach sich dafür aus, die im Herbst zu erwartende dritte Führerscheinrichtlinie der Europäischen Union, zumindest in den Teilen schnell umzusetzen, die der Bekämpfung des Führerscheintourismus dienen.

23. Juni 2006

Weitere Informationen zum Thema gerne via Pressestelle der Bundesvereinigung der Fahrlehrerverbände e.V.
E-Mail: info@bvf-deutschland.de

Internet: www.fahrlehrerverbaende.de